Die Kreuzigung.
Vier muskulöse Männer, dem Aussehen nach Juden, und des Kreuzes würdigere Juden als die Verurteilten, gewiß von der gleichen Sorte wie die Geißler, springen von einem Pfad zur Hinrichtungsstätte hinauf. Sie tragen kurze ärmellose Tuniken und haben Nägel, Hämmer und Stricke in den Händen, die sie den drei Verurteilten grinsend zeigen. Durch die Menge geht eine Bewegung grausamer Begeisterung. weiterlesen...
Kirche Weitental

†  Gott ist die Liebe - Er liebt dich  †
 Gott ist der beste und liebste Vater, immer bereit zu verzeihen, Er sehnt sich nach dir, wende dich an Ihn
nähere dich deinem Vater, der nichts als Liebe ist. Bei Ihm findest du wahren und echten Frieden, der alles Irdische überstrahlt

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Andreas Hofer

Ein Zeuge des christlichen Glaubens

 

Lesen wir diesen Bericht aus christlicher Sicht, wohlgemerkt, denn so wie hier wird Andreas Hofer selten dargestellt. Er gibt auch einen tiefen Einblick in die tiefgläubige Zeit vor 200 Jahren, als Gott wirklich noch im Mittelpunkt des Lebens der meisten Menschen war. Eben so, wie es sein sollte aber heute leider nicht mehr ist. Das ganze christliche Leben war auf die christlichen Ereignisse ausgerichtet,  Prozessionen usw., kurzum der Herrgott galt damals noch was.
Heute liegt ein großer Irrtum auf der Welt, so als wäre sie von einer großen Aschenwolke überdeckt. Doch Gott Vater ist heute noch genauso Herr der Welt, nur haben die furchtbaren Sünden dieser Tage dem Satan Tür und Tor geöffnet sodass eine große Verblendung in den Herzen der Menschen einzog und zum Teil zu einer völligen Apostasie geführt hat. Leider auch in unserm Heiligen, gesegneten Land Tirol!

Andreas, bitt für uns und unser Land!

Am Ende des Vortr.: Erneuerung des Gelöbnisses an das Hl. Herz Jesu

 

Vortrag von DDDr. Peter Egger - Südtirol

Einführung

Andreas HoferIn diesem Jahr gedenkt das Land Tirol Andreas Hofers und der Erhebung gegen die Bayern und Franzosen im Jahr 1809. Aus diesem Anlass gab es bereits viele Feierlichkeiten, bei denen die Gestalt von Andreas Hofer gewürdigt wurde. Auch diese Sendung soll ein kleiner Beitrag zum Gedenken an 1809 sein. Das Anliegen dieser Sendung ist eine vertiefte Betrachtung der religiösen Gesinnung und des religiösen Lebens von Andreas Hofer und den damaligen Tirolern. Viele Historiker und Schriftsteller haben darauf hingewiesen, dass es vor allem religiöse Gründe waren, die zum Kampf der Tiroler gegen die bayrische und französische Fremdherrschaft führten. Selbst ein Papst aus unserer Zeit, nämlich Johannes Paul I., hat in seinem bekannten Buch "Illustrissimi" auf den großen Einfluss hingewiesen, den die Religion auf die Entscheidungen von Andreas Hofer und seinen Landsleuten ausgeübt hat.[1] In der folgenden Sendung soll nun versucht werden, die religiösen Gründe und Begleitumstände dieses Konfliktes auf der Grundlage von verschiedenen Schriften und Quellen aus Tirol, Italien und Frankreich in detaillierter Weise aufzuzeigen.

Tirol - eine Hochburg des Katholizismus

Gelöbnis an das Herz jesuDas Tirol Andreas Hofers zeichnete sich durch eine tiefe christliche Frömmigkeit aus, die das gesamte private und öffentliche Leben der Bevölkerung prägte. Diese starke christliche Prägung ging vor allem auf das 18. Jahrhundert zurück, in dem die Volksmissionen der Jesuiten das Land Tirol in ein "heiliges Land" verwandelt hatten. Die Jesuiten hatten in weitesten Teilen der Bevölkerung eine innige Herz-Jesu-Verehrung verbreitet, die schließlich zum feierlichen Gelöbnis des Landes Tirol an das Herz Jesu im Jahr 1796 führte. [2] Die tiefe Religiosität der Tiroler zeigte sich auch in verschiedensten Bräuchen: Bei vielen Gelegenheiten wurden heilige Messen gefeiert, es wurden Prozessionen und Wallfahrten veranstaltet, man verehrte die Mutter Gottes, die Engel und Heiligen, es kam zur Gründung von Bruderschaften. Auch in den Familien wurde ein eifriges religiöses Leben praktiziert: Das Gebet vor und nach den Mahlzeiten, der Engel des Herrn und der Rosenkranz gehörten zum alltäglichen Leben. Weiters sah man überall christliche Symbole: jede kleinste Fraktion hatte ihre Kirche oder ihre Kapelle, an jedem Weg und in allen Stuben erblickte man Kruzifixe. Die Leuten grüßten sich mit den Worten: "Gelobt sei Jesus Christus!"[3] Auf diese Weise war das ganze Leben der Tiroler von einer tiefen religiösen Haltung durchdrungen.

Die religiöse Haltung von Andreas Hofer

Dieser christliche Geist formte auch die Persönlichkeit von Andreas Hofer. Der zukünftige Führer der Tiroler wuchs in einer praktizierenden Familie auf und erhielt seine ersten religiösen Unterweisungen von seinen Eltern.[4] Auf seine Familie ging wahrscheinlich seine Gewohnheit zurück, den Rosenkranz zu beten[5] und das Herz Jesu zu verehren.[6] Sein ganzes Wesen war von einer tiefen christlichen Haltung geprägt. Sein Landsmann Johann Staffler (1793-1868), der ihn persönlich gekannt hat, beschreibt ihn als "grundehrlich und verständig, guthmütig, freundlich und heiter, nicht selten auch witzig, aber stets geleitet von einem christlich frommen Sinn."[7] Auch der große Tiroler Schriftsteller und Historiker Beda Weber (1798-1858), der sich öfters mit verschiedenen Zeitgenossen Hofers im Passeiertal unterhalten hat, unterstreicht die tiefe Religiosität des Tiroler Kommandanten: "Seine Frömmigkeit wurzelte in einem gläubigen Gemüthe, das alle Grübelei ausschloß, und das Gefühl des allgegenwärtigen Gottes begleitete ihn überall. Es machte ihn froh, duldsam, mitleidig gegen alle Menschen. Kopfhängerei und Bekrittelung der Sitten Anderer verachtete er. Der Kirche als solcher anzuhängen, war ihm Bedürfnis."[8] Bezeichnend für die religiöse Einstellung Hofers war auch eine Inschrift, die sich an der Wand der Stube im Sandhof befindet: "Im Jahr 1802 wurde das Gelübde abgelegt, jedes Jahr an diesem Ort das Fest des Heiligsten Herzens Jesu und das Fest des Heiligen Franz Xaver zu feiern."[9] Über dieser Inschrift standen die Anfangsbuchstaben von Andreas Hofer und seiner Frau, sowie die Buchstaben "C+M+B", die als Anfangsbuchstaben einer Segensformel aufscheinen, die sich über der Eingangstür von vielen Tiroler Häusern befindet und folgende Bedeutung hat: "Christus mansionem benedicat" ("Christus segne dieses Haus").[10] Alle diese Besonderheiten offenbaren die überzeugte christliche Haltung von Andreas Hofer.

Die Tiroler widersetzen sich der Religionspolitik von Josef II.

Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann man auch in Tirol den wachsenden Einfluss einer religionsfeindlichen Aufklärung zu spüren, die seit der Französischen Revolution das religiöse und das kirchlichen Leben gefährdete. Die bäuerliche Bevölkerung erkannte sehr bald die Absicht dieser antichristlichen und antiklerikalen Politik und widersetzte sich von Anfang an den Reformen, die auf die Kontrolle der Religion und auf die Unterwerfung der Kirche ausgerichtet waren.[11] Der erste Zusammenstoß erfolgte in der Regierungszeit des habsburgischen Kaisers Josef II. (1780-1790). Dieser Kaiser versuchte im ganzen Habsburgerreich eine radikale religiöse Reform durchzusetzen, die sich an der religionskritischen Philosophie einiger aufklärerischer Philosophen orientierte. Diese Reform beabsichtigte die Abschaffung vieler religiöser Feste, sie verbot die Prozessionen, sie stellte die verschiedenen Gottesdienste und Andachten in Frage und führte zur Aufhebung der beschaulichen Orden. Sie verbot auch die Verehrung des Herzens Jesu, die im Land Tirol in besonderer Weise gepflegt wurde. Diese und andere Maßnahmen der Wiener Regierung verbitterten die Tiroler derartig, dass man einen Aufstand befürchten musste. Der Kaiser sah sich kurz vor seinem Tod dazu gezwungen, seine Anordnungen zurückzunehmen und die verschiedenen religiösen Bräuche wieder zuzulassen, die dem Tiroler Volk so teuer waren.[12]

Die religionsfeindlichen Reformen während der bayrischen Besatzung

Der zweite Kampf zur Verteidigung der Religion gegen eine religions- und kirchenfeindliche Politik fand während der bayrischen Regierung in der napoleonischen Zeit statt. "Nach der schweren Niederlage von Austerlitz musste Österreich im Frieden von Pressburg Tirol an Napoleon abtreten, der es mit Bayern vereinigte, das sein treuer Bündnispartner war."[13] Auf diese Weise kam Tirol (zu dem damals auch das Trentino gehörte) vom Habsburgerreich zu Bayern. Trotz der feierlichen Versprechungen von König Maximilian Josef I. von Bayern, die Tiroler Bräuche zu respektieren, begann die bayrische Regierung sehr bald, die aufklärerischen Reformen in allen Bereichen durchzusetzen.

Die Seele dieser Reformen war der bayrische Ministerpräsident, Baron Maximilian Montgelas (1759-1838). Dieser war der Spross einer Adelsfamilie aus Savoyen. Sein Vater war in den Dienst des bayrischen Königs getreten. Der junge Montgelas hatte in Nancy und Straßburg studiert, wo er sich für die Ideen der Aufklärung begeistert hatte. Nach seinem Eintritt in die Politik stieg er schnell zum ersten Minister auf und band das Schicksal Bayerns an Frankreich. Weiters war Montgelas Mitglied einer Freimaurerloge, die besondere Verbindungen zu einflussreichen Kreisen in Frankreich hatte.[14]

Die bayrische Regierung ergriff energische Maßnahmen gegen die religiösen Bräuche der Tiroler: Sie bekämpfte und verbot das Rosenkranzgebet in der Kirche, die Rorate-Andachten im Advent, die Mitternachtsmette zu Weihnachten, die Aufrichtung des Heiligen Grabes während der Karwoche. Sie verbot das Läuten der Glocken und den Wettersegen, sie verbot die Novenen, die Prozessionen, die Wallfahrten, das Läuten der Totenglocke. Sie unterdrückte viele religiöse Feiertage der Bauern und die Bruderschaften.[15] Den Bischöfen von Trient, Brixen und Chur, die damals die Oberhirten der verschiedenen Teile Tirols waren, wurden folgende Befehle erteilt: alle Kleriker mussten vor ihrer Priesterweihe im Auftrag des Königs von den Professoren der Universität Innsbruck geprüft und approbiert werden; die Priester mussten ermahnt werden, "alle königlichen Anordnungen, die 'die Kirchenpolizei' betrafen, mit der vollkommensten Unterwerfung auszuführen"[16]; die Bischöfe mussten dem König "die Verleihung aller Pfründe und auch die Bestellung der Kuraten ihrer Diözesen"[17] überlassen. Der bayrische Staat maßte sich das Recht der Ausbildung und der Zulassung der Priester, der Ernennung der Professoren und der Finanzgebarung der Kirche an. Durch die "Kirchenpolizei" kontrollierte er das gesamte kirchliche Leben: er bespitzelte die Sonntagspredigten, er kontrollierte sogar den Verbrauch an Kerzen und Heiligem Öl in den Kirchen.[18] Die Spitzel zögerten nicht einmal, bei manchen Priestern zum Schein zur Beichte zu gehen, um die Gesinnung dieser Geistlichen zu erfahren und sie dann anzeigen zu können.[19]

 

Die bayrische Unterdrückung und der Tiroler Widerstand

Die Bischöfe, der Klerus und die Gläubigen begriffen sehr schnell, dass diese Reformen nicht nur den Glauben gefährdeten, sondern auch eine Bedrohung für das gesamte, christlich geprägte gesellschaftliche Leben darstellten. Sie versuchten deshalb, sich mit allen Mitteln den bayrischen Reformen zu widersetzen, die das religiöse, gesellschaftliche und kulturelle Leben der Tiroler in Frage stellten. Aber die Bayern und ihre Mitarbeiter vor Ort - von denen vor allem Graf Arco und Baron Hofstetten zu erwähnen sind[20] - reagierten auf diese Opposition mit drastischen Mitteln: Sobald die Bischöfe von Trient und Chur zu verstehen gaben, dass sie den Anordnungen der Regierung nicht Folge leisten würden, wurden sie ins Exil geschickt[21]; als einige Vertreter des Klerus sich nicht dem Willen der bayrischen Regierung beugten, wurden sie bedroht und ins Gefängnis geworfen[22]; wenn sich die Priester nicht an die Anordnungen der Reform hielten, wurden sie durch "Regierungspriester"[23] ersetzt; als man in einigen Gemeinden Wallfahrten veranstaltete, erhielten diese Gemeinden saftige Geldstrafen[24]. Es wurden auch einige Personen verhaftet, die während den Prozessionen die Kruzifixe getragen hatten; man verprügelte öffentlich einige Mädchen, die die Totenglocke geläutet hatten..[25] Die Bayern schlossen auch einige Klöster, plünderten die Kloster-Bibliotheken und brachten die kirchlichen Kunstschätze nach Bayern.[26] "Auf jede Aufhebung eines Klosters folgte sofort eine öffentliche Versteigerung..."[27] Verschiedene Male kauften reiche jüdische Kaufleute den Großteil der Wertgegenstände und erzielten damit hohe Gewinne. "Auf diese Weise fielen eine große Menge von Gegenständen, die bei den Gottesdiensten verwendet worden waren, und das ganze Silberzeug der Kirche in ihre Hände. Dies verursachte beim Volk ein großes Ärgernis."[28]

In jener Zeit entstand eine Art Untergrundkirche. Die verbannten Priester zogen "verkleidet durch die Täler und feierten die heiligen Mysterien bald in Scheunen, bald in Grotten und auch im Dickicht des Waldes."[29] Die Gläubigen blieben ihren Priestern treu: "Die Menschen, die beichten wollten, legten weite Strecken zurück, um einen Beichtvater zu finden; die Frauen, die kurz vor der Niederkunft standen, begaben sich in ein Dorf, von dem sie wussten, dass sich dort ein echter Priester versteckt hielt, damit der zukünftige Neugeborene von seinen Händen die heilige Taufe empfangen könne; die Kranken ließen sich in einen anderen Ort transportieren, um dort die heilige Wegzehrung zu empfangen..."[30] Die Gläubigen blieben den Messen von den "Regierungspriestern" fern und beschimpften sie.[31] Die Bevölkerung verteidigte die treuen Priester gegen die Übergriffe der Polizei und der bayrischen Truppen, die in die Pfarreien geschickt wurden.[32]

Die Tiroler litten sehr unter der religiösen Unterdrückung und Verfolgung und bestürmten den Himmel, dass diese Bedrängnisse ein Ende haben mögen. Auch Andreas Hofer, der Sandwirt im Passeiertal, war besorgt. Er war über die antireligiösen Maßnahmen gut informiert. "Wenn man mit ihm über das gegenwärtige Unglück sprach, das die Kirche erdulden musste, beschränkte er sich darauf zu antworten: "Freunde, wir müssen beten, denn die Gefahr für den Glauben ist groß genug."[33]

Die religiöse Unterdrückung gefährdet die Identität des Tiroler Volkes

Um die seelische Verfassung der Tiroler noch besser verstehen zu können, wollen wir daran erinnern, dass die aufklärerischen Reformen "dem Volk seine reinsten Freuden, seine liebsten Erinnerungen, seine ältesten Traditionen und seine poetischsten Inspirationen raubten."[34] Mit großem Einfühlungsvermögen hat ein französischer Autor im 19. Jahrhundert die Situation der Tiroler beschrieben:

