Kirche Weitental

†  Gott ist die Liebe - Er liebt dich  †
 Gott ist der beste und liebste Vater, immer bereit zu verzeihen, Er sehnt sich nach dir, wende dich an Ihn
nähere dich deinem Vater, der nichts als Liebe ist. Bei Ihm findest du wahren und echten Frieden, der alles Irdische überstrahlt

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*Anbetung live*

Der Hl. Hermann (Josef)

21. Mai

 

Der finstere, dichte Schatten des Materialismus hat auch in seinem mystischen Leib, bei vielen Gläubigen und Priestern, das Dogma von der Gemeinschaft der Heiligen – diese großartige, lebendige, wahre, geistige Wirklichkeit im Himmel und auf Erden -, verdunkelt.
Es gibt keine Wort, die die Größe, die Macht und die von Liebe und Leben sprühende Wirksamkeit dieser Gemeinschaft ausdrücken, die den unsichtbaren, geheimnisvollen Austausch verständlich machen, dessen 
Mittelpunkt das erbarmungsvolle Herz Jesu ist.

Machen wir uns dieser Macht der Gemeinschaft der Heiligen wieder bewusst! Leben wir sie! Sie bitten für uns, rufen wir sie an!

 

Hl. Hermann Josef

aus: Hermann - Josef - Pilgerbuch
Gebete und Gesänge zur Verehrung des Heiligen Hermann Josef Salvatorianer Kloster Steinfeld
2007

Der heilige Hermann Josef von Steinfeld – sein Leben und seine Verehrung

Über die äußeren Lebensumstände des Steinfelder Chorherren Hermann aus Köln

wissen wir leider nur sehr wenig. Seine Lebensspanne fällt in die Zeit des

Hochmittelalters, genauer in die zweite Hälfte des 12. und die erste Hälfte des 13.

Jahrhunderts. Auskunft über sein Wirken und Schaffen gibt nur eine einzige Quelle,

deren Verfasser sich als Zeitgenossen des Heiligen bezeichnet. Dieser will aber keine

moderne Biographie schreiben, sondern am Beispiel Hermann Josefs seinen Lesern,

insbesondere den geistlichen, einen erbaulichen Tugendspiegel vorhalten. Nur ein

einziges äußeres Faktum ist wirklich verlässlich: Hermann wurde in Köln am Rhein

geboren. Seine Eltern seien ursprünglich nicht mittellos, aber schon bei seiner Geburt

verarmt und bedürftig gewesen. Hermann habe also früh das Los der Armut

kennengelernt. Insofern entspricht er schon als Kind dem Armutsideal der

hochmittelalterlichen Klosterreformbewegungen. In dieser frühen Zeit habe sich

bereits seine besondere Zuneigung zur Gottesmutter ausgebildet, mit der er im Gebet

in kindlicher Hingabe zu sprechen pflegte. Hier liege der Beginn seines

Mystikerlebens. Bereits im Alter von 12 Jahren sei Hermann, der damals schon

mehrere Jahre als fleißiger und guter Schüler Unterricht erhalten habe und für seine

kindliche Frömmigkeit und seinen braven Charakter bekannt gewesen sei, in das für

seine Reformfrömmigkeit berühmte Prämonstratenserstift Steinfeld in der nördlichen

Eifel aufgenommen worden. Hermann wird in diesem Zusammenhang als

Nachahmer des „zwölfjährigen Jesus im Tempel“ verstanden. Wegen des

jugendlichen Alters dieses Novizen soll es zunächst Irritationen im Stift Steinfeld

gegeben haben. Deshalb sei Hermann zur weiteren Ausbildung und zum Studium

nach Friesland geschickt worden. Nach seiner Rückkehr sei er – zusammen mit

einem älteren Mitbruder – zum Dienst im Speisesaal eingeteilt worden. Aber

Hermann habe sich mit diesem niederen Dienst schwergetan. Er sei dann von der

Gottesmutter selbst belehrt worden, dass es keine größere Verpflichtung gebe als den

Mitbrüdern in Liebe zu dienen. So habe er die klösterlichen Tugenden der Demut

und des Gehorsams eingeübt. Nach seiner Priesterweihe sei ihm der Dienst als

Sakristan an der Stiftskirche übertragen worden, den er mit großer Hingabe versehen

habe. Damit war wohl Hermanns wahres Charisma erkannt und gefördert worden:

die Kontemplation, das betrachtende Gebet. Es wird berichtet von seiner

Marienfrömmigkeit, seiner tiefen Verehrung der Eucharistie, seiner mystischen

Versunkenheit und Verzückung vor allem während des – sich dadurch endlos

hinziehenden – Messopfers und von seinem Seelsorgeeifer besonders in den

Frauenklöstern der Umgebung.

Seine besonders stark ausgeprägte Marienfrömmigkeit in Verbindung mit seiner

Gabe als Mystiker („Mystische Vermählung“ mit der Gottesmutter) hätten ihm nun

3

erst den Beinamen „Josef“ eingetragen, der damals als christlicher Vornamen

unüblich war. Diese besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten haben dazu geführt,

dass man den heiligen Hermann Josef als Autor einer Reihe von einschlägigen

Schriften benannten. Zwei davon, einen Hohelied-Kommentar und die

Lebensbeschreibung einer Nonne namens Elisabeth, gelten als verloren, die übrigen

sind u. a. ein Hymnus auf die heilige Ursula und ihre Gefährtinnen, ein Mariengruß,

Gebete an Christus und ein großer Muttergotteshymnus. Hermann Josefs Autorschaft

an dem ältesten Herz-Jesu-Hymnus „Summi regis cor, aveto“ darf dagegen als

äußerst umstritten bezeichnet werden. Während eines vorösterlichen

Seelsorgeaufenthaltes des mittlerweile Hochbetagten in einem

Zisterzienserinnenkloster, der Tradition nach dem in Hoven bei Zülpich, sei er dann

am Donnerstag der Osterwoche nach kurzer Krankheit in vorbildhafter

Gottergebenheit und bereits im Ruf der Heiligkeit heimgegangen und zunächst auch

dort – an einem von ihm kurz zuvor selbst bezeichneten Platz – beigesetzt worden.

Das Datum seines Todestages kennen wir nicht. Nur einen Hinweis noch enthält die

Vita“: Hermann habe den gewaltsamen Tod des Kölner Erzbischofs Engelbert von

Berg im Jahre 1225 etwa vier Wochen vorher prophezeit. Diese Aussage kann ein

Zeitgenosse schlecht einem zu dem Zeitpunkt bereits Verstorbenen ohne den

Widerspruch seiner Mitbrüder fälschlich „unterschieben“, so dass wir wohl sagen

können: Hermann Josef von Steinfeld ist nach 1225 gestorben und vermutlich vor

1252, wie wir mit einiger Sicherheit angesichts der Tradition vermuten dürfen. Über

sein Geburtsjahr gibt es lediglich Spekulationen mit Rückrechnungen von seinem

Sterbejahr aus, die nur dann sicher wären, wenn wir über sein Sterbealter und über

das genaue Sterbejahr besser Bescheid wüssten. Mit Unterstützung des Kölner

Erzbischofs gelang es den Steinfelder Mitbrüdern, Hermann am Pfingstdienstag

desselben Jahres zu exhumieren und in einer triumphalen Prozession in sein

Heimatstift zu überführen, wo er im Ruf der Heiligkeit erneut beigesetzt wurde und

wo zahlreiche Menschen auf ihr Flehen um Fürbitte an seinem Grabe hin

Wunderheilungen erfuhren. Diese Überführung bildet den Anfangspunkt der

Bemühungen, Hermann Josef auch offiziell als „Heiligen“ anerkennen zu lassen.

Besonders seit Beginn des 16. Jahrhunderts wird der Kult unseres Heiligen

nachweisbar, nicht zuletzt auch mit der Verlegung seines Grabes in die Mitte der

Steinfelder Stiftskirche im Jahre 1509. Der Prämonstratenserorden, der Erzbischof

von Köln und der Kaiser in Wien bemühen sich ab 1628 erstmalig offiziell um die

päpstliche Heiligsprechung, deren Fortgang sich jedoch in den Wirren des

Dreißigjährigen Krieges verliert. Ein zweiter Versuch wird genau 100 Jahre später

unternommen: Papst Benedikt XIII. wird von den Prämonstratensern dazu bewogen,

in ihrem römischen Kolleg nicht nur einen Altar zu Ehren des seligen Hermann Josef

von Steinfeld zu konsekrieren, sondern an diesem Altar auch das Messopfer zu

4

zelebrieren. Dies war für viele Zeitgenossen und auch für manchen Nachlebenden

eine Handlung, die der förmlichen Seligsprechung gleichkam. Den nächsten Schritt

auf dem Weg zur Heiligsprechung unternahmen die Priester des Dekanats Steinfeld

selbst, als sie 1893 über den neuernannten Kölner Weihbischof Hermann Joseph

Schmitz den Erzbischof und den Papst um Wiederaufnahme des

Heiligsprechungsprozesses baten. Aber erneut verlieren sich die Bemühungen

zwischen Köln und Rom in den Wirren eines großen Krieges, diesmal des Ersten

Weltkrieges. So sollten es die Verantwortlichen des 1930 wiedererrichteten Bistums

