Kirche Weitental

†  Gott ist die Liebe - Er liebt dich  †
 Gott ist der beste und liebste Vater, immer bereit zu verzeihen, Er sehnt sich nach dir, wende dich an Ihn
nähere dich deinem Vater, der nichts als Liebe ist. Bei Ihm findest du wahren und echten Frieden, der alles Irdische überstrahlt

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Selbstmitleid

Es geht hier darum zu erklären, was Selbstmitleid eigentlich ist, woher es kommt und weshalb wir es vermeiden sollen.
 




Selbstmitleid
ist Eigenliebe - verletzter Stolz

Mitleid ist Liebe, Selbstmitleid ist Eigenliebe und damit Stolz. Wir sollen uns nicht selbst bemitleiden, auch nicht im Glauben, da heißt es offen zu unserem Glauben stehen und jene bemitleiden und lieben, die noch ferne sind von Gott und für sie beten. Oder wer leidet: ihn trösten, ihn bemitleiden, das ist Liebe. Andere bemitleiden ist nicht Selbstmitleid oder Eigenliebe, es ist gelebte Nächstenliebe.
Wer ein schweres Leid trägt, kann in das Selbstmitleid fallen, aus Schwäche, weil er es einfach nicht mehr erträgt. Das ist mehr als menschlich! Doch wir sollten nicht dort verweilen, denn Selbstmitleid entspringt auch aus einer Verbitterung, einer Verletzung, einem Leid (siehe Leid). Hier sollte man Zuflucht im Gebet suchen.

Selbstmitleid entspringt unserem Stolz und der Stolz, die Überheblichkeit ist der Ursprung einer jeden Sünde.

Wer sich selbst bemitleidet will im Grunde im anderen nur Mitleid erwecken um dann selbst gut dazustehen oder als Entschuldigung für sein Fehlverhalten, es ist also nichts anderes als Eigenliebe. Dieses Verhalten sei uns fern!

MITLEID sollen WIR üben,  das ist wahre Liebe! Es entspringt der Liebe zur Seele, die auch Gott zu seinen Seelen hat. Nicht über die Gottesferne dieser Tage klagen und sich bemitleiden, sondern auf Gott vertrauen und ihn auch für diese in die Irre gegangenen Seelen bitten, das wäre das richtige, christliche Verhalten.

Natürlich gibt es Zeiten, wo wir traurig oder mutlos sind, da alles umsonst scheint, doch selbst dann sei Selbstmitleid fern. Richtig wäre dann erst recht unser Gebet zum Herrn erheben, das in diesem Zustand auch zum leichten Klagen werden darf, aber niemals zum Selbstmitleid oder zur Auflehnung gegen Gott führen sollte.

Wichtig auch folgendes:

In der Sünde, vielfach falsch gemacht, sich nicht selbst bemitleiden sondern und unsere Schwäche eingestehen und bereuen! Nicht sich vor Gott oder sich selbst rechtfertigen, damit verteidigen wir im Grunde nur unseren Eigenstolz und damit wären wir wieder beim SELBSTMITLEID.
Demut üben, denn die Demut ist der Eigenliebe entgegengesetzt.
 
Aufstehen und weitergehen WOLLEN, auch im großen Leid
 
Nicht 1.000 Entschuldigungen suchen sondern klein und demütig werden vor Gott, auch wenn wir uns schuldig machen, das ist Gott wohlgefällig und bringt uns Gott näher. 
 
Antworten wir auf die große Liebe Gottes, der seinen eingeborenen Sohn gesandt hat, mit Liebe, mit wahrer Liebe, zu Gott und den Mitmenschen, nicht mit Eigenliebe! 
 

Katherina von Siena

Die Tränen des Todes und der Furcht
89) Wisse denn, daß jede Träne aus dem Herzen kommt, und kein anderes Leibesglied entspricht dem Herzen sosehr wie das Auge. Wenn das Herz Leid fühlt, meldet ihn das Auge; ist es Schmerz um Sinnliches, vergießt es Herzenstränen, die den Tod erzeugen, weil sie dem Herzen aufgrund ungeordneter Liebe entspringen, die nicht aus Mir ist; und weil sie ungeordnet ist, darum ist sie eine Beleidigung für Mich und zieht tödlichen Schmerz und Tränen nach sich. Zwar läßt sich sagen, daß die Schwere der Schuld und der Klage größer oder geringer ist, je nach dem Grad der ungeordneten Liebe, soweit die Menschen Tränen des Todes vergießen. Nun betrachte die Tränen, die zum Leben hinleiten, die Tränen derer nämlich, die ihre Sünden erkennen und aus Furcht vor der Strafe zu weinen beginnen. Diese Tränen kommen aus einem sinnlichen Herzen, das heißt diese Menschen sind noch nicht zur vollkommenen Abscheu vor der Schuld gelangt, weil sie Mich damit beleidigt haben, und so betrübt sich ihr Herz über die Strafe, die der begangenen Sünde folgt. Wenn sich nun die Seele in der Tugend übt, so verliert sie langsam ihre Furcht; sie sieht ein, daß Furcht allein nicht genügt, ihr ewiges Leben zu geben. Also richtet sie sich in Liebe auf, um sich selbst und Meine Güte in ihr zu erkennen, und fängt an, Hoffnung auf Meine Barmherzigkeit zu fassen, zur Freude ihres Herzens. So mischt sich der Sündenschmerz mit der Hoffnungsfreude auf die göttliche Barmherzigkeit. Und doch: weil die Seele noch nicht zu hoher Vollkommenheit gelangt ist, vergießt sie noch häufig sinnliche Tränen. Wenn ihr etwas Geliebtes entrissen wird, etwa der äußere und innere Trost, wenn Versuchungen sie überkommen und Nachstellungen durch Menschen, so betrübt sich das Herz, und gleich beginnt das Auge aus Herzenskummer sanfte Tränen des Selbstmitleids zu vergießen. Es ist ein Mitleid geistlicher Selbstsucht, weil der Eigenwille noch nicht ganz zertreten und erstorben ist.

 

Das Selbstmitleid aufgeben

Verzeihe mir, daß ich Selbstmitleid übe,

daß ich im Selbstmitleid bleiben möchte.

Verzeihe mein Selbstmitleid, Herr.

Denn das ist Mißtrauen gegen dich.

Verzeihe mir mein Selbstmitleid.

Und reiße mein Selbstmitleid aus meinem Herzen heraus.

Reiße es aus mit der ganzen Wurzel, danke.

 

 




Herr und Gott, lieber Vater, wir bitten Dich, hilf uns unseren Stolz zu zerstören.
Hilf uns, unsere Schwächen einzusehen und unser ganzes Vertrauen in DICH zu setzen. Amen.


 

Weiterführende Themen: 

Leid / Nächstenliebe Demut /  Sterbestunde  / Gott liebt dich  / Bekehrung Weltfrau
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