Die Kreuzigung.
Vier muskulöse Männer, dem Aussehen nach Juden, und des Kreuzes würdigere Juden als die Verurteilten, gewiß von der gleichen Sorte wie die Geißler, springen von einem Pfad zur Hinrichtungsstätte hinauf. Sie tragen kurze ärmellose Tuniken und haben Nägel, Hämmer und Stricke in den Händen, die sie den drei Verurteilten grinsend zeigen. Durch die Menge geht eine Bewegung grausamer Begeisterung. weiterlesen...
Kirche Weitental

†  Gott ist die Liebe - Er liebt dich  †
 Gott ist der beste und liebste Vater, immer bereit zu verzeihen, Er sehnt sich nach dir, wende dich an Ihn
nähere dich deinem Vater, der nichts als Liebe ist. Bei Ihm findest du wahren und echten Frieden, der alles Irdische überstrahlt

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Nächstenliebe - DAS Gebot!

 

Über die Nächstenliebe gäbe es viel zu schreiben. Sie ist etwas vom wichtigsten und wird leider vielfach unterschätzt oder falsch verstanden. Ich möchte anhand einiger Aussagen darlegen, worauf es bei der Nächstenliebe, der Liebe zum Anderen, ankommt. Vor allem geht es darum, aus der eigennützigen, egoistischen Liebe zu einer selbstlosen Liebe zu gelangen.


INHALT

 
 

Zur Nächstenliebe gehört auch das lernen richtig zu vergeben.
 

1. Allgemein

Wir wissen:
DU SOLLST DEN HERRN, DEINEN GOTT, LIEBEN MIT GANZEM HERZEN, MIT GANZER SEELE UND MIT ALL DEINEN GEDANKEN. DAS IST DAS WICHTIGSTE UND ERSTE GEBOT. EBENSO WICHTIG IST DAS ZWEITE: DU SOLLST DEINEN NÄCHSTEN LIEBEN WIE DICH SELBST.

Und diese Umsetzung der Liebe zum Nächsten im alltäglichen Leben ist alles andere als einfach. Nehmen wir dieses Gebot ernst, werden wir sehen, dass wir bald an unsere Grenzen kommen doch es nützt nichts, diese Liebe, die den Anderen annimmt, so wie er ist, ist unsere Lebensaufgabe. Jesus hat nicht nur von Nächstenliebe gesprochen, er hat sie vorgelebt.

Denn oft ist es so,

DASS WIR NUR DIE LIEBEN, DIE AUCH UNS LIEBEN, DOCH IST DAS DIE WAHRE NÄCHSTENLIEBE? 
„Das tun auch die Heiden“.
DENN DER NÄCHSTE, DER ANDERE, IST NICHT NUR DER, DER UNS MAG!
 
Der Andere ist auch der Unangenehme bis hin zu dem, der uns hasst, verfolgt, verleumdet. Naturgemäß ist es unsere nähere Umgebung, mit der wir uns schwer tun: Familie, Arbeit, Nachbarschaft, Umfeld: 
 
Mein Kind, das mir frech antwortet,
meine Frau, die heute gereizt ist und Vorwürfe macht,
mein Mann, der später nach Hause kommt,
das Kind, das andere Wege geht, trinkt und spät nach Hause kommt…
mein Vorgesetzter, den ich nicht mag, der die Schuld auf mich schiebt, der Arbeitskollege, der Karriere machen will,
die Kollegin, die mich nervt,
der Kunde, der schon wieder anruft,
der Kollege, der zu spät kommt,
die Kollegin, die wieder krank ist…
der Nachbar, der alles beobachtet, der laute Musik hört,
der seinen Hund in meinen Garten lässt,
der sein Auto vor meiner Tür parkt,
der sein Rad ins Treppenhaus stellt,
die Nachbarskinder, die den Ball in meinem Garten stoßen, laut sind…
die Geschäftsfrau, die alles wissen will,
der Lehrer, der mein Kind tadelt,
der Priester, der nicht gut predigt,
das junge Paar, das nur zusammenlebt,
die Frau, die fleißig zur Kirche geht, doch abfällig über andere redet und urteilt,
usw.
 
Sie alle gilt es zu lieben trotz ihrer Fehler und trotz ihres anderen Verhaltens und gerade dann gilt es sie zu lieben, wenn sie uns widerstehen oder wenn wir uns schwer tun, sie so wie sie sind zu lieben.   
 
Die Sünde dürfen wir nicht lieben, doch es muss uns stets bewusst sein, dass auch wir Sünder sind und immer wieder der Barmherzigkeit bedürfen, also seien auch wir barmherzig! Siehe Selig die Barmherzigen.
 