Aachen sein, die den letzten, erfolgreichen Versuch in Rom unternahmen. Schon

1938 erhielt die zuständige Ritenkongregation die päpstliche Weisung zur Aufnahme

des Verfahrens, das nach abermaliger Unterbrechung diesmal durch den Zweiten

Weltkrieg ab 1947 fortgeführt, jedoch erst im Jahre 1958 zum Abschluss gebracht

wurde. In einem Dekret der Ritenkongregation vom 11. August 1958, veröffentlicht

in Rom Ende November 1959, erfolgt die offizielle kirchliche Kultbestätigung für

den heiligen Hermann Josef von Steinfeld, die von vielen nicht ganz korrekt als

Heiligsprechung“ bezeichnet wird. In diesem Dekret bestätigt und erlaubt der Papst

den Gläubigen die Verehrung, die Hermann Josef von Steinfeld seit unvordenklichen

Zeiten erwiesen worden ist. Dabei nimmt er offiziell positiv und zustimmend zur

Kenntnis, dass dieser Selige auch als Heiliger bezeichnet worden ist und wird

(„Sanctus nuncupatus“). Die Ritenkongregation bestätigt dann im Januar 1960 auf

Anfrage des Aachener Diözesanbischofs noch einmal, dass Hermann Josef von

Steinfeld als Heiliger angerufen und in den Heiligenkalender als Heiliger

aufgenommen werden kann. Sein Fest wurde seit 1961 in allen Diözesen

Deutschlands am 7. April begangen. Im Rahmen der Neuordnung der Feste durch die

Päpstliche Kongregation für den Gottesdienst wurde der Gedenktag von Hermann

Josef erst im Jahre 1967 in Deutschland auf den 21. Mai verlegt. Das alljährliche

große Steinfelder „Hermann-Josef-Fest“ wird heute am 6. Sonntag nach Ostern, also

am Sonntag unmittelbar vor dem Pfingstfest gefeiert. Es wird außerdem mit einer

Festoktav begangen, die am Pfingstmontag feierlich beendet wird. Der geistlichen

Vorbereitung auf das Hermann-Josef-Fest dienen neun „Hermann-Josef-Dienstage“,

die von einer Reihe von umliegenden Pfarrgemeinden als traditionelle Wallfahrtstage

zum heiligen Hermann Josef von Steinfeld gestaltet werden. Von 1771 bis 1965 war

dieses große Hermann-Josef-Wallfahrtsfest mit dem 3. Sonntag nach Ostern

verbunden, während vor 1771 der Tag vor Christi Himmelfahrt der

Hauptwallfahrtstag gewesen war. Der heilige Hermann Josef von Steinfeld, oftmals

Kaplan“ oder „Bräutigam Mariens“ genannt, wird am häufigsten als Knabe, der

dem Jesuskind seinen Apfel als Gabe hinhält, dargestellt oder als

Prämonstratenserchorherr in weißer Tunika mit weißem Skapulier, weißer Cappa

und Kapuze. Das Attribut des Schlüssels am Gürtel weist auf seinen Dienst als

5

Sakristan hin, die Beigabe des Buches verweist auf den Verfasser geistlicher

Schriften. Oft hält er als Zeichen für sein Priesteramt in den Händen einen Kelch, aus

dem mitunter drei Rosen wachsen, Hinweise auf seine mystische Entrückung und

den himmlischen Duft, den er während der Eucharistiefeier wahrzunehmen

vermeinte. Häufiger noch wird er dargestellt mit dem Jesusknaben auf dem Arm

nach der Art des Antonius von Padua mit dem Lilienstengel als Zeichen der

Jungfräulichkeit. Die bekanntesten plastischen Abbildungen sind seine marmorne

Grabplastik aus dem Jahre 1732 und die Holzplastik vom Anfang des 16.

Jahrhunderts an einem Pfeiler zwischen Mittel- und rechtem Seitenschiff der

Steinfelder Basilika. Bekannt ist auch ein Gemälde des Anton van Dyck von 1630,

die mystische Vermählung des Hermann Josef mit Maria unter Engelassistenz

darstellend, das der Maler für die Antwerpener Bruderschaft der Unvermählten

geschaffen hat (heute im Kunsthistorischen Museum in Wien). Nach diesem Vorbild

wurde 1698 das Altarbild des Hermann-Josef-Altares am südlichen Vierungspfeiler

der Basilika Steinfeld gestaltet. Eine der jüngsten plastischen Hermann-Josef-

Darstellungen ist auf dem Kastanienhof des Klosters zu sehen, geschaffen von H.

Oellers aus Linz, dem Kloster Steinfeld gestiftet von Prof. Dr. Wolfgang Bergsdorf,

einem ehemaligen Schüler und Abiturienten des Hermann-Josef-Kollegs Steinfeld.

Helmut J. Kirfel, Steinfeld

Gottesdienst zu Ehren des hl. Hermann Josef

Lied zur Eröffnung: ( Gotteslob 614 )

1. Wohl denen, die wandeln vor Gott in Heiligkeit, nach seinem Worte handeln und

leben allezeit. Die recht von Herzen suchen Gott und seiner Weisung folgen, sind

stets bei ihm in Gnad.

2. Lehr mich den Weg zum Leben, führ mich nach deinem Wort, so will ich Zeugnis

geben von dir, mein Heil und Hort. Durch deinen Geist, Herr, stärke mich, dass ich

dein Wort festhalte, von Herzen fürchte dich.

3. Dein Wort, Herr, nicht vergehet; es bleibet ewiglich, so weit der Himmel gehet,

der stets beweget sich. Dein Wahrheit bleibt zu aller Zeit gleichwie der Grund der

Erde, durch deine Hand berei´t.

Text: nach Cornelius Becker 1602

Melodie: Heinrich Schütz 1661

6

Tagesgebet:

Herr, unser Gott,

du hast dem heiligen Hermann Josef die Gabe geschenkt,

im betrachtenden Gebet deine Geheimnisse zu erfahren

und durch seinen Rat viele Menschen in ihrer Not aufzurichten.

Hilf uns auf seine Fürsprache, den rechten Weg zu erkennen,

und führe uns zur Offenbarung deiner Herrlichkeit.

Darum bitten wir durch Jesus Christus

Lesung: ( Sir 42, 15-21a )

Was ich gesehen, will ich erzählen

Lesung aus dem Buch Jesus Sirach

Ich will der Werke Gottes gedenken, was ich gesehen, will ich erzählen. Durch

Gottes Wort entstanden seine Werke; seine Lehre ist ein Ausfluss seiner Liebe.

Über allem strahlt die leuchtende Sonne, die Herrlichkeit des Herrn erfüllt alle seine

Werke. Die Heiligen Gottes vermögen nicht, alle seine Wunder zu erzählen. Gott

gibt seinen Heerscharen Kraft, vor seiner Herrlichkeit zu bestehen. Meerestiefe und

Menschenherz durchforscht er, kennt alle ihre Geheimnisse. Der Höchste hat

Kenntnis von allem, bis in die fernste Zeit sieht er das Kommende. Vergangenheit

und Künftiges macht er kund und enthüllt die Rätsel des Verborgenen. Es fehlt ihm

keine Einsicht, kein Ding entgeht ihm. Seine machtvolle Weisheit hat er fest

gegründet, er ist der Einzige von Ewigkeit her.

Wort des lebendigen Gottes. A.: Dank sei Gott.

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Antwortgesang: ( Gotteslob 644 )

1. Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit; brich in deiner Kirche an, dass

die Welt es sehen kann. Erbarm dich, Herr.

2. Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit, dass sie deine Stimme

hört, sich zu deinem Wort bekehrt. Erbarm dich, Herr.

3. Gib den Boten Kraft und Mut, Glauben, Hoffnung, Liebesglut, und lass reiche

Frucht aufgehn, wo sie unter Tränen sä´n. Erbarm dich, Herr.

4. Lass uns eins sein, Jesu Christ, wie du mit dem Vater bist, in dir bleiben allezeit

heute wie in Ewigkeit. Erbarm dich, Herr.

Text: nach einem von Otto Riethmüller 1932 aus älteren Strophen zusammengestellten Lied

Melodie: Nürnberg 1556 / Eibenschütz 1566

Ruf vor dem Evangelium: ( Mt 11,27b )

Halleluja. Halleluja. Halleluja.

So spricht der Herr:

Niemand kennt den Vater, nur der Sohn

und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Halleluja.

Evangelium ( Mt 11, 25-30 )

Ihr werdet in eurem Herzen Ruhe finden

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,

weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, aber den Unmündigen offenbart

hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Alles ist mir von meinem Vater anvertraut

worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur

der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Kommt alle zu mir, die ihr euch

plagt und unter Lasten stöhnt! Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch

auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und selbstlos. So werdet ihr in eurem

Herzen Ruhe finden. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. A.: Lob sei dir, Christus.

8

Fürbitten: ( Zur Auswahl - I )

Vereint mit der Fürbitte des hl. Hermann Josef lasst uns beten zu unserem Herrn

Jesus Christus:

für die Völker dieser Erde: dass sie alles tun, was ihnen möglich ist, zur

Erreichung und Sicherung des Friedens in Gerechtigkeit und Freiheit.

für alle Menschen, die Verantwortung tragen und Macht besitzen: dass sie

sich nicht blenden lassen durch eigene Macht, sondern ihre Stellung als

Dienst für das Wohl der Menschen verstehen.

für die Kirchen: dass sie offen bleiben für das Wirken des Heiligen Geistes

und so der Einheit im Glauben dienen.

für unsere christlichen Kirchen: dass sie ein Zeichen seien für Gottes liebende

Sorge um uns Menschen.

für unsere Familien und uns selbst: dass wir uns in gegenseitiger Achtung

begegnen und so einander helfen, den Sinn unseres Lebens zu erkennen.

für uns Menschen: dass wir einander Hilfe bieten in Not, Krankheit und

Glaubensschwäche, möge keiner von uns ohne Hilfe sein.

für unsere Verstorbenen: dass sie Barmherzigkeit finden und Vollendung in

der ewigen Heimat die Gott für jeden bereit hält der Glaubt.

