Kirche Weitental

†  Gott ist die Liebe - Er liebt dich  †
 Gott ist der beste und liebste Vater, immer bereit zu verzeihen, Er sehnt sich nach dir, wende dich an Ihn
nähere dich deinem Vater, der nichts als Liebe ist. Bei Ihm findest du wahren und echten Frieden, der alles Irdische überstrahlt

MOBILE
Version

Fragen, Kritik...
sende EMail

SUCHFENSTER
hier öffnen

NORMAL
Version

Start-Gottes Liebe-Erbsünde

Maria-Werke-Wallfahrten

Jahreskreis Heilige

Apokalypse Warnung NWO

News Gebete

Sünde-Leid-Heilung-Hilfe

Leben mit Gott-Hilfen

Mystik Werke Audio

Papst Kirche Liturgie Dok.

*Anbetung live*

Leid - Verletzung - Heilung - Esoterik Depression

 

Es geht hier um das Leid, körperlich und psychisch - die inneren Verletzungen (sehr wichtig!) - Depressionen - Selbstmord - Esoterik - das Leiden Jesu und Maria und DIE HEILUNG DER LEBENSGESCHICHTE! d.h. dadurch NEU anfangen, wie immer unser Leben bisher auch war. GOTT VERGIBT!
Neu hinzugefügt habe ich den link zur Seite, wo ein junges Mädchen an Krebs erkrankte
und wie sie ihr Leid annahm und JA sagte, Punkt 6, eigene Seite.

 

I N H A L T
 
 

Siehe auch: Vergebung

 

1. Allgemeines, warum leiden, es annehmen, Gott ist nahe, zum Segen machen

Der Grund des Leidens:
Das Leid ist ein Punkt, den wir gerne missverstehen. Eines vorweg: es kommt nicht von Gott! 
Das ist sehr wichtig sich im Bewusstsein zu bewahren. Doch der liebe Vater lässt es zu. Niemand bleibt vom Leid verschont, betrachten wir Jesus und Maria, beide ohne Schuld und doch, wer hat so gelitten wie Jesus, wer so wie Maria? Niemand! Unser Leid, wäre auch noch so heftig oder groß, nie könnte es das Ausmaß dessen erreichen, wie diese beiden liebenden Herzen gelitten haben. Jesus dazu noch körperlich. Und das alles unserer Sünden wegen und unschuldig, denn diese beiden sind ohne eigene Schuld geblieben. Siehe auch das Leiden Jesu und Maria und Jesu Leiden am Ölberg.

Warum das Leid?
 
Und das ist der Grund des Leides: Die Sünde. Dadurch gibt es das Leid und Gott lässt es zu doch es ist nicht so, dass der, der mehr sündigt, mehr zu leiden hat und umgekehrt! Das Leid trifft den Menschen unterschiedlich. Es heißt:
"
...meint ihr, dass nur sie Schuld auf sich geladen hatten". Das sagt klar aus, dass Schuld etwas universelles ist: Der eine trägt mehr, der andere weniger, doch der, der mehr sündigt muss nicht unbedingt mehr leiden! Deshalb begleitet uns das Leid, einmal mehr, einmal weniger. Wir sind alle auf dem Weg zu Gott, zu seiner Herrlichkeit. Dieser Weg ist wie eine Schule mit mehreren Klassen und verschiedenen Prüfungen. Das Leid ist so eine Prüfung.

Annehmen oder rebellieren?

Und jetzt kommt es auf uns an: Wie reagieren wir auf ein Leid, das uns trifft? Tragen wir es im Sinne Gottes oder rebellieren wir? Klar, wir sind schwache Menschen, aber Gott weiß das (wie könnte es auch anders sein, aber ich schreibe es hin, weil es uns auch klar sein muss!). Wachsen können wir im Gebet und auch im Leid. Das Leid in Ergebung in den Willen Gottes zu ertragen, ist gar nicht so einfach und oft rebellieren wir: warum ich, warum dies, warum das? Oder gar gegen Gott: warum lässt du das zu... . Es ist unumgänglich, dass solche Gedanken in uns aufkommen ABER so sollten wir sie nicht hochkommen lassen, denn dann haben sie uns im Griff und wir fallen. Gott hilft uns dann aber schon wieder auf, keine Angst.

