Kirche Weitental

†  Gott ist die Liebe - Er liebt dich  †
 Gott ist der beste und liebste Vater, immer bereit zu verzeihen, Er sehnt sich nach dir, wende dich an Ihn
nähere dich deinem Vater, der nichts als Liebe ist. Bei Ihm findest du wahren und echten Frieden, der alles Irdische überstrahlt

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Umgang mit Medien

in der Familie

 

Der Umgang mit den Medien in der Familie ist heute wohl eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Kinder - und nicht nur Kinder! - sind fasziniert von der virtuellen Welt... Sie erziehen mit, ob wir es nun wollen oder nicht. Jeder, der Kinder hat, kann wohl ein Lied davon singen. Doch wir sollten Kinder nicht diesen Medien überlassen! Kindererziehung heute im Internetzeitalter ist eine schwierige Aufgabe!
Dann zu den Smartphones: Die haben ja zum Teil den Computer ersetzt und damit steht auch die Tür zum Internet offen und dazu sage ich nur: nichts gegen Telefonie und SMS, aber Hände weg vom Internet für junge Kinder!
(vgl: http://www.cz-herborn.de)

 
 
INHALT
 



Einführung

"Die Kiste schmeiße ich eines Tages noch raus!" "Macht doch bitte mal das Gedudel aus!" Wer kennt sie nicht diese Sprüche Obwohl dieses Thema so wichtig ist, wird es doch nur selten in den Familien entschieden angegangen.
Der sorglose Umgang mit den Medien wird in einem Zitat von dem Journalist Uwe Siemon - Netto besonders gut zum Ausdruck gebracht:
"Was die Medien anbelangt, so führt sich die postmoderne Menschheit auf wie Kameltreiber, die meinen, auch einen Jumbojet steuern zu können, nur weil es sich beim Trampeltier wie beim Flugzeug um ein Transportmittel handelt."
Die Grundprinzipien der Wirkung der visuellen Medien sind nahezu gleich. Ob Fernseher oder Internet - Video oder Videospiele - sie faszinieren alle und sind in der Regel alle schnell und ohne Anstrengung zu bedienen.

WAS IST EIN MEDIUM ÜBERHAUPT

Ein Medium hilft etwas zu verstehen, will etwas übermitteln. Ein Kassettenrecorder gibt Musik oder Geschichten wieder und ein Fernseher kann Nachrichten im Bild weitergeben. Das Internet erschließt eine unvorstellbar große Flut von Informationen.

Ein paar trockene Daten und Infos am Anfang:

  • 71% der 4 - 10 jährigen Jungen und Mädchen und ein Drittel aller älterer Kinder sehen regelmäßig das Nachmittagsprogramm
  • 40% der elfjährigen und gar 70% der 14 jährigen Jungen und Mädchen sehen regelmäßig Videos mit brutalen Krimis, Horrorstreifen und Sexfilmen ("Ganzen Generationen droht eine unüberschaubare Verrohung. Diese Filme sind Impulse für Verbrechen" so der Kriminologe Prof. Erich Hupe)

Dass wir im Medienzeitalter den Umgang mit den elektronischen Medien lernen müssen, ist ohne Frage. Unsere Welt wird immer undurchschaubarer und die Technisierung nimmt rapide zu. EIN RICHTIGER UMGANG MIT DEN MODERNEN MIEDIEN IST GEFRAGT UND EIN GESUNDER AUSGLEICH FÜR DAS ENTSTEHENDE SOZIALE DEFIZIT IST DRINGEND NÖTIG.

MIEDIEN MANIPULIEREN

Medien manipulieren und kritisches Hinterfragen tut not. Die Inhalte der Manipulation wechseln, aber die Methode bleibt. Der Manipulator schafft Angstgefühle und weist dann die in Angst versetzten Menschen auf einen Ausweg hin.

