Kirche Weitental

†  Gott ist die Liebe - Er liebt dich  †
 Gott ist der beste und liebste Vater, immer bereit zu verzeihen, Er sehnt sich nach dir, wende dich an Ihn
nähere dich deinem Vater, der nichts als Liebe ist. Bei Ihm findest du wahren und echten Frieden, der alles Irdische überstrahlt

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30 (31) Jahre Medjugorje(2)

eine langjährige Zeit der Gnade

Mehr über Medjugorje siehe auch:
Medjugorje(allgemein) - Maria ruft
Medjugorje(1) - Predigt von Karl Wallner
Medjugorje(2) - 30(31) Jahre Medjugorje - Interview - Zeugnisse

Medjugorje(3) - theologischer Kontext, Geschichte, Botschaften
Medjugorje(4) - ein typisches Zeugnis einer Jugendlichen
Medjugorje(5) - die Botschaften
Medjugorje(6) - 33(!) Jahre Medjugorje
Medjugorje(7) - 35(!) Jahre Medjugorje
Medjugorje(8) - Pater Slavko Barbaric
Medjugorje(9) - Zeugnis Hubert Liebherr


So etwas gab es noch nie: 30 Jahre lang erscheint die Gottesmutter in diesem gesegneten Ort. Ich will der Kirche nicht vorgreifen, doch da ich selbst einer der vielen, vielen bin, dem genau dort die Augen geöffnet wurden, werdet ihr verstehen, dass ich auch von diesem Ort und dem Segen, der von dort ausgeht, schreiben
muss. Ich betone das "muss", denn wir als Christen sollten einmal von der Liebe Gottes durchdrungen sein, denn erst dann und nur dann, werden wir ein Magnet, eine Anziehungskraft für andere werden, die das Licht suchen, es aber vielfach an falschen Orten und Dingen suchen oder gesucht haben.
Und genau das wird dort gelehrt und praktiziert: Umkehren d.h. einmal sich entschieden Gott hinwenden, dann das Gebet, das zum Gebet des Herzens werden sollte und dann das Zeugnis seiner Liebe geben, für Gott und sein Wirken.
30 Jahre Erscheinungen deuten auch auf eine wichtige Sache, Zeit, hin und wir sind heute wirklich in der Zeit, wo große Veränderungen auf uns zukommen werden... Der Himmel bereitet uns also darauf vor, eben auch durch Medjugorje, denn Maria sagt:
"Die große Liebe Gottes hat mich gesandt". Ja, unser Vater liebt uns, und wie!

 
 
I N H A L T
 



Einführung

(aus Feuer und Licht)
Muttergottes von MedjugorjeMedjugorje ist zweifellos ein besonderer Ort. Seit nunmehr 30 Jahren empfangen die Seher eine Botschaft von der Mutter Gottes. Natürlich ruft das auch nicht wenig Skepsis hervor. Eine Kommission des Vatikans ist dabei, sich genauer über die Ereignisse zu informieren. Natürlich kann die Kirche kein letztes Urteil über eine Sache sprechen, die noch im Gange ist. Man weiß ja nicht, was noch kommt. Zudem zeigt sich der echte Wert an Früchten, die bleiben.

Feuer und Licht will natürlich ein Urteil der Katholischen Kirche nicht vorwegnehmen. Gleichzeitig sehen wir so viele Menschen, die im Zusammenhang mit Medjugorje zum Glauben an Gott gefunden haben oder in einer neuen, tieferen Weise ihren Glauben erfahren haben, sodass wir anlässlich des 30. Jahrestages der Erscheinungen das Thema Medjugorje aufgreifen wollen.

An diesem Ort trifft man die ganze Bandbreite der Kirche: ob konservativ, liberal, charismatisch, oder welche Richtung auch immer, Medjugorje versammelt die Gläubigen, die an diesem Ort eine persönliche Erfahrung der Wirklichkeit des Himmels machen. Selbst Ungläubige nehmen oft den besonderen Frieden wahr, der hier spürbar ist.

Medjugorje hat nichts „Fanatisches“ an sich. Es ist vielmehr die freundliche Einladung, sich Gott zuzuwenden, unser Heil, das in Jesus Christus liegt, zu wählen; diese Einladung ergeht allerdings mit Klarheit und Entschiedenheit. Die uns dazu empfohlenen Mittel sind auch wohlbekannt: Gebet, hl. Messe, Beichte, Lesen der hl. Schrift und Fasten.
Medjugorje ist besonders ein Ort der Barmherzigkeit und des Friedens. Es ist ein Ort Marias, an dem wir mit der Hilfe einer Mutter zu Jesus Christus und seiner Kirche geführt werden.

Kirche in MedjugorjeHier wird ein besonderes Augenmerk auf die Rolle Marias im Heilsplan gelegt, die darin besteht, uns durch ein Teilnehmen an ihrem „Ja“ zu Gott ganz in die Nachfolge Christi zu begeben. Man könnte viel über die Geschehnisse dort berichten oder in speziellerer Weise auf die Botschaften eingehen. Medjugorje schreibt sich aber auch in die allgemeine Heilsgeschichte ein, in der Maria ein besondere Rolle zukommt. Heute leben wir in einer Zeit, auf die man das Wort des Apostels Paulus anwenden kann: Wo jedoch die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden (Röm 5,20). Medjugorje spiegelt etwas von dieser Gnade wider.