Gott ist uns gerade im Leid nahe
BESSER wäre es, diesen Gedanken mit innigem Gebet und Hingabe und Vertrauen in Gott den Vater entgegenzuwirken. Im Leid sehen wir die Liebe Gottes nicht mehr oder spüren sie nicht. Gott liebt uns aber immer, deshalb immer wieder zu sich sagen: Gott liebt mich, Gott du liebst mich... und nie daran zweifeln, sonst hat dich der Satan erwischt. Das ist ja das Gemeine: Satan, der gefallene Engel, ist unserer Menschennatur immer überlegen und er greift uns an der SCHWÄCHSTEN STELLE an, dieser gemeine Plagegeist. Er ist eben Meister des Hasses, der Lüge und der Bosheit. Doch Gott weiß das und Gott ist genau das Gegenteil: Die vollkommene Liebe, die immer verzeiht, die dir die Hand entgegenstreckt, wenn du fällst, er ist der Arzt, der immer heilt, immer wieder, wenn du es nur zulässt.

Deshalb ist es entscheidend:

1. das Leid anzunehmen, nicht verbittern, (Gefahr
depressiv zu werden)
2. sich der Liebe Gottes auch im Leid bewusst zu sein und den Versuchungen Satans, der möchte, dass wir daran zweifeln, durch wiederholen von: Gott du liebst mich Gott du... entgegenzuwirken (auch Maria anrufen)

3. Gebet. Viel Gebet, Geduld und Ausdauer. Wenn möglich, lass auch für dich beten, denn es übersteigt gerne deine Kraft und du wirst verbittert,

Das Leid zum Segen machen
Wenn du so reagierst, dann wird das Leid zum Segen und das ist sehr wichtig: Das Leid ist im Grunde ein Segen! Verbunden mit einem starken Gottvertrauen, einer starken Hoffnung und Liebe zu Gott, wenn man sie im Leid auch nicht spürt, wird das Leid fruchtbar und zum Segen für sich und andere. Es reinigt dich und führt dich Gott näher, es stärkt dein Vertrauen in ihm.

Und das ist der Sinn des Leides:
Dass Seelen zur Rettung finden und dass der, der leidet näher zu Gott rückt und gereinigt wird, schon auf dieser Welt. Dass das Reich Gottes schon diesseits verwirklicht wird, wie wir im "Vater unser" beten.



Herr, lehre mich den tieferen Sinn des Leidens erkennen. Du hilfst es tragen. Dein Name sei gepriesen. Amen.


 



Das Leiden Jesu, die Qualen Mariens

Siehe auch Jesu Leiden am Ölberg.

Alle Last liegt auf Ihn Wie furchtbar hat Jesus in Anbetracht seiner Leiden gelitten, wie furchtbar die psychischen Leiden. Dazu kam noch seine Gottheit, in der er es schon im voraus sah und erschauderte. Hier war seine Gottheit eine "Last", da er es ja in allen Einzelheiten schon sah, wie er verspottet würde, gepeinigt, gequält, am Kreuz die Arme aus den Schultern gerissen, Knöchel und Hand durchgeschlagen usw. Auch das Leid seiner geliebten Mutter! Das alles sah Jesus am Ölberg. Er sah auch mit Wehmut auf Jerusalem, diese schöne Stadt, die seinen Gott nicht erkannte und er weinte über ihre Verstocktheit, über ihre Zerstörung als Folge des bevorstehenden, furchtbaren Gottesmordes. Dann Judas, den er drei Jahre in Liebe ertrug und sogar schützen musste, denn die anderen Jünger rebellierten gegen ihn, Jesus musste immer wieder abwinken, ertragen, leiden und nochmals leiden, leiden über den verlorenen Sohn, denn auch das konnte ihm als Gott nicht verborgen bleiben. Welch ein Bemühen, welch ein Hoffnung trotz aller Hoffnungslosigkeit, trotz der Gewissheit, dass er verloren geht. Und am Gründonnerstag kommt er und mit dem Zeichen der Liebe, einem Kuss, und überliefert, verrät ihn. Alle Worte, alles Bemühen schien hier sinnlos, auch die Nähe Mariens, er WOLLTE sich mehr und mehr ÜBER Jesus stellen und nicht seinen Weg gehen.