Die Werbung lässt uns den besten Einblick in dieses Thema nehmen. Die Konsumverzichtsangst wird wie folgt erzeugt: Produkte werden mit einem Attribut versehen:
„Wenn Sie modisch sein, in, progressiv, sportlich oder gesund sein wollen dann brauchen sie 'Kurrriosus' das Produkt, das nichts kann und ihr en Geldbeutel entlastet." Habe ich das Produkt nicht, dann habe ich auch nicht diese Eigenschaft und bin weder in, modern noch sonst was. So flößt man Menschen, die vorher keine Angst hatten Angst ein, die sogenannte Konsumverzichtsangst.

Dieses Grundgesetz der Manipulation findet man nicht nur bei Konsumgütern, sondern auch in der Auseinandersetzung mit Kernenergie, Chemie und Militär, Politik oder Ideologien o. Religion, immer wird auf der Klaviatur der Emotionen gespielt. Sachargumente und Detailinfos sind nicht gefragt. Manipulation blüht, wenn Situationen überzeichnet, Emotionen geschürt und das Grundgefühl der Angst ausgenutzt wird. Manipulation lebt letztlich von der Verschleierung der Tatsachen und vom Appell ans Gefühl Besonders manipulierbar sind instabile, ichschwache und desintegrierte Menschen. Besonders Kinder und Jugendliche, sind gefährdet. Sie müssen besonders geschützt werden.

GEFAHREN DURCH DEN FALSCHEN UMGANG MEDIEN

Immer wieder werden erschreckende Studien bekannt. So verbringen Schüler mehr Zeit vor dem Fernseher als in der Schule. Die Folge davon ist, dass wichtige Lebenserfahrungen nur aus zweiter Hand wahrgenommen werden.
Es entstellt eine Scheinwelt, die Wirklichkeit und Illusion verschmelzen lässt. Weitere Auswirkungen, die festgestellt worden sind, sind eine steigende Gewaltbereitschaft und zunehmende Orientierungslosigkeit.
Gemeinschaftserlebnisse verkümmern, weil keine Zeit bleibt, um mit anderen oder mit sich alleine zu spielen. Das selbständige Spielen verarmt.
Das Kind bedient sich vermehrt der elektronischen Medien (auch Computerspielen und Gameboys) und ein Teufelskreis beginnt, weil es immer mehr seine Freizeitgestaltung auf Konsum einstellt. Darunter leidet auch das Kommunikationsvermögen und die sprachliche Ausdrucksfähigkeit.

Videoclips und viele Zeichentrickfilme sind für die Kinder aufgrund ihrer Bildfolge kaum nachvollziehbar. Die Musikclips sind zudem in der Regel mit negativen "Informationen" und Bildern verbunden. Antichristlich, okkult, Gewalt verherrlichend oder sexuell stimulierend wirken sie auf die Betrachter ein, Die stark springenden Bilder lassen die Kinder und Jugendlichen abstumpfen, weil sie nicht mehr versuchen, den wirklichen Sinn dieser Clips zu erfassen. Viele Kinder schauen diese Programme stundenlang an. Eltern kann ich nur empfehlen, sich einmal ganz bewusst diesen Sendungen auszusetzen, um die Wirkungen am eigenen Leib zu erfahren. Das Kind reichert seine Gefühle und seine "Festplatte" (Kopf) mit Müll all, der nur schwer entsorgt werden kann.

Die Fernbedienung macht's möglich - Neue Fernsehgewohnheiten entstehen, die zusätzlich zu negativer Beeinflussung führen.
Da werden neue menschliche "Gattungen" erfunden, die man Flipper, Hopper, Switscher oder Zipper nennt.

Der Flipper schaut nach dem Wundertütenverfahren Fernsehen und springt so lange durch alle Kanäle bis er eine Sendung gefunden hat. (nach BILD jeder dritte Deutsche)

Der Hopper versucht drei Sendungen auf einmal zu sehen (laut BILD drei Prozent der Bundesbürger)

Der Switscher sieht keine Sendung bis zum Ende und schaltet nur aus Langeweile ein - sein Ergebnis am Schluss: Es ist doch alles Käse!

