Kirche Weitental

†  Gott ist die Liebe - Er liebt dich  †
 Gott ist der beste und liebste Vater, immer bereit zu verzeihen, Er sehnt sich nach dir, wende dich an Ihn
nähere dich deinem Vater, der nichts als Liebe ist. Bei Ihm findest du wahren und echten Frieden, der alles Irdische überstrahlt

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*Anbetung live*

Benedikt XVI.

Der Abschied

 

Ich danke euch von Herzen! Ich bin wirklich gerührt! Ich sehe eine lebendige Kirche! Und ich denke, dass wir auch dem Schöpfer danken sollten für das schöne Wetter, dass er uns an diesem Wintertag schenkt.

 

INHALT
 
 

1. Letzte Generalaudienz

 

Verehrte Brüder im Bischofs- und Priesteramt! 
 
Geehrte Würdenträger!  
 
Liebe Brüder und Schwestern!
 
Benedick XVI
 
Ich danke euch, dass ihr so zahlreich zu dieser letzten Generalaudienz meines Pontifikats gekommen seid.

Ich danke euch von Herzen! Ich bin wirklich gerührt! Ich sehe eine lebendige Kirche! Und ich denke, dass wir auch dem Schöpfer danken sollten für das schöne Wetter, dass er uns an diesem Wintertag schenkt.
 

Wie der Apostel Paulus im Bibeltext, den wir soeben gehört haben, so fühle auch ich in meinem Herzen das Bedürfnis, Gott zu danken, der seine Kirche führt und wachsen lässt, der sein Wort aussät und dadurch den Glauben seines Volkes stärkt.

“In diesem Augenblick weitet sich meine Seele…”

In diesem Augenblick weitet sich meine Seele, um die über die ganze Welt verstreute Kirche zu umgreifen; und ich danke Gott für all das, was ich in diesen Jahren meines Amtes als Nachfolger Petri erfahren durfte: über den Glauben in unseren Herrn Jesus Christus; über die Liebe, die wirklich durch den Leib Christi strömt und ihn lebendig macht, und über die Hoffnung, die uns den Blick auf das Leben in seiner höchsten Erfüllung, auf die himmlische Heimat richten lässt.

Ich spüre, dass ich alle in mein Gebet einschließen kann, in einer Gegenwart, die die Gegenwart Gottes ist, in der ich alle Begegnungen, alle Reisen, alle Pastoralbesuche vereinen kann. Ich vereine in meinem Gebet alles und alle, um sie dem HERRN anzuvertrauen: damit wir in aller Weisheit und Einsicht, die der Geist schenkt, den Willen des HERRN ganz erkennen und damit wir ein Leben führen, das des HERRN und seiner Liebe würdig ist, indem wir Frucht bringen in jeder Art von guten Werken (vgl. Kol 1,9-10).

Benedikt XVI

In diesem Augenblick erfüllt mich ein großes Vertrauen, denn ich weiß, wir alle wissen, dass das Wort der Wahrheit des Evangeliums die Kraft der Kirche und ihr Leben ist. Das Evangelium reinigt und erneuert, trägt Frucht, überall dort, wo die Gemeinschaft der Gläubigen ihm zuhört, die Gnade Gottes in der Wahrheit empfängt und in der Nächstenliebe lebt. Das ist meine Hoffnung, meine Freude.

Als ich vor knapp acht Jahren, am 19. April 2005, JA dazu gesagt habe, das Amt des Nachfolgers Petri anzunehmen, erfüllte mich eine Gewissheit, die mich seitdem begleitet: Die Gewissheit, dass die Kirche ihr Leben aus dem Wort Gottes schöpft.

“HERR, warum verlangst du das von mir?”

Wie ich schon mehrmals erzählt habe, hallten damals in meinem Herzen die Worte wider:

HERR, warum verlangst du das von mir? Und was erwartest du von mir? Es ist eine schwere Last, die du auf meine Schulter legst, doch wenn du es von mir verlangst, werde ich meine Netze auf dein Wort hin auswerfen in der Gewissheit, dass du mich führen wirst.

