1. Hirtenbrief über die Würde des Menschen
und die Gefahren der Pornografie
Selig, die reinen
Herzens sind
Hirtenbrief „Blessed Are The Pure In Heart“
über die Würde
des Menschen
und die Gefahren der Pornografie
von Bischof Robert William Finn (* 1953),
Diözese von Kansas City - St. Joseph, Missouri, USA,
vom 21. Februar 2007
Quelle: www.
diocese-kcsj.org/Bishop-Finn/pastoral-07.htm. Übersetzung: FMG
–Freundeskreis Maria Goretti – München aus
FMG-INFORMATION 91, April 2007
Seit der faktischen gesetzlichen Freigabe der Pornografie in Deutschland
vor über 30 Jahren ist die Flut der Pornografie – der aufreizenden
Darstellung des Sexuellen in Wort und Bild, häufig um des finanziellen
Gewinns willen – unheimlich angeschwollen, nicht zuletzt auch durch die
neuen elektronischen Medien einschließlich des Internets. Wenn uns nicht
die Erinnerung trügt, hat sich aber seither kaum mehr eine kirchliche
Stimme bei uns erhoben, die die erschreckenden Ausmaße und schlimmen
Folgen für den Einzelnen, für die Familie und die Gesellschaft
beleuchtet hätte.
Der US-amerikanische Bischof Robert W. Finn, seit zwei Jahren Oberhirte
der Diözese Kansas City – St. Joseph, zeigt in seinem umfangreichen
Hirtenwort nicht nur die Gefahren auf, er bietet auch – aus der Mitte
des katholischen Glaubens und der Seelsorgeerfahrung – praktische
Ratschläge und Hilfen an. Bischof Finn scheut sich auch nicht, z. B. die
Hilfe der Heiligen zu erwähnen.
Dies alles hat auch bei uns Gültigkeit, denn die Situation mit
Pornografie in den Zeitschriften und mehr noch in den elektronischen
Medien ist im deutschen Sprachraum keineswegs besser als in den
Vereinigten Staaten, und die Internet-Pornografie kennt ja ohnehin keine
Ländergrenzen.
Der Hirtenbrief, der offenbar seit Monaten in der Diözese vorbereitet
wurde und in die ganze Breite der gläubigen Bevölkerung hinein zum
Handeln aufruft, ist keine trocken-soziologisch aufbereitete Darlegung,
sondern – trotz oder gerade wegen seiner Länge – leicht zu lesen,
aufrüttelnd, aber auch sehr ermutigend. Es wird deutlich gesagt, wie
wichtig es ist, alle Gelegenheiten zur Sünde zu meiden, es wird die
schwere Sünde klar benannt, wird Schamhaftigkeit und Keuschheit
beleuchtet, wird der häufige Empfang des Bußsakramentes empfohlen - und
nicht in moralisierender Weise, sondern in der wiederholt überzeugend
dargestellten Ausrichtung: Keuschheit heißt, so zu lieben, wie GOTT
liebt!
Übrigens: Bischof Finn hatte im Februar auch den 1. Fastensonntag zum
„Sonntag der Reinheit des Herzens“ („Purity of Heart Awareness Sunday“)
erklärt!
1.
EINFÜHRUNG
An die Geistlichen, Ordensleute und Gläubigen der Diözese St. Joseph von
Kansas-City und an alle Menschen guten Willens:
„Selig, die ein reines Herz haben; denn sie
werden GOTT schauen“ (Mt 5,8)
Ein Weg
der Jüngerschaft
In den Seligpreisungen bietet uns CHRISTUS ein
perfektes Modell für ein wahres christliches Leben. Mehr noch als die
Zehn Gebote selber sind sie eine Urkunde für die hohe moralische
Berufung, die CHRISTUS
Seinen Jüngern gibt.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie
werden GOTT schauen. Diese eine Zeile der Seligpreisungen bietet
einen großartigen Anfangspunkt zu unserer Betrachtung. Sie spricht zu
uns über GOTT, über uns selbst und über unser endgültiges Ziel. Ein
reines Herz ist „selig“ oder „glücklich“. GOTT zu schauen und für immer
bei Ihm im Himmel zu sein, ist GOTTES Plan für unser ewiges Wohlergehen.
Das Alte Testament lehrt, dass diese Reinheit erforderlich ist, wenn wir
uns GOTT nähern wollen. „Wer darf hinaufziehen zum Berg des HERRN, wer
darf stehen an Seiner heiligen Stätte? Der reine Hände hat und ein
lauteres Herz, der nicht betrügt und keinen Meineid schwört" (Ps 24,
3-4).
Reinen Herzens zu sein bedeutet, dass unsere Liebe vollkommen auf das
Wohl der anderen Person gerichtet ist. Wir sind ungeteilten Herzens und
in unserer Liebe nicht gespalten. Israels erstes und wichtigstes Gebot
ist, GOTT zu lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit
ganzer Kraft (Dtn 6, 4-5). Und JESUS fügt eindeutig hinzu, dass wir
unseren Nächsten lieben sollen wie uns selbst (Mk 12, 29-31). Diese
reine Liebe - so fordernd sie auch sein mag - ist das hohe Ziel, zu dem
wir als Kinder des VATERS berufen sind. Ist es möglich, eine solche
Liebe zu verwirklichen? Ja. Es ist möglich, weil GOTT uns zuerst geliebt
hat (1 Joh 4,10). Als Jünger JESU CHRISTI sind wir zu einem Glück
berufen, das aus einem reinen, ungeteilten Herzen kommt.
Pornografie: Eine Epidemie, die die Menschenwürde angreift
Tag für Tag wird diese
reine christliche Liebe herausgefordert. Pornografie ist nichts Neues,
aber sie ist in unserer Gesellschaft zu einer echten Plage geworden und
hat inzwischen epidemieartige Ausmaße angenommen. Sie wird
weitreichender propagiert als je zuvor. Über Magazine hinaus ist
Pornografie weit verbreitet in Internet, Fernsehen, Kino und Videos und
jetzt sogar auf Mobiltelefonen und auf anderen tragbaren Geräten, von
denen viele auch Kindern und Jugendlichen zum Kauf angeboten werden.
Pornografie ist insgeheim zu einer Unterhaltung von Menschen aller
Altersstufen, Lebensläufe und sozialen Schichten geworden. Pornografie
im Internet ist vielleicht zur schnellsten anwachsenden Sucht in der
Welt geworden.
Pornografie pervertiert
die Schönheit inniger Liebe, wie sie ihren Ort in der Ehe hat, indem sie
Bilder des Körpers und von Geschlechtsakten für niedriges Vergnügen zur
Schau stellt – dabei andere Personen als Objekte betrachtend, die
benutzt, manipuliert und gekauft werden können. Es ist eine
Multi-Milliarden-Dollar-Industrie geworden, die die Summen, die vom
Profi-Sport erzeugt werden, in den Schatten stellt (siehe nachfolgendes
Kapitel II). Pornografie entstellt dadurch die eigentliche Bedeutung und
den Zweck unserer Geschlechtlichkeit und erzeugt schlimme Verletzungen
der Würde der Beteiligten (Schauspieler, Händler, Publikum).[1]
Der Umgang mit
Pornografie ist eine schwere Sünde gegen die Keuschheit und die Würde
der menschlichen Person. Sie beraubt uns der heiligmachenden Gnade,
trennt uns von der Schau GOTTES und der Güte der Mitmenschen und
hinterlässt in uns eine geistliche Leere. Die Anziehungskraft der
Pornografie und ihre Befriedigung ist eine falsche „Liebe“, die uns in
eine wachsende emotionelle Isolation und ein daraus entstehendes
sexuelles Ausleben allein und mit anderen bringt. Pornografie hängt ab
von der Ausbeutung anderer Personen: häufig von Enttäuschten oder Armen
oder von unschuldigen jungen Menschen. Der Gebrauch von Pornografie hat
Menschen ihre Arbeitsstellen, Ehen und Familien gekostet. Händler von
Kinder-Pornografie können im Gefängnis landen. Pornografie ist oft mit
sexuellen Gewalttaten und sexuellem Missbrauch verbunden und trägt dazu
bei.
In diesem Hirtenbrief möchte ich an Sie alle als
Glieder am Leib CHRISTI, von Seiner Liebe erlöst, appellieren, die
Gefahren der Pornografie in unserer Gesellschaft zu reflektieren. Wir
werden sehen, wie die Pornografie eine schwere Beleidigung unserer
Menschenwürde ist. Ich werde Ihnen einige Strategien mitteilen als Antwort
auf dieses Problem. Ich möchte Sie bitten, zusammen mit mir in einem
diözesanweiten Bemühen diese Plage zu bekämpfen, indem wir uns und unsere
Familien erneut zur Reinheit und Keuschheit verpflichten. So werden wir
vollkommener als Jünger CHRISTI leben und täglich in der Freiheit der
Kinder GOTTES wachsen. Selig, die ein
reines Herz haben; denn sie werden GOTT schauen.
Kapitel
I
DIE WÜRDE DER MENSCHLICHEN PERSON
„Lasst uns Menschen machen als unser Abbild,
uns ähnlich“ (Gen 1,26)
Die Achtung vor der
menschlichen Person wurzelt in GOTT
Die Würde und der Respekt für jeden Menschen ist uns
weder zugewiesen von irgendeiner Gruppe von Menschen noch wird sie von
einer Regierung bewilligt. Unsere Würde hängt nicht davon ab, was wir
besitzen oder gar, was wir tun. Wir können sie weder kaufen noch
verkaufen. Diese Würde und dieser Wert kommen von GOTT als vollkommenes
und unschätzbares Geschenk.
Wie
sind wir GOTT ähnlich? Wir haben eine unsterbliche Seele und wir sind dazu
bestimmt, für immer mit GOTT im Himmel zu leben. Wir sind berufen, heilig
zu sein, wie GOTT heilig ist. Und durch JESUS CHRISTUS und Seine Kirche
können wir die Mittel erhalten, zur Heiligkeit zu gelangen. Wie GOTT haben
wir eine rationale Natur, die Fähigkeit der Vernunft. Allerdings ist es
nicht nur die Vernunft, die uns zu GOTTES Abbild macht. Wir sind GOTT
ähnlich, weil wir zu lieben fähig sind. Wir können uns selbst zum Geschenk
für eine andere Person machen.
„Denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft
worden.
Verherrlicht also GOTT in eurem Leib“ (1 Kor 6,20)
Neues
Leben in CHRISTUS
Auch wenn der Mensch durch die Sünde dieses GÖTTliche Geschenk seiner
Würde schwer verletzt hat, liebt GOTT uns weiterhin und sandte uns einen
Erlöser. Wir wurden losgekauft - und das um einen großen Preis!
Das menschliche Leben wurde angenommen und erhöht in
der Menschwerdung. Bei der Ankunft CHRISTI „im Fleische“ vereinigte sich
GOTT gewissermaßen mit jedem Menschen. Im Österlichen Geheimnis gewann
JESUS durch seinen Durchgang durch den Tod in die Auferstehung und in das
neue Leben einen endgültigen Sieg für uns und begründete für uns die
Hoffnung auf das ewige Leben im Himmel. Durch die Taufe erhalten wir
Anteil am Leben GOTTES durch die GÖTTliche Adoption. In diesem ersten
Sakrament wird unsere Reinigung vollbracht durch das wirksame Zeichen des
fließenden und lebensspendenden Wassers. GOTT hat unseren ewigen Wert
wiederhergestellt. Jeder von uns ist herausgefordert: „Kind GOTTES, werde
ganz, was du bist!“
Sind wir es wert, dass jemand für uns stirbt? Sind
wir es wert, dass sich jemand für uns kreuzigen lässt? GOTTES Antwort ist
Ja. Wir müssen uns fragen: „Ist GOTT es wert, dass wir für Ihn leben?“
„Am Anfang der Schöpfung aber hat GOTT sie als
Mann und Frau geschaffen“ (Mk 10,6)
Die
Würde der menschlichen Geschlechtlichkeit
Diese Würde des
Menschen schließt auch unsere Geschlechtlichkeit mit ein. Unsere
Sexualität ist mehr als unser Geschlecht. Sie ist Teil unserer Person. Sie
gibt uns die Fähigkeit, uns in Liebe mit einer anderen Person zu verbinden
und uns ihr hinzugeben. Unsere menschliche Geschlechtlichkeit ist ein
wichtiges Mittel, um an der Liebe und Kreativität GOTTES teilhaben zu
können. In der Ehe werden ein Mann und eine Frau eingeladen, eine
vollkommene, ausschließliche und lebenslange Einheit zweier Individuen zu
gründen. Diese Einheit ist das rechte Verhältnis, durch das es für sie
möglich ist, Mitschöpfer mit GOTT zu werden und ihre gegenseitige Liebe
fruchtbar werden zu lassen, indem sie einen weiteren Menschen auf die Welt
bringen.
Beim Missbrauch unserer
Sexualität können sich unsere menschliche Schwäche und unser Egoismus
oftmals auf erschreckende Weise offenbaren. Menschliche Geschlechtlichkeit
ist ein Geschenk und kein Spielzeug. Es ist ein Geschenk, das respektiert
und auf sein rechtes Ziel ausgerichtet werden muss: Lieben und personale
Gemeinschaft mit anderen.
„Denn ich erkenne meine bösen Taten, meine
Sünde steht mir immer vor Augen“ (Ps 51,5)
Die Realität der Sünde
Diese Vision, wer wir in GOTT sind, ist eine schöne
Vision. Wir wissen aber auch, dass sie gezeichnet ist von der bitteren,
schmerzhaften Wirklichkeit der Sünde. Die Fähigkeit, lieben zu wollen,
schließt nämlich auch gleichzeitig die Fähigkeit mit ein, andere zu
verletzen oder sie zu ignorieren. Die Sünde ist real und sie ist
zerstörerisch.