Der Zapper hat unentwegt die Fernbedienung in der Hand und schneidet beim Aufzeichnen die Werbung, aus.

Wie kann ein dem Menschen gerechter und christlich vertretbarer Umgang mit Medien in der Familie aussehen? Da gibt es viele Vorschläge, viel mehr. als hier aufgezeigt werden, zweitens spielt das Alter Kinder eine gewichtige Rolle und drittens kann man keine Familien mit einer anderen vergleichen. Umgang mit Medien ist eine Daueraufgabe und deshalb ist dieses Thema eigentlich nie abgeschlossen.

AUSWIRKUNG VON ZU VIELEN UND RASCHEN BILDERFOLGEN

Eine weitere Gefahr, die übersehen wird, sind die negativen Auswirkungen bei den Kindern, die viel, regelmäßig und über einen langen Zeitraum fernsehen. Sie sehen in einer Stunde mehr als 1200 wechselnde Bilder) und die überproportionale Ausbildung der rechten Gehirnhälfte sind Auswirkungen. "Zu früh angebotenes, häufiges Fernsehen überschwemmt das kindliche Gehirn also genau zu der Zeit mit visuellen Eindrücken, in der es lernen sollte, Bilder aus sich selbst zu erzeugen. Die Balance zwischen verbalen und nichtverbalen Formen der geistigen Organisation wird gestört"

Linke Gehirnhälfte: Sprache, Logik, Analyse und Bewusstsein.
Rechte Gehirnhälfte: Musik, Bilder, und Synthese.
In Gefahr stellt die Verbundenheit mit der Sprache als Ausdrucksmittel und die physiologische Grundlage hin zu einer ausgeglichenen Entwicklung der rechten und linken Gehirnhälfte. Sehstörungen können nach regelmäßiger Überdosierung dann die Folge sein. Das Fernsehen wird in zweidimensionaler Ebene gesehen. Die Unschärfe, die dabei entsteht wird vom Auge ausgeglichen, da dieser häufig e Vorgang das Auge überlastet, kann es zu Sehstörungen kommen.
(aus Dr. Maywald Deutsche Liga für das Kind).

VIRTUELLE MEDIEN UND DIE ZUSAMMENHÄNGE MIT DER ZUNEHMENDEN GEWALT

Die Gewaltverherrlichung in den Medien und die interaktiven Videospiele sind unbestritten für die Vermehrung von Gewalt mitverantwortlich. "Aus Jugend und Gewalt JFC: "Die Daten, die Gewalt in den Medien mit der Gewalt in der Gesellschaft in Verbindung bringen, sind heute eindeutiger als jene, die Krebs mit Tabak in Verbindung bringen."
Welche Faktoren müssen zusammenkommen, damit ein Kind durch Medienkonsum gewalttätig wird?
Den interessantesten und schockierendsten Bericht habe ich von einem ehemaligen Militärpsychologen gelesen, der Experte auf dem Gebiet des Tötens ist. Sein Name ist Dave Grossman: "In jedem Land, jeder Region und Stadt, in der das Fernsehen neu ein geführt wurde, gab es umgehend eine Explosion von Gewalt auf den Spielplätzen und innerhalb voll 15 Jahren verdoppelte sich die Mordrate."

Erklärung: "Warum 15 Jahre? Solange dauert es, bis die Brutalisierung eines 3 - 5jährigen die Spitze erreicht. Solange dauert es, bis man ernten kann, was man gesät hat, wenn man einen 3 jährigen brutalisiert und desensibilisiert.

Wenn ein kleines Kind auf dem Bildschirm Gewalt erlebt, dann ist es so, als wenn es in Wirklichkeit geschieht.

Man stelle sich vor, ein drei bis fünfjähriges Kind, sieht einen brutalen Film. Zuerst wird über eine lange Strecke ein Freund aufgebaut, der dann gegen Ende brutal ermordet wird. Hier wäre es das gleiche, als wenn man das Kind mit einem anderen spielen lässt und es dann vor den Augen des Kindes abmetzelt.