"Zu welchen Einschränkungen führten diese Anordnungen im Hinblick auf die lebendigen und geräuschvollen Feste im Zillertal, die stets von den heimatlichen Liedern, von der Musik, vom Tanz und vom Ranggeln auf dem Kirchplatz begleitet wurden! Was wurde im Inntal aus den ländlichen Theaterstücken, in denen diese Bergler auf einer Bühne unter freiem Himmel vor einer großen Menge die alten Sagen des Landes, verschiedene Erzählungen der Bibel und vor allem die Passion Christi mit Hilfe von Mimik, Chören und einfachen Mitteln darstellten? Was wurde schließlich aus der berühmten Fronleichnams-Prozession in Brixen, bei der die Männer aus den Tälern in ihren malerischen Trachten zu Pferd mit entrollten Fahnen und mit der Musikkapelle an der Spitze dem Klerus das Geleit gaben, der ebenfalls zu Pferd den Zug mit dem Allerheiligsten eröffnete?"[35]

Die Menschen dieses Landes brauchten diese Festlichkeiten, die ihnen eine kulturelle Identität verliehen, die ihnen aber auch die Kraft gaben, die Schwierigkeiten des Lebens zu meistern. "… Sie brauchten ihre patriarchalische Einfachheit, ihre Gaude, ihren Glauben, um ihr sonst so armes Land zu lieben, um ihre Mühen und Plagen zu ertragen und um in Gott die nötige Kraft für die Bewältigung des Lebens zu finden."[36]

Andreas Hofer als Gegenspieler von Montgelas

Die verschiedenen Verfolgungen und Schikanen im Bereich des Glaubens trugen entscheidend zur Entrüstung der Tiroler gegenüber den Bayern und Franzosen bei. Als sich die Tiroler 1809 gegen die Fremdherrschaft erhoben, war die religiöse Unterdrückung einer der Hauptgründe für ihren Aufstand. Papst Johannes Paul I. schreibt in seinem Buch: (Der aufklärerische bayrische Ministerpräsident) "Montgelas konnte sich nicht vorstellen, wohin das religiöse Gefühl des durch und durch katholischen Tiroler Volkes führen würde. Es wurde beim bayrischen König ein ehrerbietiges Gesuch eingereicht, man möge doch das "schändliche und freiheitsfeindliche Dekret" zurückziehen. Umsonst. Darauf kam es zum Massenaufstand."[37] Zum Symbol dieses Aufstandes wurde Andreas Hofer, der in allem das Gegenteil von Montgelas war: "Kaum gibt es zwei Figuren, die markantere Gegenspieler werden konnten: Der eine belesen und veränderungsbesessen, der andere ohne höhere Bildung und konservativ; der eine ein selbstgefälliger Höfling, der andere ein jovialer Wirt; der eine von skeptischer Aufklärung und Freimaurerei geprägt, der andere ein tiefgläubiger und frommer Sohn der römischen Kirche; der eine kränklich und schwächlich, der andere voll von strotzender Gesundheit und saftiger Kraft; Montgelas, der hochgeborene Diener eines Königs von Napoleons Gnaden, Andreas Hofer, ein Schütze und Bauernvertreter aus dem einfachen Volk."[38] Diese zwei Persönlichkeiten verkörperten zwei klare Gegensätze: auf der einen Seite die freimaurerische Aufklärung und auf der anderen Seite das volkstümliche katholische Christentum.

  

Die religiöse Prägung des Tiroler Aufstandes

Im Frühjahr 1809 begann der Aufstand der Tiroler gegen die Bayern und Franzosen. Den Tiroler Kompanien gelang es, die Feinde mehrmals zu besiegen. Auf dem Berg Isel in der Nähe von Innsbruck brachte Andreas Hofer den bayrisch-französischen Heeren drei Niederlagen bei. Im Verlauf der Gefechte und Schlachten war immer wieder die religiöse Gesinnung der Tiroler zu spüren. Das zeigte sich bereits im Leitspruch der Tiroler Patrioten: "Für Gott, Kaiser und Vaterland!" Aber auch in den verschiedenen Laufzetteln von Andreas Hofer und seinen Kommandanten war die religiöse Grundhaltung dieser Leute unverkennbar. In einem Laufzettel Hofers an die Kompanien von Axams finden sich folgende Zeilen: "...sobald ihr ... merken solltet, daß wir uns nähern, so därfet (= dürft) ihr keinen Augenblik versäumen, die Waffen zu ergreifen, es ist eine Sache, wo es um Christenthum und Religion zu thun ist, lasset euch von den Spitzbuben nicht irre machen..."[39] Ein anderes typisches Beispiel sind folgende Zeilen des Kommandanten Speckbacher: "Ich bitte im Namen Gottes und der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, dass alle Männer, die Waffen tragen können, mit dem allgemeinen Landsturm aufbrechen ... um für Gott, Kaiser und Vaterland zu kämpfen."[40] Mehrmals haben Andreas Hofer und die Tiroler Schützen vor den entscheidenden Schlachten an der Messe teilgenommen und andächtig die Kommunion empfangen. Berühmt ist auch ein Ausspruch Hofers vor der dritten Schlacht am Berg Isel: "Seids beinand, Tiroler? Nacher gehn mers an. Die Möss (= Messe) habts gheart, enkern Schnaps habts trunken, also au in Gotts Nam!"[41] Andreas Hofer versprach auch feierlich, dass die Tiroler jedes Jahr das Herz-Jesu-Fest begehen würden, wenn das Land vom Feind befreit würde. Und gleich nach dem zweiten Sieg auf dem Berg Isel ordnete er die Einführung dieses Festes an.[42] Nach den verschiedenen Siegen vergaßen die Tiroler nie, dem Herrgott für seinen Beistand zu danken. Es wurden Dankgottesdienste gefeiert und Prozessionen abgehalten.[43] Im Juni 1809 begab sich der Tiroler Kommandant mit 600 Landesverteidigern zum Wallfahrtsort von San Romedio im Nonsberg.[44] Hofer vergaß auch im Augenblick des größten Triumphes nicht, Gott das Verdienst für den Sieg zuzuschreiben. Berühmt ist sein Ausspruch vor der Menge, die ihm bei seinem Einzug in Innsbruck zujubelte: "I nöt, ös a net, der da oben hats thon!"[45] ("Ich nicht, ihr auch nicht, der da oben hat es getan!") In einem Laufzettel schrieb Hofer: "Haben wir jemals Gottes schonende und rettende Güte gegen uns erfahren, so war es gewiß in der ersten Hälfte des Monats August (1809), wo uns die Hülfe von Oben so augenscheinlich den Händen eines grausam unterjochenden, und weder Religionen, noch Verträge, noch Menschheit ehrenden Feindes entrissen hat."[46] Hofer war überzeugt von der Hilfe Gottes und sah in dem Erfolg der Tiroler auch eine Bestätigung für ihre Verteidigung des christlichen Glaubens. In einem Brief an die Seelsorger in Tirol schreibt er: "Zuförderst erkläre ich, dass der unendlichen Güte Gottes, welche sich in den Vorfallenheiten dieses Jahres überhaupt, und in den letzten Ereignissen inbesondere so auffallend gezeiget hat, alle Ehre gebühre, und ersuche hiermit angelegenst, dass allenthalben dafür der Herr gepriesen, und Ihm Danksagung geleistet werde. Ich finde mich zu dieser Äußerung, zu diesem Ersuchen um so stärker verpflichtet, je sichtbarer ich die Hilfe Gottes erfuhr, nachdem ich dem Herrn gelobet hatte, die christliche Religion nach meinen Kräften zu befördern, und in Aufnahme zu bringen, falls Er, der Gott des Segens die für das Heil des Vaterlandes für nothwendig erkannte Unternehmung segnen würde. Ja, ich will es halten dieses dem Herrn gemachte Versprechen..."[47] "Hofer hat, wie er in seinen Laufzetteln (und Verordnungen) oft genug und eindringlich bekräftigt hat, jede seiner Entscheidungen für Gott und den Glauben getroffen. Es ist bei ernsthafter Betrachtung seines Charakters kaum möglich, ihm irgendwelche anderen Motive zu unterstellen. Denn dieser Charakter hätte bei anderen Motiven niemals den inneren Motor des Befreiungskampfes spielen können und schon gar nicht die Verantwortung tragen können. Er war als einfacher, gläubiger Mensch überzeugt, im Erfolg und Sieg das Walten Gottes und damit den Beweis für die gerechte Sache der Tiroler sehen zu dürfen."[48] "Andreas Hofers Gottvertrauen, seine ständige Anrufung des Herrn, der Jungfrau Maria und der Heiligen, zeigte ja deutlich, wie sich auch der Sandwirt als Vollzugsorgan des Allerhöchsten fühlte."[49] Das Gottvertrauen der Tiroler war in gewissen Fällen so groß, dass sie auch dann bis zum Äußersten kämpften, als sich die Niederlage bereits deutlich abzeichnete. Sie waren derartig davon überzeugt, für die gerechte Sache zu kämpfen, dass sie sich nicht vorstellen konnten, dass der Himmel sie in ihrem "Heiligen Krieg" verlassen könnte. In diesem Sinn führte die manchmal recht emotionale religiöse Überzeugung von einigen Führern des Aufstands auch zu tragischen Konsequenzen.[50]