 

Eine Einladung

(von Anton Wächter)
Niemand, der schon in Medjugorje war, wird bestreiten, dass es ein besonderer Ort ist. Kommt die Jungfrau Maria täglich am Abend dorthin, um uns eine Botschaft zu geben? Auch wenn eine offizielle Bestätigung der Kirche naturgemäß noch aussteht, so zeigen doch die Früchte, dass hier etwas Außergewöhnliches geschieht. Wenn sich der Himmel der Erde annähert, so ist man in einer Atmosphäre, in der menschliche Ordnungen ihre zwingende Kraft verlieren und Wunder möglich werden. Medjugorje ist aber kein Spektakel, wo man etwas Übernatürliches besichtigen kann – es ist ein Ort der Bekehrung. Die Botschaft von Medjugorje verweist auf Gott. Mir scheint, die Zusammenfassung des Geschehens von Medjugorje ist einfach die Einladung Mariens, ganz den Willen Gottes zu tun.


Die Architektur des Lebens

Kreuzberg - Ort des Gebetes

Die erste Frage, die sich stellt: Wollen wir überhaupt ganz den Willen Gottes tun? Verlieren wir damit nicht etwas von unserem Wertvollsten, nämlich den freien Willen? Den Willen Gottes kann man mit den Naturgesetzen vergleichen. Wenn ich ein Gebäude errichten möchte, muss ich die Gesetze der Statik beachten. Sie geben sozusagen den Rahmen des Bauens und bestimmen die Form mit. Eine Kathedrale mit ihren Säulen und Bögen entfaltet ihre reiche Gestaltung in einer vollkommenen Berücksichtigung der statischen Gesetze. Die Statik ist nicht der Tod der Gestaltung, sondern vielmehr ihr Rahmen, in dem sich das freie Spiel der Baukunst erfreut. Ebenso ist es mit dem Willen Gottes. Wenn ich ein Gebäude in eine Form bringen will, die den Gesetzen der Statik widerspricht, stürzt es ein. Ein Leben zu führen, das die Gebote Gottes missachtet, ist dem Tod verfallen. Die Gesetze Gottes geben uns den Rahmen, in dem sich die Freiheit erst recht entfalten kann.

Das Grundproblem der Menschheit ist, dass sie den Rahmen übertreten hat. So baut sie seit dem Sündenfall das Leben auf einem Boden, der nicht trägt, es taumelt durch Entscheidungen, die Gottes Ordnung verletzen und die Folge ist das Leiden und der Tod. Der Wille Gottes vernichtet unseren freien Willen nicht, sondern richtet ihn erst wieder auf. Das große Heilmittel ist die Annahme der Pläne Gottes für unser Leben.

Maria hat den Willen Gottes nicht nur gesucht, sie ist sozusagen die personifizierte Zustimmung zu seinen Plänen: Mir geschehe nach deinem Wort. Dieses ganz reine und jungfräuliche „Ja“ wird in ihr fruchtbar und gibt Gott selbst Eintritt in unsere Freiheit. Sie ist Jungfrau und Mutter und in ihr wird durch das Ja das Wort Gottes, durch das alles geschaffen ist, Fleisch, kann unter uns als Mensch wohnen und die Welt erlösen. Jeder von uns kann sich in dieses Ja hineinnehmen lassen, um das Erlösungswerk am eigenen Leib zu erfahren.

Dieses Ja tritt uns nicht durch einen abstrakten Gedanken, sondern durch eine sanfte Mutter und reine Magd entgegen. Wer könnte durch Denken in die wunderbaren Pläne Gotte eindringen? Wie soll man die Zustimmung zu den lebendigen Plänen Gottes durch inneres Fragen erringen? Die Kleinen, denen der Vater im Himmel dies alles offenbart, verstehen das besser als die Großen und Gelehrten, die alles verstehen wollen. In Maria kommt uns der ganze Heilsplan Gottes entgegen.


Königin des Friedens

Medjugorje ist ein Ort des Friedens. Wer es besucht, kann sich der Atmosphäre der Sanftheit, die eine Gegenwart des Übernatürlichen begleitet, kaum entziehen. Wir werden eingeladen zu beten, uns für die Lehre der Kirche zu öffnen, zu fasten und mit dem Wort Gottes zu leben. Ein besonderer Augenmerk liegt auf der Beichte. Hier geht es nicht um theologische Kontroversen oder ideologische Fragen. Es geht allein um das Heil des einzelnen, der vor seinem Schöpfer steht. Der Frieden in der Welt kommt aus dem Frieden, den der Einzelne in sich selbst und in seinem Umraum erringt. Man fühlt sich an den hl. Seraphim von Sarov erinnert: „Erlange du den Frieden und Tausende um dich herum werden ihn finden.“

Muttergottes in der KircheMaria zeigt sich in ihrer Rolle als Frau, die - vor aller Arbeit und Gestaltung, vor aller Regierung und Festlegung von Gesetzen - empfängt, um Leben zu geben. Wir sollen uns durch die Mittel der Beichte, des Gebetes, der inneren Reinigung und den Empfang der Sakramente bereit machen. Gott selbst schenkt uns, was wir brauchen. Zuerst müssen wir empfangen, dann erst können wir ans Werk gehen und die Welt gestalten. Bei aller Tradition des Glaubens gibt es in jedem von uns auch die persönliche Begegnung, die Befruchtung durch den Heiligen Geist, der Leben schenkt. Bereitet uns nicht Maria durch ihr Kommen in diese Welt auf eine neu Befruchtung durch den Heiligen Geist vor? Die Früchte scheinen dafür zu sprechen.