Die klassische Konditionierung

Aus der Biologie kennt man das Beispiel: Ein Hund lernt das Klingeln einer Glocke mit Futter zu verbinden. Was mit unseren Kindern gemacht wird, ist die Umkehrung der Aversionstherapie, die im Film "A Clockwork Orange" gezeigt wird.

Ein brutaler Psychopath wird an einen Stuhl gefesselt und gezwungen gewalttätige Filme anzuschauen, während ihm ein Medikament injiziert wird, das Übelkeit verursacht. Seine Gewaltausbrüche werden so eingeschränkt, dass er Hunderte Male würgend vor den Filmen sitzt.

Bei uns geschieht genau das Gegenteil: Kinder sehen lebhafte Bilder von menschlichem Leiden und Tod und sie lernen es, diese mit ihrem Lieblingsgetränk oder Lieblingsriegel zu assoziieren. In Kinos lachen und jubeln Jugendliche bei brutalen Szenen und essen dabei ihr Popkorn oder trinken ihre Cola.

"Wir haben eine Generation von Barbaren großgezogen, die gelernt haben, Gewalt mit Vergnügen zu assoziieren; so wie die Römer jubelten und weiter aßen, während Christ en im Kolosseum abgeschlachtet wurden."

Die Immunschwäche wird dann erkennbar, wenn andere Faktoren dazu kommen, wie z.B. Familien - oder Schulprobleme, darin fehlt die Hemmschwelle für Gewalt im Mittelhirn.

Die operante Konditionierung

Eine positive operante Konditionierung findet z.B. in einem Flugsimulator statt. In der Ausbildung von Piloten wird stundenlang trainiert auf Reize zu reagieren: Reiz - Reflex, Reiz - Reflex.
Auf Warnsignale hin muss der Pilot das Richtige tun. Wenn er dann tatsächlich einen Jumbo fliegt, das Flugzeug sinkt und 300 Leute hinter ihm Panik schieben, dann wird er trotz eigener Angst, das Erlernte umsetzten, weil er so stark geprägt wurde das Richtige zu tun.
Den gleichen Effekt sollen ja auch die Feueralarmübungen in der Schule bewirken. Trotz Angst das Erlernte greifen und die Schülerinnen und Schüler sollen Ruhe bewahren. Wenn Menschen wütend und verängstigt sind, dann werden sie das tun, wozu sie konditioniert wurden.
Bei den interaktiven Videospielen, bei denen man eben falls ständig auf Reize mit töten und schlauen reagiert, findet das Gleiche statt wie beim Flugsimulator. In der Tiefe wird eine bestimmte Verhaltensweise konditioniert - festgeschrieben, verankert. Wenn dies so stimmt wie Dave Grossman es uns aufzeigt, dann sind wir zu gewaltigen Anstrengungen herausgefordert in die Prävention einiges zu investieren.
Wenn der falsche Medienkonsum eine gravierende Ursache ist, dann muss es an der Wurzel angepackt werden.