Die religiösen und sittlichen Anordnungen Andreas Hofers

Sehr vielsagend sind auch die religiösen und moralischen Anordnungen, die Hofer während seiner Regierung in Innsbruck erteilte. Nach seinem dritten Sieg am Berg Isel bezog der Wirt aus dem Passeier die Hofburg in Innsbruck und erließ einen "Sitten-Erlass". Im Vorwort dieses Erlasses  erinnerte er die Bürger daran, was Gott für sie getan hatte. Er ermahnte die Bevölkerung, nach dem Willen Gottes zu leben, weil Gott sonst das Land noch weiter wegen seiner Sünden bestrafen würde.[51] Dann fährt der Text fort: "Wir müssen seine väterliche Liebe mit wahrer Gegenliebe durch auferbaulichen, züchtigen und frommen Lebenswandel, und wie er als Vater befiehlt, mit aufrichtiger und wahrer Liebe des Nächsten zu erlangen und ernstlich bestreben, und also Haß und Neid und Raubsucht und alles Lasterhafte verbannen, den Vorgesetzten Gehorsam, und dem bedrängten Mitbürger so viel wir können Hilfe leisten; überhaupt alle Ärgernisse vermeiden."[52] In seinem Erlass geht Hofer auch auf folgendes Detail ein: "Viele meiner guten Waffenbrüder und Landesvertheidiger haben sich geärgert, dass die Frauenzimmer von allerhand Gattungen ihre Brust und ihr Armfleisch zu wenig, oder mit durchsichtigen Hudern bedecken, und also zu sündhaften Reizungen Anlaß geben und jedem christlich denkenden höchst missfallen muß. Man hoffet, dass sie sich zu Hintanhaltung der Strafe Gottes bessern, widrigenfalls aber sich selbst zuschreiben werden, wenn sie auf eine unbeliebige Art mit - bedecket werden."[53] In einer zweiten Verordnung erlässt Andreas Hofer einige Verbote: Es sind keine Bälle mehr erlaubt, außer bei Hochzeiten[54]; es dürfen während der Gottesdienste in den Wirtshäusern keine Getränke und Speisen verabreicht werden, außer im Fall von Fremden und Kärrnern, die ankommen oder abfahren, oder in einem ganz dringenden Fall.[55] Die Verordnung verlangt auch, dass "das so oft die Ruhe störende, und immer für die Sittlichkeit gefährliche nächtliche Herumschwärmen unterbleibe..."[56] Ein interessantes Detail der zweiten Verordnung sind auch die Maßnahmen gegen Väter von unehelichen Kindern: "Damit die Väter unehelicher Kinder in Zukunft nicht mehr so leicht die ganze Last des Unterhalts und der Erziehung zum Nachtheil der Kinder und des gemeinen Wesens von sich abwälzen können, und es Lüstlingen und Verführern nicht so leicht falle, auf fremde Kosten, und sogar auf Kosten milder für Arme und Kranke bestimmter Stiftungen Weibspersonen zur Unzucht zu verleiten: so wird verordnet, daß von nun an, sobald eine Weibsperson außer der Ehe Mutter geworden, selbe nicht nur dem Seelsorger den Vater des Kindes anzugeben habe, sondern auch der betreffenden Obrigkeit die Anzeige davon zu machen seye. Die Obrigkeit hat sofort den angegebenen Vater einzuberufen, zu verhören, in der Sache zu urtheilen, den Schuldigen zur Erfüllung seiner Vaterspflichten zu verhalten, und nach dem Verhältniß der dabey angewandten Verführung zu bestrafen."[57] Am Ende der Verordnung findet sich auch eine Ermahnung, dass sich jeder für den Glauben und Moral einsetzen solle: "Letztlich werden alle geistliche Vorsteher dringenst erinnert, und alle weltliche gemäßenst angewiesen, daß sie forthin eingedenk ihrer großen Pflichten, und der ihnen zukommenden Gewalt sorgfältig zusammenwirken, um allenthalben Unsittlichkeit und Laster hintanzuhalten, und christliche Religion und Tugend zu befördern."[58]

Während seiner Regentschaft in Innsbruck führte der Sandwirt ein sehr frommes Leben. Er stand um fünf Uhr auf und ging im Dom von St. Jakob zur Messe. Am Abend betete er lange. Ein Augenzeuge berichtet: "Alle Abende nach dem Nachtspeisen bethet er mit seinen Gästen und den Wachen den Rosenkranz und noch bey 100 Vaterunser zur Ehre allerley Heiligen. Wer um diese Zeit zu ihm kommt, muß mitbethen."[59] An der Wand des Eßzimmers ließ er ein Kruzifix und ein Bild der Muttergottes aufhängen.[60] Er erlaubte nicht, dass man in seiner Anwesenheit zweideutige Ausdrücke verwendete. Einmal wurde er zum Zeugen einer Streiterei zwischen zwei Eheleuten in Gegenwart von zwei Bediensteten, die zu einem Wortwechsel von allen Vieren mit vulgären Ausdrücken führte. Da griff Andreas Hofer mit einer drastischen Ausdrucksweise ein: "Schamts enk nit, ös Facken! Facken seid's alle viere. Ist itz deß a Streit? seid's ös Christen! Lumpenleut seid's! wie tiet denn ös beichten? marschiert enk und wenns mier no a mal mit solchen Fackereien kemmt, laß ih enk alle viere insperr'n. Marsch fort, geht mier aus'm G'sicht, ös Saumagen![61] Auch in diesen überaus groben Worten zeigte sich die unbeugsame Gradlinigkeit von Andreas Hofer.

 

Die Ermahnung der Trentiner Truppen

Hofer musste auch gegen die Mißbräuche von einigen Trentiner Kompanien eingreifen, die mit ihm gegen die Franzosen kämpften. Diese Truppen bestanden zum Teil aus Abenteurern, die sich mit zweifelhaftem Ruhm zierten: Ihre Kommandanten Dal Ponte und Garbini handelten nicht immer in Übereinstimmung mit Hofer und belästigten die Gemeinden und die Bürger durch gewaltsame Einhebungen, Plünderungen und Forderungen von Tributen.[62] Auf Grund der Beschwerden, die bis nach Innsbruck gelangt waren, verfasste Hofer eine Proklamation an die Trentiner Bevölkerung, in der die Rechtschaffenheit seines Charakters sehr gut zum Ausdruck kommt:

"Herzliebsten welschen Tyrolern!

Mit Mißvergnügen vernehme ich, daß Ihr von meinen Truppen sehr schlecht behandelt wuredet.

Ich ertheile Euch nun, meine lieben theueren braven Landsleute und Waffenbrüder eine Proklamation, damit sich die rechtschaffen Gesinnten von den Bößgesinnten ferners und mit Vorweisung dieses in Acht zu nehmen wissen.

Mein aufrichtiges Herz, das mit Euch Allen rechtschaffen und redlich denkt, verabschaut Räuberbanden und Plünderung, - verabschaut Requisitionen und Contributionen, und alle Arten Bekränkungen und Forderungen an Quartiertragenden Partheyen. Keine von diesen niederträchtigen Handlungen finden in meinem vaterländischen Herzen Platz. -

Ein jeder braver rechtschaffener Vaterlandsvertheidiger hat sich wohl in Acht zu nehmen, seine Ehre und Nächstenliebe nicht zu besudeln, und zu verletzen, wodurch Gott Mißfallen über Uns verbreiten könnte, der Uns so augenscheinlich und wunderbar beschützte."[63]

Diese Zeilen lassen verstehen, dass Hofer keine Übertretung zuließ, die sich gegen den menschlichen Anstand und gegen die christliche Moral richtete. Vielleicht hatte dieser "Wilde" - wie ihn die Aufklärer von damals nannten - eine größere Herzensbildung und eine höhere Moral als viele Illuminaten. Dieser Text läßt aber auch verstehen, dass Hofer die "welschen Tiroler" als "Landsleute" und als "Brüder" betrachtete.