Dann die Schmerzen der Mutter, oh welche Schmerzen! Schon beiSchmerzensmann der Geburt begann es, denn ihr konnte das Wort vom "Mann der Schmerzen" nicht verborgen sein. Dann die ganze Ablehnung in seinem öffentlichen Leben, wie gerne kam Jesus zu seiner Mutter zurück, um Ruhe zu finden im Hass der Welt, der ihm immer mehr entgegenschlug. Dann der Abschied am Gründonnerstag, wie litt doch da die Mutter... Dann die Verurteilung und die Verspottung, immer litt die Mutter in ihrem Inneren mit, furchtbar hat sie gelitten, doch sie hat sich NIE gegen Gott aufgelehnt, sondern alles ertragen in einem uns viel zu wenig bewussten, inneren Leiden. Dann der Kreuzweg und die Kreuzigung: die arme Mutter, doch sie blieb auch hier die Magd des Herrn, in diesen so furchtbaren Stunden. Ihr ja blieb ein ja, ergeben, demütig, wie nur sie es sein konnte. Und dann ist sie unterm Kreuze unser aller Mutter geworden, dies war der Wille des Vaters, dass wir auch eine Mutter haben, da wir uns mit Ihm oft schwer tun. Welch ein Geschenk, nie können wir Gott genug dafür danken! Dann die Schmerzensmutter, als sie den leblosen, kalten und zerschlagenen Körper ihres Sohnes im Schoße hielt und furchtbar gequält wurde, dieses Leid können wir uns nie und nimmer im gesamten Ausmaße vorstellen!  Die geöffnete Herzwunde, welch ein Schmerz da ihr Herz durchdrang, ein Schmerz, den ich unwürdig bin hier zu beschreiben, denn das kann man nicht... Dann die Grablegung und die Verlassenheit, sie musste allein die Hoffende sein, die Glaubende, die nicht zweifelte wie die anderen, welch lange Stunden der Qualen bis zur Auferstehung! Wir denken, nur 36 Stunden. Aber im Leid ist das eine schier endlose Zeit! Denken wir daran! Das alles war für uns und hat unsere Sünde verursacht. Denken wir daran, wie schwer Jesus und Maria gelitten haben, wie teuer wir erkauft sind und lieben wir die Mutter, lieben wir sie, sie führt uns zu Jesus, ganz sicher. Denken wir in unserem Leid, sei es körperlich oder psychisch, auch an das Leiden Jesu und Mariens, es ist sehr heilsam.

Bedenke also, du, der du dies liest und leidest, körperlich oder seelisch, nie kann jemand dermaßen leiden wie die beiden gelitten haben, unschuldig gelitten, und das nicht für sich, sondern für dich und mich.

 


Herr, dein Wille geschehe. Amen.