Die Weihe an Gott durch Maria ist nichts anderes, als ein entschiedenes Ja zum Willen Gottes zu sprechen – und zwar nicht aus einer männlich-kämpferischen Kraftanstrengung heraus, sondern in der Schule der makellos empfangenden Haltung einer reinen Jungfrau. Das Ja Marias in Nazareth vor dem Erzengel Gabriel ist ein Ja, das sie stellvertretend für die ganze Menschheit gesprochen hat und das bis heute in jeder Entscheidung für Gott mitklingt. So nimmt Christus in seiner Kirche Fleisch an. Maria sucht auch heute ihre Kinder, um sie in die Bejahung des Lebens mithineinzunehmen. Sie sucht uns in der Kammer unserer Herzen; sie sucht uns auch an besonderen Orten, wo sie kommt, um die zerstreuten Kinder Evas wieder zu sammeln, damit Christus im Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes in uns Gestalt werden kann. Einer dieser Orte heißt: Medjugorje.

 
 

Interview - Im Dienst der Gospa

Dass die Nachfolge Jesu ein echtes Abenteuer ist, ist bekannt. Wenn es „ernst“ wird, ist es nicht unbedingt einfach, dem Ruf des Herrn zu folgen. Nicht anders war es für Hubert Liebherr, als er den Ruf vernahm, alles zu verlassen, um sich ganz in den Dienst der Gospa zu stellen. Ein Abenteuer, das vor rund 20 Jahren begann und noch nicht zu Ende ist...

FuL: Herr Liebherr, Ihren Namen verbindet so mancher vielleicht mehr mit Baumaschinen, als mit einem Marienwallfahrtsort.

Hubert Liebherr: Ja, mein Vater hat diese Firma 1949 gegründet. Sie ist nach wie vor zu 100% in Familienbesitz, wird von zweien meiner Geschwister geleitet und beschäftigt heute über 33 000 Mitarbeiter in über 100 Gesellschaften auf der ganzen Welt.

FuL: Wann sind Sie das erste Mal nach Medjugorje gekommen?

ErscheinungsbergH. Liebherr: Unsere Mutter hat immer mit uns gebetet, als wir klein waren und ich mochte die Mutter Gottes sehr. Doch das ging im Verlauf der Jugend und den 68-igern verloren.
Ich kam im Juni 1987 - zum Jahrestag - das erste Mal nach Medjugorje. Meine Erwartungen waren riesengroß. Denn ich dachte, wenn ich als junger, deutscher Unternehmer mit dem eigenen Flugzeug dorthin komme, würde mir schon ein kleines, besonderes Wunder zustehen. Dabei lässt sich der Herr doch nicht von einem Privatflugzeug beeindrucken!

Am späten Nachmittag saß ich neben der Kirche auf einer kleinen Mauer, um das Geschehen zu beobachten: viele Priester auf kleinen Klappstühlen mit einem Schild ihrer Sprache vor sich, die Beichte hörten. Auf einmal begann es mir schlecht zu werden, wo es mir doch sonst nie schlecht wurde. Und dann fiel mir etwas ein, was ich einmal, Anfang der 70-Jahre, in einer Kirche in Belgien gemacht hatte. Das war nicht gut! „Das musst du beichten“, dachte ich mir. „Aber hier, öffentlich vor allen Leuten?“ Das ging nicht.

Der Brechreiz wurde immer intensiver und ich wollte nur schnell weg. Mit einem Mal stand ein Priester vor mir, machte seinen Klappstuhl auf und stellte das Schild „Deutsch“ davor. In diesem Moment zog es mich regelrecht auf die Knie, ich beichtete und begann zu heulen; mir wurde in diesem Moment mein ganzes Elend bewusst! Nach der Lossprechung spürte ich: „Mein Herrgott liebt mich trotz allem und hat mir verziehen.“ Mit einem tiefen Gefühl des Friedens ging ich von dannen und - mir war nicht mehr schlecht.

Von diesem Moment an konnte ich das Wirken des Himmels in Medjugorje annehmen und ich versprach der Gottes Mutter, mich für diesen Ort einzusetzen.
Überzeugt haben mich darüberhinaus auch die Seher, mit welcher Geduld sie die immer gleichen Fragen der Pilger beantworteten. Die Männer fragten: „Wie sieht die Mutter Gottes aus?“ und die Frauen fragten: „Was hat sie an?“

FuL: Wie kam es, dass Sie sich ganz in den Dienst von Medjugorje gestellt haben?

H. Liebherr: 1988 organisierte ich mit meinem Freund einen Filmvortrag über Medjugorje in unserer Heimatstadt Biberach sowie unsere erste Pilgerfahrt mit einer Gruppe. Mein Vater war davon nicht begeistert, da er Bedenken hegte, dass diese Öffentlichkeitsarbeit für Medjugorje sich schlecht auf das Unternehmen auswirken könnte. Das stellte mich natürlich vor Fragen. Am Vortag dieses ersten Pilgerfluges besuchte ich den bekannten Wallfahrtsort Maria Vesperbild nahe Augsburg, um mit einem dortigen Priester, der uns dann nach Medjugorje begleitete zu sprechen. Wir feierten dort die Pilgermesse mit, bei welcher immer am Schluss ein Weihegebet an das Unbefleckte Herz Mariens gebetet wird. Dieses mir unbekannte Weihegebet wurde von einer Dame am Mikrofon vorgebetet, als ich plötzlich innerlich klar und deutlich spürte: Jetzt kommt die Antwort auf die Frage, wie ich zukünftig mit diesem Engagement umgehen kann. In dem Moment betete die Dame die Worte: „und verlasse alles was du bist und hast und folge mir nach“.