 

Die Gefangennahme von Andreas Hofer

Die Gefangennahme Hofers

Im Sommer 1809 besiegte Napoleon das österreichische Heer bei Wagram.[64] Im Vertrag von Schönbrunn musste der Kaiser einen Waffenstillstand unterzeichnen, der die Ergebung und Unterwerfung der Tiroler beinhaltete.[65] Da aber der Kaiser kurz vor diesem Vertrag Andreas Hofer versichert hatte, dass er das Anliegen der Tiroler unterstützen würde, wollte dieser nicht an den Waffenstillstand glauben. Er gab daher den Befehl zur Fortsetzung der Kämpfe. Darauf schickte Napoleon neue Truppen (insgesamt 50.000 Mann), um die Tiroler Region einzunehmen. Von allen Seiten marschierten die bayrischen und französischen Truppen in Tirol ein, plünderten ganze Dörfer und zündeten Hunderte von Höfen an. Hofer hoffte noch immer, dass der österreichische Kaiser ihm Truppen zu Hilfe schicken würde, aber der Kaiser überließ die Tiroler ihrem Schicksal. Auf Grund von widersprüchlichen Nachrichten und des negativen Einflusses von einigen Fanatikern in den eigenen Reihen, wurde Hofer im Hinblick auf das weitere Vorgehen immer unsicherer. Sein innerer Zustand schwankte zwischen Augenblicken voller Optimismus und Schwung und Augenblicken voller Pessimismus und Verzweiflung.[66] Er änderte ständig seine Meinung nach dem jeweiligen Einfluss und gab widersprüchliche Anordnungen.[67] Schließlich wurden die Tiroler am 1. November 1809 am Berg Isel besiegt. Die Niederlage war vollständig und Hofer musste fliehen. Zusammen mit seiner Frau, seinem Sohn und dem Schreiber Sweth versteckte er sich auf der Pfandler-Alm oberhalb von St. Martin in Passeier.[68] Er hätte nach Österreich flüchten können, wollte aber in der Nähe seines Volkes bleiben. Auf Grund des strengen Winters waren die Lebensbedingungen auf der hochgelegenen Alm sehr hart. Aber noch bedrückender war der innere Zustand von Hofer, der sich für das Unglück seiner Landsleute schuldig fühlte. In einem Brief an den Erzherzog Johann, der ein Bruder des Kaisers und ein großer Freund der Tiroler war, spürt man seine innere Qual. Hofer schreibt unter anderem, dass er von seinen Landsleuten auch nach seinem Tod noch verflucht werden würde. "... aber auch dieses wollte ich gerne ertragen, nur das strenge Gericht Gottes, wo ich Rechenschaft über meine Untergebene werde ablegen müßen, befürchte ich, weil bei dieser feindlichen regierung nicht nur allein das zeitliche, sondern auch das Ewige verlohren ist, nehmlich die Sellen (Seelen) so vieler Tausenden..."[69] Der Brief trägt die Unterschrift: "Der armbe verlassne ßinder (= Sünder) Andere Hofer"[70] "In der Einsamkeit dieser Adventswochen (von 1809) erfolgte in Hofer eine seelische Veränderung und Läuterung, die ihn über alle Niederungen des Kampfes und der eigenen Schuld erhoben und die diesem tragischen Helden des Jahres 1809 eine heroische Überwindung des Lebens und der Todesangst ermöglichten."[71] In der Nacht vom 27. auf den 28. Jänner 1810 verriet ein Landsmann von Hofer den Oberkommandanten von Tirol. Für ein Kopfgeld von 1500 Florinth führte der Bauer Franz Raffl, der später der "Judas von Tirol"[72] genannt wurde, die Soldaten auf die Mähderhütte oberhalb von St. Martin.[73] Als die französischen Soldaten die Hütte umstellt hatten, um den Tiroler Kommandanten gefangenzunehmen, öffnete dieser die Tür und fragte, ob einer der Soldaten Deutsch spreche. Darauf näherte sich ihm der Adjutant des Generals Baraguey d'Hilliers, der Deutsch verstand. Hofer wandte sich an ihn und sagte: "Sie sind gekommen, mich gefangen zu nehmen; wohlan, hier bin ich, thun Sie mit mir, was Sie wollen, denn ich bin schuldig; doch für mein Weib, mein Kind und diesen jungen Menschen (Cajetan Sweth) ... bitte ich um Gnade, denn sie sind wahrhaft unschuldig!"[74] Hofer hat also "im Augenblick der Gefahr diejenigen nicht vergessen, die ihm nahe standen; vielmehr galt ihnen sein erster Gedanke."[75] Aber die Soldaten kannten kein Erbarmen. Sie stürzten sich auf ihn und misshandelten ihn. Sie fesselten Hofer, seinen Sohn und den Schreiber Sweth und schleppten sie in das Tal hinunter. Während des Marsches misshandelten die Soldaten Hofer mit Faustschlägen und Fußtritten und rissen ihm Barthaare aus, um ein Andenken an den "General Barbou"[76] zu haben, wie er von den Franzosen genannt wurde. In den Erinnerungen von Sweth, der Hofer bis zum Tod begleitete, finden sich folgende Zeilen: "Kaum eine Viertelstunde von der Hütte entfernt, ließen wir Drey (drei), nämlich Hofer, sein Sohn und ich, blutige Spuren auf unserm Pfade zurück, denn es wurde uns nicht erlaubt, als man uns gefangennahm, Schuhe oder Stiefel, und unsere übrigen Kleidungsstücke anzuziehen. Der edle Hofer, über dessen Gesicht das Blut herabfloß, und dessen Bart ein blutiger Eiszapfen war, flößte uns oft Muth ein, indem er mit Andacht zum gestirnten Himmel blickte: "Bethet!" rief er uns zu, seyd standhaft, leidet mit Geduld und opfert eure Schmerzen Gott auf, dann könnt ihr auch etwas von euern Sünden abbüßen." So sprach er wiederhohlt, der christliche Held, der auf seinen Feind nicht zürnte, sondern alle Leiden mit Geduld ertrug."[77] Die Gefangenen wurden zuerst nach Meran und dann nach Bozen gebracht. In Bozen musste sich Hofer von seiner Frau und seinem Sohn verabschieden.

Die Reise nach Mantua

Der Transport der Gefangenen Hofer und Sweth ging nach Mantua weiter, wo sich das Hauptquartier der Franzosen befand. Für eine Nacht mussten sich die zwei Männer in Ala aufhalten. Über diesen Aufenthalt gibt es folgenden Bericht eines Augenzeugen:

"Hofer stieg im Hof ab, wo (der französische Kommandant) Ferru, umgeben von einer starken Wachmannschaft, logierte; nachdem er zu den Räumen des Kommandanten hinaufgestiegen war, wo  bereits die Tische für das Essen gedeckt waren, wurde auch er eingeladen, mit den Offizieren, die ihn begleiteten, Platz zu nehmen. Aber da gerade Freitag war, und er die aufgetischten Fleischspeisen sah, entschuldigte er sich mit freundlicher und höflicher Miene und erklärte, dass er später etwas Käse und Brot essen würde. Darauf folgte ein arrogantes und höhnisches Gelächter der Franzosen, die sich zu Tisch setzten und eifrig das Essen verschlangen. Dieser tüchtige Mann aber setzte sich neben den Ofen - es war ja tiefer Winter und sehr kalt –, nahm den langen und großen Rosenkranz vom Hals und begann mit gefalteten Händen den Rosenkranz der Muttergottes zu beten."[78]

Während dieses Aufenthaltes in Ala kam es noch zu einem weiteren Vorfall, der den Charakter von Andreas Hofer erkennen lässt: "Er wurde zum Schlafen in ein Zimmer gebracht, in dem sich ein großes Kohlenbecken mit glühenden Kohlen befand; die schädlichen Gase ließen den Wachposten ohnmächtig zu Boden fallen; und auch der Offizier, der an seiner Seite schlief, verlor die Sinne und befand sich in einer tödlichen Ohnmacht. Hofer spürte, dass er selbst am Ersticken war und sprang - kräftig wie er war - aus dem Bett; als er sah, dass der Offizier bewusstlos war und der Wachtposten am Boden lag und nach Luft schnappte, ging er - anstatt die Flucht zu ergreifen und sich in Sicherheit zu bringen (...) - ruhig hinaus und weckte die Soldaten in den anderen Zimmern, damit sie seinen Wachen zu Hilfe eilten. Und das, obwohl er wusste, dass ihn in Italien der Tod erwartete!"[79]

 