Acht Jahre später kann ich sagen: Der HERR hat mich wahrlich geführt und ist mir immer nahe gewesen; ich habe seine Nähe täglich spüren können. Diese Jahre waren ein Stück Weg der Kirche, auf dem es Zeiten der Freude und des Lichts gegeben hat, aber auch schwierige Momente.

Ich bin mir vorgekommen wie Petrus mit den Jüngern im Boot auf dem See von Galiläa: Der HERR hat uns viele sonnige Tage mit sanfter Brise geschenkt, Tage, an denen der Fang reich war; es hat auch Tage gegeben, an denen das Wasser unruhig und der Wind ungünstig waren und der HERR, wie so oft in der Geschichte der Kirche, zu schlafen schien.

“Das Schiff der Kirche gehört nicht mir, sondern dem HERRN”

Aber immer habe ich gewusst, dass der HERR mit im Boot ist, und immer habe ich gewusst, dass das Schiff der Kirche nicht mir gehört, auch nicht uns gehört, sondern dem HERRN, der es nie sinken lassen wird. ER ist es, der dieses Schiff lenkt, natürlich auch mittels der Menschen, die er dazu auserwählt, denn so hat ER es gewollt.

Das ist und war schon immer eine Gewissheit, die durch nichts verdunkelt werden kann. Und das ist der Grund, weshalb mein Herz heute voller Dankbarkeit gegenüber Gott ist, der es seiner Kirche und auch mir persönlich nie an seinem Trost, seinem Licht und seiner Liebe hat fehlen lassen.

Wir befinden uns im “Jahr des Glaubens”, das ich eben deshalb gewollt habe, um unseren Glauben an Gott in einer Zeit, die ihn immer mehr scheint an den Rand drängen zu wollen, wieder zu stärken.

“Wir wollen uns wie Kinder den Armen Gottes anvertrauen”

Ich möchte uns alle auffordern, unser festes Vertrauen an Gott zu erneuern und uns wie Kinder den Armen Gottes anzuvertrauen in der Gewissheit, dass diese Arme uns immer stützen und es uns ermöglichen werden, jeden Tag unseren Weg zu gehen, auch dann, wenn er schwierig wird.

Ich möchte, dass jeder sich von jenem Gott geliebt weiß, der seinen Sohn für uns hingab und uns seine grenzenlose Liebe gezeigt hat. Ich möchte, dass jeder die Freude spürt, Christ zu sein.

Ein schönes Gebet, das man jeden Morgen beten sollte, lautet: „Mein Gott, ich bete dich an, und ich liebe dich aus ganzem Herzen. Ich danke dir, dass Du mich erschaffen hast, dass ich Christ sein darf…“.

Ja, wir wollen dankbar sein, dass wir die Gabe des Glaubens empfangen haben; sie ist die größte aller Gaben, und niemand kann sie uns nehmen! Lasst uns dem HERRN täglich dafür danken, im Gebet und durch ein konsequent christliches Leben. Gott liebt uns; er erwartet aber auch, dass wir ihn lieben!

Aber nicht Gott alleine will ich heute danken. Ein Papst ist nicht allein am Steuer des Schiffleins Petri, auch wenn er die erste Verantwortung trägt. Ich habe mich nie allein gefühlt mit der Freude und der Last des Petrusamtes; der HERR hat mir viele Menschen zur Seite gestellt, die mir auf großherzige Weise und voller Liebe zu Gott und zur Kirche geholfen haben und nahe waren.

Dazu zählt an erster Stelle ihr, meine Herren Kardinäle, meine geliebten Brüder. Eure Weisheit, euer Rat, eure Freundschaft waren immer kostbar für mich. Dasselbe gilt für meine Mitarbeiter, angefangen bei meinem Staatssekretär, der mich in diesen Jahren treu begleitet hat; das Staatssekretariat und die ganze römische Kurie, wie auch für alle, die mit den unterschiedlichsten Aufgaben für den Heiligen Stuhl arbeiten.

Zahlreich sind die Gesichter, die nie öffentlich auftreten, die im Schatten wirken, aber gerade in der Stille, in ihrer täglichen Hingabe, mit ihrem Glauben und ihrer Demut eine sichere und feste Stütze für mich gewesen sind.