ES IST FALSCH NEBEN DEM ESSEN FERN ZU SCHAUEN

Die Zeiten, die wir zusammen am Tisch verbringen, sind unbezahlbar.
Das gemeinsame Essen bietet Kommunikationsmöglichkeiten der Spitzenklasse. Nutzen Sie die kostbaren Gelegenheiten zum Erzählen, Singen, um Probleme zu besprechen und zum Albern.
Wenn Sie oft unkontrolliert fernsehen, sollte ein Wochenplan aufgestellt werden.
Vor allen Dingen müssen die fernsehfreien Zeiten mit Inhalten gefüllt werden, sonst könnte einem vielleicht nichts einfallen und schwupps ist der Kasten wieder an. Die Sender haben ein sehr raffiniertes System die Zuschauer zu fesseln. Man muss schon sehr schnell ausmachen, um nicht weiter dran zu bleiben. Feste Vorsätze und Planung vor dem Einschalten helfen ein Fernsehimmunsystem aufzubauen!! Ungeplant zu schauen lässt mit der Zeit sowieso Verdruss aufkommen, weil irgendwann ein Kommunikationsdefizit entstehen wird.
Die Werbung bei den freien Sendern verleitet zum Hoppen und Flippern, bleiben Sie bei einer Sendung und nutzen Sie die Pausen für kleine Erledigungen oder zur Unterhaltung.
Sollte der Film doch nicht so gut sein, wie man dachte, sollte es nicht außergewöhnlich sein den Apparat auszuschalten!! Du darfst auch ausschalten!! Den Kindern sollte in Ruhe die Entscheidung erklärt und generell in einer ruhigen Minute schon einmal über die Möglichkeit des Abschaltens nachgedacht werden - auch hier zieht ein Vorbild am besten.

DER FERNSEHER IST KEIN KINDERMÄDCHEN!

Kinder gehören nicht unkritisch vor den "elektronischen Schnuller" gesetzt. Ich schließe es nicht aus, dass man den Kassetten - oder Videorecorder oder das Fernsehen auch ab und zu als Entlastung auch für die eigenen Nerven benutzt - nur sollte dies die Ausnahme der Regel sein. Kleine Kinder bis ins Vorschulalter sollten nie alleine vor dem Fernsehen sitzen, wenn der Film nicht bekannt ist. Lieber zeichnen Sie Sendungen auf (wenn man einen Videorecorder hat) oder bieten fertige Videos an, die man kennt, wenn die Kinder schauen möchten. Wenn wir unsere Kinder aber dazu bekommen, eigene Ideen zu entwickeln, ist dies natürlich allemal besser als jeder Film.

KLARE ERZIEHUNGSZIELE SIND GEFRAGT

Wir müssen uns die Grundfrage stellen: Wer oder was prägt mein Kind? Was möchte ich meinem Kind mitgeben und was soll es ganz konkret lernen? Deshalb sollten Medien möglichst bewusst und gezielt einsetzt werden.
Elektronische Medien sind eine Möglichkeit sich zu unterhalten. zu bilden oder zu entspannen.

FILME UND KASSETTEN NUR IN MAßEN

So wie zwei, drei Tafeln Schokolade hintereinander gegessen ungesund sind, so auch zwei, drei Filme oder Kassetten, die hintereinander gesehen oder gehört werden. Mit dieser Seh- , bzw. Hörkultur wird das Abstumpfen gefördert.
Das Kind ist darin nicht mehr in der Lage, das Gesehene zu verarbeiten. Der Montag ist der Schreckens tag der Erzieherinnen und der Lehrer/innen. Am Wochenende steigt der Fernsehkonsum sprunghaft an und die Kinder sind dann so voll, dass all die unverarbeiteten Eindrücke ihre Spuren in nervösem und unkonzentriertem Verhalten ausdrücken.

CHANCEN UND GEFAHREN AM WOCHENENDE

Christliche Eltern sollten besonders am Sonntag morgen streng sein - sonst ist der Besuch des Gottesdienstes gefährdet. Schauen die Kinder erst einmal z.B. Tigerentenclub am Morgen ist der Kopf und das Herz nicht mehr so aufnahmebereit wie ohne Film. In erster Linie ist das Wochenende geeignet, den "emotionalen Tank" ihres Kindes und der Familie überhaupt zu füllen. Phantasie und Kreativität sollten keine Grenzen gesetzt werden. Der Sonntag kann allerdings auch die Chance bieten im Arm von Mama und Papa, einmal bewusst Fern zu sehen oder Kassetten zu hören, anschließend oder während dessen kann erklärt und geklärt werden.
(Der "emotionale Tank" ist das innere Gleichgewicht, die seelische Zufriedenheit, das gesunde Selbstbewusstsein, das Geliebtsein. Das Kind soll mit guten Gefühlen gefüllt werden.)