Denn du, Herr, bist die Vollendung deiner Heiligen, die Krönung auch unseres

Lebens. Durch dich können wir den Vater preisen in der Einheit mit dem Heiligen

Geist, heute, alle Tage und in Ewigkeit. A.: Amen.

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Fürbitten: ( Zur Auswahl - II )

Vereint mit der Fürbitte des hl. Hermann Josef, der durch sein Leben ein Beispiel der

Nachfolge des Herrn gegeben hat, rufen wir voll Vertrauen zu Gott, unserem Vater:

Hilf der Christenheit in dem Bemühen, den Unfrieden aus der Welt zu

schaffen und dazu beizutragen, dass die Menschheit zu einer großen

Gemeinschaft wachsen kann.

Gib der Kirche Priester und Ordensleute, die wie Christus leben und sich nach

seinem Beispiel für die Menschen opfern.

Schenke den christlichen Gemeinden etwas von dem Gemeinschaftssinn der

Urgemeinden, die Bereitschaft, miteinander zu teilen und füreinander da zu

sein.

Bewahre alle, die in Unfreiheit und Angst leben müssen, vor der

Verzweiflung und schenke ihnen Geborgenheit in dir.

Führe alle Kranken und alle, die von schweren Sorgen bedrückt werden,

durch ihr Leid näher zu dir.

Tröste alle, die einsam und verachtet sind oder übergangen werden, durch

deine lebendige Gegenwart und durch die Liebe ihrer Mitmenschen.

Stärke die Jugend, dass sie gegenüber allen unchristlichen Einflüssen

standhält und treu zu dir steht.

Schenke den jungen Menschen Opferbereitschaft, Kraft und Ausdauer, dem

Ruf in die Nachfolge deines Sohnes zu folgen.

Mache uns hellhörig für die Not der anderen und schärfe unseren Blick, dass

wir erkennen, wie wir ihnen dienen können.

Nimm unsere Verstorbenen auf in deine ewige Freude.

Himmlischer Vater, du schenkst deinem Volk Vorbilder des Eifers und der Treue.

Lass uns nicht irregehen und erhöre unsere Bitten durch Christus unseren Herrn.

A.: Amen

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Fürbitten: ( Zur Auswahl – III )

Deine Heiligen, o Herr, rufen wir gläubig an als Fürsprecher in all unseren Anliegen.

Daher bitten wir Dich im Vertrauen auf die Fürbitte des heiligen Hermann Josef von

Steinfeld:

Der heilige Hermann Josef gilt nach dem Zeugnis der Tradition als

vorbildlicher Priester und Ordensmann. Schenke Deiner Kirche auch heute

Männer und Frauen, die sich Deinem Dienst vorbehaltlos weihen und in

überzeugender Weise Zeugnis ablegen von Deiner Frohen Botschaft.

Der heilige Hermann Josef hat schon zu Lebzeiten in mystischem Erleben

tiefen Anteil genommen an Deiner Herrlichkeit. Verleihe auch uns die Gabe,

über gelehrtes Erkennen hinaus in der persönlichen Begegnung mit Dir Dich

zu erfahren und einen wahren Zugang zum Glauben zu finden.

Der heilige Hermann Josef hat sich ohne Wenn und Aber in Deine Nachfolge

gestellt. Stärke auch in uns den Sinn für die Bedingungslosigkeit unserer

christlichen Existenz.

Der heilige Hermann Josef erschien schon seinen Zeitgenossen als

gottgefällig, auserwählt und heilig. Lass uns ihn als Vorbild ernst nehmen,

damit wir als glaubwürdige Christen unsere Mitchristen im Glauben

bestärken und die noch nicht Glaubenden anstecken mit der

verheißungsvollen Botschaft des Evangeliums.

Der heilige Hermann Josef hat im Sakrament der Eucharistie in besonders

intensiver Weise Deine Gegenwart geglaubt und erfahren. Schenke auch uns

die Gnade, in den gewandelten Gestalten von Brot und Wein gläubig Dir

selbst zu begegnen.

Der heilige Hermann Josef hat in unnachahmlicher Form die Gottesmutter

verehrt und ihre Stellung im Heilsgeheimnis hervorgehoben. Gib uns immer

wieder neu das rechte Verständnis für diese Mittlerin zwischen Gott und den

Menschen, damit wir sie gläubig nicht nur als Mutter Gottes, sondern auch als

unsere Mutter und Fürsprecherin der Gnade verehren.

Der heilige Hermann Josef hat den zahlreichen Wunderberichten zufolge in

besonderer Zuwendung die einfachen Menschen ermutigt und ihnen geholfen.

Hilf Du uns, damit wir in unseren guten Taten nie vergessen, was Du uns

gesagt hast: Was ihr dem Geringsten eurer Brüder getan habt, das habt ihr mir

getan.

Vom heiligen Hermann Josef wird uns berichtet, dass er in vorbildlicher

Gottergebenheit und tiefem Vertrauen auf Dich Ja gesagt hat, als Du ihn zu

Dir heimgerufen hast. Schenke auch uns und allen Menschen diesen Glauben

und dieses Vertrauen, besonders auch in der Stunde ihres und unseres Todes.

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Durch deine Heiligen, o Herr, gibst du uns Dich selbst zu erkennen. Daher verehren

wir Dich, wenn wir sie verehren. Erhöre, Herr, ihre und unsere Bitten durch Christus,

Deinen Sohn, unseren Herrn. A.: Amen.

Fürbitten: ( Zur Auswahl – IV )

Unterstützt durch die Fürsprache des heiligen Hermann Josef von Steinfeld tragen

wir Dir, Gott himmlischer Vater, unsere Bitten vor:

Schon von seinen Zeitgenossen wurden die Kindheit und Jugend des heiligen

Hermann Josef als vorbildlich hingestellt. Gib uns und besonders den heute in

Wirtschaft und Gesellschaft Verantwortlichen ein neues Verständnis für die

herausragende Bedeutung der jeweils nachwachsenden Generation.

Von Hermann Josef wird berichtet, dass er schon als Kind die

Beschwerlichkeiten der Mittellosigkeit und Armut kennengelernt habe. Lass

uns überall in der Welt gegen Armut und Ungerechtigkeit kämpfen, lass uns

verantwortungsvoll umgehen mit den materiellen Gütern dieser Erde und

schenke uns einen wachen Sinn für das wirklich Wichtige im Leben.

Aufgrund seiner frühen Lebensbeschreibung gilt der wissbegierige und

lerneifrige junge Hermann Josef als Vorbild für Schüler und Studierende. Gib

allen Lehrenden und Lernenden das rechte Verständnis dafür, dass

Wissenschaft und Fortschritt nur in Verbindung mit der gläubigen

Hinwendung zu Dir ein Leben in Fülle verheißen kann.

Wegen seines Eifers im Dienst in der Sakristei und am Altar wird Hermann

Josef traditionell auch als Patron der Ministranten und Sakristane verehrt.

Lass Menschen jeden Alters, die die verschiedenen Dienste in unseren

Kirchen und Kapellen ausüben, erfahren, dass sie zur Vergrößerung der Ehre

Gottes und zur Freude der Mitmenschen beitragen.

Den Priestern und Ordensleuten, besonders aber den Neupriestern, wird

Hermann Josef als leuchtendes Beispiel zur Nachahmung empfohlen.

Schenke vielen jungen Menschen die Gnade der Berufung in Deine

vorbehaltlose Nachfolge im Dienste der Kirche und der geistlichen

Gemeinschaften.

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Von Hermann Josef werden verschiedene Wunder im Zusammenhang mit

neugeborenen Kindern berichtet. Daher wurde er schon immer als

Fürsprecher angerufen von Eheleuten, die sich vergeblich ein Kind wünschen,

von jungen Müttern, denen eine Geburt bevorsteht, und von Eltern, die um

das Leben eines Neugeborenen bangen. Lass uns alle mit neuer Erfurcht das

Geheimnis des Lebens hochachten und all denen unsere Hilfe bei der

Weitergabe des Lebens erweisen, die dieser Hilfe bedürfen.

Wegen seiner Fertigkeiten bei der Herstellung und Reparatur von

Instrumenten der Zeitmessung in einer Zeit vor der Erfindung der modernen

Uhren wird Hermann Josef verehrt als Patron der Uhrmacher, besonders der

Uhrmachergesellen. Schenke uns aufs Neue die Einsicht, dass alle Zeit in

Deinen Händen liegt und wir nur Gast auf Erden sind.

Hermann Josef pflegte als Sakristan selbst klares Quellwasser zum Gebrauch

in der Liturgie aus dem Tal den Berg zum Kloster hinaufzutragen zur

größeren Ehre Gottes. Deshalb wird er angerufen von Menschen, die um die

Linderung ihrer Augenleiden bitten. Hilf allen, die an einer Krankheit der

Seele oder des Leibes leiden, diese gläubig anzunehmen und dabei auf Deine

Unterstützung und die ihrer Mitmenschen zu vertrauen.

Wegen seiner vorbildlichen Gottergebenheit im Angesicht des herannahenden

Todes gilt Hermann Josef auch als Patron aller Sterbenden. Gib uns auf seine

Fürsprache hin die Gnade einer Gott wohlgefälligen Sterbestunde.

Um all dies bitten wir Dich, Vater, weil wir fest darauf vertrauen, dass Du uns liebst

und Deinen Heiligen in besonderer Weise gestattest, für uns zu bitten, Gott Vater,

der Du lebst und wirkst durch Deinen Sohn Jesus Christus in der Einheit des

Heiligen Geistes jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. A.: Amen.