 


 

Dein Leiden wird sich in Freude verwandeln

(Br. Ephraim-Gem. der Seligpreisungen)
 

Wir sind in einem Jahrhundert, wo man schrecklich leidet, wo aber niemand leiden will, oder besser gesagt, niemand leiden kann. Das Leiden ist unvermeidlich. Wie können wir im Leiden einen Sinn finden? Ob es sich jetzt um ein physisches, moralisches oder geistiges Leiden handelt. das Leiden trägt in sich etwas Göttliches, wenn es mit dem Kreuz verbunden ist. Das Leiden Christi ist der absolute Beweis der göttliche Liebe. Und unser eigenes Leiden darf uns nicht dazu führen, in uns selbst zurückzuziehen, sondern soll uns dazu führen, wahrhaft zu lieben.

Ich würde es nicht wagen, mit jemanden zu sprechen, der leidet, wenn ich nicht ein Jünger Jesu, des Schmerzensmannes wäre. Aber für mich ist das Leiden etwas, was mich mitreißt, und verwandelt. Ohne Leiden ist es unmöglich, aus sich selbst herauszugehen und den anderen zu lieben. Ich versuche nicht, das Leiden zu rechtfertigen, ich versuche nur, Realist zu sein.

Ich zögere nicht, vom Leiden zu sprechen, denn ich weiß aus eigener Erfahrung in schrecklichem Leid, dass diejenigen, die Kranke besuchen von allem sprechen, außer vom Leiden. In Bezug auf das Leiden steht da eine Mauer wie ein Schutzschirm, eine Scheu, eine Angst. Es ist so leicht, dieses Problem des Leidens, der Krankheit und des Todes zu evakuieren, um die Dinge nur so zu sehen, wie die Welt sie sehen möchte. Das ist ein allzu billiger Optimismus, hinter dem sich die Realitäten des Lebens verstecken
 

Mutter Teresa lebte mit Menschen, die leiden und sterben, ohne dass die Medizin ihnen helfen konnte. Aber se wird ihnen auf spirituelle und menschliche Weise geholfen, durch das Strahlen dieser kleinen Schwestern in weiß und blau. Wenn sie auf positive Weise vom leiden sprach, wie das auch die Kirche, die Kirchenväter, die Mönche, die Heiligen, die geistlichen Menschen und die Theologen bis vor nicht allzu langer Zeit gatan haben, wurde ihre Rede nicht mehr angehört. Manche Ärzte und Krankenschwestern, die sich um Schwerkranke kümmern, haben sich selbst empört gegen die Vorschläge von Mutter Teresa.

Man kann sich tatsächlich fragen: "Wie kann man das Schlechte gut nennen, und wie kann dieses Gefühl des körperlichen Schmerzes, dieses quälenden Schmerzes, der uns so sehr beeinträchtigt, auf positive Weise betrachtet werden?

Annehmen oder revoltieren?
Die Familienangehörigen von Krankenhauspatienten kennen das gut. Es gibt zwei Haltungen im Leiden: das Annehmen oder das Revoltieren. Es gibt Kranke, die durch das leiden verbittert sind und andere, die durch das Leiden verwandelt sind, von denen man sagen möchte: "Selig, die keine Gewalt anwenden, denn sie werden das Land erben" (Mt. 5,5).

Manche sagen, dass man das Leiden nicht akzeptieren darf. Ich finde das schlimm, denn diese Haltung der Ablehnung, der Revolte, die die Mutter aller Bitterkeit ist, bringt schlimmere und tiefere Leiden mit sich. Der Mensch in der Revolte leidet doppelt so viel, und hat nicht das Recht, die Revolte gegen das Leiden zu lehren. Das Leiden ist wie eine Person, die eines Tages bei uns vorbeikommt: Werden wir kämpfen mit diesem unerwünschten Gast und alles zerschlagen in unserer Wohnung? - in unserem Innern? Der Kampf ist völlig ungleich und richtet auf das Böse aus.