Die ursprüngliche Einheit von Adam und Eva wurde
durch die Erbsünde zerbrochen. So wichtig und fundamental unsere
menschliche Geschlechtlichkeit ist, so gibt sie uns auch die Möglichkeit,
unserer gefallenen Natur Ausdruck zu verleihen in einer schlimmen und
manchmal ganz erschreckenden Weise. Ehebruch, Unzucht, Prostitution,
Vergewaltigung, sexueller Missbrauch und sexuelle Ausbeutung, viel von
moderner Sklaverei, Verbrechen aus Leidenschaft und Pornografie: all das
zeigt den Aspekt unserer gefallenen menschlichen Natur. Die Würde des
Menschen wurde verwundet und entstellt durch die Sünde. Wenn wir sündigen,
werden wir weniger jene Person, die wir in CHRISTUS zu sein berufen sind.
Sünde entmenschlicht uns. Die Tatsache, dass JESUS ohne Sünde war, macht
Ihn deswegen nicht weniger menschlich sondern mehr menschlich.
Sünde macht uns weniger menschlich. Die Gnade CHRISTI stellt uns wieder
her.
Wenn wir die Würde des Menschen verstanden haben, dann können wir besser
prüfen, was diese Würde gefährdet. JESUS sagt: „Du sollst deinen Nächsten
lieben wie dich selbst“ (Mk 12,31).
Jeder sollte auf den Nächsten so schauen wie auf sich
selbst, dabei vor allem auf sein Leben und die notwendigen Voraussetzungen
für ein menschenwürdiges Leben bedacht sein, so dass er nicht dem Beispiel
des Reichen folgt, der sich um den armen Lazarus gar nicht kümmerte. Heute
ist es eine dringende Pflicht, uns zum Nächsten schlechthin eines jeden
Menschen zu machen, egal, wer er sein mag.
Vereinfacht gesagt: Sünde trennt uns voneinander und
von GOTT. Sünde beeinträchtigt das Verhältnis zwischen den verschiedenen
Geschöpfen und auch das Verhältnis zwischen der menschlichen Person und
GOTT. Letztendlich muss Sünde verstanden werden im Hinblick auf Freiheit
und Liebe. Sünde ist ein Missbrauch der Freiheit und ein Versagen der
Liebe.
Nur im Wissen von GOTTES Plan für den Menschen können
wir begreifen, dass Sünde ein Missbrauch der Freiheit ist, die GOTT den
geschaffenen Menschen gibt, damit sie imstande sind, Ihn und einander zu
lieben.
„Jeder Wettkämpfer lebt aber völlig
enthaltsam...
um einen unvergänglichen Siegeskranz zu gewinnen“ (1 Kor 9,25)
Das Leben von Tugenden
Sünde trennt uns von GOTT, während Tugend danach
strebt, uns mit GOTT zu vereinen. Wenn wir die Liebe GOTTES zu uns und
unsere hohe Berufung erkannt haben, dann werden wir wieder und wieder uns
mühen, all das zu erreichen, was GOTT uns zugedacht hat. Und um das zu
erreichen, sind die Tugenden ein äußerst wichtiger Teil des christlichen
Lebens. Mit „Tugend“ meinen wir „eine beständige, feste Neigung, das Gute
zu tun“. Indem wir in der Tugend wachsen, streben wir danach, GOTT
ähnlicher zu werden, das heißt heiliger. Die Sünde kann eine Art
Verkümmerung erzeugen, die unsere moralischen ‚Muskeln’ schwächt und sie
sogar lähmen kann. Die Tugend bringt unsere moralischen ‚Muskeln’ in eine
gute Verfassung, sie stärkt uns und hilft uns, unsere Möglichkeiten bis
zum Äußersten zu steigern. Im moralischen Leben gibt es in Bezug auf die
verschiedenen Lebenssituationen eine vollständige Gruppierung von
Tugenden. Es gibt eine Tugend, die uns auffordert, unsere menschliche
Geschlechtlichkeit zu respektieren und zu pflegen, wir nennen sie
Keuschheit.
„Erschaffe mir, o GOTT, ein reines Herz“
(Ps 51,12)
Die
Tugend der Keuschheit
Für manche kann Keuschheit schon eine fast negative
Bedeutung haben. Als Teil der Kardinaltugend der Mäßigkeit fordert uns die
Keuschheit dazu auf, unsere sinnlichen Vergnügen zu zügeln, den Gebrauch
unserer Sexualität innerhalb angemessener Grenzen zu halten und diese
lebenspendende Kraft nur für ein wertvolles Ziel zu gebrauchen.
Doch Keuschheit ist eine Tugend im eigentlichen Sinn, sie ist eine Kraft.
Sie ist nicht nur die Abwesenheit von etwas Schlechtem, sie ist die
Gegenwart von etwas Gutem. Und dieses Etwas ist Respekt. Die Tugend der
Keuschheit wiederholt Akte des Respekts für andere und für sich selbst.
Keuschheit bedeutet die erfolgreiche Integration der
Geschlechtlichkeit in die Person eines Menschen und folglich in die innere
Einheit des Menschen in seinem leiblichen und geistigen Sein. Die
Geschlechtlichkeit, in der sich zeigt, dass der Mensch auch der
körperlichen und biologischen Welt angehört, wird personal und wahrhaft
menschlich, wenn sie in die Beziehung von Person zu Person, in die
vollständige und zeitlich unbegrenzte wechselseitige Hingabe von Mann und
Frau eingegliedert ist. Die Tugend der Keuschheit wahrt somit zugleich die
Unversehrtheit der Person und die Ganzheit der Hingabe.
Diejenigen, die andere als Objekte behandeln, mögen
einige vorübergehende Vergnügungen erfahren, aber sie werden nicht
glücklich sein. Die Keuschheit ist nicht dazu da, Glück zu verhindern,
sondern das Glück zum Reifen und Blühen zu bringen. Keuschheit hilft uns,
Menschen so zu sehen, wie sie wirklich sind. Sie hilft, uns in der
Wahrheit zu verwurzeln.
Keuschheit steht der Liebe nicht im Weg, sondern sie
ist vielmehr dazu da, sie zu schützen. Keuschheit ist ein Ausdruck von
Liebe. Bevor er Papst wurde, hat Johannes Paul II, Karol Wojtyla, ein Buch
geschrieben mit dem Titel „Liebe und Verantwortung“. Diese Schrift
entstand durch sein pastorales Wirken unter Universitätsstudenten, das
auch Ehevorbereitung einschloss. Während manche sagen, das Gegenteil von
Liebe sei Hass, lehrte er, dass das Gegenteil von Liebe das Benutzen einer
Person ist. Der Gedanke ist: Wenn du nicht jemanden liebst, wirst du diese
Person zuletzt nur benutzen. Das wurde bekannt als „Personalistische
Norm“. Negativ gesagt, bedeutet dies, dass man niemals eine andere Person
als Objekt für das eigene Vergnügen benutzen darf. Positiv ausgedrückt:
Die einzige richtige Antwort auf eine Person ist Liebe.
„Liebe und Verantwortung“ besteht darauf, dass die
Struktur der Liebe eine zwischenmenschliche Kommunikation ist. Dort finden
wir eine Reflektion der HEILIGSTEN DREIFALTIGKEIT als einer Gemeinschaft
der Liebe. Der spätere Papst bestand darauf, dass Keuschheit immer mit
Personen zu tun hat. Er argumentiert: „Liebe ist eine Bejahung der Person,
oder sie ist überhaupt keine Liebe“. Die moralische Tugend der Keuschheit
kann nur gedacht werden in Verbindung mit der theologischen (GÖTTlichen)
Tugend der Liebe. Nur die keuschen Menschen sind zur Liebe fähig. In dem
Grad, wie wir keusch sind, können wir andere lieben, während wir in dem
Maß, in dem wir unkeusch sind, andere benutzen werden. Somit ist
Keuschheit zugleich Voraussetzung und Ausdruck der Liebe. Keuschheit ist
kein Nein sondern ein Ja, ein Ja zu einer anderen Person als
Person und nicht als Objekt, das benutzt wird. Keuschheit kann ein Nein
einschließen, aber dieses Nein steht immer im Dienst eines größeren
positiven Zieles.
Keuschheit ist notwendig für alle Christen,
ungeachtet ihres Lebensstandes, ob sie alleinstehend, verheiratet oder
ehelos leben. Alle sind aufgefordert, die Würde des Menschen zu achten.
Alle sind zur Liebe berufen.
Die Alleinstehenden sind zu einer Keuschheit
aufgerufen, die andere achtet und die sich des Geschlechtsverkehrs
enthält, der nur Verheirateten angemessen ist und ausschließlich ihnen
zukommt.
Keuschheit ist auch wichtig für die Verheirateten.
Für sie bedeutet Keuschheit gewöhnlich nicht sexuelle Enthaltsamkeit,
sondern Treue, und in ihrer Ehe tiefe Achtung und Liebe, die den Gatten
nie als Objekt behandelt. In dieser tiefen Liebe sollen sie die Liebe
zwischen CHRISTUS und Seiner Kirche enthüllen und einen Einblick in das
tiefste Geheimnis GOTTES geben.
Jene, die zur Ehelosigkeit berufen sind, sind
ebenso zur Keuschheit aufgerufen. In vollkommener Enthaltsamkeit sollen
sie GOTT und ihren Nächsten um des Himmelreiches willen und als ein
Zeichen der kommenden Welt lieben.
Keuschheit ist wichtig für alle Christen und alle
Menschen guten Willens. Keuschheit fordert uns auf, so zu lieben wie GOTT
liebt. Sie ordnet unsere Geschlechtlichkeit nach dem Plane GOTTES.
Keuschheit ist Liebe anderer in Aufrichtigkeit und Wahrheit.
Kapitel
II
2. DAS PROBLEM DER PORNOGRAFIE
Ein
wirkliches Problem
Unsere menschliche Geschlechtlichkeit ist von
GOTT als etwas Gutes geschaffen. Sie ist ein Geschenk. Sie leidet auch an
den Folgen der Erbsünde und kann so nicht nur Gutes, sondern auch Übles
hervorbringen. Pornografie ist ein solches Übel. Sie greift die
menschliche Würde an und verändert sowohl den Menschen wie auch die
menschliche Geschlechtlichkeit. Sie lässt die menschliche Seele hungern,
die eine geistliche Dimension hat, die durch das Verschenken und Empfangen
personaler Liebe genährt werden muss.
Pornografie verletzt
Schamhaftigkeit, Keuschheit und Wahrheit. Die menschliche
Geschlechtlichkeit hat mit Schamhaftigkeit zu tun. Diese schützt die
Privatsphäre der einzelnen Menschen im Hinblick auf das, was am
persönlichsten und intimsten ist. In diese Privatsphäre einzudringen und
zu enthüllen, was verborgen bleiben soll[9],
ist ein Angriff auf die menschliche Würde.
Obwohl Pornografie kein neues Problem ist,
haben die Entwicklung der Massenmedien und die neueren technologischen
Fortschritte den Zugang zu diesem trügerischen Übel sehr erleichtert.
Während Keuschheit
existiert, um der Liebe zu dienen, behandelt die Pornografie einen anderen
Menschen (oder eine explizite sexuelle Beschreibung oder Handlung) als ein
Objekt, das man gebrauchen kann. Oftmals kann dies von Narzissmus und
Egoismus herrühren. Sie ersetzt Liebe durch Gebrauch. Erinnern wir uns an
die Personalistische Norm: Menschen dürfen nie als Objekt für
jemandes Vergnügen benutzt werden. Der Mensch muss geliebt werden.
Menschen dürfen nicht als Rohmaterial für die Emotionen, Zwänge und
Abhängigkeiten anderer gebraucht werden. Um die Aussagen Johannes Paul’
II. zu umschreiben: Das Problem mit der Pornografie, ist in einer Hinsicht
nicht, dass sie zu viel über die Person enthüllt (auf einem Bild
dargestellt), sondern dass sie zu wenig über die Person enthüllt.
Pornographische Bilder werden gezeichnet, um nichts als die Sexualorgane
und sexuellen Fähigkeiten einer Person aufzuzeigen, nirgendwo erscheint
die einzigartige Persönlichkeit, die Tiefe einer Person. Die pornografisch
dargestellte Person ist, ganz wörtlich, entpersönlicht: Indem sie ein
Objekt für den Gebrauch eines anderen wird, hört sie auf, als das
betrachtet zu werden, wozu sie geschaffen wurde: als ein Subjekt, das
Liebe und Respekt verdient.
Pornografie verletzt die
Wahrheit. Sie führt Menschen in eine unrealistische Phantasiewelt,
die sie von anderen Menschen und den Verpflichtungen und dem Respekt, der
unsere Beziehungen regieren sollte, isoliert. Einige suchen Pornografie
aufgrund ihrer Einsamkeit und ihres geringen Selbstwertgefühls. Es ist
eine schmerzhafte Ironie, dass ihr Pornografie-Gebrauch nur dazu dient,
sie mehr und mehr von anderen Menschen zu isolieren. Je mehr sich Menschen
mit dieser Phantasiewelt beschäftigen, desto abgesonderter werden sie von
wirklichen Menschen, echten Gesprächsgegenständen und dem wahren Leben um
sie herum. Wollust isoliert, Liebe vereint. Pornografie führt Menschen weg
von der Wahrheit. Keuschheit hilft Menschen, in der Wahrheit zu wachsen.
Pornografie führt
unweigerlich zu weiteren schweren Sünden. Zum Beispiel ist der Gebrauch
der Pornografie häufig gekoppelt an Selbstbefriedigung, eine weitere
ungeordnete sexuelle Handlung, die den Menschen sich immer mehr auf sich
selbst ausrichten lässt und ihn von anderen isoliert. Pornografie führt
oft zu einer Suche nach weiteren ungeordneten sexuellen Befriedigungen,
die die Ausbeutung anderer für eigene egoistische Ziele miteinschließen.
Pornografie bleibt kein „privates“ Laster; indem sie jemandem erlaubt,
einen anderen Menschen eher als Mittel anstatt als Ziel zu sehen, zerstört
sie letztendlich alle familiären und sozialen Beziehungen.