WIR KOMMEN AN DEN MEDIEN NICHT VORBEI

Wir wachsen mit diesen Dingen auf und müssen es lernen vernünftig damit umzugehen. Der Umgang mit den Medien muss häufig mit den Kindern thematisiert werden, wobei die eigene Meinung, liebevoll und kindgerecht weiter gegeben werden soll.
Es gilt den rechten Augenblick zu treffen und nicht erst in der Konfliktsituation mit der Aufklärung zu beginnen. Eine allgemeine Verteuflung hilft nicht weiter. Es kommt auf den richtigen Umgang mit den Medien an. Sachlich und objektiv sollen die guten und schlechten Seiten herausgestellt werden. Erklären Sie ihren Kindern, warum Sie etwas gut oder für weniger gut halten und wie und warum die Medien manipulieren wollen. Eine kritische Distanz ist notwendig. Diese Auseinandersetzung braucht Zeit, aber die lohnt sich!! Übrigens: Vorschulkinder brauchen noch keinen Fernsehkonsum, weil sie später evtl. einen erhöhten Nachholbedarf hätten. Wer gelernt hat, sich selber zu beschäftigen greift weniger zu virtuellen Angeboten.
Weniger ist besser: Ältere Kinder sollten einen klar eingegrenzten Zeitbereich für den Umgang mit den elektronischen Medien haben. Die Sprach, - Lese, - und Sehkultur soll nicht auseinanderfallen. Bieten sie ihrem Kind gute Bücher an.

MEDIENERZIEHUNG IST FREIZEITERZIEHUNG

Entspannung kann ein Wert an sich sein. Entspannung mit dem Fernsehen bei den richtigen Sendungen - warum nicht. Der Umgang, mit Medien beinhaltet immer auch die Frage - Wie will der Mensch seine Zeit verbringen? Medienerziehung ist gleich Freizeiterziehung. Wie können Kinder selber das Böse und Hässliche erkennen?
Indem sie auf das Schöne und Gute nicht nur hingewiesen werden, sondern sie es erleben können.
In der Schöpfung oder durch kulturelle Angebote werden sie geprägt und bekommen ein Gespür für Gutes und Schönes. Wir Eltern, die Gemeinden, die Schulen und Kindergärten müssen hier an einem Strang ziehen.

WELCHE ERLEBNISALTERNATIVEN GIBT ES?

An erster Stelle steht das freie Spiel draußen mit anderen Kindern oder Spielzeug das die Phantasie anregt. Dann natürlich der Sport, die Kunst in ihrem weiten Spektrum und das Erlernen eines Musikinstrumentes. Nicht zu unterschätzen sind Aufgaben, die je nach Alter in der Familie oder außerhalb übernommen werden. Sie vermitteln Erfolgserlebnisse und das Wissen eigenständig sein zu können.

VIDEOTECHNIK NUTZEN

Die Kinder können dann schauen, wenn es dem Familienkonzept passt. Ist draußen schönes Wetter, und die Kinder haben einen Film erlaubt bekommen, dann kann er später angeschaut werden und das wichtige freie Spielen musste nicht unterbrochen werden. Bei einigen Filmen ist es gut, wenn sie von den Eltern im Schnellverfahren begutachtet wurden und erst dann den Kindern "serviert" werden. Auch den Eltern bietet der Videorecorder die Möglichkeit Zeit unabhängig zu sein. Will der Papa unbedingt die Tagesschau oder eine Fußballspiel sehen, dann ist er frei zu schauen, wann er will. So können z.B. die Kinder in aller Ruhe ins Bett gebracht werden.

GEZIELT CHRISTLICHE WERTPRODUKTE VERWENDEN

Der Video, - oder der Kassettenrekorder kann ganz gezielt für christliche Ziele genutzt werden. Es gibt so viele Angebote, dass man nicht auf Bibi Bloxberg oder andere zweifelhafte Produktionen angewiesen ist. Das Auto bietet sich an, Kinderkassetten zusammen mit den Kindern oder zwecks Information alleine anzuhören.