Wer das Böse in einem Geist des Sichüberlassens annimmt, wie ein kleines, krankes Kind, das weiß, dass die Krankheit nicht siegen wird, weil seine Mama an seiner Seite ist, ist keine gute Beute für das Böse. Jesus selbst hat die Passion gelebt, indem Er Seinen Blick auf die Auferstehung gerichtet hielt. Er hat die Nacht gelebt, mit dem festen Blick auf die Morgenröte. Der schwierigste Augenblick war sicherlich jener, als Er in Getsemani Blut schwitzte und die Verbindung zwischen Seinem Leiden und der Auferstehung nicht mehr sah. Deshalb hat Gott ihm einen Engel gesandt. Dieser Engel hat Ihm den Himmel gezeigt. Das ist es, was Jesus getröstet hat.

Kämpen wir ...
Es gibt einen falschen Ausdruck: "Gegen die Krankheit kämpfen". Man kämpft nicht gegen die Krankheit, gegen den Tod, sondern man kämpft für das Leben, für die Hoffnung, für die Freude, für die Liebe, für den Himmel. Man kämpft nicht gegen das, was grauenhaft ist, was uns übersteigt. Man muss das Leben anschauen und das, was positiv ist.

Im Bereich der moralische Leiden, die aus unserer Sensibilität kommen, sagen manche: "Ich bin zu sensibel, ich muss mich abschirmen". Das ist ein Irrtum. Man darf nicht gegen die Sensibilität kämpfen; man muss kämpfen, damit das innere Leben wächst, und damit wir schließlich, wenn wir all das fühlen, was uns verletzt, diese Fähigkeit erlangen, alles Gott zu schenken und Ihm unsere Verletzungen zu überlassen. In diesem unaufhörlichen Spiel des "Wer verliert, gewinnt" tauschen wir das Böse, das uns geschieht, in Gutes um: das ist das Evangelium, das ist diese Nicht-Gewalt der Liebe, das ist nichts anderes als die Lehre Jesu. Hier berühren wir das Herz der Frage, die man richtigerweise das Mysterium des Leidens nennen sollte. Das ist eine Dimension, die wir nicht im ganzen Ausmaß verstehen können, und die auf die eine oder andere Weise mit dem Heil der Welt in Beziehung steht. Das Leiden ist der Adelstitel desjenigen, der leidet. Man hat nicht das Recht, ihm den Sinn dessen, was er lebt, zu rauben.

Das Kreuz umarmen in der Erwartung der Erlösung
Wer sagt: " Wenn Gott gut ist, warum gibt es dann das Leiden?", riskiert, seine Seele zu verlieren. Manche sagen, dass das Leiden eine Illusion ist, gegen die man kämpfen muss, indem man sich von den Empfindungen und der Realität abschneidet. Das ist das Gegenteil des Christentums. Man entflieht seiner Menschheit, man entflieht dem Wesentlichen.
 

Indem Gott uns Seinen Sohn gesandt hat, hat er uns die Schönheit und die Größe der Realität offenbart, selbst wenn diese Realität an der Grenze des Tolerierbaren ist. Das ist die Erfahrung der Schwerkranken. Entweder bleiben sie in der Haltung: "Alles ist absurd, ich leide, weil ich krank bin" oder aber "All das hat einen Sinn, den ich nicht verstehe, und dieser Sinn ist Jesus, der Erlöser der Welt, der Befreier, jener, der uns eines Tages von allem Bösen erlösen wird." In ihm heißt mein Leiden "Mysterium" und wird, wie es Theilhard de Chardin sagt: "die Schwester einer geistigen Kraft", eine Quelle der Freude, die ich selbst nicht verstehen kann, aber es ist die Wahrheit, es ist eine Realität, die man nicht erfinden kann.

Das Leiden hat mich in die Arme Jesu geworfen. Es hat mir erlaubt, das Kreuz zu umarmen, vom Kreuz zu leben und schließlich von dort her die Realität zu segnen, die Augen zu öffnen für eine Welt, die im Leiden steht und in der Erwartung der Erlösung. Die Entdeckung des Leidens in Gott bringt uns die Freude.