Die Zahlen
Pornografie ist ein wirkliches Problem und
diesbezügliche Statistiken sind erschreckend. Die folgenden Fakten sind
Zahlen, die in den letzten Jahren zusammengetragen wurden (mit Angabe der
Quellen) von der „National Coalition for the Protection of Children and
Families“ [Nationale Vereinigung zum Schutz von Kindern und Familien].
Umfang
und Kosten der Pornografie
· Der
IFR Untersuchung von 2004 zufolge, übersteigen die U.S.-Pornoeinkünfte der
[Fernsehsender] ABC, CBS und NBC 6,2 Milliarden US-Dollar. Die
Pornoeinkünfte sind größer als alle Einkünfte aller professionellen
Football-, Baseball- und Basketball-Unternehmen zusammen. Die
Pornoindustrie kommt konservativen Schätzungen zufolge auf 57 Milliarden
Dollar im Jahr, davon sind die Vereinigten Staaten für 12 Milliarden
Dollar verantwortlich.
Internet Pornography and Lonelineless: An Association?
Vincent Cyrus Yoder, Thomas B. Virden III, and Kiran Amin.
Sexuell Addiction & Compulsivity,
Volume 12.1.2005
· Durch
das Internet wurden 2,5 Milliarden Dollar von Erwachsenen als Einkommen
verdient. Dirty
Downloads Ready to Go on iPods,
Ron Harris, www.macnewsworld.com,
2005
· Der
Zahl im März 2004 zufolge gab es 800 Millionen Dollar Mietbeträge auf
Erwachsenenvideos und DVDs.
Overdosing on Porn,
Rebecca Hagelin.
www.worldandi.com
· Aktuellen
Schätzungen zufolge werden 20 Milliarden Dollar jährlich für
Erwachsenenvideos ausgegeben. (Verkäufe und Mietbeträge)
· Die
Hälfte aller Hotelgäste bestellen Pornofilme. Diese Filme umfassen 80%
in-room-Unterhaltung“-Erlöse [?] und 70% totale „in-room“-Erlöse [?].
Sex Film Industry
Threatened With Condom Requirement.
Nick Madigan. The New York Times,
24 August, 2004.
· Gebührenpflichtiges
Kabelfernsehen beläuft sich auf 2,5 Milliarden Dollar
· Zeitschriften
erbrachten 7,5 Milliarden Dollar.
Umfang
der Internet-Pornografie
-
Im Jahr 2004 gab es 4,2
Millionen pornographische Internetangebote (websites); 372 Millionen
pornographische Seiten.
-
Im Jahr 2003 gab es
täglich 68 Millionen pornographische Eingaben in Suchmaschinen (25%
aller Eingaben)
-
Sex ist das Thema Nummer
1 im Internet.
Overdosing on Porn,
Rebecca
Hagelin;
www.worldandi.com,
März 2004.
-
2004: täglich 2,5
Milliarden pornographische E-Mails (8% aller E-Mails)
-
Die gebräuchlichsten
Wege, über die jemand auf pornographische Inhalte im Web stößt, sind
über plötzlich auftauchende „Pop-up“-Fenster (55%), falsch dargestellte
Links (52%), falsch geschriebene URLs (48%) und automatische Links
innerhalb von E-Mails (23%) Fifty Percent of Workers Spend Nine days
a Year on Personal Surfing at Work.
Cerberian Inc. And Sonic WALL,
20 July, 2004.
-
Es gibt hunderttausend
Webseiten, die illegale Kinderpornografie anbieten.
U.S.
Customs Service Schätzung
Statistiken der Erwachsenen-Internet-Pornografie
· 70%
der Männer von 18-24 besuchen pornographische Seiten in einem
durchschnittlichen Monat, 66% der Männer zwischen 20 und 30 berichten,
dass auch sie regelmäßig pornographische Seiten nutzen.
First-person: the culture of
pornography.
R. Albert Mohler, Jr., Baptist Press, 28
December 2005.
· 20%
der befragten Männer und 13% der befragten Frauen gaben zu, Zugang zur
Pornografie am Arbeitsplatz zu haben. Internet Pornography Statistics.
Internet Filter Review, 2004.
· 40
Millionen US Erwachsene besuchen regelmäßig pornographische
Internetwebseiten.
· Einer
von drei Besuchern auf allen Erwachsenenwebseiten sind Frauen.
· Frauen
bevorzugen zwei Mal häufiger als Männer „Chat Rooms“ [virtuelle
„Gesprächsräume“ im Internet].
Auswirkungen der Pornografie
· 40%
der befragten Erwachsenen glauben, dass Pornografie der Beziehung zwischen
Männern und Frauen schadet.
Consensus Among American Public on
the Effects of Pornography on Adults or Children or What Government Should
Do About It.
Harris Poll, 7 October 2005.
www.harrisinteractive.com
· 30%
der befragten Erwachsenen sagten, dass sie aufgrund des
Pornografiegebrauches ihres Partners sich mehr als sexuelles Objekt
fühlen. Marriage Related
Research, Mark A. Yarhouse, Psy.D., Christian Counseling Today, 2004 Vol.
12 No. 1. August 2004.
· Eine
von sechs Frauen kämpft gegen Pornografie-Abhängigkeit an.
Internet Pornography and
Loneliness: An Association?
Vincent Cyrus Yoder, Thomas B.
Virden III, and Kiran Amin. Sexual
Addiction & Compulsivity, Volume
12.1., 2005.
· 47%
der befragten Christen äußerten, dass Pornografie ein Hauptproblem bei
ihnen zu Hause ist.
· Wenn
man sich bloß 6 Stunden der Soft-Pornografie aussetzt (irgendetwas, was
einen sexuell erregt), reicht dies aus, um die Zufriedenheit des
Betrachters mit seiner Partnerin oder ihrem Partner zu zerstören; den Wert
der Treue zu vermindern; die Fähigkeit mit einer Person zusammen zu sein
und diese zu schätzen, zu vermindern; den Gedanken zu nähren, dass Frauen
Vergewaltigungen genießen.
Kinder
und das Internet
-
Kinder benutzen das
Internet. 96% der Kinder waren schon mit Internet verbunden (online),
74% haben Internetzugang zu Hause und 61% benutzen das Internet an einem
durchschnittlichen Tag.
Kids stay connected.
USA Today snapshots.
5. January, 2004.
-
Einer Untersuchung aus
dem Jahre 2000 zufolge, gaben 21% der Jugendlichen zu, schon einmal
etwas im Internet angeschaut zu haben, wovon ihre Eltern nichts wissen
sollten. A World of
Their Own.
Newsweek, 8 May 2000.
Statistiken der Kinder-Internet-Pornografie
-
90% der 8-16jährigen
Internetbenutzer haben sich Pornografie online angeschaut (meist während
der Hausaufgaben). 2004
-
Das Durchschnittsalter
für die erste Pornoerfahrung im Internet liegt bei 11 Jahren.
-
Unter nicht volljährigen
Pornografiebetrachtern sind Kinder von 12-17 Jahren die größten
Konsumenten von Internetpornografie. 2004.
-
Eine Untersuchung von
600 Haushalten durch das „Nationale Zentrum für vermisste und
ausgebeutete Kinder“ ergab, dass 20% der Eltern die Passworte,
Instant-Messaging-Spitznamen und E-Mail-Adressen ihrer Kinder überhaupt
nicht kennen. Nur 5% der Eltern kannten das Kurzwort (Akronym) POS (parent
over shoulder) und nur 1% konnten WTGP (want to go private?)
identifizieren, die beide häufig von Teens benützt werden, wenn sie „Instant-Messaging“
machen. Ads target
online victimization of children.
USA Today, 20 May
2004.
-
Vorfälle von sexuellem
Kindesmissbrauch sind von 4.573 (1998) auf 112.083 (2004) angestiegen
(zufolge dem „Nationalen Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder“,
Reports of chila exploitation up.
USA
Today, 20 May 2004.)
-
Kinder-Pornografie
erbringt 3 Milliarden US Dollar jährlich. Internet Filter Review, 2004.
Die
bittere Frucht der Pornografie
Die Statistiken sind schwindelerregend. Aber
dahinter stehen nicht nur Zahlen, sondern Menschen, deren Leben geschädigt
wurde und deren ewiges Heil in Gefahr ist. Es gibt Menschen, die durch
Pornografie ausgebeutet werden; andere, die sie benutzen, und dann die
Familien und Bekanntenkreise beider Gruppen. Pornografie beeinträchtigt
das Leben, die moralische Stärke, Beziehungen, Ehen, das Leben der Kinder,
das Gemeinschaftsleben, und sogar solche Dinge wie den Eigentumswert und
die Sicherheit der Gemeinschaft.
Manchmal behaupten Menschen, die Pornografie
benutzen: „Ich schade niemandem“. Pornografie, wie jedes sündhafte
Verhalten, beleidigt denjenigen, gegen den gesündigt wird, denjenigen, der
sündigt und GOTT, den Ursprung aller Wahrheit. Das zerstörerische Wirken
des Teufels, den die Heilige Schrift den „Vater der Lüge“ nennt, besteht
darin, in uns das Empfinden für das Gute zu verzerren. Er redet uns ein,
dass andere zu unserem Gebrauch und unserem Vergnügen da sind, dass die
Befriedigung unserer Sehnsüchte uns glücklich macht. Aber dieses „Glück“
vergeht schnell. Wir sind spirituelle Wesen, die am Leben GOTTES selber
Anteil haben. Dieses verführerische Abenteuer [der Pornografie] hat keine
spirituelle Substanz. Es lässt uns betrogen, beschämt, unerfüllt und
verwirrt zurück.
Pornografie richtet
physischen, emotionalen und spirituellen Schaden in einer Person an.
Pornografie kann wie Alkohol, Drogen oder Glücksspiel zu körperlicher
Abhängigkeit führen. Die grafischen Bilder nisten sich in unserem
Vorstellungsvermögen ein; je tiefer und häufiger dies geschieht, desto
schwieriger wird die Straße zur Freiheit sein. Wie andere Süchte, ist
Pornografie ein fortschreitendes Leiden. Es verlangt immer mehr
Bilddarstellungen, um den gewünschten Effekt zu erreichen. In der
Fortsetzung kann das zum Ausleben der Sexualität und zu Verbrechen führen.
Pornografie lässt eine
Person emotional verkümmern. Jene, die davon betroffen sind, werden sich
womöglich von Freunden, von der Familie und sogar vom eigenen Ehepartner
zurückziehen. Pornografie verführt sie in eine Welt der Unwirklichkeit mit
idealisierten, unrealistischen Figuren, die sich nicht auf wirklich
menschliche Art und Weise mit einem beschäftigen. Wenn diese Menschen sich
zurückziehen, werden ihre zwischenmenschlichen Fähigkeiten und Beziehungen
geschwächt. Sie sehen andere eher als Objekte an denn als Menschen mit der
Fähigkeit zu Freundschaft und Liebe. In jeder Situation und bei jeder
Person, der sie begegnen, werden sie mit dem Gedanken bedrängt: Wird mir
das die Befriedigung bringen, die ich suche? Wenn jemand ernsthaft in
dieses Laster verstrickt ist, wird sich dieses suchtmäßige Verhalten oft
verstärken, selbst wenn es schon zu offenkundigen schädlichen Konsequenzen
geführt hat, z. B. zur Zerstörung der ehelichen Verbindung oder zum
Verlust des Arbeitsplatzes wegen Porno-Betrachtens während der
Arbeitszeit. Man kann in der Tat der Pornografie verfallen wie man einer
Drogensucht verfällt. So wie bei anderen Süchten, braucht derjenige, der
sich Pornografie anschaut, immer freizügigeres, nicht in Ordnung seiendes
Material, um den gleichen Effekt zu erreichen; dies mündet in eine abwärts
führende Spirale, die immer schwieriger zu korrigieren ist.
Beim geistlichen Leben
geht es darum, immer mehr das Abbild GOTTES zu werden. Pornografie macht
uns weniger GOTT ähnlich, da sie die Menschen dazu bringt, die anderen als
Objekte zu behandeln und nicht als unwiederholbare Geschenke GOTTES.
Pornografie verleitet einen dazu, nicht sich selbst in Liebe zu
verschenken, nicht zu dienen, sondern lieber sich bedienen zu lassen.
Schließlich wird man gefangen und versklavt in verletzenden Gewohnheiten
anstatt in der Tugend.
Das Anschauen von
Pornografie um dieses verzerrten geschlechtlichen Vergnügens willen ist,
objektiv gesehen, eine Todsünde. Sie ist ernstlich dem Leben, das GOTT für
andere und für uns im Sinn hat, entgegengesetzt. Es tötet das Leben der
heiligmachenden Gnade. Wenn wir in schwerer Sünde leben, dürfen wir nicht
zur hl. Kommunion gehen, bis wir die sakramentale Beichte abgelegt haben.
Oft schämen wir uns zu sehr, zum Sakrament der Versöhnung zu kommen, und
entfernen uns so immer mehr vom Leben GOTTES. Unsere Fähigkeit, als ein
lebendiges Glied am Leib CHRISTI zu handeln, ist beeinträchtigt. Weil
dieses Szenarium heute so weit verbreitet ist, müssen wir uns Sorge machen
um den Zustand unserer Pfarreien und Familien. Jedoch, weil die
Gnadeninitiative GOTTES weiter am Werk ist, brauchen wir nicht zu
verzweifeln. Jederzeit ist Er bereit, uns zu helfen. Wir müssen uns Seiner
Barmherzigkeit anvertrauen und umkehren zum Sakrament der Verzeihung und
zu einem Neubeginn.
Pornografie schädigt
andere. Sie beutet andere Menschen aus, für gewöhnlich Frauen, aber auch
Männer und Kinder. Sich mit Pornografie zu befassen, bedeutet, diesen
schrecklichen und schändlichen Missbrauch zu unterstützen. Es bedeutet,
sich finanziell an der Unterstützung einer Industrie zu beteiligen, die
ein fortwährendes schweres moralisches Übel darstellt. Sklaverei,
einschließlich sexueller Sklaverei, ist heute ein reales und zunehmendes
Problem. Ein Grund für dessen Anwachsen ist die Tatsache, dass dafür
Nachfrage besteht. Zudem: Wer sich Pornografie anschaut, bei dem ist es
sehr wahrscheinlich, dass er danach andere Menschen als Objekte ansieht.