Gabenlied: ( Gotteslob 468 )

O Gott nimm an die Gaben, die du uns hast verliehn; nimm alles, was wir haben, zu

deinem Lobe hin. Bereite Herz und Hände, dass würdig wir begehn das Opfer ohne

Ende, das du dir ausersehn.

Text: Mainz 1947 / EGB 1972

Melodie: Melchior Teschner 1613

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Gabengebet:

Herr, im Gedenken an die Hingabe des heiligen Hermann Josef bringen wir mit

diesen Gaben uns selber dar. Nimm uns, was uns von dir trennt, damit du allein unser

Reichtum bist.Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. A.: Amen.

Kommunionvers: ( Mt 19,27-29 )

So spricht der Herr:

Ihr, die ihr alles verlassen habt und mir nachgefolgt seid,

werdet ein Vielfaches dafür bekommen und das ewige Leben gewinnen.

Schlussgebet:

Ewiger Gott, du Ursprung und Fülle der Heiligkeit,

du hast den heiligen Hermann Josef zur Vollendung geführt.

Lass durch die Kraft deines Sakramentes auch in uns die Liebe wachsen

und vollende am Tag Jesu Christi das Werk der Gnade, das du in uns begonnen hast.

Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. A.: Amen.

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Schlusslied: ( Gotteslob 616 )

1. Mir nach, spricht Christus unser Held, mir nach, ihr Christen alle! Verleugnet

euch, verlasst die Welt, folgt meinem Ruf und Schalle; nehmt euer Kreuz und

Ungemach auf euch, folgt meinem Wandel nach.

2. Ich bin das Licht. Ich leucht euch für mit meinem heilgen Leben. Wer zu mir

kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise

wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll.

3. Fällt´s euch zu schwer? Ich geh voran, ich steh euch an der Seite. Ich kämpfe

selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still kann

stehn, sieht er voran den Feldherrn gehen.

4. Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlieren. Wer sie um mich

verlieren scheint, wird sie nach Hause führen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt

mir, ist mein nicht wert und meiner Zier.

5. So lasst uns denn dem lieben Herrn mit unserm Kreuz nachgehen und wohlgemut,

getrost und gern in allen Leiden stehen. Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron des

ewgen Lebens nicht davon.

Text: Angelus Silesius (Johann Scheffler) 1668

Melodie: Bartholomäus Gesius 1605 / Johann Hermann Schein 1628

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Andere Texte & Gesänge zur Auswahl

Hermann-Josef-Litanei

Herr, erbarme dich. A.: Herr, erbarme dich.

Christus, erbarme dich. A.: Christus, erbarme dich.

Herr, erbarme dich. A.: Herr, erbarme dich.

Christus, höre uns. A.: Christus, erhöre uns.

Gott Vater im Himmel. A.: Erbarme dich unser.

Gott Sohn, Erlöser der Welt

Gott Heiliger Geist

Heiliger Dreifaltiger Gott

Heilige Maria. A.: Bitte für uns.

Heiliger Hermann Josef

du treuer Verehrer der Gottesmutter,

gewürdigt ihres vertrauensvollen Umgangs

du echter Sohn des heiligen Norbert

du kraftvoller Zeuge der Liebe Gottes

demütig in dienender Liebe zum Nächsten

erleuchtet in mystischer Beschauung

du Verkünder zukünftiger Dinge

du Vater der Armen, Geplagten und Beladenen

du eifriger Seelsorger und Seelenführer

du mächtiger Helfer für alle, die dich anrufen

Wir empfehlen uns deinem Schutz: A.: Hilf uns, hl. Hermann Josef

dass die Kirche Christi sich stets erneuere in Glaube, Hoffnung und Liebe

dass Papst, Bischöfe und Priester die Gläubigen leiten in Klarheit und Festigkeit

dass Gottes Volk stets offen bleibe für das Wort des Heiligen Geistes

dass die getrennten Kirchen zur Einheit zurückfinden

dass die Völker der Erde Frieden schaffen in Gerechtigkeit und Freiheit

dass die Eheleute fest bleiben in Treue

dass Eltern und Kinder einander verstehen

dass junge Menschen sich zu Christus bekennen

dass sie sich kraftvoll einsetzen im Dienst an den Menschen

dass sie tapfer angehen gegen Sucht und Verführung

dass die Kranken und Sterbenden die hilfreiche Nähe guter Menschen erfahren

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dass wir alle gegen Gleichgültigkeit und Trägheit, gegen Verwirrung und

Verblendung des Geistes sowie gegen die Verhärtung des Herzens wirkungsvoll

ankämpfen

dass wir uns bis zum Tod um die Gnade der Beharrlichkeit bemühen

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt. A.: Herr, verschone uns!

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt. A.: Herr, verschone uns!

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt. A.: Herr, verschone uns!

Der Mund des Gerechten spricht Weisheit; seine Zunge redet, was recht ist.

A.: Das Gesetz seines Gottes trägt er im Herzen.

Gebet:

Gott, dein himmlisches Gnadenlicht hat schon die Kindheit deines heiligen

Bekenners Hermann Josef erleuchtet; lass uns in der Kraft deiner Gnade den Spuren

seines heiligen und unschuldigen Lebenswandels nachgehen und auf diesem Weg

sicher in die himmlische Heimat gelangen. Darum bitten wir dich durch Christus,

unseren Herrn. A.: Amen.

Herz-Jesu-Hymnus des hl. Hermann Josef ( Liedfassung )

1. O Herz des Königs aller Welt, des Herrschers in dem Himmelszelt, dich grüßt

mein Herz mit Freuden! Du Träger aller Bürd und Last, du aller Müden Ruh und

Rast, du Trost in allen Leiden!

2. Ach, wie bezwang und drang dich doch dein edle Lieb, ins bittre Joch der

Schmerzen dich zu geben, da du dich neigtest in den Tod, zu retten aus der Todesnot

mich und mein armes Leben!

3. Lass deine Flamm und starke Glut durch all mein Herze, Geist und Mut mit allen

Kräften dringen! Lass deine Lieb und Freundlichkeit zur Gegenlieb, Herr, jederzeit

mich armen Sünder bringen!

Text nach dem „Summi regis cor, aveto“ des hl. Hermann Josef von Steinfeld, 1241, Paul Gerhardt (1656)

Weise: Christoph Hecyrus, Prag 1581, Erhard Quack 1941, Speyer

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Zu Ehren heiliger Bekenner

V.: Dieser ist der Mann, der große Tugenden vor Gott geübt und den Herrn aus

seinem ganzen Herzen geliebt und die ganze Erde mit seinem Beispiel erfüllt

hat. Er möge für die Sünden aller Völker um Vergebung flehen!

A.: Siehe, ein Mann ohne Tadel, ein wahrer Diener Gottes, der sich von allem

Bösen rein erhielt und in seiner Unschuld verharrte.

V.: Dieser ist der getreue und kluge Knecht. Fünf Talente gab ihm der Herr.

Siehe, fünf andere hat er dazu gewonnen.

A.: Dieser ist der Knecht, den der Herr bei seinem Kommen wachend fand.

V.: Er hat die Welt verachtet und über das Irdische triumphiert, er hat Schätze für

den Himmel gesammelt durch Wort und Tat.

A.: So flehe denn für uns am Throne Gottes.

V.: Das Joch des Herrn und seine Bürde hast du getragen und Ruhe gefunden für

deine Seele.

A.: So flehe denn für uns am Throne Gottes. Amen.

V.: Jeder kann in dieser Welt heilig werden. Jeder kann die Welt ein Stück

verwandeln. Wer seiner Umwelt gleichförmig ist, geht in ihr auf. Er kann

nicht mehr auf sie einwirken. Wer nur so hell ist wie seine Umgebung, kann

in ihr nicht leuchten.

L.: So spricht Jesus: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen

Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen?

A.: Ihr seid das Licht der Welt. / So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, /

damit sie eure guten Werke sehen / und euren Vater im Himmel preisen.

V.: Lasset uns beten. – Gott, du teilst in deiner Kirche jedem seine Aufgabe zu.

Jeder kann dir in seinem Leben auf seine eigene Weise dienen und so zur

Vollkommenheit gelangen. Wir gedenken des hl. Hermann Josef und bitten

dich: lass uns nach seinem Vorbild unsere tägliche Aufgabe in Treue erfüllen,

und nimm uns beim Gericht auf in die Schar deiner Auserwählten. Durch

Christus unsern Herrn.

A.: Amen.

18

Mahnung zu heiligem Leben:

V.: So spricht der Herr: Seid heilig, denn auch ich, euer Gott, bin heilig. – Wenn

eure Gerechtigkeit nicht vollkommener sein wird als die der Schriftgelehrten

und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen. Nicht jeder,

der zu mir sagt: Herr, Herr! Wird in das Himmelreich eingehen.

A.: Wer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist, der wird in das

Himmelreich eingehen.

V.: Wer meine Gebote hält und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. Ihr

sollt vollkommen sein, wie auch euer Vater im Himmel vollkommen ist.

A.: Lasset uns zuerst das Reich Gottes suchen und seine Gerechtigkeit.

V.: Gehet ein durch die enge Pforte, denn weit ist das Tor und breit der Weg, der

zum Verderben führt, und viele sind es, die da hindurchgehen. Wie eng ist die

Pforte, und wie schmal der Weg, der zum Leben führt!

A.: Gott hat uns in Christus erwählt, dass wir heilig und untadelhaft seien vor ihm

in der Liebe.

V.: Er hat uns fähig gemacht, teilzunehmen am Erbe der Heiligen im Lichte.

A.: Alles vermögen wir in ihm, der uns stärkt.

V.: So leuchte denn euer Licht vor den Menschen, dass sie eure guten Werke

sehen und euren Vater preisen, der im Himmel ist. Aber hütet euch, dass ihr

eure Gerechtigkeit nicht übt um der Menschen willen, damit ihr von den

Menschen gesehen werdet.