Der Aufenthalt in Mantua

Am 5. Februar 1810 erreichte der Gefangenentransport die Stadt Mantua. Das Verhalten Hofers war sehr ruhig. Cajetan Sweth, der treue Gefährte der letzten Tage von Hofer, schreibt in seinen Erinnerungen: "Hofer betrug sich während seiner Haft in Mantua sehr ruhig, ... er suchte Trost und Stärkung im Gebethe, da wir zu verschiedenen Tageszeiten den Rosenkranz betheten."[80] Nach dem zweiten Verhör sagte er zu seinem jungen Begleiter: "Cajetan, ich sehe, daß ich sehr bald sterben werde müssen: allein ich sterbe gern, denn es ist besser, daß ich mich für das ganze Land opfere, als daß noch mehrere meinetwegen oder für das Land sterben müßten.[81] "Vielleicht betrachtete Hofer den Tod als Sühne für seine eigene Schuld und als Erlösung von jedem irdischen Zweifel und den Gewissensqualen..."[82]

Einige französische Offiziere bewunderten die schlichte und würdevolle Haltung Hofers. Sie erinnerten sich auch daran, dass Hofer niemals die französischen Gefangenen erschießen ließ. Sie versuchten, die Begnadigung des Tiroler Kommandanten zu erreichen. Sogar der Vizekönig von Italien, Eugene Beauharnais, der Adoptivsohn Napoleons, setzte sich persönlich für Hofer ein.[83] Aber Napoleon kannte keinen Pardon und schrieb an den Vizekönig: "Mein Sohn, ich hatte dich gebeten, Hofer nach Vincennes kommen zu lassen. Da er jedoch in Mantua ist, so verfüge augenblicklich die Bildung einer Militärkommission, die ihn aburteilen und erschießen lassen soll an dem Ort, wo Dein Befehl eintrifft. All dies innerhalb vierundzwanzig Stunden."[84] Nach diesem Befehl von Napoleon war der Ausgang des Prozesses gegen Andreas Hofer von vornherein klar. Sein Verteidiger von Amts wegen war Gioacchino Basevi, ein junger jüdischer Rechtsanwalt, der sich auf jede erdenkliche Weise einsetzte, um den Freispruch des Angeklagten zu erreichen.[85] Aber das Militärgericht verurteilte Hofer zum Tod.[86]

 

 

Der Tod von Andreas Hofer

Die Erschießung Hofers

Nach der Verurteilung am Abend des 19. Februar 1810 wurde Andreas Hofer von seinem Gefährten Sweth getrennt und in eine andere Zelle gebracht. [87] Er beichtete bei Dekan Alessandro Borghi von der Pfarrei San Michele, der den Auftrag hatte, die Verurteilten zur Hinrichtung zu begleiten. Don Alessandro hatte aber das Feingefühl, einen anderen Priester zu rufen, der auch Deutsch konnte: obwohl Hofer ziemlich gut Italienisch konnte, schien es dem Dekan gut zu sein, dass der Verurteilte einen seelischen Beistand in seiner eigenen Muttersprache erhielt.[88] So kam dann um ein Uhr in der Nacht Don Giovanni Battista Manifesti, der die ganze Nacht mit Hofer verbrachte und ihn am folgenden Tag zur Erschießung begleitete. Gegen fünf Uhr in der Früh kam ein französischer Offizier, der Hofer offiziell das Todesurteil und die Erschießung mitteilte. Hofer hatte noch die Zeit und seelische die Kraft, um an einige Personen zu schreiben.[89] Er schrieb auch einen Brief an seinen Freund Pühler in Neumarkt, um noch einige letzte Angelegenheiten zu regeln: "Liebster Her Prueder, der götliche Wilen, ist es gewössen das ich hab miessen hier in Mantua mein zeitliches in das Ebige verwöxlen, aber gott seie Danckh um seine gödliche Gnade, mir ist es so leicht for gekhomen, das wan ich zu waß anderen ausgefierth wurd, gott wirth mir auch die gnad verleichen, wiß (= bis) in lösten augen Plickh auf das ich khomen khon alwo sich mein Sehl, mit alle außer wölte (= Auserwählte), sich ebig Ehr freien (= erfreuen) mag, albo ich auch fir alle Bitten werde Bei gott..."[90] Hofer bittet, dass man eine Seelenmesse für ihn lesen lasse und dass man für ihn bete; er ordnet das Totenmahl an, das man den Teilnehmern an seiner Beerdigung auftischen solle. Er schreibt, dass er das ganze Geld, das er bei sich hatte, den Armen gegeben habe. Er ermahnt den Freund, die Rechnungen bei seinen Gläubigern zu begleichen, damit er nicht im Fegfeuer büßen müsse. Er bittet den Freund auch, seine Frau zu trösten und verabschiedet sich dann mit folgenden bewegenden Worten von seinem Freund und vom irdischen Leben: "Von der Welt lebet alle wohl, vis (= bis) mir (= wir) im Himel zam khomen und dortten gott loben an ent, ... Ade meine schnede Welt, so leicht khombt mir das sterben vor, das mir nit die augen nass werden, geschriben um 5 urr in der frue, und um 9 urr reis ich mit der Hilfe aller heillig zu gott - Mandua den 20 februarii 1810 - dein in leben geliebter andere Hofer von sant in Passeyr - in namen des hern wille ich auch die Reisse vornemen mit gott."[91]

Am Vormittag des 20. Februars 1810 wurde Andreas Hofer gegen 11 Uhr zur Hinrichtung geführt. Auf der Straße waren viele Menschen, die ihre Sympathie für den "Generale Barbone" - wie die Italiener Andreas Hofer nannten - zum Ausdruck brachten. In der Menge befand sich auch Rechtsanwalt Basevi, sein Verteidiger:

"Nie habe ich unter der Menge, die einer Hinrichtung beiwohnte, eine so ehrliche Rührung und eine so große Entrüstung gesehen. Aus der Menge erhoben sich Rufe gegen die Franzosen und ihre Lakaien des sogenannten Königreichs Italien.

Als der Märtyrer vor den Kasematten am Mühlentor vorbeiging, haben sich viele Kameraden von Hofer, die dort festgehalten wurden - unter ihnen auch Cajetan Sweth, der mit ihm die letzten und traurigsten Monate geteilt hatte – niedergekniet und ihn um seinen Segen gebeten; er aber hat sich auf ein Zeichen des Grußes beschränkt und zum Himmel und auf den Priester an seiner Seite gezeigt, wie wenn er damit andeuten wollte, dass nur dieser die Vollmacht zum Segnen hatte."[92]

Hofer stellte sich vor den Ploton der Soldaten, die ihn erschießen sollten. In seinen Händen hielt er ein Kruzifix, das mit einem Blumensträußchen geschmückt war. Er wollte keine Augenbinde, sondern schaute furchtlos gegen die Gewehrläufe. Er forderte die Soldaten auf, gut zu zielen. Der Offizier Eiffes brachte es nicht über das Herz, den Erschießungsbefehl zu geben; darauf rief Hofer selbst: "Feuer!" Die Soldaten waren selbst innerlich bewegt und schossen schlecht. Schließlich gab der Offizier Eiffes Hofer den Gnadenschuss. Nach dem Tod wurde in der Kirche von San Michele die Totenmesse gelesen. Die Bestattung erfolgte in dem kleinen Friedhof neben der Kirche.

Zum Abschluss wollen wir noch einige Auszüge aus den Zeugnissen zitieren, die von den beiden Priestern verfasst wurden, die Andreas Hofer in den letzten Stunden seines Lebens beistanden. Das erste Zeugnis stammt von Dekan Alessandro Borghi, der Hofer die Beichte abgenommen hatte:

"... Heute aber hat es mich getroffen, dem berühmten Andreas Hofer das Sakrament der Beichte zu spenden, den die Franzosen und die Anhänger der Sekte der Illuminaten hartnäckig als einen Räuber bezeichnen, nur weil er den Mut hatte, zur Verteidigung unseres heiligen Glaubens und seines unterdrückten Volkes gegen sie die Waffen zu ergreifen; er war aber in Wirklichkeit der frömmste und treueste Christ, den man sich vorstellen kann... Diese Begegnung war für mich, trotz der schmerzlichen und tragischen Begleitumstände, Grund der Erbauung und des Trostes in einer Zeit, in der viele, die früher Festigkeit und Frömmigkeit zeigten, sich vom Gehorsam gegenüber der Heiligen Römischen Kirche entfernten, oder, infolge der Verlockungen der Macht, sogar den Glauben an Christus zugunsten von Robespierre und Bonaparte verleugneten; es scheint mir kein reiner Zufall, sondern vielmehr ein offensichtliches Zeichen des göttlichen Wohlwollens zu sein, dass dieser Kämpfer des Glaubens, dieser würdige Nachkomme der alten Kreuzfahrer, seine letzte Verabschiedung in der Kirche des Heiligen Michael, des kriegerischen Erzengels, des Fürsten der himmlischen Heerscharen, erhalten hat..."[93]