In dem Maß, wie der Gebrauch von Pornografie sich ausbreitet, können Ehen
geschwächt werden und zerbrechen. Dies bedeutet Beschämung, gebrochene
Herzen und Elend für die Ehepartner und für die Kinder, die emotionale
Narben in ihr Leben als Erwachsene und ihre eigenen Ehen mitnehmen.
Kinder und Jugendliche, die der Pornografie ausgesetzt sind, erfahren
Angriffe auf ihre menschliche Würde und Blockaden in ihrer authentischen
menschlichen Entwicklung. Wenn Pornografie zunimmt, nimmt auch das
Verbrechen zu. Sexuelle Vergehen sind um 506% höher in den Gegenden von
Phönix (Arizona), wo sich sexuell orientierte Geschäfte befinden.[10]
Pornografie ist nicht harmlos, sie ist ein schweres entmenschlichendes
Übel.
Auf all diese Weise beleidigt Pornografie GOTT.
Sie missbraucht Seine Geschenke der Freiheit, des menschlichen Leibes und
der Liebe. Wir sind das Kunstwerk GOTTES (vgl. Eph 2,10), und Pornografie
entstellt dieses Meisterwerk.
Das Internet und die moderne
Technologie
Das Ausmaß der Internetpornografie wächst
explosionsartig. Sie scheint anonym und allgemein zugänglich. Sie kann den
Nichtsahnenden leicht verführen, einschließlich Kinder und junge Leute.
Darüber hinaus kann Internetpornografie besonders süchtig machen. Die
sinnlichen Bilder und sexuellen Befriedigungen, die sie auslöst,
hinterlassen einen Eindruck im Gedächtnis. Die Phantasien können wieder
ins Bewusstsein gerufen und fortgeführt werden. Sie verlocken uns, dass
wir nochmals hinschauen. Mit dem wiederholten Gebrauch entwickelt der
Betrachter von Pornografie eine Toleranz ihren Folgen gegenüber: Es
besteht ein wachsender Bedarf nach stärker stimulierenden Bildern. Der
Gebrauch von Pornografie verursacht starke physische Veränderungen im
Körper und im Gehirn, die die ungeordneten Gedanken und Verhaltensweisen
verstärken. Bei wiederholtem Gebrauch erweist es sich als zunehmend
schwieriger, die obsessiven Gedanken und zwanghaften Verhaltensweisen, die
mit Pornografie zusammenhängen, zu unterbrechen oder ihnen zu widerstehen.
Bei der
Internet-Pornografie bedarf es keines öffentlichen Kaufs von neuem
Material. Stattdessen können die Bilder gewechselt werden und viele
weitere können zugänglich gemacht werden. Man braucht nun nicht mehr in
die Öffentlichkeit zu gehen, um sich Pornografie zu verschaffen.
Beunruhigend ist nun auch der schnelle Zugang zu diesen Bildern per iPods
[tragbare Musik- und Videoplayer] und Mobiltelefonen. Kinder, deren Eltern
in korrekter Weise den Computer-Zugang in den privaten Räumen daheim
einschränken, können nun die Bilder durch tragbare Geräte unkontrolliert
erhalten.
Die uns umgebende Kultur,
die so bereitwillig eine Umgebung und einen Markt für diese Art von Übeln
zur Verfügung stellt, ist ein wesentlicher Faktor, der zum Problem von
Pornografie und zu anderen Sünden beiträgt. Die Technologie an sich ist
kein Übel. Das Problem liegt im Missbrauch der Technologie und in ihrem
Gebrauch in übler Art und Weise. Wie Dynamit ist sie etwas Mächtiges, das
der richtigen Behandlung bedarf. Sie kann gebraucht werden, der Menschheit
zu dienen oder sie anzugreifen.
Wir leben in einer Kultur,
die in zunehmendem Maß dunkel und todverbreitend ist. Wir können leicht
damit beginnen, diese negativen Einflüsse zu absorbieren - indem wir sie
aufnehmen, wie Pflanzen durch ihre Wurzeln aufnehmen, was im Boden oder
die „Kultur“, in der sie eingepflanzt sind, enthalten ist. Wir stumpfen ab
und merken nicht einmal, dass wir langsam vergiftet werden. Das ist ein
ernstes Problem und verlangt unsere Antwort.
3. ANTWORT AUF DAS PROBLEM
„Wie heißt du?“ (Mk 5,9)
Das
Problem erkennen und benennen
Dieses wirklich gravierende Problem verlangt
von uns eine echte und ernsthafte Antwort. Es ist leichter, sich
abzuwenden und so zu tun, als existiere es nicht. Doch dieses Problem
besteht tatsächlich, und wir müssen tun, was wir können. Wir sollten – um
uns mit diesen Dingen ernsthaft zu befassen – nicht warten auf die
Entführung, Vergewaltigung oder Ermordung eines Mädchens oder eines Jungen
aus unserer Familie, auf eine weitere zerstörte Ehe, auf einen
Arbeitsplatzverlust, oder darauf, dass das Leben eines anderen Kindes
verwüstet wird. Es steht zu viel auf dem Spiel.
Der erste Schritt um ein
Problem zu lösen ist, darauf aufmerksam zu machen, es zu benennen. Wir
finden eine moderne Entsprechung dazu in der sog.
„12-Schritte-Spiritualität“ solcher Gruppen wie der „Anonymen
Alkoholiker“. Der erste Schritt bei dieser umwandelnden Spiritualität ist,
zuzugeben, dass man angesichts einer Sucht kraftlos ist. Menschen sprechen
keine Probleme an, die zuzugeben sie sich weigern.
Eine wesentliche
Charakterschwäche bei heterosexueller Pornografie kann Selbstsucht oder
Narzissmus [Selbstverliebtheit] sein. Gleichgeschlechtliche Pornografie
kann stark beeinflusst sein von einem schwachen männlichen
Selbstvertrauen, von Einsamkeit und einem negativen Bild vom eigenen
Körper. Wenn man diese mitwirkenden Faktoren wahrnimmt, kann es helfen,
mit der Suche nach Wegen zu beginnen, um seine Beziehungen in einen
großzügigeren und gesünderen Zustand zu überführen.
Die Übel, mit denen wir
kämpfen, halten uns oft in Verschwiegenheit fest. Besonders wenn es sich
um etwas wie Pornografie handelt, können Furcht, Verlegenheit und Scham
intensiv sein. Jemand, der eine tiefe spirituelle Einsicht in all dies
hatte, war der hl. Ignatius
von Loyola. Er bemerkte:
Wenn der Feind der
menschlichen Natur gerade eine Seele mit seinen Ränken und Verlockungen
verführt, wünscht er ernsthaft, dass sie im Verborgenen wirken und geheim
gehalten werden. Aber wenn man sie einem Beichtvater bekennt oder einer
anderen geistlichen Person, die seine Betrügereien und arglistigen Pläne
durchschaut, dann ist der Teufel sehr verärgert. Denn er weiß, dass er bei
seinen üblen Unternehmungen nicht erfolgreich sein kann, wenn seine
augenscheinlichen Betrugsversuche entlarvt sind.[11]
Voraussetzung für den
Gebrauch von Pornografie ist irgendeine Art von Stillschweigen. Dieses
Verschweigen zu durchbrechen, indem man mit einer anderen Person spricht,
kann beängstigend sein, aber auch befreiend.
„Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Frevel
bekennen. Und du hast mir die Schuld vergeben.“ (Ps 32,5)
Das
Bußsakrament
Dass wir uns unser Problem selber eingestehen, ist
ein wichtiger erster Schritt. Wie der hl. Ignatius bemerkte, kann dies im
Bußsakrament geschehen. Dieses Sakrament ist eine reiche GÖTTliche Quelle
der Stärke und geistigen Gesundheit. Es ist für uns das normale Mittel –
eingesetzt von CHRISTUS und vermittelt durch die Kirche –, um Versöhnung
zu erlangen und spirituelle Heilung. Kurz gesagt: Pornografie ist sündig
und das Bußsakrament beseitigt Sünde. Dieses Sakrament bringt uns in
Verbindung mit der Tiefe von GOTTES erbarmungsvoller Liebe. Es entfernt,
was schlecht ist. Es stärkt uns in dem, was gut ist, durch die Gnade
GOTTES.
Die Früchte dieses Sakramentes sind mannigfaltig. Der
Katechismus lehrt, dass es wieder in den Stand der GÖTTlichen Gnade
versetzt und uns in Freundschaft mit GOTT verbindet. Es bringt uns eine
geistliche Auferstehung und führt uns in das Österliche Geheimnis, da wir
unserer Sündigkeit absterben und zu einem neuen Leben in CHRISTUS
auferstehen. Das Bußsakrament versöhnt uns mit der Kirche und belebt das
Leben des reuevollen Sünders aufs Neue.
Für jeden, der mit Pornografie kämpft, bietet das
Bußsakrament eine unfehlbare Quelle heilender Gnade. JESUS sprach von der
Freude des Himmels über einen reuevollen Sünder (Lk 15,10). Wenn es würdig
empfangen wird, lässt es die Engel im Himmel jubeln. In diesem Sakrament
begegnen wir CHRISTUS, dem GÖTTlichen Arzt. Wenn wir Ihm unsere Wunde
öffnen, kann Er beginnen, uns mit Seiner Gnade zu heilen.
„Wenn einer von euch einen Turm bauen will,
setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das
ganze Vorhaben ausreichen?“ (Lk 14,28)
Was
können wir tun?
Dieser Hirtenbrief wird angeboten als Teil einer umfassenden Bemühung in
der Diözese von Kansas City - St. Joseph, um im Kampf gegen Pornografie
und ihre zerstörerischen Auswirkungen beim Einzelnen in unseren Familien
und unserer Gesellschaft voranzukommen. Die Taktik, die wir anwenden, soll
die gesetzgeberische Verteidigung gegen die Lieferanten der Pornografie
ergänzen. Das Unrecht gegen die Darsteller oder Mitarbeiter in den
pornografischen Medien muss benannt und abgestellt werden. Ich ermutige
und unterstütze alle, die – in Übereinstimmung mit ihrem Amt und ihrer
Kompetenz – diese Plage erfolgreich zurückweisen. Wir wissen, dieser Dämon
ist „Legion“, aber wir machen voll Hoffnung weiter.
Unsere Bemühungen und mein Ziel beim Schreiben ist
vorrangig, uns allen zu helfen, dass wir geistlich stärker werden in
unserem Kampf gegen die Pornografie. Wir müssen uns gegenseitig helfen, im
Wege einer Gefolgschaft, die gründet in Keuschheit und Reinheit des
Herzens, was uns hilft, GOTT zu schauen.
„Denn wir haben nicht gegen Menschen aus
Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen
die Beherrscher dieser finsteren Welt.“ (Eph 6,12)
Einen
Plan entwickeln, um fest zu bleiben
Wir haben über den ersten und notwendigen
Schritt in unserem spirituellen Kampf gegen die Lügen und Verflechtungen
der Pornografie gesprochen. Ernsthafte Reue wendet unseren Blick wieder
GOTT zu und das Bußsakrament erneuert in uns die Gnade und das Leben
CHRISTI. Um Ausdauer zu bewahren, müssen wir einen Plan entwickeln, um
„nüchtern zu bleiben“ und die Vergiftung durch Pornografie zu vermeiden.
Wir werden keinen Erfolg haben, wenn wir meinen, wir könnten die
Versuchungen, Pornografie zu gebrauchen, leicht beiseite schieben. Wir
müssen die Gelegenheit zur Sünde meiden, das heißt, alles, was in diese
Richtung führt.
Was sind unsere besonderen Schwächen gegenüber
diesen Verlockungen? Rechtschaffen und demütig müssen wir oft vor ihnen
weglaufen wie vor einem wilden Tier, vor dem wir nicht genügend Schutz
haben.
Wir sind anfälliger für heimliche Sünden: 1.
wenn wir allein oder mit gewissen Leuten zusammen sind, 2. wenn die
Gegenstände erreichbar sind und 3. wenn uns Zeit zur Verfügung steht.
Verschwiegene oder verführerische Umgebung meiden. Wir müssen achtsam sein
und genau planen, was wir tun, wenn wir privat sind. Allein für uns müssen
wir auf der Hut und uns unserer Schwachheit bewusst sein. Können wir
jemand einladen, unseren Computer zu überwachen? In vielen Geschäftsbüros
wird dies nur auf gut Glück gemacht. Manchmal bewahrt das Risiko,
aufzufallen, Menschen vor bestimmten Gelegenheiten, Pornografie
anzuschauen. Die Verpflichtung eines verlässlichen Partners, der ein
Protokoll der Internetseiten erhält, die wir besucht haben, mag uns
helfen, in dieser Hinsicht ehrenhaft zu bleiben (vgl. Anhang II). Zu Hause
sollte ein Computer eher in einem für jeden zugänglichen Raum stehen als
in einem Privatraum.
Gleicherweise müssen wir Situationen vermeiden,
wo das Zusammensein mit gewissen Leute einen ungebührlichen Druck auf uns
ausüben könnte, am Gebrauch von pornografischen Videos oder Zeitschriften
usw. teilzunehmen. Wir müssen versuchen, gesunde und hilfreiche
Freundschaften zu pflegen. Wenn wir stärker geworden sind, können wir
versuchen, unsere Kollegen in Aktivitäten einzuführen, die nicht so
erniedrigend für die Menschenwürde sind.
Pornografisches Material entfernen. Wir müssen jegliche gerade erreichbare
Pornografie beseitigen. Vernichten Sie Ihren Zugang so rasch wie möglich.
Zerstören Sie Videos, werfen Sie Fotos und Zeitschriften weg, kündigen Sie
problematische Kabel- oder Satellitenkanäle.