Das war zuviel für mich! Ja, nachfolgen, wohin und wie? Tausend Fragen gingen mir durch den Kopf, aber ich hatte keine Antwort. Ich fühlte mich restlos überfordert! Doch dann fiel mir ein, dass wir ja morgen nach Medjugorje fliegen und ich sagte zur Gottesmutter: „Wenn Du das wirklich willst, dann gib mir bitte in Medjugorje ein Zeichen, dann will ich mich entscheiden.“

In Medjugorje angekommen schaute ich zur Sonne, zum Kreuzberg und hielt nach einem Zeichen Ausschau, aber es war nichts. Ich ging sehr traurig ins Bett. Mit so einer innerlichen Spannung konnte ich nicht weiterleben und ich sagte mir: „Du hast dich getäuscht! Ende, aus.“ Damit war die Sache für mich erledigt.

Die deutschsprachige heilige Messe am nächsten Morgen begann mit dem bekannten Marienlied: „Segne Du Maria, segne mich Dein Kind, dass ich hier den Frieden dort den Himmel find!“ Im Moment, als die Pilger das Wort „Himmel“ sangen, wurde alles anders in mir. Ich durfte eine übernatürliche Herrlichkeit verspüren, die ich nicht ertragen konnte. Es war, als würden alle Chöre des Himmels den Herrn lobpreisen und ich als einziger Sünder dazwischen. Ich wollte nur noch weg. In die kleinste Ritze des Kirchenfußbodens hätte ich mich verkrochen - nur weg! Die Herrlichkeit war nicht zu ertragen! Im Anschluss an diese Ereignisses konnte ich dann sagen: „Ja, ich werde alles verlassen, was ich bin und habe und werde Dir nachfolgen“ - ohne zu wissen, wie das gehen sollte.

Daraufhin erzählte ich meinem Vater von diesem Ereignis und sagte, dass ich jetzt nicht mehr für ihn, sondern nur noch für den Himmel arbeiten wolle. Erst war es sehr hart für ihn, doch dann sagte er: „Du bist alt genug, du musst selber wissen was du willst. Wenn das dein Weg ist, dann geh ihn“! Das Firmenvermögen war bereits auf uns fünf Kinder übertragen, doch fand ich es nicht fair, ein so ein großes Vermögen zu besitzen, ohne etwas dafür zu tun. So übergab ich meinen Teil wieder meinem Vater. „Das kommt ja gar nicht in Frage, dass Du vom Betteln leben musst!“, war seine Antwort und er verfügte, dass die Erben dieses Vermögensteiles meiner Frau und mir daraus eine regelmäßige Zahlung zukommen lassen müssen.

FuL: War es für Ihre Umwelt beziehungsweise Ihre Familie schwer, Ihre Entscheidung zu akzeptieren?

H. Liebherr: Ja, es war im ersten halben Jahr sehr schwer für sie. Alle haben versucht, mich zu bewegen, doch in der Firma zu bleiben. Ich könne mich ja auch dort sozial oder religiös engagieren, wieso müsse ich da gleich so radikal aussteigen, lautete der Vorwurf. Ich erinnere mich an eine Diskussion, wo man mir vorwarf, wie ich denn aus so einer Firma aussteigen könnte, ohne zu wissen, wie es genau weiter ginge. Ich bräuchte doch eine klare Konzeption, eine Perspektive, müsse doch wissen, wo ich in zwei, vier und sechs Jahren stehen würde. „Jetzt spinnt er total!“ Diesen Satz bekam ich öfters zu hören.

Das war die Zeit, während derer ich mit meinem Herrgott gerungen habe. Ich kam mir vor, wie bestellt und nicht abgeholt. „Lieber Gott, warum hast du mich genommen? Ich bin Bauingenieur und kann dir eine Brücke bauen, aber ich bin kein Theologe!“

Abendstimmung am Escheinungsberg

In einer Nacht nach langen Diskussionen lag ich heulend im Bett: „Lieber Gott lass mich in Ruhe, such dir jemand anderen!“ Da hörte ich eine männliche Stimme in mir, die sagte: „Wie willst du je deinen Glauben bezeugen, wenn du es nicht mal vor Deinen Freunden kannst?“ Das saß! Ab da war mir klar, dass ich keinen Menschen dieser Erde von meinem Glauben überzeugen, sondern nur meinen Weg gehen und auf diese Art meinen Glauben bezeugen muss.

FuL: Worin besteht Ihr Apostolat für die Muttergottes, was ist Ihre Hauptaufgabe?

H. Liebherr: Meine Hauptaufgabe über all die Jahre besteht darin, Menschen zu diesem Gnadenort zu begleiten. Über den damals von meinem Freund und mir gegründeten Verein Medjugorje-Deutschland e.V. organisieren wir jährlich ca.10 Wallfahrten nach Medjugorje.

Darüber hinaus bin ich im Kirchenbau im Osten tätig. Finanziell maßgeblich unterstützt von Renovabis, dem Hilfswerk der deutschen Bischofskonferenz für den Osten, konnten wir bisher 27 Holzkapellen in die ehemalige Sowjetunion zur großen Freude der dortigen Gläubigen liefern und errichten.

FuL: Sie sind mittlerweile ein langjähriger „Kenner“ von Medjugorje geworden. Was berührt Sie heute an diesem Ort am meisten?

H. Liebherr: Die tausende von Menschen, die selbst nach der Abendliturgie, die immerhin über drei Stunden geht, noch vor dem ausgesetzten Allerheiligsten knien.

Dann beeindrucken mich die vielen Menschen, die in Medjugorje für sich persönlich das Sakrament der Liebe und der Barmherzigkeit Gottes, die Beichte wiederentdecken. Am Jahrestag vor drei Jahren zählte ich über hundert Priester, die gleichzeitig Beichte hörten. Hierbei wird das Gnadenwirken Gottes ganz offensichtlich.