Christus werden
Jemanden, der leidet, kann ich nur wünschen, dass er eine entscheidende Begegnung mit Christus erlebt und mit der Heiligen Jungfrau, die die Mutter des Mitleidens, die Mater Dolorosa, die Mutter der Schmerzen ist. Mit ihnen treten wir ein in ein Mysterium der Liebe, in eine Intimität, deren Intensität über den Schmerz hinausgeht.

Ich würde sogar sagen, je tiefer der Schmerz ist, desto mehr erlaubt er uns, in das Mysterium der Liebe, die sich ausliefert, einzutreten. Es ist ein wahrer Stachel, der uns in die Tiefen Gottes eintauchen lässt, der uns ermöglicht, uns gerade in jenen Augenblicken in Ihn zu versenken, wenn wir meinen, keinen Augenblick länger aushalten zu können. Diese Engpässe, die uns weite Täler eröffnen und "grüne Weideplätze", wie es David sagt, "Gott führt uns dorthin, um unsere Seelen zu erneuern" (Ps 23). Das Leiden reinigt uns, wie ein Weinstock beschnitten wird, damit wir mehr Frucht tragen, und entäußert uns auf schmerzvolle Weise von allem, an dem wir hängen: der Unabhängigkeit, dem Eigenwillen. und es zeigt uns diesen Gott, der lebt. je mehr wir Ihn erkennen, desto mehr werden wir fähig zu leiden, desto weniger wird uns das Leiden abschrecken und desto erträglicher wird das Leiden

Man muss sogar noch weiter gehen mit den Heiligen, die nach dem leiden verlangten. Ihr Leiden enthüllt uns Gott, wirft uns in Seine Arme und vereint uns mit Seinem Willen, der darin liegt, alle Menschen zu lieben und es ihnen durch seine Passion zu beweisen.

Am Leiden Gottes leiden
Es gibt einen Augenblick in langen Leiden, wo alles sich verwandelt. wir leiden nicht mehr an unserem Leiden, wir leiden am Leiden Gottes für die Menschen, für die anderen. Unser Leiden ist nicht mehr der Ausdruck für unser eigenes Leiden, wir wissen selbst nicht mehr, wann wir leiden, und wann wir nicht leiden, denn wir sind über den Schmerz hinausgegangen. Wer das nicht erfahren hat, kann ungläubig und in der Revolte bleiben. Diese Anhaftung an den leidenden Christus aber wird Sein Kreuz, das wir gelernt haben zu umarmen, in ein Liebesbett verwandeln.

Selig, die in Christus leiden, die ihrem leiden einen liebenden Sinn gegeben haben, denn es wird sich in Freude verwandeln. Es ist schon Freude, Gott kommt, um jede gute Sehnsucht zu befruchten, jeden Durst zu stillen, besonders wenn dieser Durst selten ist, denn nur wenige akzeptieren diesen Weg.

All jenen, die leiden, sagt Jesus: "Ich liebe euch", das heißt: "Ich leide mit euch".

 

Herr, lass mein Leiden fruchtbar werden, dein Wille geschehe. Amen.

 



 

4. Zeugnis - Erfahrung eines psychischen Leidens - innere Verletzung - Depressionen / Esoterik - Selbstmord - Kriege
 

Zeugnis einer inneren Verletzung:

Beim Schreiben über das Leid fiel mir eine Begebenheit auf, die lange zurückliegt: Ein Mann, den ich gut kenne, kommt beim Gespräch des öfteren auf eines zu sprechen, nämlich auf eine Freundin, die er vor seiner Frau hatte und die ihn von heute auf morgen vor die Tür setzte und sogleich mit einem anderen Mann zusammen war. Ich horchte zu und erwiderte, dass sich ja im nachhinein alles zu seinem besten entwickelt hätte: eine wunderbare Frau, die zu ihm passt, Kinder, Haus, Arbeit... Mir schien, dass gerade durch diese Trennung alles besser wurde. Doch ich hatte eines übersehen: der Mann hat diese Freundin sehr geliebt! Hier wurde die Seele dieses Mannes, dem das nicht gleichgültig war, im Inneren sehr verwundet, schwer verletzt. Dafür sprach auch das immer wiederkehrende Gespräch über dieses Thema. Das muss wohl wie eine Amputation gewesen sein. Hier war etwas in ihm zerbrochen. Der innere Friede war dahin, das Vertrauen.