A.: Lasset uns in allem Diener Gottes sein – in Christus Jesus, unserem Herrn.

Amen.

Text: nach der Bergpredigt

19

Hermann-Josef-Lieder:

Lied: ( Gotteslob 823 )

1. Des Herrn Bekenner, treu bewährt, von allen Völkern

fromm verehrt, hat sich verdient den Siegeskranz,

erstrahlt nun hell im Himmelsglanz.

2. In Demut und in Frömmigkeit, in Reinheit und in

Nüchternheit war er der Knecht getreu und klug, solang

das Lebenslos er trug.

3. Sein herrliches Verdienst verleiht das Heil den Kranken

weit und breit; wer zu ihm ruft, matt und erschlafft, blüht

auf in neuer Lebenskraft.

4. So steig' auch froh aus unserm Chor das Lied zu seinem

Preis empor, dass seine Hilfe uns begleit' durch alle uns're

Lebenszeit.

5. Heil sei und Ruhm und Macht und Ehr' auf höchstem

Thron dem Herrscher hehr, ihm, der das All regiert und

hält, dreiein'ger Gott und Herr der Welt. Amen.

Text: P. Antonius Sarrazin SDS nach »Iste Confessor Domini«

Melodie: »Vom Lob erschalle hocherfreut«

20

Lied: ( Gotteslob 824 )

1. Hermann Josef! Warst als Knabe schon der Mutter Gottes Freund.

Hattest durch des Apfels Gabe Dich mit ihrem Sohn vereint. Lehr uns

geben, lehr uns schenken, was uns Gottes Gnade gab. Hilf uns

mehr an andre denken als an unsre eigne Hab.

2. Hab und Gut für Dich nicht zählte. Gott zu loben war Dein

Wert, der Maria Dir vermählte, die besonders Du verehrt. Lehr

uns loben! Lehr uns preisen, ihn, der immer zu uns hält! Hilf uns

sehn die wahren Speisen statt der Erde Brot und Geld!

3. Deine Sorge galt dem Nächsten. Andern dienen war Dein Ziel.

Setztest ein Dich für die Schwächsten, dafür war Dir nichts zuviel.

Lehr uns helfen! Lehr uns dienen, der uns braucht, ist Jesus Christ!

Hilf uns sehn die Sorgenmienen, nicht, was uns von Vorteil ist!

4. Weil Du glaubtest und verehrtest Gott, der immer ist und war,

weil auf sein Gebot Du hörtest, nahm er Dich zur Heilgenschar.

Lehr uns beten! Lehr uns hören auf das Wort, das uns gebracht!

Hilf uns folgen Gottes Lehren, nicht dem Glück, das irdisch lacht!

5. Hermann Josef! Du vertrautest Gott und seinem einzgen Sohn.

Auf den Heilgen Geist Du bautest. Führ auch uns an Gottes

Thron. Lehr uns glauben und vertrauen Gott in der Dreifaltigkeit!

Denn dann werden wir einst schauen ihn in seiner Herrlichkeit.

Text: Franz Nocker, 1992

Melodie: Br. Anderas Warler SDS, 1992

21

Lied: ( Gotteslob 825 )

1. Groß ist Gott in deinem Ruhme, heilger Held im Mönchsgewand,

leuchtend wie die Sonnenblume, ganz dem Himmel zugewandt.

Hermann Josef, Gottesheld, uns von Gott zum Schutz bestellt,

Hermann Josef, Gottesheld.

2. Schreite durch das Grau der Zeiten in das Dunkel unsrer Zeit;

hilf uns wie ein Bruder streiten um des Herrgotts Herrlichkeit.

Hermann Josef, Gottesmann, schreite uns zu Gott voran,

Hermann Josef, Gottesmann.

3. Lenk in unsres Herzens Leere deiner Liebe tiefen Strom. Lehre

uns zu Gottes Ehre bauen unsres Glaubens Dom!

Hermann Josef, Gottesknecht, hilf uns stehn zu Pflicht und Recht,

Hermann Josef, Gottesknecht.

4. Heiß uns durch dein Beispiel hoffen, was uns Gott zu hoffen

hieß, stoße uns die Tore offen auf dem Weg zum Paradies.

Hermann Josef, Gottesfreund, halte uns mit Gott vereint,

Hermann Josef, Gottesfreund!

Text: P. Manfred Ruhrmann SDS

Melodie: P. Lothar Buchholz SDS

Lied: ( Gotteslob 826 )

1. Hermann Josef, reich an Tugend warst du einst auf dieser Welt;

lebtest seit der ersten Jugend engelgleich wie´s Gott gefällt!

Von Mariens Hand gelenket, fandest du Kraft in Jesu Herz,

und in seine Lieb versenket, wandeltest du himmelwärts.

2. Du verlangtest nichts auf Erden, als zu dienen jedermann;

selbst verkannt, verachtet werden sahst Du noch als Ehre an.

Wer nicht glänzen will, nichts scheinen, wird bei Gott der

Größte sein; werden wir nicht wie die Kleinen, geh'n wir nicht

zum Himmel ein.

3. Hermann Josef, dir zu Ehren weihen wir dies Lobgebet;

wollst besonders uns erhören, wenn's einmal zum Sterben geht!

Dann gib uns dein stark Geleite, wenn versinkt das Lebenslicht;

bitt für uns im letzten Streite, o verlass, verlass uns nicht!

T: aus dem Kloster Steinfeld

M: aus dem Kloster Steinfeld

22

Sequenz-Lied zum heiligen Hermann Josef:

V.: Einstmals heilige Stadt am Rheine, Köln, an Heilgen reich wie keine, preis

dich glücklich, freue dich!

A.: Stadt, in der uns auferblühte fromm und rein durch Gottes Güte Hermann

Josef tugendreich.

V.: Sankt Norberti weißer Orden ist durch dich gesegnet worden in dem heilgen

Gottesmann,

A.: der das Eifelland beglückte, Steinfelds stille Höhe schmückte, Gott und

Menschen zugetan.

V.: Der Maria fromm verehrte, gern auf ihre Weisung hörte, die vom hohen

Himmel kam;

A.: der gewürdigt ward auf Erden, hold von ihr besucht zu werden und geleit

wundersam.

V.: Hermann Josef, große Ehre schenkt Maria dir, die hehre, die so huldreich dich

erwählte,

A.: dir den Namen „Josef“ kündet, liebend sich mit dir verbindet, bräutlich sich

dir anvermählt.

V.: Darum wolln wir dich erheben und in dir und deinem Leben rühmen Gottes

Wundertat,

A.: der auch uns an deinem Grabe schenken will der Gnaden Gabe, die in dir

geleuchtet hat.

V.: Als Patron wir dich verehren: Hilf uns, allem Bösen wehren und Mariens

Kinder sein,

A.: dass in ihrer Huld wir stehen, rein den Weg zum Ziele gehen, einst mit dir im

Licht uns freun. Amen. ( Halleluja. )

Urtext: „Gaude felix Agrippina“ in „Acta Sanctorum Bollandiana“

Worte: Deutsche Nachdichtung von P. Antonius Sarrazin SDS

Melodie - Gotteslob: 545 nach „Lauda Sion Salvatorem“

23

Zwölf Dankgebete“ des heiligen Hermann Josef von Steinfeld:

1. Dank sei Dir, Herr Jesus Christus, dass Du uns für würdig befunden hast und

Mensch geworden bist. Durch diese unermessliche Liebe schenke uns wahre und

vollkommene Liebe zu Dir. Wie Du Deine Mutter, die Rose, im Innersten erfreut

hast, so erfreue in gleicher Weise auch uns an Leib und Seele. Amen.

2. Dank sei Dir, Herr Jesus Christus, weil Du Dich für uns dem Ritus der

Beschneidung unterworfen hast. Nimm Du auch von uns alles Böse und Schädliche

hinweg. Amen.

3. Dank sei Dir, Herr Jesus Christus, weil ein Stern die Könige aus dem Morgenland

zu Dir, dem König der Herrlichkeit, geführt hat. Sei Du auch unser Stern und führe

uns zu Dir. Amen.

4. Dank sei Dir, Herr Jesus Christus, weil Du im Tempel für uns als Opfer

dargebracht worden bist. Reiche Du auch uns Deinem himmlischen Vater als

Opfergabe dar. Amen.

5. Dank sei Dir, Herr Jesus Christus, weil Du Dich der Menschen wegen von

Johannes im Jordan hast taufen lassen. Wasche uns in Deinem Blute rein von all

unseren Sünden. Amen.

6. Dank sei Dir, Herr Jesus Christus, weil Du auf der Hochzeit in Kana Wasser in

Wein verwandelt hast. Verwandle unsere Traurigkeit in Freude und führe uns zum

himmlischen Hochzeitsfest. Amen.

7. Dank sei Dir, Herr Jesus Christus, weil Du Dich vor Deinem Leiden mit Deinen

Jüngern zu Tisch gesetzt hast und Dich selbst ihnen zur Speise und zum Trank

gegeben hast. Schenke auch uns die Gnade, Dich so zu empfangen, dass wir mit Dir

ewig leben dürfen. Amen.

8. Dank sei Dir, Herr Jesus Christus, weil Du für uns Verrat und Gefangennahme

erlitten hast. Befreie Du uns von ewiger Gefangenschaft. Amen.