FuL: Worin sehen Sie die Hauptfrüchte für die Menschen und für die Kirche, die von diesem Ort ausgehen?

H. Liebherr: Nach einer achttägigen Pilgerfahrt fällt mir immer auf: die Menschen haben einen neuen Humor, eine neue Zuversicht, eine neue Hoffnung. Sie sagen, ihr Kreuz sei zwar nicht leichter geworden, aber sie hätten mehr Kraft, es besser tragen zu können. Und im Letzten bekommen sie eine Gewissheit: Gott existiert.

Sie beginnen ihren persönlichen geistigen Weg zu gehen und beginnen regelmäßig zu beten. „Sprechen mit deinem Schöpfer“, wie ein Priester das Gebet einmal nannte. Sie beginnen ihr Leben über das irdische Dasein hinaus auf die Ewigkeit hin auszurichten. Sie beginnen den Herrn zu lieben, ihm zu vertrauen und ihm nachzufolgen.
Sie beginnen die heilige katholische Kirche zu lieben und engagieren sich in ihr. Wissend, dass auch Priester nur Menschen sind, hören sie auf, diese zu kritisieren und beginnen für sie zu beten. Und vor allem: sie lieben ihren Papst. Aber letztlich bleiben sie der Person dankbar, die sie nach Medjugorje gerufen hat, der Gospa.

FuL: Herr Liebherr, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Segen und viele Früchte für Ihren Dienst in Medjugorje!

 

Zeugnis - Die Pädagogik der Gospa

(eine Jugendliche berichtet)
Der größte Fehler in unserem Leben war, dass wir als Jugendliche unseren Rosenkranz, den wir besaßen, vergaßen zu beten und irgendwann verloren haben. In der Schule hatte man uns lächelnd erzählt, dieses Gebet wäre etwas für Analphabeten. Aufgeklärte Menschen beteten frei! Die einsetzende religiöse „Pubertät“ dauerte 25 Jahre. Alle Versuche des gemeinsamen Gebetes führten nicht zum geistlichen Wachstum. Etwas Wichtiges fehlte uns.

Rosenkranz und Beichte

Menschenmassen in MedjugorjeGeschafft hat es dann die Gospa durch ihre ganz eigene, eigentlich recht einfache Pädagogik, dass wir neu zum Glauben gekommen sind. Diese Bekehrung fand vor rund zwanzig Jahren statt und hat uns, unser Denken und unser Familienleben vollständig umgekrempelt.
Unser älterer Sohn hatte als Schüler von Medjugorje erfahren, fühlte sich angezogen und machte sich als Tramper auf den Weg. Er kam voller Frieden zurück und setzte durch, dass wir, nach dem Willen der Muttergottes, den Rosenkranz in der Familie zu beten anfingen. Zunächst beteten wir täglich nur ein Gesätz. Schon nach wenigen Tagen vollzog sich eine innere Veränderung in der Weise, dass wir uns gegenseitig erzählten, wie wir uns dabei fühlten. Das führte uns zu einem ständigen religiösen Gespräch, und unser Zusammensein begann aufrichtiger und liebevoller zu werden. Danach hatten wir uns schon so lange gesehnt! Also haben wir weitergemacht! Wir schlossen uns einer Gebetsgruppe an und nach kurzer Zeit waren wir so weit, dass wir den Drang verspürten, nach über zwanzig Jahren „Abstinenz“ zur Beichte zu gehen. Die Gospa zog uns dann selbst das erste Mal nach Medjugorje und überhäufte uns mit Gnaden. Sie zeigte uns, dass wir unser ganzes Leben ändern sollten. Daraufhin haben wir dann unsere überflüssigen Versicherungen gekündigt, damit bezahlten wir unsere Schulden, wir gestalteten unsere Wohnung neu, umgaben uns mit Bildern der Heiligen und richteten eine Hauskapelle ein.

Ein Nach-Hause-Kommen

Ich war zu dieser Zeit erfolgreicher Musiker und gestaltete viele Familienfeiern. Plötzlich war es mir nicht mehr möglich, zu singen: „Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind!“. Ich gab meine Karriere auf und vertraute meine Familie dem heiligen Josef an. Wir besuchten täglich die heilige Messe, beteten vor dem Tabernakel und weihten uns der Muttergottes. Wir begannen, die Bibel zu lesen und zu verstehen, dass das Evangelium wirklich die Wahrheit ist. Gott ist unser Vater, die Gospa unsere Mutter, sie erzieht uns mit unendlicher Güte und Nachsicht.
Der tägliche Rosenkranz einte unsere Familie und schenkte uns immer wieder Frieden, auch nach teils heftigen Krisen. Es war eine sehr schöne und glückliche Zeit für Eltern und Kinder.

Christusstatue nahe der Kirche

Unser älterer Sohn ist durch seine Erlebnisse in Medjugorje Priester der Gemeinschaft der Seligpreisungen geworden. Durch die enge Verbindung mit ihm und der Gemeinschaft können wir in unserer glaubensfeindlichen Umgebung standhalten.
Unser Haus ist Treffpunkt für unsere nun erwachsenen Kinder und ihre Familien, für ehrenamtliche Helfer in den Pfarreien, für Nachbarn und ihre Gäste. Die „Muttergottes des Lächelns“ die im Eingangsflur steht, lädt alle ein, hier eine Zeit des Friedens und der Freude zu erleben. Einige Gäste trafen dann in dieser Zeit mit uns eine Lebensentscheidung, andere ordneten ihr Leben neu, mancher fand zu einem tieferen Glauben oder begann, danach zu suchen.
Auch in diesem Jahr fahren wir nach Medjugorje, um der Gospa für unser neues Leben zu danken. Es ist jedes Mal wie ein „Nach-Hause-Kommen“. Wir brauchen sie wie die Luft zum Atmen! Sie führt uns zu ihrem Sohn! Und was Jesus täglich mit uns macht: Das wäre eine neue und lange Geschichte, die noch nicht zu Ende ist...