KREATIVITÄT FÖRDERN

Fördern Sie die Kreativität, Eigenständigkeit, Ehrlichkeit und die Kritikfähigkeit Ihrer Kinder. Ein gesundes Selbstbewusstsein ist eine Hilfe gegen Manipulation. Die Kreativität spielt eine große Rolle.
Kreativität vermittelt Sicherheit. Wer etwas kann, hat Kompetenz, dadurch Selbstbewusstsein und Selbstachtung. Wer etwas kann, ist nicht so leicht verführbar und entwickelt auch andere Interessen, als nur Fertiges zu konsumieren. Wer etwas kann, ist weniger für extreme politische Zeitgeistströmungen anfällig und Kreativität fördert eine positive Einstellung dem Leben gegenüber. Kinder gerade aus labilen sozialen Gefügen sind durch Gewaltdarstellung gefährdet. Das Spielen im "Team" ist für das zukünftige Arbeitsleben wichtig ganz zu schweigen davon, dass die Sozialkompetenz insgesamt gefördert wird. Kinder dürfen auch NEIN sagen. Nein sagen braucht Mut, deshalb sollte Ihr Kind es er leben, dass ihr NEIN ernst genommen wird. Nein sagen dürfen die Kinder gegenüber Erwachsenen in angemessenem Ton!!
So ist diese Fähigkeit z.B. auch ein ganz wichtiger Schutz vor sexuellen Belästigungen.

ELTERN SIND PRÄGENDE VORBILDER

Ob wir es wollen oder nicht, wir sind die Vorbilder für unsere Kinder. Sie werden von uns geprägt. Geprägt im wahrsten Sinne des Wortes, denn von vielem können sich die Kinder später als Erwachsene kaum lösen. Wir kommen nicht drum herum, dass wir an unserer eigenen Persönlichkeit als Vater und Mutter ständig arbeiten müssen.
Es gilt Selbstbeherrschung zu üben und so z.B. Vorbild im Umgang mit Medien zu sein.

NATÜRLICHE BEGEGNUNGEN NUTZEN

Die natürliche Begegnungen mit den Kindern gilt es zu nutzten. Nicht nur die direkten Spielzeiten, bei denen wir unmittelbar auf die Kinder eingestellt sind, sind pädagogisch wichtig sondern auch die natürlichen Alltagsgelegenheiten beim Einkaufen, bei der Gartenarbeit, beim Kochen, beim Reparieren usw. Das schließ auch Lob für die geleistete Arbeit mit ein!
Sie haben ein Erlebnis und konnten eigene Leistungen feststellen. Es versteht sich von selber, dass etwas mehr Zeit eingeplant werden muss. Durch diese bewusste Entscheidung, mehr Zeit zu brauchen, sollten wir nicht ungeduldig werden.

ALTERNATIVPROGRAMME

Erzählen Sie Geschichten, toben Sie mit den Kindern und nutzen Sie Brett - und andere Spiele regelmäßig.
Fahrradausflüge eignen sich vor allem in flachen Gegenden. Sie bewegen sich und das noch in frischer Luft. Ihre Kinder, sofern sie schon Fahrrad fahren, werden sicherer und die ganze Familie kann daran teilnehmen und zur Zeitersparnis wird der Hund auch noch gleich Mitgenommen und das Gassi gehen entfällt.
Wenn Sie die Möglichkeit haben, bauen Sie doch ein kleines einfaches Häuschen im Garten oder zelten Sie mit einer befreundeten Familie. Die Kinder müssen erleben: Nicht nur der Fernseher hat Zeit für mich, sondern auch Mama und Papa! Kinderzimmer kann man mit kleinen Umstellungen, ein wendig Phantasie und minimalem Geldaufwand umgestalten z.B. den Kleiderschrank schiebt man etwas zur Seite Lind ein Kuscheleck entsteht, ein Hochbett schafft Raum unter dem Bett und Vorhänge ums Bett herum schaffen eine Höhle usw.