Dann erst zeigt sich unsere Liebe zum Anderen, in der Liebe zu ihrer Seele und in der Barmherzigkeit. Das verändert die Welt! Nicht endloses Geschwätz und Diskussionen, die wir heute zur Genüge haben, sondern die Liebe zu Gott und zum anderen, dann wäre das Reich Gottes unter uns!
 
Das ist die wahre Nächstenliebe, die den anderen annimmt. Wir können nicht in den Himmel eingehen wenn wir den anderen nicht wahrhaft lieben! Strebe danach in immer vollkommeneren Maße, mach aus der Eigenliebe eine selbstlose Liebe. 
Eigentlich macht das Gott in dir, du musst Ihn nur darum bitten. Aus uns heraus können wir nicht vollkommen lieben.

Selig ist wer trotz Ablehnung wahrhaft liebt, barmherzig ist und nicht vom Weg Jesu abweicht. 
 
Und wer wahrhaft liebt, der kann auch wahrhaft vergeben! Das ist auch enorm wichtig! Denn vergeben und wahrhaft vergeben ist ein großer Unterschied! Siehe wahrhaft vergeben, erst kürzlich hinzugefügt wegen der Wichtigkeit der gründlichen Vergebung.
 
Ohne wahre Vergebung keine wahre Nächstenliebe!

und ohne wahre Nächstenliebe keine wahre GOTTESLIEBE!
 


Siehe auch
Ich und mein Nächster

Im Zeugnis der Frau Polo steht: Und ich habe ihnen (den Kindern) nicht beigebracht, wie man den Nächsten liebt. Denn es ist doch einfach so:
Wenn ich meinen Mitmenschen nicht liebe, werde ich auch mit Unserem Herrgott nichts zu tun haben; und wenn ich selbst kein Mitleid und keine Barmherzigkeit habe und in der Praxis verwirkliche, dann kann ich auch nicht mit Gott sein; und kann so auch GOTT niemanden näher bringen oder den Glauben weitergeben. Denn Gott ist die Liebe
 
 

2. Achtung vor Arroganz, Verurteilung, Drohung

Um Jesu Liebe und Zuwendung würdig zu sein, gilt es die Gebote Seines Vaters einzuhalten. Obwohl wir von Zeit zu Zeit ins Wanken geraten können, müssen wir uns zu jeder Zeit bemühen, dem Gebot der Liebe zu folgen. "Liebt einander und stellt die Bedürfnisse eures Nächsten über eure eigenen Bedürfnisse." Dann wird alles Andere in Ordnung kommen.
 
Jene, die sich als Anhänger Jesu bezeichnen, müssen hinsichtlich der Art und Weise, wie sie Sein Heiligstes Wort verbreiten, sehr vorsichtig sein. Wenn sie in die Falle der Arroganz tappen, wenn sie selbstgefällig sind oder wenn wir andere in Seinem Namen verurteilen, verletzen wir Jesus sehr.
 
Niemals anderen mit den Strafen drohen, die sie unserer Meinung nach von Ihm erwarten können. Niemals jemand anderem sagen, dass Jesus ihn bestrafen werde, weil wir, aus welchem Grund auch immer, böse auf ihn sind. Denn wenn wir so was tun, machen wir uns schuldig, Jesus verleugnet zu haben, weil wir die Wahrheit verdreht haben, damit sie unseren eigenen Vorstellungen entspricht.
 
Fühlen wir uns nie anderen überlegen, nur weil wir den Vorteil haben (oder glauben ihn zu haben!), die Wahrheit zu kennen. Jesus liebt alle Seine Kinder, selbst dann, wenn sie sich verirren und vom Weg abkommen. Hier machen leider viele Menschen den Fehler, auf andere hernieder zu schauen und so wie der Zöllner im Tempel zu sagen (denken): Gut dass ich nicht wie der da bin... (Siehe das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner)
 
Denn für diese gilt es zu beten gerade dann, wenn wir den Anspruch erheben, wahre Anhänger Jesu zu sein. Unter allen Umständen muss aber die Wahrheit gesagt werden und Jesu tiefe Liebe zu all Seinen Kindern. Aber wir dürfen niemals über sie richten. Niemals anderen sagen, dass sie wegen ihrer Sünden oder wegen dem, was wir für Sünden halten, auf irgendeine Art und Weise von Ihm bestraft werden denn dazu haben wir kein Recht. Jeder von uns hat nämlich selbst immer wieder Vergebung notwendig.
 