Elmaria P., Berlin, 2011
 
 

Zeugnis eines Priesters

 

Joseph Qinn, ein Holländer, war 9 Jahre alt. Sein krebskranker Onkel bereitete sich auf die Wallfahrt nach Lourdes vor.

Joseph wunderte sich, wie er sieht, dass Nachbarn und Freunde seinem Onkel geheimnisvolle Kuverts anvertrauen. "Das sind die Gebetsmeinungen für Unsere Liebe Frau von Lourdes" sagt ihm seine Mutter, "sie wird sie erhören."

Ein Gedanke keimt im Kopf des Kindes, es läuft in sein Zimmer, schreibt so schön es kann. „Liebe Maria, mach’ aus mir einen Priester“ Dein Sohn Joseph.

Zu jener Zeit betete Joseph den Rosenkranz in der Familie, ohne allzu viel an seine Bitte zu denken. Er nahm es an, aber das Herz war nicht dabei. Er wusste von seiner Mutter, dass Maria wunderbar ist. Sie nahm den kleinen Joseph beim Wort. 1995 wurde er zum Priester geweiht.

Pater Pio - eucharistische LiebeAm 5. Oktober 1997 war er  in Medjugorje bei der Messe Hauptzelebrant, brachte sein Glück zum Ausdruck, Priester zu sein und brachte die englischsprachigen Priester, die hinter ihm im Chor saßen, zum Weinen.


"Für mich ist die Wandlung vom Brot in den LEIB und von Wein in das BLUT Christi jedes Mal eine erschütternde Erfahrung. Dennoch werde ich nach dieser ersten Pilgerfahrt nach Medjugorje gewahr, dass ich erst jetzt beginnen  werde, Priester zu sein. Hier habe ich die Tiefe des Gebets entdeckt. Ich möchte den Priestern und allen Bischöfen sagen:

        

Kommt, kommt, kommt! Um beten, beten, beten zu lernen"


 

 

Zeugnis Simone

Mit 21, als ich gerade wieder anfing, mich mehr für den Glauben zu interessieren, begegnete ich einigen jungen Leuten, die schon länger im Glauben standen. Mehrere von ihnen erzählten von Medjugorje, dort erscheine die Muttergottes, noch dazu jeden Tag! Es wäre echt fantastisch dort, diese Stille, dieser Friede! Man könne die Gegenwart Mariens förmlich greifen! Das klang interessant, das wollte ich mir doch anschauen....

Und da saß ich also nun in Medjugorje. Und da kam also dieser so angepriesene Moment der Erscheinung. Und - ich spürte nichts. Die Stille – nichts als Geraschel und Geräusper. Der Friede – ich war einfach k.o. von der Fahrt. Meine Erwartungen waren einfach viel zu hoch.
Das Abendprogramm ging weiter mit der heiligen Messe, auf kroatisch – ich verstand kein Wort.

Und doch, ich verstand auf einmal etwas ganz anderes. In einem Moment nach der Wandlung wurde mir schlagartig klar: Jesus ist da! Gott ist da! Hier und in jeder heiligen Messe! Christus erscheint immer, wenn der Priester die Wandlungsworte spricht; nicht nur hier, sondern auch bei mir zu Hause, in meiner Pfarrkirche, bei meinem Pfarrer. Ich war fast beschämt, dass mich das bislang so wenig interessierte. Von da an begann ich einmal in der Woche die Werktagsmesse zu besuchen, dann zwei, dreimal. Inzwischen ist diesen Kommen Jesu zu uns ein fester Bestandteil meines Tagesablaufs geworden.

Alleine wäre ich wahrscheinlich nie dahinter gekommen. Da musste schon die Muttergottes erscheinen und mich bei der Hand nehmen.

Simone

 

Gespräch mit Pfarrer Pater Petar Vlasic am 19. März 2009 in Medjugorje

 

Herr Pfarrer, ich freue mich, dass Sie sich heute, am Hochfest des hl. Josef, Zeit genommen haben, um mit uns zusammenzutreffen. Können Sie uns sagen, wie der aktuelle Stand in Medjugorje ist?
Heute, am Festtag des hl. Josef, sind viele Pilger in Medjugorje. Einer der Gründe ist, dass jetzt nach dem Winter die Pilgerfahrten wieder beginnen. Dazu kommt noch, dass Mirjana am 18. März ihre jährliche Erscheinung hatte. Zu diesem Anlass kommen immer viele Pilger aus Italien. Außer den italienischen Pilgern waren auch viele Menschen aus Deutschland, Österreich, England und Irland hier. Für uns, die wir hier im Heiligtum wirken, beginnt also die Saison, auf die wir uns alle vorbereitet haben. Wir erwarten die Pilger gerne. Ab dem Palmsonntag wird der Pilgerstrom, der nach Medjugorje kommt, immer größer. Wie jedes Jahr werden alle anwesenden Pilger in das Programm miteinbezogen, wobei in der Kirche immer wenig Platz ist. Aber Gott sei Dank wird es jetzt wieder wärmer, sodass wir uns nicht in der Kirche zusammendrängen müssen, weil bereits viele Feiern draußen stattfinden.