GEISTLICHER UMGANG

Sprechen Sie mit Gott über ihre Erziehung. Bitten Sie ihn, dass er ihnen hilft, den richtigen Modus und die richtigen Alternativen zu finden. Gott kann Ihnen Lust und Freude schenken, auch ganz neue Wege zu gehen - Väter brauchen da manchmal eine größere Vitaminspritze.
Liebe Väter, Sie sind wichtig! Was Sie investieren in den jungen Jahren ihrer Kinder, das kommt ihnen in den kritischen Teeniezeiten zu Gute. Lernen Sie Bibelworte auswendig, die mit ihren Schwächen zu tun haben. z.B. "... Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn. sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn." Epheser 6,4 (Hoffnung für Alle Übersetzung: "Ihr Eltern, behandelt eure Kinder nicht ungerecht! Sonst fordert ihr sie zum Widerspruch heraus. Eure Erziehung muss vielmehr in Wort und Tat von der Liebe zu Christus bestimmt sein!“)

Gott gehören unsere Kinder. Sie sind nicht unser Eigentum. Dieses Wissen hilft manchmal, um den richtigen Abstand zu unseren Kindern zu halten ihren den wahren Wert zu erkennen. Wenn Gott seine Schöpfung mit so viel Phantasie und Liebe umgeben hat, darin sollen wir dies für unsere Kinder auch tun.

Achtung bei Handyverträgen!

Noch ein Wort zu Handyverträgen erscheint mit hier wichtig: Heute werden von den Anbietern fast immer Verträge mit Internet inklusive angeboten. Eltern schließen die Verträge für ihre Kinder ab und wissen das oft nicht oder es ist ihnen nicht bewusst. Für SMS und Telefonie braucht es KEIN Internet! Da es auf Smartphones keine Filterung gibt, öffnet ihr - liebe Eltern - euren Kindern damit Tür und Tor zum gesamten Internet mit seinen Tücken und Gefahren. Ihr würdet euer Kind wohl nie allein im Dschungel wandern lassen. Warum überlässt ihr es dann dieser gesamten Welt des Internets mit ihren vielen Tücken und Gefahren?
Ich spreche hier vor allem von Kindern ab etwa 10 bis 16 Jahren. Ich selbst hatte vor kurzem einen Vertrag für meinen Sohn Benedikt(14) gesucht und es war gar nicht einfach zu erklären, dass ich das Internet gesperrt haben möchte. Es ging dann doch und Benedikt hat das auch akzeptiert. Zu viele Gefahren lauern dort. Er kann eine beschränkte Zeit zu Hause das Internet nutzen, gefiltert! Kinder sollen reelle Freundschaften nützen und pflegen, nicht virtuelle.

 


Gebet:

Bewahre uns, lieber Vater, vor den schrecklichen Versuchungen dieser Tage, vor schlechten Bildern, Filmen und Spielen.
Wir sind bestimmt um am Ende unserer Tage zu Dir, dem liebsten und besten Vater zu kommen.
Lass uns Deine Liebe erkennen und dass wir dich verwerfen, wenn wir uns verwerflichen Medien hingeben, die uns von Dir trennen.
Bitte heile uns, wenn wir darin gefangen sind, hilf uns um unserer Seele willen, lieber Vater.
Hilf mir auch heraus aus meiner Spielsucht,
die mir die Zeit zum Gebet, zum Denken an Dich, raubt.
Lass mich wahr Freund im Leben finden, nicht virtuelle, die nicht immer gute Absichten haben und mir etwas vormachen.

Hilf mir, lieber Vater, Dein Kind zu sein

Amen.
 

 

Weiterführende Themen: 

Versuchungen dieser Zeit  /  Pornografie  / Die letzten Dinge  /

 

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