Innere Verletzungen bedürfen der Heilung:

Diese Verletzung bedarf der Heilung, damit sie nicht Bosheit oder Schwermut (Verbitterung) nach sich zieht. Verletzungen im zwischenmenschlichen Bereich sind sehr heikel und delikat und auch wenn es scheint, man komme leicht darüber, dem ist nicht so: die Wunden brechen auf, wenn sie nicht richtig geheilt werden. Man kann diese Verletzungen überspielen, geheilt sind sie dadurch aber nicht. Hier ist es wichtig Gott diese Verletzung zu übergeben, denn er heilt sie und verwandelt sie in Liebe. Freilich kann das ein langes Unterfangen sein. In richtiger Weise geführt, gelangt man aber "näher" zu Gott. Nicht vor sich her schieben, sondern heilen lassen und darum beten.

Dieser Mann z.B. könnte, wenn er gläubig ist, dahin sterben, dieser Frau von Herzen zu verzeihen, was eine hohe Stufe der Nächstenliebe wäre denn in diesem Fall war das wahrscheinlich nicht einfach. Somit hat die Bosheit keine Chance. Auch für sie gilt zu hoffen, dass sie diese anscheinend unüberlegte Handlung nicht gleichgültig ließ sondern in sich ging und darüber nachdachte und damit vielleicht auch Zugang zu Gott fand.

Wenn aber dieser Mann nicht gläubig wäre, dann könnte er boshaft werden mit seiner jetzigen Frau, weil er darin diese Freundin sieht und die würde unschuldig darunter leiden. Oder er würde verbittert und zieht sich zurück, bemitleidet sich selbst und findet schwerlich zum Heil, zu Gott. Im schlimmsten Fall kann er gar depressiv werden.

Generationenkonflikt

Hier sieht man, wie die Sünde auf andere Generation übergehen kann! Nur die LIEBE setzt dem entgegen, die Liebe zu Gott und dem Nächsten, diese überwindet, heilt diese Verletzungen.

Depression/Esoterik/Reinkarnation

Diese Verbitterung kann dann auch zu Depressionen führen, wenn der Mensch länger darin verweilt oder sich abkapselt oder nicht bei Gott Heilung sucht. Depressionen sind nichts anderes als die Folgen solcher Verletzungen die nicht "behandelt werden", der Mensch gibt sich selber auf und es geht ihm dann im Grunde immer schlechter, statt besser.  Deshalb müssen Verletzungen geheilt werden oder besser ausgedrückt: man muss sie heilen lassen. Jesus ist der Arzt, er allein kann heilen. Bitten, den der Depressive muss zuallererst SELBST HERAUSWOLLEN, sonst geht gar nichts! (siehe das Zeugnis: Heilung meiner Depression). Die Gefahr besteht auch, dass er sich der Esoterik und diesem Zeug zuwendet, die Heilung versprechen, abkassieren, aber Heilung geschieht dort KEINE, denn heilen kann nur Gott, niemand anderer! Bei diesen Techniken geht es um die Selbsterlösung, die es nicht gibt. Siehe auch Esoterik - Reinkarnation. Die Gefahr hierin besteht, dass der Mensch durch solche Techniken noch tiefer in die Depression schlittert. Gloria Polo sagt (Die Hinterlistigkeit des Teufels): "Es wurde mir immer schwerer zu beten. Klar, ich hatte dem Bösen die Tür geöffnet, er war mit aller Macht in mein Leben eingetreten".
 