Haben alle Brüder, die zurzeit hier sind, die Erlaubnis des zuständigen Bischofs, hier pastoral tätig zu sein?
Alle, die in der Pfarre arbeiten, haben die Erlaubnis des zuständigen Ordinariats, dass sie die pastorale Arbeit hier tun dürfen. Dabei kommt uns unser Provinzial, der ehemalige Pfarrer Dr. Ivan Sesar, als Kirchenrechtler zugute, damit hier in der Pfarre alles so funktioniert, wie es sein soll. Wir haben geordnete Papiere und geordnete Beziehungen mit dem zuständigen Ordinariat und unserem Provinzhaus, das alle Vorschriften, auch die Anordnungen der Diözese, befolgt. Wir sind alle mit Erlaubnis hier und können so unsere tägliche pastorale Arbeit sowie den Dienst an den Pilgern nach den kirchenrechtlichen, dogmatischen und moralischen Vorschriften ungestört durchführen. Wir persönlich haben daher keine Angst vor Problemen.
Das sehen auch viele kirchliche Würdenträger, die uns hier das ganze Jahr über besuchen, und sie erzählen es in Kirchenkreisen weiter, dass hier im Heiligtum von Medjugorje nichts geschieht, was den pastoralen oder kirchlichen Vorschriften widerspricht. Besonders, was die Sakramente betrifft, geschieht alles völlig korrekt. Auch der Bischof von Mostar kommt regelmäßig zu uns und erteilt unseren Firmlingen das Sakrament der Firmung.

Gestern waren Sie beim Einkehrtag in Humac, den der Kardinal von Sarajevo, Vinko Puljic, gehalten hat. Wer hat daran teilgenommen?
Die Brüder aus unserer Provinz sind gestern in einer größeren Anzahl in Humac zu einem eintägigen Einkehrtag zusammengekommen. Aus unserer Pfarre Medjugorje waren sieben Teilnehmer dabei. Der Kardinal von Sarajevo hat einen sehr interessanten Vortrag zum Thema «Wort Gottes — Heilige Schrift» gehalten. Er war unlängst bei der Synode in Rom, die dieses Thema behandelt hatte. Dabei wurde festgestellt, dass die HI. Schrift sehr wenig gelesen wird. Das ist nicht nur bei unserem kroatischen Volk eine Tatsache, sondern allgemein auch bei allen anderen Völkern.
Die Hl. Schrift als Quelle unseres Lebens wird einfach vergessen. Darüber hat der Kardinal zu uns gesprochen, aber er kam auch in brüderlicher Weise und hat sich bei uns wohlgefühlt. Er war begeistert, dass 80 Brüder zu diesem Einkehrtag gekommen sind. Da er wusste, dass Schulzeit ist und viele Priester Religionsunterricht in den Schulen halten müssen, war er von dieser großen Teilnehmerzahl überrascht.


Gestern hatte Mirjana die Erscheinung hier in Medjugorje. Die Gospa erscheint den Sehern also noch immer, den einen einmal jährlich und den anderen täglich...
Wir freuen uns, dass uns unsere Mutter noch immer besucht und uns Botschaften gibt. Das ist hier völlig anders als in anderen Heiligtümern, weil die Gospa noch immer bei uns ist. Aus dieser lebendigen Begegnung der Seher mit der Gospa entsteht eine ganz andere Atmosphäre.
Es ist uns allen bewusst, dass dies eine große Gnade ist und jeder Einzelne diese Zeit nützen muss. Besonders wichtig ist, dass hier verschiedene Heilungen geschehen, sowohl körperliche als auch seelische. Genauso wichtig ist es zu erkennen, dass es ein anderes Leben gibt und dass wir uns für dieses andere Leben jetzt schon vorbereiten müssen. Maria ist ja auch deshalb gekommen, um uns darauf aufmerksam zu machen, dass wir nicht auf den Abwegen dieser Welt gehen sollen, sondern auf dem Weg ihres Sohnes Jesus Christus, der unser einziger Retter ist. Sie lädt uns unablässig ein zu begreifen, dass es ein anderes, neues Leben gibt, für das sich das Aufopfern lohnt, um dieses neue Leben zu erlangen.
Mirjana hatte heuer die Erscheinung im Freien beim «Blauen Kreuz» am Fuß des Erscheinungsberges. Wir haben begonnen, zu den Quellen zurückzukehren, so wie es in den ersten Tagen im Jahr 1981 war. Das ist sehr schön. Die Berge hier in Medjugorje sind von großer Wichtigkeit, dort geschehen sicher besondere Bekehrungen auf unterschiedliche Weise. Die Gospa ist selbst auf den Erscheinungsberg gekommen und hat uns gemeinsam mit den Sehern dorthin eingeladen. Der Berg ist die Quelle, bei der alles begonnen hat. Deshalb freue ich mich auch, dass so viele Pilger mit Mirjana beim Blauen Kreuz versammelt waren, wo sie ihre Begegnung mit der Gospa erleben konnten. Sie haben nichts anderes getan als mit Mirjana zu beten und sich auf das Kommen der Gospa vorzubereiten.