Die Botschaft ist einfach. Wenn wir Jesus lieben und in Seinem Namen sprechen, dann dürfen wir uns deswegen niemals selbst erhöhen. Wir dürfen unseren Brüdern oder Schwestern niemals in Seinem Namen drohen oder in Seinem Namen abfällige Bemerkungen über sie machen. Halten wir uns vor Augen: Weil wir Seine Anhänger sind, werden wir gerade wegen unseres Glaubens vom Betrüger ins Visier genommen.
 
Daher müssen wir genau aufpassen, dass er uns nicht mit List und Tücke dazu bringt, gegen unsere Brüder oder Schwestern zu sündigen.
 
Wir müssen stark bleiben. Diese Worte sollten uns anleiten, auf dem richtigen Weg zu Jesus zu bleiben und zu gehen.
 
 

Nächstenliebe – Gebet für jene, die dessen bedürfen 

Die wahre Nächstenliebe ist alles andere als einfach umzusetzen und wir werden wohl ein Leben lang daran arbeiten oder besser gesagt: daran arbeiten lassen.

Bevor das aber geschehen kann, müssen wir frei werden, frei von Arroganz und Selbsterhöhung, von Egoismus und Stolz, der in jedem Menschen in irgendeiner Form vorhanden ist, auch unbewußt.

Und von Vorurteilen, denn damit urteilen wir schon im Vornhinein und das steht uns nicht zu. Und nicht selten führen diese Vorurteile zu Abneigung und Abneigung kommt vom Stolz. Alles was dieser Mensch tut, schreibt haben wir schon vor dem Lesen beurteilt (verurteilt)!

Die Demut und das Dienen muss unser Ziel sein, das sich erniedrigen, wie Jesus im Evangelium spricht, das verachtet werden, das dienen. Nur wer seine Ohnmächtigkeit anerkennt, der erfährt Barmherzigkeit. Und der wird auch seinerseits ein Gefäß der Barmherzigkeit für die anderen. „Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden (Mt 5, 7)“.

Die wahre Nächstenliebe führt dazu, dass die Anliegen des Geliebten unsere Anliegen werden, seine Sorgen unsere Sorgen. Bei zwei verliebten Menschen ist es genauso. Und nicht von ungefähr sagt man: „Liebe macht blind“. So blind ergeben sollten wir uns auch Gott dem Vater übergeben: Er ist unser geliebter Vater, wir sind seine geliebten Kinder. Oder Jesus, unserem Erlöser, der zum Vater führt.

Jesus leidet furchtbar in dieser Zeit. Warum? Weil diese Zeit den Gipfel der Apostasie erreicht hat. Und Jesus leidet, da er alle retten möchte. Viele aber erreichen das Ewige Leben nicht. Wenn wir Jesus lieben, muss sein Anliegen unser Anliegen werden – wenn er wirklich unser Geliebter ist -  und sein Anliegen ist Seelen zu retten. Wenn wir uns selbst genügen, lieben wir nicht wirklich. Wenn wir die Anrufe des Himmels ignorieren – was ja seine Anrufe sind -  genauso wenig.

Üben wir Barmherzigkeit am Nächsten, beten wir für jene, die sie heute sehr dringend brauchen und sehr viele bedürfen heute unseres Gebetes. Wir erwarten doch auch Barmherzigkeit von Gott. Und wenn wir vorgeben Gott zu lieben, dann kommen wir nicht um die Verantwortung – was die Nächstenliebe fordert – für den Nächsten herum. Denn ALLE sind Kinder des Einen Vaters!

Es wäre Unterlassung und lieblos, Arroganz und Egoismus an den Zeichen der Zeit vorüberzugehen oder sie abzulehnen. Wenn wir das Leiden Jesu heute nicht sehen, dann stehen wir Ihm nicht wirklich nahe oder wir genügen oder belügen uns selber. Das ist dann keine Nächstenliebe und schon gar nicht Gottesliebe.

 

 

 
 
 
 
Herr und Gott, lieber Vater, wir bitten dich um eine große Liebe zu dir, erst dann können wir den Nächsten richtig lieben, für ihn beten, denn du möchtest alle einmal um dir versammelt haben. Wir bitten dich hier auch für jene, die nicht lieben können, verletzt sind und sich deshalb deiner Liebe nicht öffnen können: Gib ihnen die Gnade der Heilung damit sie innerlich geheilt werden, damit sie dich und die Seelen richtig zu lieben vermögen. Amen.
 

Weiterführende Themen: 

Die Barmherzigkeit / Die Demut / Ich und mein Nächster / Das Leid-Verletzungen-Depressionen / richtig vergeben
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