24

9. Dank sei Dir, Herr Jesus Christus, weil Du Dich der Menschen wegen hast

geißeln, verspotten, schlagen, mit Dornen krönen, kreuzigen, mit Galle und Essig

tränken, in fünf Wunden durchbohren, töten und begraben lassen; hinabgestiegen in

das Reich des Todes, hast Du die Deinen vom Tode befreit. Stehe auch uns bei in

aller Bedrängnis, schütze, verteidige und bewahre uns vor allem Bösen. Amen.

10. Dank sei Dir, Herr Jesus Christus, für dies alles. Schenke auch uns die Gnade,

das Gedächtnis Deines Leidens so zu feiern, dass wir zusammen mit Dir ewig leben

können. Amen.

11. Dank sei Dir, Herr Jesus Christus, der Du glorreich von den Toten auferstanden

bist und Deine Mutter, die Rose, in ihrem Innersten froh gemacht hast. Durch die

Verdienste dieser Rose lass auch uns mit Dir auferstehen zur ewigen Freude. Amen.

12. Dank sei Dir, Herr Jesus Christus, weil Du am vierzigsten Tage in den Himmel

aufgefahren bist zur Freude der himmlischen Heerscharen. Lass auch uns durch die

Verdienste Deiner Mutter, der Rose, zu Dir emporsteigen in die Freude, die kein

Ende nimmt. Amen.

Freie Übertragung aus dem Lateinischen: Helmut J. Kirfel

25

Hermann Josef, ein Mann der Herzlichkeit - Betrachtung

Ein Lexikon der Herzensbildung ohne Herz wäre kaum auszudenken, ein Mensch

ohne Herzlichkeit kaum auszuhalten, und ein Leben ohne Herz unvorstellbar. Kein

Wort in der Umgangssprache ist so allgegenwärtig wie das Herzwort. Alles scheint

sich um dieses Herzstück zu drehen. Kommt ein Kind zur Welt, so gratulieren wir

herzlich. Verlässt ein Mensch die Welt, so drücken wir unser herzliches Beileid aus.

Kein Geburtstag ohne herzliche Glückwünsche, keine bestandene Prüfung ohne

herzliche Gratulation. Zur Hochzeit gehören herzlichste Glück- oder Segenswünsche,

und ein Brief ohne Herzensgrüße lässt uns kalt. Aus den zahllosen Redewendungen

rund ums Herz geht hervor, dass wir unser Herz buchstäblich auf der Zunge tragen:

Herzenswünsche - einem ans Herz wachsen - ein Herz aus Gold - gebrochenes Herz -

ein hartes Herz - ein jubelndes Herz usw. Jesus sagte: „Wo dein Schatz ist, da ist

auch dein Herz“ (Mt 6,21). Das heißt mit anderen Worten: Wir wenden unser Herz

dorthin, wo wir wirklich unser Ziel sehen, zu jenem Wert, wofür wir leben. Der hl.

Hermann Josef hat in seinem Leben die Stimme seines Herzens entdeckt und dieser

Stimme ist er gefolgt. Damit hat er sich schon als zwölfjähriger Junge

auseinandergesetzt und beschlossen den Weg des Herzens zu folgen. Er entschloss

sich einem Orden anzuschließen, von dem er wusste, dass er dort seine ganze Kraft

seines Herzens einsetzen konnte um Gott und den Mitmenschen zu dienen.

Er war ein Mann des Herzens. Mit dem Herz hat er sich befasst, mit dem Herzen ist

er durch die Welt gegangen, mit dem Herzen hier im Kloster Steinfeld hat er gelebt,

gewirkt und Menschen geliebt. Das barmherzige Herz Jesu hat er sich als Vorbild

genommen, danach gelebt und das Herz Jesu auch sehr verehrt. Auf Herzensebene

pflegte er einen tiefen Kontakt mit Jesus, und so ist es weiter nicht verwunderlich,

dass man dem hl. Hermann Josef die Verfassung einer der ersten Herz-Jesu-Hymnen

zuschreibt, denn die damaligen Menschen unterschieden sich nicht von den heutigen.

Ja, der Mensch von damals sehnte sich genauso wie der Mensch von heute nach

Liebe, Geborgenheit, Frieden und Verständnis.

P. Wieslaw Kaczor SDS

26

Herz-Jesu-Hymnus des heiligen Hermann Josef

Königsherz, dir will ich singen,

Jubel soll mein Herz durchklingen,

Jubel, Freude ohne Ende!

Zu dir heb ich meine Hände,

Hör mein Lied in Gnaden an.

Welche Lieb´ hat dich bezwungen,

welche Marter dich durchdrungen,

Dass du, um in uns zu leben,

All dein Blut hast hingegeben,

Uns erlöst von Todes Bann!

Weh, dich hat der Speer zerstochen,

Heilig Herz, in Qual zerbrochen,

Doch dich traf der Tod vergebens,

Stieß nur auf das Tor des Lebens,

Aller Welten tiefsten Grund.

Durch den Tod, der dich umfangen,

Als du hast am Kreuz gehangen,

Magst in deine Glut versenken

All mein Lieben, all mein Denken,

Das allein begehrt mein Mund.

Herz, in deiner Liebe Flammen

Schlag mein Herz mit dir zusammen!

Brenn ins Herz mir deine Wunden,

Dass es möge ganz gesunden,

Von der Sünde schwerem Los.

Deines Blutes Quell wird Leben,

Kraft und Glut und Heil mir geben.

Seine Flut müsst´ sich verströmen,

Alle Makel mir zu nehmen,

Da dich traf der Lanze Stoß.

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Öffne dich in deiner Güte,

Spring auf wie die Rosenblüte,

Nimm mich in dein heilig Blühen,

Leid und Liebe muss durchglühen,

Wen dein Arm umfangen hält.

Stille stehen die Gedanken,

Und des Herzen enge Schranken

Sprengt die Liebe ohne Zagen,

Weiß sie selbst den Tod zu tragen,

Denn in ihr versinkt die Welt.

Lebe! Lebe!“ will ich singen,

Liebe soll mich ganz bezwingen,

Soll die Seele mir entzünden,

Dass sie möge Ruhe finden,

Nur vereint mit dir allein.

Deine Liebe sei der Hafen,

Nie soll meine Liebe schlafen,

All ihr Beten, all ihr Sehnen,

All ihr Glück und ihre Tränen

Will ich ewiglich dir weih´n.

Tu dich auf Du Herzensrose,

Und dein Duft, du Makellose,

Soll mir meine Tiefe füllen,

Und mein Sehnen wird mir stillen

Deiner Schöne süßer Hauch.

Nimm mich auf Du meine Seele,

Achte nicht des Herzens Fehle,

Wollest freundlich mich umarmen,

und mich selber voll Erbarmen

Tief in deine Liebe tauch!

28

Drin will ich ruh´n ich ohne Enden,

Nur zu dir will ich mich wenden,

Glühend will ich dich umfassen,

Und mich selber ganz verlassen,

Um mich nur in dir zu freu´n.

Süßes Herz, du Licht der Deinen,

Wollst mich ganz mit dir vereinen,

Nimm mich auf denn in dein Leben,

Sieh, mein Herz will ich dir geben,

Schließ in deine Glut es ein.

Übersetzt von Wilhelm Hünermann

Imprimatur, Aquisgrani, d.23. m. Martii 1946.

Dr. Müssener Vic. Gen

29

Predigt zur Pilgerandacht zum Hermann-Josef-Fest am 12. Mai 2002

Es gibt unter den Heiligen eine ganze Reihe, über deren Leben Bibliotheken

geschrieben und in Rom heilig gesprochen wurden, - die aber beim Volk nie sehr

bekannt geworden sind.

Und es gibt Heilige, wie den - erst 1960 offiziell heiliggesprochenen - Hermann

Josef aus Steinfeld, über den, abgesehen von einigen Legenden, relativ wenig

aufgeschrieben worden ist, der aber beim Volk als Mystiker und Seelsorger so

beliebt war, dass er sofort nach seinem Tod als Heiliger verehrt wurde. Hermann, der

Mitte des 12. Jahrhunderts - also in der Zeit des Hohen Mittelalters - als Sohn armer

Eltern in Köln geboren wurde, kam bereits mit 12 Jahren ins Prämonstratenserkloster

nach Steinfeld und wurde dort Novize. Der Bau der Klosterkirche war damals gerade

erst vollendet worden. Nach seiner Weihe zum Priester übte er im Kloster zunächst

den Dienst eines Ökonomen aus, später wurde er Sakristan. Hermann Josef wusste

sich also auch in den kleinen Dingen des Alltags zu behaupten. Aber neben seinen

handwerklichen Fähigkeiten besaß er auch ein künstleriches Talent. So dichtete er

für den Gottesdienst Liedtexte und komponierte selber Melodien dazu. Diese Lieder,

die uns erhalten sind, verraten einige innige Liebe zu Jesus und zur Gottesmutter

Maria. Er muss mit seiner Güte und seinem Einfühlungsvermögen den Zugang zu

den Herzen der Menschen gefunden haben, denn sehr bald wurde er -weit über die

Grenzen von Steinfeld hinaus- zu einem gefragten und beliebten Seelsorger, auch in