Ein besonderer Gedanke geht an die Kirche von Rom, an meine Diözese! Auch meine Brüder im Bischofs- und Priesteramt bleiben unvergessen, genau wie die geweihten Menschen und das gesamte Volk Gottes:

“Ich trage euch mit dem Herzen eines Vaters im Gebet”

Bei den Pastoralreisen, den vielen Begegnungen, den Audienzen, den Reisen konnte ich die Liebe und die Zuneigung unzähliger Menschen spüren; und auch ich habe zu allen und zu jedem einzelnen jene pastorale Liebe empfunden, die im Herzen jedes Seelsorgers lebt, besonders im Herzen des römischen Bischofs, des Nachfolgers Petri. Jeden Tag habe ich einen jeden von euch im Gebet getragen, mit dem Herzen eines Vaters.

Ich wünsche mir, dass mein Gruß und mein Dank alle erreiche: Das Herz eines Papstes weitet sich, um die ganze Welt zu umfassen. Ich danke auch dem diplomatischen Korps beim Heiligen Stuhl, der die große Familie der Nationen der Welt vertritt. Dabei denke ich auch an alle, die für eine bessere Verständigung arbeiten, und danke ihnen für ihren wichtigen Einsatz.

Zuletzt möchte ich mich auch von Herzen bei den zahlreichen Menschen auf der ganzen Welt bedanken, die mir in den vergangenen Wochen ein Zeichen ihrer Aufmerksamkeit, ihrer Freundschaft und ihres Gebets haben zukommen lassen.

“Der Papst ist nie allein – und er gehört allen!”

Es stimmt, der Papst ist nie allein; das habe ich in diesen Tagen noch einmal auf so tiefe Weise erfahren, dass es mein Herz rührt. Der Papst gehört allen  -  und zahlreiche Menschen fühlen sich ihm nah. Es stimmt, dass ich von den Großen der Welt Briefe erhalte: von Staatsoberhäuptern, religiösen Würdenträgern, Vertretern der Welt der Kultur und so weiter.

Aber ich erhalte auch zahlreiche Briefe von einfachen Menschen, die mir einfach nur deshalb schreiben, weil sie in ihren Herzen das Bedürfnis dazu spüren. Sie geben mir einen Beweis ihrer Liebe, die daher kommt, dass wir mit Jesus Christus in der Kirche vereint sind.

Diese Menschen schreiben mir nicht so, wie man etwa an einen Fürsten schreiben würde oder an einen Mächtigen, den man nicht kennt. Sie schreiben mir wie Brüder und Schwestern, wie Söhne und Töchter, wie einem Familienangehörigen, den man gern hat.

 

“Die Kirche ist keine Organisation, sie ist ein lebendiger Leib in Christus”
 

Hier erfahren wir, was die Kirche ist: keine Organisation, kein Verein, der religiöse oder humanitäre Ziele verfolgt, sondern ein lebendiger Leib, eine Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern, die im Leib Christi vereint sind.

Die Kirche so zu erleben, ihre Wahrheit und Liebe fast mit Händen fassen zu können, ist ein Grund zu großer Freude, besonders in Zeiten, wo alle von ihrem Niedergang sprechen. Heute sehen wir, wie lebendig die Kirche ist!

In den vergangenen Monaten habe ich gespürt, wie meine Kräfte nachlassen, und ich habe Gott im Gebet eindringlich gebeten, mich zu erleuchten und mir zu helfen, einen Entschluss zu fassen, der das Beste, nicht für mich, sondern für das Wohl der Kirche ist.

Ich habe mich für diesen Schritt entschieden, im vollen Bewusstsein seines Ernstes und seiner Neuartigkeit, doch in tiefem Frieden des Geistes. Die Kirche lieben bedeutet auch den Mut besitzen, schwere Entscheidungen zu treffen, indem man immer das Wohl der Kirche und nicht sich selbst vor Augen hat.

Erlaubt mir, in Gedanken noch einmal zu jenem 19. April 2005 zurückzukehren. Von jenem Augenblick an bin ich immer und für immer mit der Arbeit für den HERRN beschäftigt gewesen. Immer: Wer das Amt des Nachfolgers Petri annimmt, hat kein Privatleben mehr. Er gehört immer und ganz der Kirche, das heißt allen. Seinem Leben wird sozusagen die Privatsphäre völlig entzogen.