Das zweite Zeugnis ist aus einem Brief entnommen, den Don Manifesti an Dekan Borghi geschrieben hat:

Hochwürdiger Freund,

wie ich Sie gleich nach dem Erhalt Ihres Briefes über Ihre Vertrauensperson mündlich wissen ließ, beeilte ich mich, um mich in die Gefängnisse zu begeben, wo ich um ein Uhr in der Nacht ankam, kurz nachdem Sie aufgebrochen waren. Andreas Hofer war in tiefem und inbrünstigem Gebet versunken; nachdem mich der Kerkermeister, der auch innerlich bewegt war, zu ihm hineingeführt hatte, empfing er mich mit allen Zeichen einer untertänigsten kindlichen Liebe. Als ich ihn dann auf Deutsch anredete, konnte er die Tränen nicht zurückhalten, auch wenn es mir leider nicht möglich war, mich der Tiroler Mundart zu bedienen, von der ich nur ein paar Brocken kenne, und die ihm ohne Zweifel angenehm im Ohr geklungen hätte.

Wir verbrachten die ganze Nacht im Gebet und in erbaulichen Gesprächen über das Schicksal des Menschen und über den Lohn, der den im Jenseits erwartet, der gut gehandelt hat. Um fünf Uhr in der Früh kam der französische Hauptmann in den Kerker herunter, um dem Verurteilten von Seiten des Generals, Graf Bisson, offiziell mitzuteilen, was leider alle allzu gut wussten, und zwar, dass er in kurzer Zeit zum Ort der Erschießung begleitet werden würde...

Um Viertel vor 11 Uhr wurde der Märtyrer aus dem Gefängnis hinausgeführt; während ich weinte und ihn daran erinnerte, welcher Lohn ihn (im Jenseits) erwartete, begleitete ich ihn bis zur Wiese unter den Mauern gleich links von der Porta Maggiore, die als Ort für die Hinrichtung ausersehen worden war. Ich zitterte und weinte ständig; obwohl ich gewohnt war, die Gläubigen beim Übergang in das andere Leben zu stärken, wußte ich nicht, wie mir geschah. Die Ergriffenheit, die mich schüttelte, war so offensichtlich, dass mir der Gefangene ins Ohr flüsterte, dass, wenn ich wegen des irdischen Lebens weinen würde, dieses nicht so wichtig sei, um so viele Tränen zu vergießen; wenn ich aber aus Furcht um sein Seelenheil weinen würde, so hätte er ein großes Vertrauen in die unendliche Barmherzigkeit Gottes; denn niemand dürfe so anmaßend sein zu hoffen, das Seelenheil nur mit den eigenen Kräften zu erlangen.

Mir kommt vor, dass ich noch immer den Druck der letzten Umarmung von Hofer spüre, und kann nur hinzufügen, dass er wie ein christlicher Held in den Tod ging, den er als furchtloser Märtyrer erlitten hat."[94]

Dem Herzen Jesu die Treue!

Diese Zeugnisse bringen sehr gut zum Ausdruck, dass der Kampf Andreas Hofers in erster Linie eine Verteidigung des Glaubens und der christlichen Werte gegen eine glaubensfeindliche Weltanschauung war. In diesem Sinn ist Andreas Hofer auch ein Vorbild für unsere Zeit, die von vielen glaubensfeindlichen Ideologien gefährdet wird. In diese Richtung weisen auch die Worte, die Papst Johannes Paul I. in seinem Buch "Illustrissimi" an Andreas Hofer richtet: "... ich wünschte, dass Euer freundliches und zugleich christliches Heldentum Einige begeistern könnte. Damit wir uns richtig verstehen: ich befürworte keinen Guerilla-Krieg; ich bin überzeugt davon, dass es so etwas, speziell in einem demokratischen Italien, nicht braucht. Aber Euren christlichen Glauben aus einem Guss, sowie die Geschlossenheit des Volkes, die Ihr, gemeinsam mit Haspinger, in der Stunde der Gefahr bewirkt habt - das würde ich mir von ganzem Herzen wünschen."[95]

Peter Egger

 

 

 


 

[1] Vgl. LUCIANI, Albino, (Johannes Paul I.), Illustrissimi. Lettere ai Grandi del passato, Padova 1996, 331-338.

[2] Vgl. GELMI, Josef, Das Herz Jesu zwischen Religion und Politik, Die Herz-Jesu-Verehrung in der Kirchengeschichte und in der Geschichte Tirols, in: Egger, Wilhelm / Lies, Lothar SJ / Gelmi, Josef / Andergassen, Leo, Das durchbohrte Herz. Gedanken aus Theologie, Geschichte und Kunst zur 200-Jahr-Feier des Herz-Jesu-Gelöbnisses, Bozen 1996, 85 f.

Vgl. ROMEO, Carlo, I fuochi del Sacro Cuore nella storia del Tirolo tra religione e politica, Bolzano 1996, 29 f.

[3]Vgl. CLAIR, P. C., Andrea Hofer e l'insurrezione del Tirolo nel 1809, Roma 1875, zit. aus: Letture trentine e altoatesine, n. 38, giugno 1984, 95.

[4] Vgl. PIZZININI, Meinrad, Andreas Hofer. Seine Zeit. Sein Leben. Sein Mythos, Wien 1984, 25.

[5] Vgl. ebenda.

[6] Vgl. GELMI, Das Herz Jesu, 94.

[7] STAFFLER, Johann, Jakob, Tirol und Vorarlberg, topographisch, mit geschichtlichen Bemerkungen, Innsbruck 1846, vol. II, 713.

[8] WEBER, Beda, Andreas Hofer und das Jahr 1809 mit besonderer Berücksichtigung auf Passeiers Teilnahme am Kampfe, Innsbruck 1852, 3.

[9] PIZZININI, Andreas Hofer, 26.

[10] Vgl. PIZZININI, Andreas Hofer, 26.

[11] Vgl. MÜHLBERGER, Georg, Geschichte des Landes Tirol, Bozen-Innsbruck-Wien 1988, Bd. II, 466.

Vgl. RAINER, Paul, Tirol findet wenig Geschmack an der lächerlichen Freiheit und ihrer Narrenkappe, "Dolomiten", 12. Juni 1996, 13.

[12] Vgl. GELMI, Das Herz Jesu, 86 ff.

[13] FAUSTINI, Gianni, Andreas Hofer nella storia, Trento 1985, 11.

[14] Vgl. MAGENSCHAB, Hans, Andreas Hofer. Zwischen Napoleon und Kaiser Franz, Graz-Wien-Köln 1984, 138-140.

    Vgl. PIZZININI, Andreas Hofer, 75 f.

[15] Vgl. GELMI, Josef, Kirchengeschichte Tirols, Innsbruck-Wien-Bozen 1986, 162.

[16] CLAIR, Andrea Hofer, zit. aus: Letture trentine e altoatesine, 97.

[17] Ebenda.

[18] Vgl. PIZZININI, Andreas Hofer, 78 f.

[19] Vgl. CLAIR, Andrea Hofer, zit. aus: Lettura trentine e altoatesine, 103.

[20] Vgl. PIZZININI, Andreas Hofer, 79 f.

[21] Vgl. FINK, Humbert, Zu Mantua in Banden. Das Leben und Sterben des Volkshelden Andreas Hofer, Düsseldorf-Wien-New York-Moskau 1992, 97.

[22] Vgl. CLAIR, Andrea Hofer, zit. aus: Letture trentine e altoatesine, 98 f.

[23] Vgl. FINK, Andreas Hofer, 97 f.

[24] Vgl. PIZZININI, Andreas Hofer, 79.

[25] Vgl. FINK, Zu Mantua in Banden, 97.

[26] Vgl. GELMI, Kirchengeschichte Tirols, 162.

[27] CLAIR, Andrea Hofer, zit. aus: Letture trentine e altoatesine, 101.

[28] Ebenda.

[29] Ebenda, 99.

[30] CLAIR, Andrea Hofer, zit. aus: Letture trentine e altoatesine, 99.

[31] Vgl. FINK, Zu Mantua in Banden, 97 f.

[32] Vgl. CLAIR, Andrea Hofer, zit. aus: Letture trentine e altoatesine, 101 f.

[33] Ebenda, 105.