Frauenklöstern. Hermann war ein herausragender Zeuge für die Frömmigkeit der

damaligen Zeit. Auch wenn unser „Zeitgeschmack“ sich mit einigen Punkten dieser

Frömmigkeit schwer tut, möchte ich doch versuchen, diese ein wenig

nachzuzeichnen und uns näher zu bringen. Was die Frömmigkeit von Hermann

besonders auszeichnete, war seine selbstverständliche und familiär anmutende

Lebensgemeinschaft mit Jesus Christus. Dies ist der Kern vieler Legenden, die sich

um die Gestalt des Heiligen ranken. Wie Hermann suchten damals viele religiös

ergriffene Menschen eine größere Nähe zu Jesus. Daraus entwickelte sich eine tiefe

und gemütsbetonte Frömmigkeit, die sich mit dem Menschen Jesus, mit dem Kind in

der Krippe, aber auch mit dem leidenden Jesus beschäftigte. Ihren Höhepunkt

erreichte diese Frömmigkeitsrichtung in der Rückkehr zur Einfachheit des

Evangeliums, wie sie sich widerspiegelte in den damaligen charismatischen

Armutsbewegungen, z.B. eines Franziskus oder eines Dominikus oder eines Norbert

von Xanten, der den Prämonstratenser-Orden gründete. Gemeinsam mit der neuen

Zuwendung zum Menschen Jesus bildete sich in jener Zeit auch eine neue Art der

Marienfrömmigkeit aus. Sie wendet sich der jungfräulichen Mutter des Erlösers zu

und ist in manchem das geistliche Gegenstück zum Minnedienst der weltlichen

Ritter. Bei Hermann entwickelte sich diese „Marienminne“ bis zum Gedanken einer

30

geistlichen „Vermählung“ mit Maria. Davon wurde er innerlich stark ergriffen und

nimmt zusätzlich zu seinem Taufnamen noch den Namen Josef hinzu, des

Bräutigams von Maria. In seinen Betrachtungen wird deutlich, wie sehr er lebte,

dachte und fühlte mit der Jungfrau aus Nazareth, die er in seinen Gedichten und

Gebeten immer wieder zärtlich als „Rose“ ansprach. Diese poetisch-mystische

Sprache (mit der wir uns heute natürlich etwas schwer tun und die uns manchmal

fremd erscheint) ist auch in der Herz-Jesu-Frömmigkeit des Hl. Hermann Josef

wiederzufinden. Als einer der ersten in der Geschichte der Kirche hat er im Symbol

des Herzens Jesu eine zentrale Glaubenswahrheit widergespiegelt gesehen und hat

sie in seinen Gedichten und Liedern besungen. So ist das geöffnete Herz Jesu für ihn

ein Zeichen dafür, dass uns Gott in Jesus Christus endgültig seine Liebe dargebracht

hat. Durch seine tiefe Liebe zu Jesus und Maria wurden dem Hl. Hermann Josef auch

besondere Offenbarungen zuteil. So wird z.B. erzählt, dass er eines nachts, bei einem

Blick aus dem Fenster der Sakristei, durch den klaren Sternenhimmel hindurch den

anderen, eigentlichen „Himmel“ sah. Da wurde für einen Augenblick die sichtbare

Schöpfung zum Tor für das Unsichtbare. Ob wir als Christen und als Kirche von

heute auch etwas lernen können vom Hl. Hermann Josef? Vielleicht dies, dass uns

nichts wichtiger sein sollte als unsere lebendige Verbindung zu Ihm, zu Jesus

Christus. Denn ohne Ihn besteht die Gefahr, dass unser religiöses Leben sehr schnell

austrocknet und sich in reiner Aktivität erschöpft. Als Mann der Betrachtung und der

Meditation kann der Hl. Hermann Josef uns heutigen Christen wegweisend sein, die

wir in der Zeit der „Postmoderne“ wieder auf der Suche nach Tiefe und

Verinnerlichung sind. So wissen wir vom Hl. Hermann Josef z.B. dass er die Zeiten,

die tagsüber für das Gebet vorgesehen waren, als zu kurz empfand. Immer wieder

zog es ihn darüber hinaus in die stille Besinnung, in der er die Liebe Gottes

betrachtete. Könnte dies nicht auch für uns eine neue Gebetsanleitung werden? Viele

große Heilige haben so gebetet, wie z.B. die kleine heilige Theresia, die auch einen

so vertrauten Umgang mit Jesus als ihrem Freund und Bruder pflegte. Wenn wir -

wie der Hl. Hermann Josef - im Gebet die „Freundschaft“ mit Jesus suchen, finden

wir auch zur „Quelle des Lebens“ und zum „Licht der Freude“, wie es im Ps 36

heißt. Wenn wir uns mehr Zeit nehmen für den Raum der Stille in uns, dann kann

Gott sich uns offenbaren als das Licht, das unsere Finsternis erleuchtet, als der, der

uns befreien und unsere Wunden heilen will, der uns immer wieder aufrichten will

und uns das Leben in Fülle schenkt. Wegweisend für unser Leben kann allein der

Christus von Innen“ sein, - so könnte uns der Heilige Hermann Josef in der

Sprache von heute sagen.

Der Mönch aus Steinfeld muss wohl der Vorstellung sehr nahe gekommen sein, die

man sich damals von einem Heiligen machte. Die Menschen damals zu seinen

Lebzeiten müssen ein untrügliches Gespür für das gehabt haben, was das

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Kennzeichen eines Heiligen ist: ein Leben in der ständigen Nähe Gottes. Dies muss

spürbar auf die Umgebung ausgestrahlt haben. Sie verehrten in ihm einen Heiligen,

weil er vorlebte, dass das Christentum nicht in erster Linie eine Sammlung von

Lehrsätzen ist, sondern vielmehr innige Lebensgemeinschaft mit Jesus Christus.

Vielleicht haben die Menschen von damals in dem schlichten Mönch aus Steinfeld

auch einen jener „Unmündigen“ wiedererkannt, die Jesus in Mt 11,25 „selig“ preist,

weil der himmlische Vater ihnen das offenbart, was den von sich selber

eingenommenen Menschen verborgen bleibt. Der Hl. Hermann Josef fühlte sich nie

als etwas Besonderes, sondern blieb demütig, auch das wird aus einer Legende

deutlich. Er wusste, dass seine mystischen Erfahrungen und Erleuchtungen nicht das

Ergebnis eigener Verdienste und Anstrengungen waren, sondern reines Geschenk

und Gnadenerweis Gottes. Das bewahrte ihn vor Überheblichkeit.Bitten wir den

Mönch und Seelsorger von Steinfeld vertrauensvoll um seine Fürsprache - für uns

und für die Kirche in unserer Zeit! Amen.

Pfarrer Michael Brandau

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Ein Verehrer Mariens: Hermann Josef - Eine Betrachtung für den 21. Mai

In der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums zu Wien befindet sich ein

sehr merkwürdiges Marienbild. Auf den ersten Blick hin ist es gar nicht als

Darstellung Mariens zu erkennen. Auch der Titel dieses Kunstwerkes - der berühmte

flämische Künstler Anton van Dyck hat es gemalt - klingt für unsere Ohren

befremdlich: „Die mystische Verlobung des seligen Hermann Josef mit Maria.“

Heute ist der Gedenktag dieses Mönches, der zu den großen Verehrern Mariens

zählt. Den größten Teil seines Lebens hat er im Kloster Steinfeld in der Eifel

zugebracht. Um das Jahr 1250 ist er gestorben. Hermann Josef gehört zu den

Heiligen, die wir im Unverständnis leicht einen „sonderbaren Heiligen“ nennen, weil

uns seine mystischen Erlebnisse ungewöhnlich und fremd sind. Ein Mystiker ist eben

ein Mensch, dessen Erlebnis- und Erfahrungshorizont größer ist als der eines

Durchschnittschristen. Schon als Kind war Hermann Josef „auffällig“, würden wir

sagen. Er hatte nämlich Visionen, und während solcher Visionen konnte Hermann

Josef ganz unbefangen mit dem Kinde Jesus und seiner Mutter spielen. So wird zum

Beispiel erzählt, einmal habe Hermann Josef in der Kölner Kirche Maria im Kapitol

gebetet. In dieser Kirche befand sich eine Statue Mariens mit dem Jesuskind.

Plötzlich habe Hermann Josef dem Jesuskind einen Apfel zum Geschenk angeboten,

und das Jesuskind habe dieses Geschenk angenommen.

Diese Geschichte offenbart uns etwas über die verborgene innere Haltung des

Jungen. Das Kind schenkt im Apfel eigentlich sich selbst. Es hatte das Bedürfnis,

sich ganz in die Gemeinschaft der Heiligen hineinzubegeben. Und aus solchem

Verlangen kann verständlich werden, wie Hermann Josef zu einer uns so sonderbar

erscheinenden Vision gekommen ist: Hermann Josef verlobt sich mit Maria, der

Mutter Jesu. Solches Erleben gehört in den Bereich der Mystik, einer Form

seelischen Lebens, die zu schildern menschliche Sprache oft versagt. Worte sind da

nur noch schwer verstehbare Symbole für jene, die noch keinerlei derartige

Erfahrungen machen konnten. Heute gibt es wieder mehr Menschen, die größeres

Verständnis für mystische Erlebnisse haben, weil sie in irgendeiner Form der heute

verbreiteten Meditationstechniken Außergewöhnliches erlebten. Für Hermann

bedeutete die mystische Verlobung ein völliges Sich-Überlassen an die Frau, die sich

selbst ganz Gott hingegeben hatte, damit der Heils-Wille Gottes in Erfüllung gehen

konnte. Van Dyck zeigt in seinem Gemälde eine wichtige Wahrheit: Bei mystischem

Erleben ist der Mensch der Empfangende. Hermann Josef kniet vor Maria, die aus

dem Dunkel ins Licht tritt. Er hält seine linke Hand an sein Herz, die rechte reicht er

Maria entgegen, nach oben geöffnet. Die Verhaltenheit dieser Geste steht im

Gegensatz zu seinem Blick. Voller liebender Sehnsucht sieht er verzückt Maria ins

Antlitz. Maria schaut ihn an, aufmerksam und doch in einer Zurückhaltung, die eine

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verständnisvolle Überlegenheit erkennbar werden lässt. Sie berührt mit den

Fingerspitzen ihrer rechten Hand Hermanns Handfläche, so als ob sie gerade ein

Geschenk in seine Hand gleiten lassen wollte. Und das Merkwürdigste: Ein Engel,

ein Bote Gottes, hält die Hand Hermanns so, dass sie nach oben geöffnet bleiben

kann. Es ist also Gottes Geschenk, eine nicht erzwingbare Gabe, wenn der Mensch in

solch vertraute Begegnung mit dem Heiligen gelangen kann. Dieses Gottesgeschenk

ist das Glück des Menschen. Aber der Beschenkte wird sein Glück nicht für sich

selbst behalten. Er wird es weitergeben wollen, wie Maria es als Christusträgerin

getan hat. Quelle unbekannt

Anhang:

Sub tuum praesidium

confugimus, Sancta Dei Genitrix,

nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus,

sed a periculis cunctis libera nos semper,

Virgo gloriosa et benedicta!