“Der Papst fühlt sich geborgen in der Umarmung der Gemeinschaft”

Ich habe dabei erfahren, und ich erfahre es auch jetzt wieder, dass man sein Leben genau dann empfängt, wenn man es seinen Brüdern schenkt. Ich sagte vorhin, dass viele Menschen, die den HERRN lieben, auch den Nachfolger Petri lieben. Der Papst hat wirklich unzählige Brüder und Schwestern, Söhne und Töchter in der ganzen Welt; er fühlt sich geborgen in dieser Umarmung der Gemeinschaft, eben weil er nicht mehr sich selbst gehört, sondern allen und weil alle ihm gehören.

„Immer“ bedeutet auch „für immer“  –  es gibt keine Rückkehr zum Privatleben. Meine Entscheidung, auf die aktive Ausübung meines Amtes zu verzichten, kann daran nichts ändern. Ich ziehe mich nicht ins Privatleben zurück, kehre nicht zu Reisen, Begegnungen, Konferenzen und ähnlichem zurück.

“Ich verlasse nicht das Kreuz, sondern bleibe beim HERRN”

Ich verlasse das Kreuz nicht, sondern bleibe auf eine neue Weise beim gekreuzigten Herrn. Ich trage nicht mehr das Amt und die Verantwortung der Führung der Kirche, aber im Dienst und im Gebet bleibe ich sozusagen im Hof des heiligen Petrus.

Der heilige Benedikt, dessen Namen ich als Papst trage, wird mir darin ein großes Vorbild sein. Er hat uns den Weg zu einem Leben gewiesen, dass aktiv und passiv ganz dem Werk Gottes gehört.

Ich danke euch allen und jedem Einzelnen auch für den Respekt und das Verständnis, mit der ihr diese so wichtige Entscheidung aufgenommen habt. Ich werde die Kirche weiterhin in Gebet und Meditation begleiten, mit derselben Hingabe an den HERRN und seine Braut, die ich bis heute jeden Tag zu bewahren versucht habe und in der ich weiterhin vorhabe zu leben.

Ich bitte euch, vor Gott meiner zu gedenken, und vor allem bitte ich euch auch, für die Kardinäle zu beten, die vor einer so schwierigen Aufgabe stehen, und für den neuen Nachfolger des Apostels Petrus: Möge der HERR ihn mit dem Licht und der Kraft seines Geistes begleiten.

Wir bitten um die mütterliche Fürsprache der Jungfrau Maria, der Mutter Gottes und der Kirche, damit sie jeden von uns und die gesamte Kirche begleiten möge; ihr vertrauen wir uns in tiefer Zuversicht an.

“GOTT leitet und stützt seine Kirche”

Liebe Freunde! Gott leitet seine Kirche und stützt sie immer, gerade auch in den schwierigen Augenblicken. Lasst uns diese Sicht des Glaubens nie verlieren; sie ist die einzig richtige Vorstellung vom Gang der Kirche und der Welt.

In unserem Herzen, im Herzen jedes Einzelnen von uns, möge immer die freudige Gewissheit leben, dass der HERR uns beisteht, uns nicht verlässt, uns mit seiner Liebe umgibt. Danke!

Nach dieser Ansprache grüßte der Papst die deutschsprachigen Pilger in deutscher Sprache:

Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ sage ich allen Brüdern und Schwestern deutscher Sprache  –  euch, liebe Freunde, die ihr zu dieser letzten Generalaudienz meines Pontifikats gekommen seid, und allen zuhause. Und ich danke der Traunsteiner Blaskapelle, dass sie uns die Bayernhymne so schön gespielt hat.

Der HERR trägt die Kirche immer, ER leitet sie auch in schwierigen Zeiten. Diese Sicht dürfen wir nie verlieren. Wir dürfen stets gewiss sein, der HERR ist uns nahe und umfängt uns mit seiner Liebe. Im Gebet bleiben wir, liebe Freunde, einander nahe, und im Gebet ist der HERR uns nahe. So grüße ich euch alle von ganzem Herzen. Der HERR segne euch und die Kirche in unseren Landen.