Selbstmord

Im Extremfall können solche unbehandelte Verwundungen sogar bis zum Selbstmord führen. Der Mensch schlittert immer mehr in die Depression oder in Selbstmitleid und sieht nur mehr sein Not. Er kapselt sich immer mehr ab und es treibt ihn bis zur Verzweiflung die ihn schließlich zum Gedanken an den Tod bringt. Und dann wird es gefährlich, denn einmal diesen Gedanken gefasst, ist es bis zum Selbstmord nicht mehr weit. Dabei ist das Leben ein Geschenk Gottes an dich, liebe Seele, dass du einmal bei ihm leben darfst, welche Berufung! Kinder Gottes, was uns hier oft so wenig sichtbar erscheint, sind wir und werden wir dann in Ewigkeit sein. Lass dich also heilen, falls du in Gefahr bist oder verwundet bist. Jesus liebt dich, dessen kannst du dir 100% sicher sein.

Kriege und Unfrieden - Folge innerer Verletzungen
 

Und wenn wir heute in die Welt schauen: Wie viele Trennungen, gescheiterte Beziehungen, verletzte Kinderseelen... schauerlich, grausam, die Abtreibungen, die vielfach in solchen Depressionen enden, da die Frau damit nicht fertig wird, nicht geheilt wird. Sie spürt ihr Unrecht, wendet sich jedoch nicht zu Jesus, der sie allein heilen könnte. Tiefe Depressionen stellen sich ein. Oder andere Verbitterungen durch den Verlust eines lieben Menschen, durch Rufmord, wenn eine Person öffentlich schlecht gemacht wird, alles innere Verletzungen, die so nicht sichtbar sind, aber tiefe Spuren hinterlassen und der Heilung bedürfen. Eine abfällige Bemerkung kann den anderen derart treffen, dass er sehr darunter leidet, sehr betrübt ist, eingeschüchtert wird und dazu führen, dass auch er dann die Folgen dieser Verletzung weitergibt. Zum Beispiel kann eine Feindseligkeit in der Nachbarschaft über Generationen bestehen bleiben... oder der ist schlecht weil er vor 30 Jahren... Abhilfe schafft hier Heilung und die wahre Nächstenliebe.

Es sind dann all diese unbehandelten, oft tiefen Verletzungen, die man äußerlich nicht sieht, die aber dann in der Menschheit zum Vorschein kommen und Kämpfe und Bosheit zur Folge haben: Gewalt und Kriege haben hier ihren Ursprung!



 



 

Heilung der Lebensgeschichte

 

"Mein Gott.
Schmerz und Leid gehören zu meinem Leben.
Sie haben ihre Spuren hinterlassen.
Ich übergebe dir die Krisen und schmerzlichen Ereignisse meines Lebens.
Befreie mich von aller Verbitterung,
aller Resignation,
allen negativen Lebenseinstellungen,
die daraus entstanden sind.
auch von jeder Auflehnung gegen Dich.
Lehre mich,
in rechter Weise um Menschen zu trauern,
die ich verloren habe.
Lass mich auf das Kreuz deines Sohnes
 Jesus blicken und seine Nähe spüren

so dass ich mein eigenes Kreuz annehmen kann.
Ich will jetzt neu
"JA"
sagen zu meinem ganzen Leben
 mit all seine glücklichen und leidvollen Stunden. Amen.


 

6. Diagnose Krebs - warum gerade ich?

 

siehe auch das : Gebet an Gott Vater
siehe auch: Vergebung


 

Weiterführende Themen: 

Nächstenliebe / Esoterik / Krebs - warum ich? /  Sterbestunde
Gott liebt dich  / Bekehrung Weltfrau  / Gebet an Gott Vater
----

 

Zugriffe      E-Mail: hermann.hitthaler@gmail.com / www.gottliebtuns.com        nach oben