In letzter Zeit hatten Sie hier ein Seminar für Pilgerleiter, das schon seit vielen Jahren abgehalten wird. Können Sie uns kurz sagen, wie dieses Seminar war?
Das 16. internationale Seminar für Leiter wurde in Medjugorje vom 1. 3. bis 3. 3. 2008 abgehalten. Das Thema der Begegnung war: «Rede, Herr, dein Diener hört» (1 Sam 3,9). Beim heurigen Seminar waren mehr als 150 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern anwesend. Ein solches Seminar ist von großem Nutzen für viele, die Medjugorje besuchen, denn sie erfahren verschiedene Anweisungen und Neuigkeiten, die für die bevorstehende Saison wichtig sind. Die Vortragenden beim Seminar waren Pater Petar Ljubicic, Miro Sego und Pater Ljubo Kurtovic. Am Ende des Treffens gab es wie immer eine Begegnung mit uns Priestern, welche hier pastoral wirken.
Die meisten Teilnehmer haben sich wegen Pater Jozo Zovko erkundigt, deshalb nahm ich die Gelegenheit wahr, allen zu erklären, worum es geht.

Können Sie uns sagen, wo Pater Jozo Zovko jetzt ist?
Als erstes muss man hervorheben, dass es mit Pater Jozo Zovko – und seiner Art zu arbeiten – kein gutes Ende genommen hätte. All diese Jahre haben starke Spuren an ihm hinterlassen. Wir alle wissen, wie er stundenlang zu den Pilgern sprach und von der Gospa und ihren Botschaften Zeugnis gab. Wenn ich sage, dass es kein gutes Ende genommen hätte, denke ich in erster Linie an seine Gesundheit, die immer schwächer wurde. Auch Pater Jozo selber hat erkannt, dass er so nicht weitertun konnte. Ich erinnere mich, dass die Mitbrüder auch Pater Slavko Barbaric geraten hatten, sich zurückzuziehen. Er konnte es nicht und starb dann früh. Wir Mitbrüder haben erkannt, dass es nicht gut wäre, wenn sich das gleiche wiederholen würde, und haben Pater Jozo rechtzeitig geraten, sich zurückzuziehen. Der Provinzial hat persönlich mit Pater Jozo gesprochen und ihm erklärt, dass er, wenn er gesund bleiben will, von der Arbeit, die er bisher tat, Abstand nehmen soll. Pater Jozo fuhr dann zum General nach Rom und bat um ein Sabbatjahr, was ihm der General und der Provinzial gewährten.
So befindet sich Pater Jozo Zovko jetzt im Kloster auf der Insel Badija in Kroatien. Dieses Kloster befindet sich im Bereich der Diözese Dubrovnik und deren Bischof Zelimir Puljic hat dem Aufenthalt von Pater Jozo in seiner Diözese zugestimmt. Pater Jozo bleibt weiterhin Mitglied der herzegowinischen Franziskanerprovinz. Das Provinzialat hat Folgendes darüber geschrieben: «Pater Jozo ist im Kloster in Badija. Er wurde weder vom Bischof noch vom Ordensgeneral noch vom Provinzial bestraft, sondern hat um ein Sabbatjahr gebeten (ein Jahr, das er zur freien Verfügung hat).» Das hat Pater Jozo Zovko unterschrieben und dies ist die ganze Wahrheit über seine Versetzung nach Badija.
Seine Erklärung lautet wörtlich:
«Aus gesundheitlichen Gründen und dem Bedürfnis nach Ruhe und Erholung, sowie wegen des Beginns der Bauarbeiten zur Erneuerung des Franziskanerklosters auf der Insel Badija, habe ich von meinem Provinzial die Erlaubnis erbeten, mich außerhalb der Provinz aufhalten zu dürfen, was mir die Direktion des Franziskanerordens auch erlaubt hat. Aus ebendiesen Gründen sage ich euch alle geplanten Programme für das laufende Jahr ab. In der Hoffnung, dass ihr meine Bedürfnisse verstehen werdet, grüße ich euch alle mit dem franziskanischen Gruß: Frieden und Wohl!» Pater Jozo Zovko am 20.02.2009

In diesen Tagen habe ich gehört, dass Rom eine Kommission nach Medjugorje geschickt hat. Können Sie uns als Pfarrer etwas über diese Kommission sagen? Worum geht es da?
Schon seit längerem wird von einer Kommission aus Rom gesprochen, die mit der Arbeit über die Erscheinungen beginnen sollte. Ich persönlich habe davon noch keine Nachricht oder irgendwelche genauen Informationen aus erster Hand, weder vom Bischof noch vom Provinzial oder Ordensgeneral aus Rom. Wir hier in Medjugorje erfüllen unsere Arbeit gerne und werden niemanden daran hindern, dass er kommt und hier arbeitet. Ganz im Gegenteil: Wenn sich jemand aus Rom meldet, werden wir ihn sehr gerne als Gast empfangen und ihm alles zeigen, was hier geschieht. Von unserer Seite her ist also die Tür für alle, die aus Rom kommen, offen.
(Das Gespräch führte vd)
Aus «Medjuroje» Nr. 93

 

 

 

 


Gebet:

Danke, lieber Vater,  dass Du Deine und unsere Mutter sendest, um Deine verirrten Kinder zur Umkehr zu rufen.
Trotz der großen Sünden dieser Tage bist Du treu, Du erweist uns einmal mehr Deine Barmherzigkeit.
Wir bitten Dich, guter Vater, dass der Ruf der Mutter von vielen, vielen Kindern, die alle eine Seele besitzen, die ihren Ursprung in Dir, lieber Vater hat, gehört wird.
Mögen viele die Gnade der Barmherzigkeit erlangen, die in diesen Tagen ausgegossen ist über den ganzen Erdkreis.
Wir opfern Dir, guter Vater, den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes auf zur Sühne für unsere Sünden und Sünden der ganzen Welt.
Wir bringen Dir die Wunden und das Blut Christi durch die unbefleckten Hände Deiner Mutter dar und bitten um Gnade und Barmherzigkeit, besonders für die Sünder und die Sterbenden.
Amen.
 

 

Weiterführende Themen: 

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