 

2. Alle Tweets des Hl. Vaters

Ein Führer durch die kommenden Tage.
Wenn es stimmt, dass der Papst seinen Entschluss in den Tagen um den 17.12. gefasst hat,
bekommen die Tweets einen ganz neuen Charakter.....

Sie könnten unser Gebet in den kommenden Tagen inspirieren.

12.12.12 Liebe Freunde! Gerne verbinde ich mich mit euch über Twitter. Danke für die netten Antworten. Von Herzen segne ich euch!
12.12.12

Wie können wir das Jahr des Glaubens in unserem Alltag besser leben?
Sprich mit Jesus im Gebet. Hör Jesus zu, der im Evangelium zu dir spricht. Finde Jesus in den Notleidenden.

12.12.12
Wie können wir den Glauben an Christus in einer Welt ohne Hoffnung leben?
Wer glaubt, ist bestimmt nicht allein. Gott ist der sichere Fels. Auf ihm können wir das Leben aufbauen. Seine Liebe bleibt immer treu.

12.12.12
Habt ihr eine Idee, wie wir trotz allem Trubel in Arbeit, Familie und Welt treuer im Gebet sein können?Mach alles, was du tust, für den Herrn. Bitte ihn, dass er dir hilft in jeder Lebenslage. Denk daran, er ist immer bei dir.

19.12.12
Im Glauben jedes Menschen gibt es Licht, manchmal auch Schatten. Lass dich von Gottes Wort leiten, wenn du immer im Licht gehen willst.

19.12.12
Freudig hört Maria, dass sie die Mutter von Jesus, dem Sohn Gottes, werden soll. Die Einheit mit Gott schenkt die wahre Freude

21.12.12
Wenn du Gott leugnest, leugnest du die Würde des Menschen. Wer Gott verteidigt, verteidigt den Menschen

21,12,12
Wir haben die Wahrheit nicht, aber sie hat uns. Christus, der die Wahrheit ist, nimmt uns bei der Hand.

21.12.12
Am Ende des Jahres beten wir, dass die Kirche trotz ihrer Grenzen immer mehr als Ort erkennbar wird, wo Christus wohnt

24.12.12
An welche Weihnachtsbräuche in der Familie aus der Zeit Ihrer Kindheit erinnern Sie sich noch? Besonders freute ich mich über die Krippe, die wir daheim aufbauten. Wir schmückten sie mit Moos und fügten jedes Jahr Figuren hinzu.

01.01.13
Gott, der Herr, segne und beschütze euch in diesem neuen Jahr

02.01.13
Wenn wir uns ganz Gott anvertrauen, ändert sich alles. Wir sind Kinder eines liebenden Vaters, der uns nie verlässt

06.01.13
Die Weisen aus dem Osten folgten dem Stern und kamen zu Jesus, dem großen Licht, das die ganze Menschheit erleuchtet.

07.01.13
Betet mit mir für Syrien, dass dort der konstruktive Dialog an die Stelle der schrecklichen Gewalt tritt.

07.01.13
Die Menschen in Nigeria haben einen besonderen Platz in meinem Herzen; viele von ihnen wurden in den letzten Monaten Opfer sinnloser Gewalt.

07.01.13
Wenn wir das Recht des Einzelnen und der Institutionen auf Gewissensvorbehalt verteidigen, fördern wir Freiheit und Respekt für alle.

09.01.13
Dem Beispiel Christi folgen heißt, sich ganz den Mitmenschen zu verschenken. Alles andere ist nicht genug.

13.01.13
Das Jahr des Glaubens lädt uns ein, das Geschenk der Liebe Gottes neu zu entdecken und wie schön es ist, als Kinder Gottes zu leben.

13.01.13
Was geschieht bei der Taufe? Wir werden für immer mit Jesus verbunden und zu einem neuen Leben wiedergeboren

16.01.13
Wenn wir unsere Mitmenschen lieben, werden wir in jedem Armen und Kranken, in jedem, der ein Leid trägt, Christus entdecken

20.01.13
Was will Gott, dass wir für die Einheit der Christen tun? Treu beten, recht handeln, anderen in Güte begegnen und deinen Weg mit Gott gehen.