Da wir damit aufgewachsen sind, von Computern
abhängig zu sein, ist es schon schwieriger, wenn es um Beschäftigung mit
Internetpornografie geht. Zuerst können wir die Computer-Bookmarks
[Lesezeichen, Favoriten] wegschaffen, die leichten Zugang ermöglichen:
Benützen Sie einen Filter (vgl. Anhang II). Wenn Sie wüssten, dass der
Verzehr gewisser Lebensmittel oder die Einnahme gewisser Medikamente,
gegen die Sie allergisch sind, Sie töten wird, würden Sie sehr sorgfältig
diese Sachen meiden. Wenn das Losmachen vom Computer der einzige Weg ist,
Ihre Keuschheit – ihre sexuelle „Nüchternheit“ – sicherzustellen, können
solche Maßnahmen für das Leben Ihrer Seele unumgänglich sein.
Wenn das Fernsehen in
Ihrem Hotelzimmer eine Gefahr darstellt, schalten Sie es gar nicht erst
ein. Bringen Sie Lesestoff oder zu erledigende Arbeit mit. Gehen Sie in
den Übungsraum. Telefonieren Sie mit einem Freund oder Ihrer Gattin oder
den Kindern. Menschen, die „Gewohnheitstrinker“ sind und
Entziehungsprogramme gemacht haben, wissen, dass sie nie wieder zu einem
Glas greifen dürfen, und sie bleiben von der Bar weg.
Zuhause benützen immer mehr Familien
blockierende Vorrichtungen am Fernsehapparat, oder sie verwenden das
Fernsehen nur gelegentlich, um familienfreundliche Filme oder
Sportereignisse gemeinsam anzuschauen.
Gute
Verwalter unserer Zeit sein. Müßige Zeit kann die Gelegenheit für unseren
Pornografie-Gebrauch sein. Wir kennen die Binsenweisheit: „Müßiggang ist
aller Laster Anfang“. Wir wollen in unseren Aktivitäten nicht übertreiben.
Es ist wertvoll, sich Zeit für Ruhe und Erholung zu nehmen, aber wir
müssen gute Verwalter unserer Zeit sein. Vor fast einer Generation hörte
ich jemanden das Fernsehen als eine „Gesellschaft ohne Verantwortung“
beschreiben. Wir sollten unsere Zeit verwenden, um in aufbauender Weise
Dinge zu tun, die Teil der Lebensorientierung sind, die wir für uns
wollen, und die unsere Verpflichtungen anderen gegenüber ausdrücken und
bekräftigen.
Unsere Schwächen
kennen. Mögen wir beginnen, uns
einzugestehen, dass unser Verlangen nach ausdrücklicher Pornografie
dahinter steckt, wenn wir (zunehmend freizügigere und zweideutigere)
Fernseh-Shows, Reality-TV oder schamlose Werbung anschauen oder
Illustrierte (die nicht ausdrücklich als erotisch gelten [...]) oder
Romane mit freizügigen Szenen lesen, im Wissen, dass sie mit der
Verlockung spielen.
Ehrlich zu sein
hinsichtlich unserer persönlichen Schwachstellen auf diesem Gebiet, wird
uns helfen, „die Gelegenheiten zur Sünde“ – ferne oder nahe Gelegenheiten
– zu meiden, die zu unserem Fall führen können. Um in diesem Kampf
erfolgreich zu sein, müssen wir unsere Stärken und Schwächen abwägen und
uns vergegenwärtigen, wie wir beide berücksichtigen können. Versuchen Sie
nicht, die Schlacht „innerhalb der Festung“ auszutragen; begegnen Sie dem
Feind, ehe er in Ihre Verteidigungsanlage eine Bresche schlägt. Lernen Sie
die drohende Gefahr zu erkennen, bevor sie zu nahe kommt oder zu stark
wird.
„Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch
euer himmlischer VATER ist.“ (Mt 5,48)
Einen
Plan entwickeln, um als Jünger in der Heiligkeit zu wachsen
Die
Seligpreisungen und der Rest der Bergpredigt CHRISTI zeigen ein Modell für
das gewissenhafte und gläubige Jünger-Sein. Es genügt nicht, das Böse zu
entfernen. Wir müssen das Gute hereinbringen. Wenn wir das Schlechte nicht
durch etwas Gutes ersetzen, kann es leichter zurückkehren (vgl. Lk
11,24-26). Durch Reue und sakramentale Versöhnung begeben wir uns aus dem
Dunkel ins Licht, aber wir brauchen einen Plan, um im Licht zu bleiben.
Die Einzelheiten dieser Programms werden einige ganz wesentliche Punkte
einschließen.
Verpflichtung zum täglichen Gebet. Der
wirkliche Kern dieses Gebets muss ein sich steigernder Ausdruck unserer
Beziehung zu GOTT, unserem VATER, sein, zu JESUS CHRISTUS, der uns erlöst,
und zum HEILIGEN GEIST, der uns heiligt und uns hilft, CHRISTUS in der
Welt ähnlicher zu werden. Es ist nötig für uns, GOTTES Bestätigung zu
hören – die Bekräftigung unserer angeborenen Güte und Würde –, so dass wir
anfangen können, andere auf ähnliche Weise zu lieben. Das ist mehr, als
nur Gebete zu sprechen, so wichtig das ist. Es verwurzelt unser Sein in
GOTT. Es öffnet unsere Herzen und lässt Ihn uns Sein Wort der Liebe, der
Barmherzigkeit, des Trostes und der Aufforderung sagen. Unsere katholische
Überlieferung ist ungeheuer reich an vielerlei Arten des Gebetes. So etwa
Eucharistische Anbetung, Lectio Divina (betendes Lesen der Hl.
Schrift), Meditation, Betrachtung, und fromme Gebete einschließlich des
Rosenkranzes, des Barmherzigkeitsrosenkranzes und der Kreuzwegstationen.
Diese unsere reiche und vielfältige Tradition hilft uns, tiefer ins
GÖTTliche Leben hineinzuwachsen.
Meditation, anschauliche Reflexion der Geheimnisse,
des Lebens und der Taten CHRISTI, und der fromme Gebrauch religiöser
Bilder, Statuen etc. liefern uns positive Bilder für die sinnliche
Vorstellung und das Gedächtnis. Diese können mehr und mehr die Bilder und
Phantasien verdrängen, die uns Gelegenheit zur Sünde bieten.
Heiliges Messopfer.
Für uns
Katholiken ist die hl. Messe und der würdige Empfang der hl. Eucharistie
der Quell, aus dem wir unsere geistliche Stärke und den höchsten Ausdruck
unserer Anbetung und Danksagung GOTT gegenüber schöpfen. Hier schenkt sich
JESUS buchstäblich selber. Hier treten wir in die Stunde Seines Opfers
ein. An jedem Sonn- und verpflichtenden Feiertag an der hl. Eucharistie
teilzunehmen, stärkt uns, und hält uns in der Gemeinschaft mit der Kirche.
Öfter an der hl. Messe und am Kommunionempfang teilzunehmen -
vorausgesetzt wir haben uns nicht von GOTT durch eine schwere Sünde
entfremdet -, kann für uns eine unschätzbare Hilfe sein, um im Licht zu
bleiben.
Tägliche Gewissenserforschung und häufige Beichte.
Niemand kann hoffen, im geistlichen Leben ernsthaft zu wachsen, ohne die
beständige Bußgesinnung, zu der uns CHRISTUS auffordert. Vor allem wenn
wir versuchen, mit den Gewohnheiten verderblicher Sünden zu brechen,
bereitet uns ein kurzer Rückblick auf unseren Tag, bei dem wir unsere Reue
über die Sünde erneuern und unseren Fortschritt beobachten, auf eine
würdige Feier der Beichte vor. Die Heiligen lehren uns, unsere tägliche
Gewissenserforschung kurz zu halten, damit nicht die Leidenschaft unserer
Sünden wieder angefacht wird. Neue Versuchungen Satans und gelegentliche
Entmutigungen werden nicht ausbleiben. Aber wir müssen in der Hoffnung
ausharren trotz unseres Versagens. Eine ehrliche, vollständige und
demütige Beichte, monatlich oder öfters, wenn möglich beim selben
Beichtvater, wird uns gewaltig gut tun, wenn wir durchhalten und nicht den
Mut verlieren.
Wie der Weg zum Arzt ist der Empfang der
Wiederversöhnung sowohl heilsam als auch vorbeugend. Er ist heilsam, weil
er die Sünde beseitigt, und er ist vorbeugend, weil er uns stärkt und
erlaubt, gesund zu bleiben. Selbst wenn wir keiner schweren Sünde schuldig
sind, verleiht uns dieses Sakrament Kraft und Hilfe, auf ebener Bahn
weiterzulaufen. Ich kann die große Bedeutung der häufigen Beichte auf
meinem eigenen geistlichen Weg bestätigen. Es ist eine wertvolle
Möglichkeit, mit der auch ich versuche, nahe bei CHRISTUS zu bleiben und
das Geheimnis des GÖTTlichen Erbarmens und der Versöhnung im meinem
eigenen Leben lebendig zu halten.
Geistliche Lektüre lesen. Ein anderes
Hilfsmittel findet man im Lesen. Als Wort GOTTES an uns ist die Bibel
lebenspendend und unersetzlich. Unsere Überlieferung ist reich an
klassischen geistlichen Werken, besonders den Lebensbeschreibungen der
Heiligen oder ihren persönlichen Schriften. Das Lesen der Päpstlichen
Enzykliken und anderer lehramtlicher Schreiben wird uns behilflich sein,
die geoffenbarte Wahrheit zu verstehen. Die katechetischen Ansprachen von
Papst Johannes Paul II., die manchmal zusammenfassend als „Theologie des
Leibes“ bezeichnet werden, bieten ein positives und wesentliches
Verständnis der menschlichen Geschlechtlichkeit.
Sich der Gegenwart GOTTES bewusst werden. Die
tägliche Hingabe unseres Seins und unserer Bemühungen an GOTT - ein
Morgenopfer - und die Erneuerung des Bewusstseins Seiner Gegenwart und
Seiner Liebe inmitten unserer täglichen Beschäftigungen werden uns helfen,
alle unsere Alltagstätigkeiten zu heiligen. Andachtsgegenstände oder
Sakramentalien wie z. B. eine geweihte Medaille oder ein Skapulier können
eine Quelle der Gnade sein und uns erinnern an unsere Beziehung zu GOTT
und unser Gliedsein in CHRISTI Leib, der Kirche. Eine religiöse Medaille
oder ein Heiligenbild an oder nahe dem Computerbildschirm oder oben auf
dem Fernsehgerät können uns helfen, uns an unser Versprechen, ein neues
Leben in CHRISTUS zu führen, zu erinnern.
„Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade; jetzt
ist er da, der Tag der Rettung.“ (2 Kor 6,2)
Stark
werden in der Übung der Tugend
Die Entwicklung eines Planes, um in der
Heiligkeit zu wachsen, wird umso vollständiger sein, wenn wir anfangen,
hochherzig eine apostolische christliche Liebe zu praktizieren. Wir müssen
über uns selbst hinauswachsen, uns nach den anderen ausstrecken aus der
Liebe zu CHRISTUS heraus. Diese aktive Nächstenliebe, die sich in einer
selbstlosen und edelmütigen Liebe ausdrückt, ist das Gegenstück zur
Pornografie und zu anderen sich sexuell ausdrückenden Symptomen der
Selbstsucht.
Mäßigkeit
in der Ausübung unseres sexuellen Verlangens, die unerlässlich ist für den
Erfolg gegen die Verlockungen der Pornografie, kann gestärkt werden, wenn
wir Maß halten in Speise und Trank. Je mehr wir lernen, unseren Willen zu
stärken durch gelegentliches Ablehnen erlaubter Genüsse, umso mehr wird
uns wahrscheinlich die Mäßigkeit gelingen, die die Keuschheit stützt. Wenn
wir dies aus dem Beweggrund der Liebe zu CHRISTUS tun, wird aus der
„Zucht“ die ‚Jüngerschaft“. Es ist eine Art geistigen In-Form-Bringens,
das uns für andere Herausforderungen stärkt, die kommen werden.
Schamhaftigkeit
ist die Schicklichkeit und Zurückhaltung in der Art, wie wir uns kleiden,
wie wir handeln und sprechen. Sie schützt das Geheimnis der Person und
ihrer Liebe.[14]
Die Haltung der Schamhaftigkeit und Bescheidenheit in der Bekleidung zu
leben, kann helfen, die voyeuristischen Neigungen, die Teil der
Pornografie sind, zu vereiteln. Eine erneuerte Verpflichtung zur
Schamhaftigkeit hilft uns, die Ungerechtigkeit der Pornografie, die die
Würde der Person untergräbt, zu bekämpfen. „Wachsamkeit der Augen“
bedeutet, dass wir uns von jenem Starren abwenden, das auf unsere
Befriedigung und unsere Neugier abzielt. Diese uralte Praxis kann uns
helfen, Gelegenheiten zur Sünde zu meiden, die uns sonst dazu führen,
andere auszubeuten.
Reinheit
ist die wunderschönste Eigenschaft der Liebe und des Lichtes JESU CHRISTI.
Wenn wir der Reinheit CHRISTI ausgesetzt sind, werden wir selbst
gereinigt. Jene, die verliebt sind, suchen ihre Selbsthingabe mit
ungeteiltem Herzen und auf eine Weise auszudrücken, die auf das
Wohlbefinden des anderen abzielt. Der ausbeuterische Gebrauch der anderen
durch die Pornografie ist ein direkter Widerspruch zu dieser Reinheit, die
GOTTES Liebe charakterisiert und die das Modell für unsere Liebe sein
muss. Wenn wir nachdenken über unsere natürliche Ausübung der Reinheit,
die wir in der Beziehung zu unseren Kindern, unseren Eltern und
Geschwistern haben, werden wir zunehmend unsere Fähigkeit steigern, andere
Menschen ebenso mit reinem und ungeteiltem Herzen zu lieben.