Domina nostra, Mediatrix nostra, Advocata nostra!

Tuo filio nos reconcilia,

tuo filio nos commenda,

tuo filio nos repraesenta! Amen

Unter deinen Schutz und Schirm

fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin;

verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,

sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,

o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,

unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.

Versöhne uns mit deinem Sohne,

empfiehl uns deinem Sohne,

stelle uns vor deinem Sohne. Amen.

Die erste griechische Marienanrufung aus dem 3. oder frühen 4. Jahrhundert

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Lied: ( Gotteslob 957 )

1. Maria breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus; lass uns

darunter sicher stehn, bis alle Stürm vorüber gehen! Patronin voller Güte, uns allezeit

behüte!

2. Dein Mantel ist sehr weit und breit, er deckt die ganze Christenheit, er deckt die

weite, breite Welt, ist aller Zuflucht und Gezelt. Patronin volle Güte…

3. Maria, hilf der Christenheit, zeig deine Hilf uns allezeit; mit deiner Gnade bei uns

bleib, bewahr uns an Seel und Leib! Patronin voller Güte…

4. Wann alle Feind zusammenstehn, wann alle grimmig auf uns gehen, bleib du bei

uns, sei du uns Schutz, so bieten wir den Feinden Trutz! Patronin voller Güte…

5. Dein Sohn dir alles gern gewährt, was deine Lieb für uns begehrt; so bitt, dass er

uns hier verschon und droben voller Huld belohn! Patronin voller Güte…

6. O Mutter der Barmherzigkeit, der Gnad und aller Gütigkeit, komm uns zu Hilf zu

aller Zeit, hilf uns in alle Ewigkeit! Patronin voller Güte…

Text: Innsbruck 1640

Melodie: Josef Mohr, Psälterlein 1891

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Alma Redemptoris Mater,

Alma Redemptoris Mater,

quae pervia caeli porta manes,

Et stella maris,

succurre cadenti

surgere qui curat populo:

Tu quae genuisti, natura mirante,

tuum sanctum Genitorem:

Virgo prius ac posterius,

Gabrielis ab ore sumens illud Ave,

peccatorum miserere.

Erhabne Mutter des Erlösers,

du allezeit offne Pforte des Himmels

und Stern des Meeres,

komm, hilf deinem Volke,

das sich müht, vom Falle aufzustehn.

Du hast geboren, der Natur zum Staunen,

deinen heiligen Schöpfer.

Unversehrte Jungfrau,

die du aus Gabriels Munde

nahmst das selige Ave,

o erbarme dich der Sünder.

Die erste der vier Marienantiphonen, seit dem 12. Jh. belegt,

Hermannus Contractus von der Reichenau (1013 - 1054) zugeschrieben.

36

Lied: ( Gotteslob 577 )

1. Maria, Mutter unsres Herrn, o Himmelspfort, o Meeresstern, hilf der bedrängten

Christenheit auf ihrem Wege durch die Zeit.

2. Ein Staunen die Natur erfasst, dass du den Herrn geboren hast, den Herrn und

Schöpfer aller Welt, der dich erschaffen und erwählt.

3. So trat der Engel bei dir ein: „Gegrüßet seist du, Jungfrau rein.“ „Ave Maria“

singen wir, „sei benedeit, Gott ist mit dir.“

4. O Mutter, reich an Güt und Huld, erbarm dich: wir sind in Schuld. Steh du uns bei

an Gottes Thron und zeig uns Jesus, deinen Sohn.

Text: Maria Luise Thumair 1969 nach dem Alma – Redemptoris-Mater-Lied von Franz Josef Weinzierl 1816

Melodie: Speyerer Gesangbuch, Köln 1599

Ave Regina caelorum:

Ave Regina caelorum,

Ave Domina Angelorum:

Salve radix, salve porta,

Ex qua mundo lux est orta:

Gaude Virgo gloriosa,

Super omnes speciosa:

Vale, o valde decora,

Et pro nobis Christum exora.

Sei gegrüßt Himmelskönigin,

sei gegrüßt Herrscherin der Engel,

sei gegrüßt du Ursprung,

sei gegrüßt du Himmelspforte:

Freue dich glorreiche Jungfrau,

Schönheit über allem:

Bitte für uns, o Wunderbare,

und rufe Christus für uns an.

Die zweite der vier Marienantiphonen, seit dem 12. Jh. belegt.

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Lied: ( Gotteslob: 579 – oder nach Melodie 245 )

1. Maria, Himmelskönigin, der Engel hohe Herrscherin, o Wurzel, der das Heil

entsprießt, du Tor des Lichtes, sei gegrüßt.

2. Freu dich, du bist an Ehren reich, dir ist an Gnaden keine gleich. Ach bitt für uns

an Gottes Thron bei Jesus deinem Sohn.

Text: Rottenburger Ggb. 1867 nach „Ave Regina caelorum“ um 1100

Melodie: Niklas Herman 1562

Regina caeli laetare, alleluia:

Regina caeli laetare, alleluia:

Quia quem meruisti portare, alleluia:

Resurrexit, sicut dixit, alleluia:

Ora pro nobis Deum, alleluia.

Gaude et laetare, Virgo Maria, alleluia:

Quia surrexit Dominus vere, alleluia.

Freu dich, du Himmelskönigin, alleluia:

Den du zu tragen würdig warst, alleluia,

er ist auferstanden, wie er gesagt hat, alleluia.

Bitte Gott für uns, alleluia.

Freue dich und frohlocke, Jungfrau Maria, alleluia,

denn der Herr ist wahrhaft auferstanden, alleluia.

Die dritte der vier Marienantiphonen, um 1200. S. dazu LThK Bd. 8 Sp. 1097.

Lied: ( Gotteslob 576 )

1. Freu dich, du Himmelskönigin, Freu dich, Maria! - Freu dich, das Leid ist all

dahin. Halleluja. Bitt Gott für uns, Maria.

2. Den du zu tragen würdig warst, Freu dich, Maria! – Der Heiland lebt, den du

gebarst. Halleluja. Bitt Gott für uns, Maria.

3. Er ist erstanden von dem Tod, Freu dich, Maria! – Wie er gesagt, der wahre Gott.

Halleluja. Bitt Gott für uns, Maria!

4. Bitt Gott für uns, so wird´s geschehn, Freu dich, Maria! – Dass wir mit Christus

auferstehn. Halleluja. Bitt Gott für uns, Maria!.

Text: nach Konstanz 1600, nach Regina caeli“ 12. Jh.

Melodie: Konstanz 1600

38

Salve Regina, mater misericordiae:

Salve Regina, mater misericordiae:

Vita, dulcedo et spes nostra, salve.

Ad te clamamus, exsules filii Hevae.

Ad te suspiramus gementes et flentes

in hac lacrimarum valle.

Eia ergo, advocata nostra,

illos tuos misericordes oculos ad nos converte.

Et Jesum, benedictum fructum ventris tui,

nobis post hoc exsilium ostende.

O clemens: O pia: O dulcis Virgo Maria.

Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit,

unser Leben, unsere Wonne und unsere Hoffnung,

sei gegrüßt!

Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas;

zu dir seufzen wir trauernd und weinend

in diesem Tale der Tränen.

Wohlan denn, unsere Fürsprecherin,

wende deine barmherzigen Augen uns zu,

und nach diesem Elend zeige uns Jesus,

die gebenedeite Frucht deines Leibes.

O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria!

Die vierte der vier Marienantiphonen. Ihre Einfügung in die Liturgie lässt sich bis ins 12. Jh. zurückverfolgen. Handschriften,

die sie enthalten, sind noch früher als 1135 anzusetzen.

Sie wird auch unter anderen Hermannus contractus von der Reichenau (1013 - 1054) zugeschrieben.

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Lied: ( Gotteslob 573 )

1. Gegrüßet seist du, Königin, o Maria,

erhabne Frau und Herrscherin, o Maria!

Freut euch, ihr Cherubim, lobsingt, ihr Seraphim,

grüßet eure Königin: Salve, salve, salve, Regina!

2. O Mutter der Barmherzigkeit, o Maria.

Du unseres Lebens Süßigkeit, o Maria!

3. Du unsre Hoffnung, sei gegrüßt, o Maria,

die du der Sünder Zuflucht bist, O Maria!

4. Wir Kinder Evas schrein zu dir, o Maria,

aus Tod und Elend rufen wir, O Maria!

5. O mächtige Fürsprecherin, o Maria,

bei Gott sei unsre Helferin, o Maria!

6. Dein mildes Auge zu uns wend, o Maria,

und zeig uns Jesus nach dem End, o Maria!

Text: Köln 1852 nach dem Salve-Regina. Lied von Johann Georg Seidenbusch 1687

Melodie: Mainz 1712


 

Ihr Heiligen Gottes
Bittet für uns!
 Amen.
 

 

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Gemeinschaft der Heiligen
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