[34] Ebenda, 99.

[35] CLAIR, Andrea Hofer, zit. aus: Letture trentine e altoatesine, 99 f.

[36] Ebenda, 101.

[37] LUCIANI, Illustrissimi, 332.

[38] MAGENSCHAB, Andreas Hofer, 142.

[39] PIZZININI, Andreas Hofer, 140.

[40] SPECKBACHER, Josef, zit. aus: Caracciolo, Italo, Andreas Hofer nell'insurrezione anti-bavarese del 1809, Bologna 1928, 153 f.

[41] PIZZININI, Andreas Hofer, 141.

[42] Vgl. GELMI, Das Herz Jesu, 94.

[43] Vgl. PIZZININI, Andreas Hofer, 110.

[44] Vgl. ZENDRON, Andreas Hofer, zit. aus: Letture trentine e altoatesine, 63.

[45] HIRN, Josef, Tirols Erhebung im Jahr 1809, Innsbruck 19092, 629.

[46] HOFER, Andreas, Erlaß vom 10. September 1809, zit. aus: Pizzinini, Andreas Hofer, 155.

[47] HOFER, Andreas, Schreiben an die hochwürdigen Seelsorger in Tyrol, Innsbruck, 21. August 1809, zit. aus: Pfaundler , Wolfgang / Körner, Werner, Der Tiroler Freiheitskampf 1809 unter Andreas Hofer - Zeitgenössische Bilder und Dokumente, München-Bozen-Innsbruck, 1984, 193.

[48] MÜHLBERGER, Die Geschichte des Landes Tirol, 526.

[49] MAGENSCHAB, Andreas Hofer, 175.

[50] Vgl. PIZZININI, Andreas Hofer, 176.

[51] Vgl. HOFER, Andreas, Sittenerlass vom 25. August 1809, zit. aus: Pfaundler / Köfler, Der Tiroler Freiheitskampf 1809, 195.

[52] Ebenda.

[53] Ebenda.

[54] Vgl. HOFER, Andreas, Erlass vom 10. September 1809, zit. aus: PIZZININI, Andreas Hofer, 155.

[55] Vgl. Ebenda.

[56] Ebenda.

[57] HOFER, Andreas, Sittenerlass vom 10. September 1809, zit. aus: PIZZININI, Andreas Hofer, 155.

[58] Ebenda.

[59] KNOFLACH, Anton, zit. aus: Schumacher, Franz (Hrsg.), Anton Knoflach's Tagebuch über die Ereignisse in Innsbruck im Jahr Neun (= "Anno Neun", XIII. Bändchen), Innsbruck 1909, 53.

[60] Vgl. PIZZININI, Andreas Hofer, 152.

[61] DANEY, Josef, Diario, zit. aus: Steiner, Josef (Hrsg.), Der Tiroler Volksaufstand des Jahres 1809. Erinnerungen des Priesters Josef Daney (= Bibliothek wertvoller Memoiren, 11. Band), Hamburg 1909, 188 f.

[62] Vgl. PIZZININI, Andreas Hofer, 156 f.

[63] HOFER, Andreas, Aufruf an die Welschtiroler vom 4. September 1809, zit. aus: Pizzinini, Andreas Hofer, 157.

[64] Vgl. SAITTA, Armando, Il cammino umano, Firenze 19665, vol. II, 453.

[65] Vgl. PIZZININI, Andreas Hofer, 166.

[66] Vgl. KRAMER, Hans, Andreas Hofer, Brixen 199418, 84 f.

[67] Vgl. Ebenda, 171 f.

[68] Vgl. Ebenda, 180.

[69] HOFER, Andreas, Brief an Erzherzog Johann vom 26. Jänner 1810, zit aus: VOLTELINI, Hans, Der letzte Brief des Andreas Hofer an Erzherzog Johann, in: Tiroler Heimat, Heft III/IV, (Jg. 1923), 61 f.

[70] HOFER, Brief an Erzherzog Johann, zit aus: VOLTELINI, Der letzte Brief des Andreas Hofer an Erzherzog Johann, in: Tiroler Heimat, Heft III/IV, (Jg. 1923), 61 f.

[71] PAULIN, Karl, Andreas Hofer, Innsbruck 19815, 90.

[72] Vgl. WIENINGER, Karl, Südtiroler Gestalten, Bozen 19873, 163.

[73] Vgl. FINK, Zu Mantua in Banden, 279-282.

[74] SWETH, Cajetan, Gefangennehmung des Andreas Edlen von Hofer, und seine letzten Tage. Von seinem Leidensgefährten erzählt, in: Österreichisches Archiv für Geschichte, Erdbeschreibung, Staatenkunde, Kunst und Literatur, Jg. 1832, 13 f.

[75] AGNOLI, Andreas Hofer, 55.

[76] Vgl. FINK, Zu Mantua in Banden, 282.

[77] SWETH, Gefangennehmung, 23 f.

[78] BRESCIANI, P. , Sopra il Tirolo tedesco ed altri luoghi d'Italia, Parma 1840, zit. aus: ZENDRON, Alessandra, Andreas Hofer e la sollevazione del Tirolo, Letture trentine e altoatesine,n. 38, giugno 1984, 83.

[79] Ebenda, 84.

[80] SWETH, Gefangennehmung, zit. aus: PIZZININI, Andreas Hofer, 186.

[81] Ebenda.

[82] FORCHER, Michael, Das Jahr 1809 - die historischen Fakten, in: AMMANN, Gert / FORCHER, Michael, 1809 - Der Tiroler Freiheitskampf. In Bildern von Franz v. Defregger und Albin Egger-Lienz, Lana / Meran 1984, 27 f.

[83] Vgl. FINK, Zu Mantua in Banden, 283 f.

[84] NAPOLEON, Akt aus dem Nationalarchiv von Paris, zit. aus: BROGLIE, Raoul, de, Von der Seine zu Inn und Etsch, Innsbruck 1948, 100.

[85] Vgl. BASEVI, Gioacchino, Diario, zit. aus: AGNOLI, Andreas Hofer, 91-98.

[86] Vgl. PFAUNDLER / KÖFLER, Der Tiroler Freiheitskampf, 259.

[87] Vgl. PIZZININI, Andreas Hofer, 187.

[88] Vgl. BORGHI, Don Alessandro, Lettera a Don Manifesti del 19 febbraio 1810, zit. aus: AGNOLI, Andreas Hofer, 100.

[89] Vgl. PIZZININI, 187.

[90] HOFER, Andreas, Brief an Josef Pühler vom 10. Februar 1810, zit. aus: PIZZININI, Andreas Hofer, 187.

[91] HOFER, Andreas, Brief an Josef Pühler, zit. aus: PIZZININI, Andreas Hofer, 187.

[92] BASEVI, Diario, zit. aus: AGNOLI, Andreas Hofer, 98.

[93] BORGHI, Don Alessandro, Lettera a Don Manifesti del 19 febbraio 1810, zit. aus: AGNOLI, Andreas Hofer, 99 f.

[94] MANIFESTI, Don Giovanni Battista, Lettera a Don Borghi del 23 febbraio 1810, zit. aus: AGNOLI, Andreas Hofer, 100-102.

[95] LUCIANI, Illustrissimi, 333.

 

Erneuerung des Gelöbnisses zum Hl. Herzen Jesu am Herz Jesu Sonntag:

Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes,
wahrer Gott und Mensch zugleich!
Dir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden.

Du sitzest zur Rechten des Himmlischen Vaters
und wirst in großer Macht und Herrlichkeit kommen
mit allen Engeln zum Gericht der ganzen Welt.
Bis dahin bist du unser guter Hirt und Beschützer deiner Gläubigen
wahrhaft bei uns gegenwärtig im Heiligsten Sakrament des Altars
zur Speise der Seelen.

Unsere Väter haben in großer Not Deinem Heiligsten Herzen die Treue
 gelobt für alle Zeiten.

Wir erneuern dieses Gelöbnis mit aufrichtigem Herzen und versprechen,
Dir zu dienen, Deine Gebote zu halten und die Ehre Deines Namens zu fördern,
der so vielfach gelästert und entheiligt wird.

Auf Dich allein setzen wir unser Vertrauen.

Wende Dein göttliches Herz uns zu.
auf dass wir in der Kraft Deines Armes den Anfechtungen unseres Glaubens
widerstehen, in Gerechtigkeit und Frieden Dir dienen
und unsere Heimat als christliches Land den Nachkommen erhalten. Amen.
 

 

Weiterführende Themen: 

Leben in Gottes Gegenwart  /  Nächstenliebe  

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