Keuschheit,
wie wir sie oben ausführlich beschrieben haben, kann auf positive Art
verwirklicht werden. Sie bedeutet, andere mit dem Respekt zu behandeln,
der ihnen wegen ihrer Menschenwürde und ihres Wertes zukommt – etwas, das
von GOTT selber stammt. Keuschheit ist der verantwortungsvolle Umgang mit
unserem Gefühlsleben, und zwar so, wie es für die jeweilige Beziehung am
angemessensten ist. Wenn wir uns erlauben, durch irgendjemanden, den wir
überhaupt nicht kennen, geschlechtlich befriedigt zu werden – was in der
Pornografie geschieht –, so ist das der Inbegriff der Unkeuschheit. Wenn
wir uns entscheiden, uns zu jeder Person in der Weise zu verhalten, die am
besten mit ihrer Würde und dem Wesen unserer Beziehung übereinstimmt, so
ist das eine positive Übung der Keuschheit. Wenn wir keusch sind –
Menschen bewusst in dieser tiefen respektvollen Weise lieben –, so stärkt
uns das wirklich gegenüber Akten der Unkeuschheit.
Was will ich damit sagen?
Ein Weg, sich erfolgreich von der Versuchung der Pornografie abzuwenden,
bedeutet, die Tugenden der Mäßigkeit, Schamhaftigkeit, Reinheit und
Keuschheit „aufzubauen“. Der tiefste Grund – das höchste Ziel – aller
Tugenden ist die Liebe, die sich in einer hochherzigen Hingabe ihrer
selbst ausdrücken muss.
„Ein treuer Freund ist wie ein festes Zelt;
wer einen solchen findet, hat einen Schatz gefunden.“ (Sir 6,14):
Ein Unterstützungssystem
aufbauen
Menschen, die Süchte überwunden haben, halten daran
fest, dass dies nicht im Alleingang zu leisten ist. Die Sache zu bekennen,
sich selbst zu überprüfen, täglich zu beten und Vergebung im
Beichtsakrament zu suchen, sind gute, wichtige und heilige Schritte. Ein
sachverständiger Seelenführer kann uns helfen, uns zu entwickeln und am
Lebensplan festzuhalten, den wir weiter oben vorgeschlagen haben.
Falls Sie (oder jemand, den Sie kennen) jedoch
bereits den Punkt des Süchtigseins und sogar schon der Abhängigkeit
erreicht haben, ist möglicherweise mehr Hilfe notwendig. Es ist wichtig,
ein Unterstützungssystem aufzubauen. Dieses System beinhaltet
möglicherweise beratende Begleitung durch einen kompetenten Profi. Es
beinhaltet vielleicht eine Unterstützungsgruppe. Unsere Diözese bietet
bereits eine solche Unterstützungsgruppe für Männer an, und wir hoffen,
eine andere für Frauen einrichten zu können. Die „Nationale Koalition für
den Schutz der Kinder und der Familien“ sponsert eine Telefonberatung für
die, die mit Pornografie zu kämpfen haben und für diejenigen, die
versuchen ihnen zu helfen (vgl. Anhang II). Eine andere, immer populärer
werdende Maßnahme sind Gruppen von füreinander Verantwortlichen
[Selbsthilfegruppen]. Eine Anzahl von Personen treffen sich regelmäßig, um
sich über ihre Kämpfe und Erfolge zu besprechen. Sie geben einander die
Erlaubnis zu überprüfen, nachzufragen und andere Mitglieder der Gruppe
herauszufordern.
Es gibt noch zusätzliche Hilfsmöglichkeiten für
diejenigen, die mit Internet-Pornografie zu kämpfen haben. Eine solche
Möglichkeit ist es, einen Computerfilter zu kaufen und einen Freund zu
bitten, diesen herunterzuladen und mit einem Passwort zu sichern, das
einem selbst nicht mitgeteilt wird. Eine andere Möglichkeit ist ein
„Dienst der Verantwortlichkeit“, wo über jede im Internet besuchte Seite
ein Bericht an zwei Freunde dieser Selbsthilfegruppe gesendet wird. Dies
kann in Verbindung mit einem Filter gemacht werden.
Die Gesellschaft, in der wir uns aufhalten, kann uns
entweder schaden oder in unseren Bemühungen helfen. Der Zweck jeder
Freundschaft ist es, dass Menschen sich gegenseitig nach oben ziehen,
nicht nach unten. Wenn Freunde uns in die Sünde führen, dann sind es keine
wahren Freunde, und es ist notwendig, Menschen zu suchen, die wahre
Freunde sein können.
Unser Unterstützungssystem hört nicht mit Profis und
Freunden auf. Es gibt noch eine ganze weitere Kategorie eines ganz
unterschiedlichen Kreises von Freunden und Profis. Wir nennen sie die
Heiligen. Diese heiligen Männer und Frauen regen uns an durch ihr
heldenhaftes Leben, sie geben uns ein Beispiel, dem es nachzufolgen
gilt, und sie helfen uns durch ihre beständige Fürbitte.
Die heilige Jungfrau Maria zeigt uns, was es
bedeutet, treu zu GOTT zu stehen in der Reinheit des Herzens. Sie ist
unsere allerreinste Mutter, unsere allerkeuscheste Mutter, unsere
unversehrte Mutter, unsere unbefleckte Mutter und hilft uns mit ihren
Gebeten, ihrem Sohn in Wahrheit zu folgen. Der heilige Josef wird in
ähnlicher Weise als rein und keusch angerufen. Als Patrone unserer Diözese
bitte ich sie beständig um ihre Hilfe und Führung und bitte sie nun um
ihre Hilfe für alle, die mit Pornografie zu kämpfen haben.
Die
hl. Maria Goretti (1890-1902) und der hl. Karl Lwanga (+1886) sind nur
zwei Beispiele von jungen Menschen, die lieber zum Märtyrer wurden als in
sexuelle Unreinheit einzuwilligen. Andere Heilige sind bekannt für ihre
Bekehrung von einem sündigen Leben. Sie sind Vorbilder für uns dafür, was
möglich ist, wenn wir uns selbst ganz der verwandelnden Gnade CHRISTI
übergeben. Möge die Glaubenstreue und die Keuschheit dieser himmlischen
Freunde uns zu größerer Treue und Keuschheit in unserem Lebensstand
führen.
„Wir wollen mutig für unser Volk... kämpfen.“
(1 Chr 19,13)
Aktiv
werden
Es steht viel auf dem Spiel. Dies ist ein
Problem, das von uns allen Handeln erfordert - von jedem einzelnen und von
der Kirche.
An jene, die mit
Pornografie zu kämpfen haben:
Gib nicht auf! Dies kann ein gelegentliches Problem sein, eine richtige
Abhängigkeit oder ein Problem, das irgendwo dazwischen liegt. Wo immer du
auch bist, sei ehrlich zu dir selbst. Suche das Sakrament der Versöhnung.
Finde jemanden, dem du traust, der verlässlich ist und dir zur Seite steht
und hilft.
Erforsche dein Leben und finde heraus, was dich
zu diesem Verhalten treibt. Beschaffe dir einen Computerfilter und sorge
für ein solches „System der Verantwortlichkeit“ [wie oben beschrieben].
Professionelle Beratung ist eine weitere wichtige Hilfe. Die
Unterstützungsgruppe, die von unserer Diözese gesponsert wird,
funktioniert wie eine Auffangstelle, um Menschen in ihrem Heilungsprozess
zu helfen. Im Anhang II sind eine Reihe von Hilfsangeboten aufgelistet;
halte durch und verliere nicht den Mut!
An die Eltern:
Eure Rolle im Leben eurer Kinder
ist unersetzlich. Eure Aufgabe ist eine zweifache: schützen und ausrüsten.
Es gibt viele Dinge die ihr tun könnt, um eure Kinder zu schützen. Ihr
habt Schlösser an den Türen eurer Häuser, um sie vor unwillkommenen
Fremden zu bewahren. Eure Computer sind offene Türen für eure Kinder, wenn
ihr sie nicht mit Sicherheitsvorkehrungen schützt.
-
Bewahrt den Computer in
einem offen zugänglichen Bereich eures Heimes auf.
-
Verseht Euer
Internetprogramm mit einem Passwort, so dass eure Kinder nicht
ins Internet können - es sei denn, ihr loggt sie ein.
-
Besorgt euch einen
Computerfilter. Mehr dazu siehe Anhang III
-
Handelt vorsorglich.
Geht nicht davon aus, dass solche Dinge nur in anderen Familien
vorkommen.
-
Bevor ihr eurem Kind
erlaubt, bei einem Freund zu übernachten, erkundigt euch erst, ob die
Eltern einen Computerfilter installiert haben.
Dieses Problem ist aber
viel größer als das Internet. Neben der veröffentlichten Pornografie gibt
es auch noch „Chat Rooms“ [virtuelle „Gesprächsräume“ im Internet], iPods
[tragbare Musik- und Videoplayer] und Fotohandys. Diese können leicht
missbraucht und zu einem Mittel werden, Kinder und junge Menschen der
Pornografie auszusetzen.
Blogs
[Internet-Tagebücher] stellen ein weiteres Problem dar. Falls euer Kind
einen Blog hat, besucht diesen regelmäßig. Achtet darauf, dass keine
Adressen, Telefonnummern oder andere Informationen, die der persönlichen
Identifizierung dienlich sind, dort aufgelistet werden, und dass auch kein
obszönes oder aufreizendes Material dort auftaucht. Manche Blog-Seiten
können so eingerichtet werden, dass nur bestimmte Freunde Zugang dazu
bekommen. Schutz ist der erste wichtige Schritt.
Der zweite Schritt ist
ebenfalls sehr wichtig: Bereitet euer Kind darauf vor, mit einer Welt
umzugehen, in der so viel Pornografie so leicht zugänglich ist. Es ist
notwendig, Filter und andere Schutzmaßnahmen auf eurem Computer zu haben;
aber eines Tages werden eure Kinder vielleicht mit einem ungefilterten
Computer in Berührung kommen. Werden sie zu diesem Zeitpunkt genügend
erzogen und moralisch gestärkt sein, um der Versuchung zu widerstehen?
Zu gegebenen Zeitpunkten
haben Eltern die Verantwortung, ihre Kinder über die Schönheiten der
GOTTgegebenen Sexualität und die Wahrheiten der sexuellen Moral zu
unterrichten. Dies verlangt zuvor ein Studium der Lehre der Kirche[17],
und ein rechtes Vorbild der Eltern. Es muss zugegeben werden, dass
der weit verbreitete Gebrauch von künstlichen Verhütungsmitteln eine
verheerende und systematische Auswirkung auf die Familien und die Kultur
hatte. Eltern, die bisher noch nicht in der Lage waren, ihre eigene
eheliche Geschlechtlichkeit mit Verantwortung zu leben, werden es schwerer
haben, ihre Kinder wirkungsvoll in der richtigen Ordnung dieser vitalen
menschlichen Kräfte zu unterweisen – dieser Kräfte, die ihre bedeutsamste
Ausprägung in der lebenslangen Liebe haben, die auf die Weitergabe des
Lebens ausgerichtet ist.
Betet zusammen als
Familie. Geht zusammen beichten und zur hl. Messe. Nehmt gemeinsam
Mahlzeiten ein. Stellt Regeln auf für den Gebrauch von Telefon,
Fernsehen, Videospielen und Internet. Eltern, erzählt euren Kindern
von der Heiligkeit reiner, keuscher Liebe, und helft ihnen, gutes
Lesematerial zu finden.
Ihr könnt sie nicht vor
allen Gefahren bewahren, denen sie irgendwann ausgesetzt sein werden, aber
ihr könnt sie so ausrüsten, dass sie diesen Gefahren begegnen können.
An die Pfarrer,
anderen Priester und Diakone:
Ihr dient mit dem Volk GOTTES in vorderster Linie.
Die Menschen bedürfen eurer moralischen Führung
und Leitung. Scheut euch nicht, über dieses Thema zu sprechen. Geht es mit
Schamhaftigkeit und Klugheit an, aber vergesst nicht, uns alle daran zu
erinnern, welche Gefahr dieses Übel für unsere Seele darstellt. Verkündet
mit klaren und mutigen Worten die Wahrheit der Kirche zu Fragen der
sexuellen Moral und Verantwortung. Sprecht von der Schönheit der
Keuschheit, zu der wir alle berufen sind. Tut dies zum Wohl eurer jungen
Leute: um die zu unterstützen, die sich mühen, ein Leben in Keuschheit zu
führen, ebenso wie für diejenigen, die sich in Schwierigkeiten befinden.
Katholiken können und
sollten mit anderen Christen und Menschen guten Willens zusammenarbeiten,
um in dieser Hinsicht das Bewusstsein zu schärfen, Bildungsangebote zu
schaffen und Quellen zur Verfügung zu stellen, die dieses Problem
behandeln und eine positive zielgerichtete Beschäftigung damit eröffnen.
Als Verwalter des
Bußsakramentes sind die Priester auf einzigartige Weise dazu berufen,
Menschen zu helfen, die mit diesem Problem kämpfen, und ihnen Hoffnung und
Heilung anzubieten. Beschäftigt euch eingehend mit dieser schwerwiegenden
pastoralen Herausforderung, um denen, die eure Hilfe suchen, besser zu
Diensten sein zu können. Schafft häufige Gelegenheiten zum Empfang des
Sakraments der Versöhnung. Predigt über die Notwendigkeit dieses
Sakraments.
Unglücklicherweise sind Geistliche vieler
christlicher Traditionen – auch unserer eigenen – selbst in diese
Problematik verstrickt. Wenn dies der Fall ist, so lasst euch bitte helfen
– nicht nur um euer selbst willen, sondern auch wegen der Menschen, denen
ihr im Namen JESU dient.
An die Lehrer,
Schulleiter und
Pfarrei-Mitarbeiter: Ihr alle
seid auf einzigartige Weise wertvolle Mitarbeiter der Kirche, und die
Kirche braucht eure Hilfe im Kampf gegen das Böse. Durch die Aufgabe, die
ihr übernommen habt, tragt ihr zum Aufbau des Leibes CHRISTI bei. Ihr
Lehrer, zeigt euch bereit, gute moralische Werte weiterzugeben. Habt keine
Angst, mit den Eltern zu reden und sie in ihrer elterlichen Verantwortung
zu unterstützen.