23.01.13
Viele falsche Idole tauchen heute auf. Wenn wir echte Christen sein wollen, brauchen wir keine Furcht haben, gegen den Strom zu schwimmen.

27.01.13
Sonntag – Was bedeutet der Tag des Herrn für uns? Es ist ein Tag der Ruhe, ein Tag für die Familie, vor allem aber ist es ein Tag für Gott.

30.01.13
Jeder Mensch ist von Gott, dem Vater, geliebt. Niemand fühle sich vergessen; sein Name ist eingeschrieben in das liebende Herz des Herrn.

02.02.13
Meine Gedanken gehen heute zu allen Menschen geweihten Lebens: Mögen sie Christus stets treu in Armut, Keuschheit und Gehorsam nachfolge

03.02.13
Wie die Jungfrau Maria wollen wir das Wort Jesu in unserem Herzen aufnehmen und bewahren und ihn so als Herrn unseres Lebens anerkennen.

06.02.13
Alles ist Gabe Gottes. Nur wenn wir diese lebenswichtige Beziehung zum Schöpfer anerkennen, finden wir Freiheit und Friede

10.02.13
Wir dürfen der Kraft der Barmherzigkeit Gottes vertrauen. Wir sind alle Sünder, doch seine Gnade verwandelt uns und macht uns neu

13.02.13
In der Fastenzeit, die wir nun beginnen, erneuern wir unseren Vorsatz zur Umkehr und wollen Gott mehr Raum geben.

17.02.13
Die Fastenzeit bietet eine gute Gelegenheit, den Glauben an Gott als Grundlage unseres Lebens und des Lebens der Kirche neu zu entdecken.

24.02.13
In diesen besonderen Tagen bitte ich euch, für mich und für die Kirche zu beten und wie immer der Vorsehung Gottes zu vertrauen.

27.02.13
Mein Wunsch ist es, dass ein jeder von uns die Freude spürt, Christ zu sein und von Gott geliebt zu sein, der uns seinen Sohn geschenkt hat.

28.02.13
„Danke für eure Liebe und Unterstützung. Ich wünsche, dass ihr immer Freude dabei erfahrt, Christus in die Mitte eures Lebens zu stellen.“

 

3. Letzte Ansprache an die Kardinäle

Verehrte und liebe Brüder!

Mit großer Freude empfange ich euch und grüsse einen jeden von euch herzlichst. Ich danke Kardinal Angelo Sodano, der es wie immer verstanden hat, sich zum Sprecher der Empfindungen des ganzen Kollegiums zu machen: Cor ad cor loquitur. Danke von ganzem Herzen, Eminenz. Und ich möchte - den Bezug auf die Erfahrung der Emmausjünger aufnehmend - sagen, dass es auch für mich eine Freude gewesen ist, mit euch in diesen Jahren im Licht der Gegenwart des auferstandenen Herrn zu gehen.

Wie ich bereits gestern vor den Tausenden von Gläubigen gesagt habe, die den Petersplatz füllten, sind mir in meinem Dienst eure Nähe und euer Rat von großer Hilfe gewesen. In diesen acht Jahren haben wir auf dem Weg der Kirche mit Glauben wunderschöne Momente strahlenden Lichts zusammen mit Augenblicken erlebt, in denen einige Wolken den Himmel verfinsterten. Wir haben versucht, Christus und seiner Kirche mit tiefer und völliger Liebe zu dienen, die die Seele unseres Dienstes ist. Wir haben Hoffnung geschenkt, jene Hoffnung, die von Christus kommt, der allein den Weg erhellen kann. Zusammen dürfen wir dem Herrn danken, der uns in der Gemeinschaft wachsen lassen hat, und zusammen dürfen wir ihn bitten, euch zu helfen, noch mehr in dieser tiefen Einheit zu wachsen, so dass das Kardinalskollegium wie ein Orchester ist, wo die Unterschiede - Ausdruck der universalen Kirche - immer zu einer höheren und einträchtigen Harmonie gelangen.