Schulleiter, ihr könnt von
eurer Stelle aus auf besondere Weise wegweisenden und erzieherischen
Einfluss sowohl auf das Lehrerkollegium als auch auf die Schulgemeinschaft
ausüben. Bietet zu der anstehenden Thematik eine schulinterne Fortbildung
an. Stellt sicher, dass die Computerräume der Schulen entsprechend
geschützt sind.
Jugendseelsorger, ihr seid in besonderer Weise
dazu berufen, jungen Menschen zu helfen, die sich euch öffnen. Macht euch
selber mit den vorhandenen Hilfsmöglichkeiten vertraut und unterstützt die
jungen Leute, sich an ihre Eltern und andere Familienmitglieder zu wenden,
die ja eine einzigartige Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder auf
diesem Gebiet haben.
An die
Verantwortlichen in den Medien:
Ihr seid die Hüter von machtvollen
Entwicklungen auf den Gebieten von Kommunikation und Technologie. Diese
Entwicklungen können dem Aufbau einer menschlichen und solidarischen
Gesellschaft dienen. Sie können die Menschen aber auch in die Isolation
treiben, ihnen schaden und sie auf einen Weg führen, der weniger
menschlich ist. Bitte nützt diese technologischen Entwicklungen zum Wohl
der Allgemeinheit. Distanziert euch im Interesse eures eigenen Seelenheils
vollständig von einer Industrie, die aus dieser Ausbeutung ihren Vorteil
zieht. Sorgt für gute Unterhaltungssendungen und für eine
Kommunikationstechnologie, wie sie in der heutigen Zeit nützlich und
notwendig ist, ohne jedoch die niedrigsten menschlichen Instinkte zu
befriedigen.
An
die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst:
Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein
wertvolles Gut, das ich zutiefst schätze und verteidige. Laut einer
Entscheidung des Obersten Gerichtshofes gehört Obszönität nicht zur
geschützten Meinungsäußerung, wenn es auch im Ermessen der einzelnen
Ortsbehörden liegt, zu definieren, was als obszön gilt. Pornografie ist
dazu geeignet, Ehe und Familie zu schwächen, Kriminalität zu fördern und
die Achtung vor dem Eigentum anderer zu untergraben. Bitte setzt euch im
Interesse des wirtschaftlichen und moralischen Wohles derer, denen zu
dienen ihr geschworen habt, gegen Pornografie und für das Allgemeinwohl
ein.
An die Berater,
Ärzte und andere im Gesundheitswesen Tätigen:
Auch ihr habt eine spezielle
Aufgabe, Menschen auf vertraulicher Basis zu helfen. Internetsucht und
Internetpornografie haben ernste Auswirkungen. Daher bitte ich ganz
besonders die Berater, Psychologen und Ärzte, sich vermehrt darüber zu
informieren, wie Menschen mit diesen Problemen geholfen werden kann. Gebt
euer Wissen dann an Eltern, an Geistliche und an die Öffentlichkeit weiter
in einer Weise, die die Würde der menschlichen Person und die von GOTT
gewollte Bedeutung und Aufgabe der menschlichen Geschlechtlichkeit
respektiert. Berücksichtigt dabei ganz bewusst die heilende Kraft des
übernatürlichen Glaubens als Ansporn und Quelle der Erneuerung für alle,
die unter den schädlichen Auswirkungen der Pornografie leiden.
Schließlich an alle
Menschen:
Mögen wir alle – und ich schließe mich hier
selbst ein – uns täglich bemühen, in Übereinstimmung mit unserem
Lebensstand zuzunehmen an Reinheit des Herzens und Keuschheit. Dies ist
der Weg zum wahren Glück, und so wachsen wir in der Liebe und werden GOTT
ähnlicher. Herzensreinheit ist nicht einfach eine nette Tugend. Sie öffnet
uns dafür, GOTT zu schauen.
4.
SCHLUSS
„Darum lasst uns ablegen die Werke der
Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.“ (Röm 13,12):
Das Licht der GÖTTlichen Gnade
Liebe Freunde! Das oben
angesprochene Problem der Pornografie geht uns alle an. Es betrifft
nicht nur unser geistliches Leben und unsere moralische Gesundheit,
sondern die Gesundheit unserer Nation und unserer Welt. Es greift unsere
menschliche Würde an, die sich auf das Bild und Gleichnis GOTTES gründet
und durch Seine Menschwerdung noch einmal geadelt wurde. Viele Menschen
kämpfen mit der Pornografie. Vorbeugung kann hier unendlich viel Gutes
bewirken, Vernachlässigung dagegen verantwortlich sein für entsetzliche
und lebenslange Schäden. Kinder und junge Menschen müssen geschützt und
gewappnet werden, um sich solchen und ähnlichen Problemen erfolgreich zu
stellen, die uns heute begegnen.
Darüber hinaus brauchen
die Menschen die positive Botschaft der Kirche über die menschliche
Geschlechtlichkeit. Die Keuschheit ermahnt uns, so zu lieben wie GOTT
liebt. Die Reinheit des Herzens ist ein gnadenvoller Weg der Nachfolge.
Gelegentlich werden wir zu Fall kommen, aber mit der Gnade GOTTES gehen
wir weiter auf dem Pfad des Lichtes, des Lebens und der Liebe.
Eine der weisen Lehren,
die der Hl. Benedikt in seiner Mönchsregel niederschrieb, lautet in
wenigen und doch so tiefen Worten: „Niemals an der Barmherzigkeit GOTTES
verzweifeln.“[18]
Die schwerste Versuchung, der man ausgesetzt sein kann, besteht darin, an
der Wahrheit der Liebe und Barmherzigkeit GOTTES zu zweifeln. Obwohl wir
diese Barmherzigkeit nicht missbrauchen dürfen, dürfen wir niemals jene
starke und lebenspendende Hoffnung aufgeben, deren uns auch der hl.
Johannes, JESU Lieblingsjünger, in seinem Brief an die frühen
christlichen Gemeinden versichert:
„Meine Kinder, ich
schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt,
haben wir einen Beistand beim VATER: JESUS CHRISTUS, den Gerechten. Er ist
die Sühne für unsere Sünden, aber nicht nur für unsere Sünden, sondern
auch für die der ganzen Welt.“ (1 Joh 2,1-2)
Wenn euch auch nur ein Satz aus diesem Hirtenbrief im
Gedächtnis bleibt, so möge es dieser ein: Niemals an der
Barmherzigkeit GOTTES verzweifeln.
In CHRISTUS und Maria
Robert W. Finn,
Bischof von Kansas City - St. Joseph, Aschermittwoch., 21. Februar. 2007.
ANHANG I
Gebet
in Zeiten der Versuchung (basierend
auf Hebr 4,14-16)
HERR JESUS CHRISTUS, unser großer Hoherpriester,
der Du in allem wie wir in Versuchung geführt worden bist, aber nicht
gesündigt hast. Lass mich hingehen zum Thron Deiner Gnade, um Erbarmen und
Gnade zu finden und Hilfe zu erlangen. Mach mir Deine Gegenwart bewusst.
Stärke mich in meiner Schwachheit. Führe mich durch die Versuchungen in
diesem Leben hindurch zu der Liebe, in der Du lebst in der Gemeinschaft
mit dem VATER und dem HL. GEIST, ein GOTT von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Gebet
über einen neuen Computer
Liebender GOTT und VATER, Quelle alles Guten
und alles Wissens, wir preisen Dich für Deine liebende Güte, die Du uns
durch Deinen SOHN JESUS CHRISTUS erwiesen hast, der Fleisch annahm und
unter uns lebte, und die Du durch Deinen HEILIGEN GEIST weiterhin in
unsere Herzen ergießest. Gewähre, dass dieser neue Computer zum Dienst für
Dich und für alle Wahrheit benützt wird. Er möge ein Instrument sein, das
uns nach oben erhebt und nicht nach unten zieht. Mögen Pornografie, Hass
oder andere solche Übel nie auf diesem Bildschirm erscheinen. Lass mich
und alle, die diesen Computer nutzen, das mit der Reinheit des Herzens und
frei von allem Bösen tun. Möge meine Arbeit an diesem Computer beitragen,
Deinen Namen zu verherrlichen und Dein Reich aufzubauen. Führe uns durch
dieses Leben dahin, dass wir an der vollkommenen Liebe und Freude
teilhaben, in der Du mit JESUS CHRISTUS, Deinem SOHN, unserem HERRN, und
dem HEILIGEN GEIST lebst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.«
[Weitere Gebete, die angeführt werden: Seele CHRISTI; Gedenke, o gütigste
Jungfrau; ein Teil aus der Litanei zum hl. Josef; Gebet zum hl. Erzengel
Michael; Gebet zum Schutzengel]
ANHANG II
[Anhang II des Hirtenwortes nennt eine Reihe von nützlichen amerikanischen
Internetadressen; Telefonnummern von Beratungsstellen; schließlich eine
kurze Literaturliste, auf der unter anderem neben dem Dokument des
Päpstlichen Rates für die Familie von 1995 drei Dokumente des Päpstlichen
Rates für die Sozialen Kommunikations-mittel über „Kirche und Internet“
(2002), „Ethik im Internet“ (2002) und „Pornografie und Gewalt in den
Kommunikationsmedien“ (1989) angeführt werden.]
[Übrigens bietet auch
die (englische) Internetseite der Diözese Kansas City – St. Joseph (www.diocese-kcsj.org/myhousekcsj/)
mehrere Beiträge zum Thema „Anti-Pornography Effort“ unter dem Titel „Ich
aber und mein Haus, wir wollen dem HERRN dienen.“ (Jos 24,15), z. B. eine
„Checkliste für eine geistlich gesunde Familie“.]
[1]
Katechismus der Katholischen Kirche (KKK), Nr. 2354
[2]
II. Vatikanum, Gaudium et spes, 22
[3]
Gaudium et spes, 27.
[4]
KKK 387
[5]
KKK 1803
[6]
KKK 1809
[7]
KKK 2337
[8]
Karol Woityla, Liebe und Verantwortung (Love and Responsibility, San
Francisco 1993, 123)
[9]
KKK 2521f
[10]
National Coalition for the Protection of Children & Families. Warning:
What you risk by using pornography.
[11]
Ignatius von Loyola, Die Geistlichen Übungen des hl.
Ignatius (The
Spiritual Exercises of St. Ignatius, Westminster 1957, 145)
[12]
KKK 1468-1470
[13]
„Gedächtnis und Vorstellungskraft werden sich sehr hilfreich erweisen,
wenn sie damit beschäftigt sind, die Frömmigkeit zu nähren, durch die
Suche in der Hl. Schrift, in der Liturgie, und bei den gewähltesten
Texten, den schönsten Gleichnissen, der reichsten Bildersprache der
geistlichen Schriftsteller; und wenn die Vorstellung benützt wird, um sich
in die Gegenwart GOTTES zu versetzen, indem die Geheimnisse unseres HERRN
und der Allerseligsten Jungfrau im Einzelnen bildlich vorgestellt werden.
So – weit davon entfernt, diese Fähigkeit zu hemmen – sollen wir sie mit
ehrfürchtigen Darstellungen füllen, die gefährliche Neigungen
verdrängen...“
Tanquerey,
Adolphe. (The Spiritual Life: A Treatise on Ascetical and Mystical
Theology. 2nd and revised edition. Book I; Chapter III; Art
IIII; 783C.)
[14]
KKK 2522
[15]
Vgl. Sacramentary, Prefaces P69, P70 Holy Men and Women I and II.
[16]
Lauretanische Litanei
[17]
Zwei hervorragende Dokumente sind: Menschliche Sexualität: Wahrheit und
Bedeutung, Päpstlicher Rat für die Familie, 1995. Und eine neue
Veröffentlichung der US-Bischöfe: Eheliche Liebe und das Geschenk des
Lebens, USCCB November 14, 2006.
[18]
Benedikt von Nursia, Die Regel des hl.
Benedikt (The Rule
of St. Benedict, New York, 1975, 54.)
2. Schutzmechanismen für einen
kinderfreundlichen Internetzugang und das nicht nur für Kinder!
eingefügt
von Hermann
EMail
-
www.gottliebtuns.com
Mögliche Schutzmechanismen für einen Internetzugang ohne
Porno, Software-Cracks, Drogen oder Gewalt u.ä.
- Filterung der Informationsflut aus dem Internet -
Einführung
Erschreckend wie
viele Menschen laut einer Studie in den USA der Pornografie durch das
Internet verfallen sind! Siehe Hirtenbrief mit Statistiken des
amerikanischen Bischofs – weiter oben – über die Würde des Menschen und
die Gefahren der Pornografie. Die Pornografie führt direkt ins
Verderben, bei Kindern und Erwachsenen. Etwa die Hälfte der Christen
sind ihr laut Studie verfallen! Doch das ist nicht vereinbar mit dem
Christentum! Zudem sind 3% der Menschen in Deutschland süchtig nach
Computerspielen (bis zu 18 Stunden am Tag!), dazu zählt auch
interaktives, Web-basiertes gegenseitiges Abschießen. Andere verweilen
stundenweise in „Chat Rooms“ [virtuelle
„Gesprächsräume“ im Internet]. Man schätzt, dass Kinder bis zum
18. Lebensjahr 32.000 Morde gesehen haben (laut Manfred Spitzer)!
Deshalb auch Achtung vor dem Fernsehen denn in das Kinderzimmer gehört
er nicht hinein! iPod und Handy tragen das ihre dazu bei. Neuerdings
wird auch von Facebook - Süchtigen gesprochen!
Im Folgenden werden einige Möglichkeiten der Filterung der
Informationsflut aus dem Internet aufgezeigt und bei Fragen oder
technischen Problemen kann eine Email an
Hermann EMail
(hermann.hitthaler@gmail.com)
gesandt werden. Freilich bieten diese Programme keine 100%ige
Sicherheit, aber immerhin wird damit das meiste schädliche Material vor
der Haustür gehalten und verhindert, dass Kinder allzufrüh damit in
Kontakt kommen.