Ich möchte euch einen einfachen Gedanken hinterlassen, der mir sehr am Herzen liegt: einen Gedanken über die Kirche, die für uns alle - so können wir sagen - den Sinn und die Leidenschaft des Lebens bildet. Ich lasse mir von einem Ausdruck Romano Guardinis helfen, der gerade in dem Jahr verfasst wurde, in dem die Väter des II. Vatikanischen Konzils die Konstitution 'Lumen gentium' approbierten, in seinem letzten Buch, mit einer persönlichen Widmung auch an mich; deshalb sind mir die Worte dieses Buches besonders teuer. Guardini sagt; die Kirche 'ist keine am Tisch ausgedachte und konstruierte Institution, ... sondern eine lebendige Wirklichkeit... Sie lebt entlang des Laufs der Zeit, im Werden, wie jedes Lebewesen, und verwandelt sich... Und dennoch bleibt sie in ihrem Wesen immer dieselbe, und ihr Herz ist Christus'.

Das war, wie mir scheint, unsere Erfahrung gestern auf dem Petersplatz: zu sehen, dass die Kirche ein lebendiger, vom Heiligen Geist beseelter Leib ist und wirklich aus der Kraft Gottes lebt. Sie ist in der Welt, aber nicht von der Welt: sie gehört Gott, Christus, dem Geist. Wir haben es gestern gesehen. Deshalb ist auch ein weiteres Wort Guardinis wahr und vielsagend: 'Die Kirche erwacht in den Seelen'. Die Kirche lebt, wächst und erwacht in den Seelen, die - wie die Jungfrau Maria - das Wort Gottes aufnehmen und es durch das Werk des Heiligen Geistes verstehen; sie bringen Gott ihr Fleisch dar und werden gerade in ihrer Armut und Demut fähig, Christus heute in der Welt hervorzubringen. Durch die Kirche bleibt das Geheimnis der Menschwerdung für immer. Christus geht weiter durch die Zeiten und durch alle Orte.

Bleiben wir, liebe Brüder, in diesem Geheimnis vereint: im Gebet, besonders in der täglichen Eucharistie, und so dienen wir der Kirche und der ganzen Menschheit. Das ist unsere Freude, die uns niemand nehmen kann.

Bevor ich mich von euch persönlich verabschiede, möchte ich euch sagen, dass ich euch besonders in den kommenden Tagen im Gebet nahe sein werde, damit ihr dem Wirken des Heiligen Geistes bei der Wahl des neuen Papstes fügsam seid. Der Herr zeige euch, was sein Wille ist. Und unter euch, unter dem Kardinalskollegium, ist auch ein künftiger Papst, dem ich bereits heute meine unbedingte Ehrerbietung und meinen unbedingten Gehorsam verspreche. Hierzu erteile ich euch mit Zuneigung und Dankbarkeit den Apostolischen Segen.

 

4. Der letzte Gruß

Papst Benedikt„Ich danke Euch. Liebe Freunde, ich bin glücklich, hier mit Euch zu sein, umgeben von der Schönheit der Schöpfung und von Eurer Zuneigung, die mir sehr gut tut.

Ihr wisst, dass dieser Tag heute für mich anders ist als die vorangegangenen Tage: Ich bin nicht mehr der Papst der katholischen Kirche  -  bis  20 Uhr werde ich es noch sein, aber danach nicht mehr. 

Ich bin einfach noch ein Pilger, der die letzte Etappe seiner Pilgerreise auf dieser Erde beginnt.

Ich möchte aber noch mit meinem Herzen, mit meiner Liebe, mit meinem Gebet, mit meinem Nachdenken, mit all meinen inneren Kräften für das öffentliche Wohl, für das Wohl der Kirche und der Menschheit arbeiten.

Und ich fühle mich sehr unterstützt durch eure Zuneigung.

Gehen wir voran mit dem HERRN, für das Wohl der Kirche und der Welt.

Danke, ich erteile Euch jetzt von ganzem Herzen meinen Segen: Gott der HERR segne Euch, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Danke, gute Nacht, danke Euch allen.”

 

Wir beten für unseren ehemaligen Papst Benedikt XVI:
Dass Gott ihm beistehe
 und dass er weiterhin für die Hl. Kirche
im Sinne Christi beten und wirken möge
Amen.

 

Weiterführende Themen: 

Jahr 2011 - quo vadis?  /Nahtoderlebnisse / Garabandal  / Die Sterbestunde  Die Warnung

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