Vorraussetzung ist dabei, dass auch Eltern sich etwas mit dem Computer
auskennen oder befassen, wenn nicht, dann einen Verwandten oder Freund
fragen, Eltern sind für ihre Kinder verantwortlich, auch wenn diese
älter als 18 Jahre sind.
Wer als Eltern selbst diesen Süchten oder Verführungen des Internets
unterliegt, sollte sich den Computer von einer anderen Person, wie schon
im Hirtenbrief angedeutet, den Filter intallieren oder das Passwort
vergeben lassen. Auch ein Zeitrahmen für den Internetzugriff wäre sehr
ratsam, denn wer stundenweise surft, ist davon abhängig und sollte sich
um seines Seelenheiles Willen davon distanzieren.
Also Zeit beschränken und Daten filtern.
Die Abhängigkeit vom Internet kann zur Isolierung, zur Sucht bis hin zu
Depressionen führen!
Wichtig:
-
Sie müssen Administrator auf dem Computer sein und kein zu schützender
Benutzer darf auch Administrator sein!
-
Auf jedem Computer muss der Filter eingerichtet bzw. installiert werden
d.h. sie müssen dort immer Administrator sein!
Dazu haben
Sie als Eltern zumindest bis zum 18. Lebensjahr das Recht.
1.
K9 Web
Protection
K9 fungiert als „Führ- oder
Wachhund“, um „gute“, „fragwürdige“ und „absolut schlechte Nachbarn“ in
dieser gigantischen virtuellen Gemeinschaft zu erkennen. Sie
entscheiden, welche Nachbarn besucht werden können und welche nicht.
Das ist ein
kostenloser Jugendschutz: Internetfilter für Porno, Glücksspiel & Co. Das
kostenlose K9 Web Protection blockiert den Zugriff auf jugendgefährdende
Internetseiten. Bereits in der Grundeinstellung blockiert die Software
Millionen von nicht jugendfreien Internetseiten mit Inhalten wie Porno,
Software-Cracks, Drogen oder Gewalt. Es bietet eine vollkommen
familiensichere Interneterfahrung, mit der SIE den Inhalt des Internets,
der zu ihnen nach Hause kommt, kontrollieren. Das Programm ist geeignet
für die gängigsten Betriebssysteme wie Windows 2000, Windows XP, Windows
Vista, Windows 7 und MacOS.
Die Installation:
Wichtig: Sie
müssen Administrator auf dem Computer sein und kein anderen Benutzer
darf auch Administrator sein!
- Nach K9 Web
Protection suchen und kostenlos herunterladen
- Beim Klicken auf den
Download-Button werden Sie schrittweise durch die Installation von K9
geleitet:
- Stimmen Sie dem
Lizenzvertrag und den Informationen zu K9 zu.
- Die Besonderheit bei
K9 ist der NOTWENDIGE LIZENZ-SCHLÜSSEL, den sie während des
Installationsprozesses anfordern. Er wird an Ihre Email-Adresse
geschickt und besteht aus einer Buchstaben-Zahlen-Kombination.
- Denken Sie sich ein
Passwort aus, das leicht zu behalten ist.[1]
- Ein kleines Logo wird
auf Ihrem Desktop erscheinen.
Fazit:
K9 Web Protection hilft auf jeden Fall,
eine familiensichere Interneterfahrung zu Hause zu schaffen. Mit K9 Web
Protection kommt ein wirksamer Schutz vor für Kinder und Jugendliche
nicht geeigneten Inhalten auf den Rechner. Die selbsterklärende
Programmoberfläche eignet sich problemlos auch für ungeübte
Computeranwender. Eltern können auch vom Arbeitsplatz aus Webseiten
freischalten oder sperren. Und ein Protokoll einsehen, wer wie wann was
aufgerufen hat und ev. schädliche Seiten explizit in einer Liste
eintragen und damit sperren.
[1] Falls sie diesen Schutz auch als Eltern für sich installieren
möchten, dann vergeben sie hier ein kompliziertes Passwort, das sie sich
nicht aufschreiben. Sie können freilich nachher nichts mehr ändern oder
lassen einen Freund dieses Passwort vergeben. Deshalb zuerst besser ev.
alle Einstellungen vornehmen, dann Passwort ändern.
2.
Jugendschutz aktivieren (Windows Vista / Windows 7)
Windows
Vista und Windows 7 bieten die Möglichkeit, Zugänge zu
bestimmten Zeiten zu gestatten, und bestimmte Webseiten zu sperren. Es
können zeitliche Vorgaben nach Wochentagen und Stunden gemacht werden.
So ist es zum Beispiel möglich, den Zugang an Wochenenden zu verlängern.
Die Einstellungen sind denkbar einfach vorzunehmen. Um eventuellen
Streitigkeiten vorzubeugen, empfehle ich übrigens sich gemeinsam an den
Tisch zu setzten, und über das Thema zu reden, und die Zeiten, nach
Möglichkeit gemeinsam zu vereinbaren.
Hinweis
Um den Jugendschutz nutzen zu können
benötigen Sie entsprechende Benutzerkonten.
Die Installation:
Wichtig: Sie
müssen Administrator auf dem Computer sein und kein anderen Benutzer
darf auch Administrator sein!
Hier die Vorgangsweise bei Windows Vista
(Windows 7 ist sehr ähnlich)
- Ein – Einstellungen
erzwingen anklicken
- Ein – Informationen
über Computerverwendung sammeln (damit wird ein Protokoll erstellt,
das ich dann einsehen kann)
- Unter Windows
Vista – Webfilter ist die Stufe der Filterung einzustellen[1]
- Unter Zeitlimits:
kann man die Zeiten, in denen das Internet verfügbar ist, einstellen
z.B. von 14:00 – 18:00
- Unter Spiele: hier
kann festgelegt werden, welche Spiele aufgerufen werden können
[1] Empfehlung:
jüngere Kinder: hoch, ältere Kinder: mittel. Man kann auch Seiten
zulassen, die das Kind öffnen möchte, es genügt die Seite einzutragen.
Fazit:
Der Jugendschutz, den übrigens auch ich
verwende, hilft auf jeden Fall, eine familiensichere Interneterfahrung
zu Hause zu schaffen. Er lässt auch das Protokoll einsehen, welche
Seiten wann besucht wurden und somit kann ich ev. fragliche Seiten in
der Blacklist (verbotenen Seiten) explizit sperren. Zudem die
Möglichkeit, die Zeiten zu regeln und bestimmte Spiele zu sperren.
3.
Microsoft Family Safety
Microsoft Family Safety soll
Kinder beim Surfen vor ungeeigneten Inhalten schützen.
Family Safety wird lokal installiert. Die
Benutzerverwaltung erfolgt über Windows Live IDs (beispielsweise
Hotmail-Accounts) und zum Festlegen der Einstellungen ruft der
elterliche Administrator eine Webseite auf. Das bedeutet, dass Microsoft
das Surfverhalten jedes Kindes unter einem personalisierten Account
erfasst.
Die Grundeinstellung des Filters richtet
sich nach dem Geburtsdatum, das beim Anlegen der Live ID angegeben wird.
Eltern können den Filter individuell anpassen, indem sie zwölf
Kategorien von Alkohol über Pornografie bis zu webbasierter E-Mail
(außer Hotmail) erlauben oder sperren. Über eine Black(gesperrt)- und
eine Whitelist(erlaubt) lassen sich einzelne Seiten erfassen. Wird eine
Seite gesperrt, kann das Kind per Knopfdruck eine E-Mail an das
Hotmail-Konto der Eltern senden. Diese können die Seite dann auf einer
Webseite freischalten oder sperren. Das geht auch vom Arbeitsplatz aus,
während das Kind etwa daheim Hausaufgaben macht.
Der Filter funktioniert sehr gut:
Pornoseiten ließ er kaum durch und Seiten mit anderen schädlichen
Inhalten ließ er ebenfalls kaum durch Seiten mit Nazipropaganda filterte
Family Safety zuverlässiger als alle bisher getesteten Programme dieser
Art. Durch Veränderungen der URL oder Installation eines exotischen
Browsers lässt sich der Kinderfilter nicht austricksen. Allerdings
verzeichnet Family Safety die Zugriffe dabei im Protokoll, das die
Eltern einsehen können.
4.
Andere Programme
Es gibt noch weitere Programme, wie Naomi
Family-Save-Internet, das Programm ist ebenfalls kostenlos, schnell
installiert und setzt auf die Browser auf. Ebenfalls per Wortfilter (Badwords)
schließt dieses Programm den Browser automatisch komplett sobald in der
Adresse oder in Inhalten der aufgerufenen Seite solche Badwords
vorkommen. Und zwar sehr zuverlässig. Das Programm startet automatisch
mit Windows nach Installation und wird per Passwort gesichert, wie die
anderen Programme auch.
5.
Router anpassen
Eine etwas kompliziertere
Möglichkeit besteht auch darin, den Router(geht nicht bei allen), der
gebraucht wird, um das Internet für den Computer tauglich zu machen, zu
konfigurieren. Bis zu diesem Router kommt der ganze „Müll“ mit, das ist
leider per Gesetz so. Für mich ist das eine Schande! Denn es wäre das
einfachste, dass man einfach bei der Lieferantenfirma beantragt, dass
sie nur gefilterte Seiten senden. Doch der Staat überlässt wieder einmal
alles dem Bürger!
Die Fritzbox verfügt über eine solche
Kindersicherung, wo man auch Zeiten einstellen kann. Allerdings geht das
bei anderen Routern nicht d.h. man muss auf jedem Rechner entweder den
Jugendschutz einrichten oder ein entsprechendes Programm installieren.
WLAN
Falls WLAN aktiv ist und im
Haus verwendet ist, dann muss ebenfalls bei allen Rechnern im Haus das
Filterprogramm installiert werden oder der Jugendschutz aktiviert
werden. Hinweis: Falls ein neuer Rechner angeschafft wird dann sollte
diesen der Administrator aktivieren...
6.
Internet Stick (Key – chiavetta)
Eine andere Methode sich mit
dem Internet zu verbinden ist der Internet Stick, der über das Handy
Netz die Verbindung herstellt. Praktisch fast überall, wo Handy Empfang
möglich ist. Diesen Zugang können aber nur Personen ab 18 Jahren
beantragen. Und in diesem Alter sollten Kinder schon Reife zeigen und
die Gefahren kennen, andernfalls eben auch dort Programm oder
Jugendschutz auf dem jeweiligen Computer aktivieren.
7.
Jüngere Kinder selber einloggen
Früher musste man die
Internetverbindung per Anmeldung aktivieren und dann wurde es wie ein
Telefongespräch verrechnet, das gilt heute kaum mehr, die Leitung ist
meist aktiv. Wer das noch so benutzt, der sollte das kleinere Kind
selbst einloggen.
Generell sollte man grundsätzlich kleinere
Kinder selber einloggen oder anmelden, mit einem eigenen Benutzer, den
man einfach anlegen kann. Später wird man ihnen dann ihren eigenen
Benutzer mit Passwort übergeben, immer wenn der Jugendschutz oder das
Filterprogramm installiert ist. Zudem ist heute der Stand der Dinge so,
dass die meisten Benutzen einen „Flatrate“ Vertrag haben d.h. das
Internet ist dauernd verfügbar um einen kleinen Betrag pro Monat.
Das trägt
natürlich dazu bei, dass eine bestimmte Ordnung im Umgang damit
unumgänglich ist und die Verantwortung trägt im Grunde der, auf dessen
Name der Anschluss läuft.
Schlussbemerkung
Alle diese
Möglichkeiten bieten keinen 100%igen, aber doch einen sehr wirksamen und
effektiven Schutz nicht nur für Kinder und Jugendliche. Interessant
werden in der Regel die ersten beiden Möglichkeiten sein, von denen ich
weiß, dass sie verwendet werden und gut funktionieren: K9 Web
Protection oder Jugendschutz oder beides
gemeinsam. Und auch Erwachsene sollten sich ernstlich die Frage
stellen, ob sie nicht besser einen Filter verwenden (oder gleich das
Internet abmelden oder meiden), wenn sie den im Hirtenbrief aufgezeigten
Verführungen nicht widerstehen können. Die Folgen der Pornografie, der
Computerspiele, der Gewalt und anderer Süchte im Internet sind fatal,
auch wenn sie heute gerne banalisiert werden. Es geht um das Seelenheil,
um dein Seelenheil und nicht nur Kinder sind in Gefahr!
Generell gilt für Eltern:
- Wenn ein Kind zuviel Zeit im Internet verbringt, dann ist das ein
Alarmzeichen.
- Schauen Sie sich ab und zu das Protokoll der besuchten Webseiten ihres
Sprößlings an! Passen Sie gegebenenfalls den Filter an oder lassen es
machen.
- Und wie der Bischof im Hirtenbrief geschrieben hat, den Computer mit
dem Internetzugang an einer im Haus, der Wohnung, sichtbaren Stelle
hinstellen, wenn möglich ohne WLAN, denn damit kann ich im ganzen Haus
die drahtlose Internetverbindung herstellen.
Eigene Internetverbindung und Fernsehen
haben im Kinderzimmer nichts verloren.
Ich
appelliere nochmals an die Eltern, ihr möglichstes zu tun, den Kindern
nicht die Tür zu diesen Versuchungen zu öffnen, sie werden dafür einmal
Rechenschaft ablegen müssen.
Abschließend noch der ernste Aufruf an die Erwachsenen: Seid auch ihr
ehrlich zu euch selbst und ergreift konkrete Maßnahmen, wenn ihr dem
Internet unterliegt. Es geht um das Ewige Leben, bedenkt dies! Wir beten
im Vaterunser um Bewahrung vor Versuchungen, es ist aber unsere Pflicht
vorzusorgen, dass die Versuchung erst gar nicht so leicht abrufbar sind.
Hier noch ein Zeugnis über die Heilung aus der Pornografie:
Die Reinheit des
Herzens.
Wichtig für uns ist auch die Heilung, siehe:
Heilung meiner
Lebensgeschichte.
Hermann
EMail, im
September 2010
Faltblatt (Flyer)
zum Ausdrucken der
Schutzmechanismen