Kirche Weitental

†  Gott ist die Liebe - Er liebt dich  †
 Gott ist der beste und liebste Vater, immer bereit zu verzeihen, Er sehnt sich nach dir, wende dich an Ihn
nähere dich deinem Vater, der nichts als Liebe ist. Bei Ihm findest du wahren und echten Frieden, der alles Irdische überstrahlt

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Die 10 Gebote in unserer Zeit

9. Du sollst nicht begehren

deines Nächsten Frau!

(nach Peter Egger)

 

 

Wir leben heute in einer Zeit, in der die Fundamente wanken und die Orientierung fehlt. Wir sind oft unsicher und wissen nicht mehr, wie wir uns verhalten sollen. Die meisten spüren, dass wir uns wieder auf die Grundwerte des Lebens besinnen müssen. Diese Grundwerte des Lebens aber finden sich in den Zehn Geboten...
 

 
INHALT
 

 

Beim neunten Gebot geht es um den Schutz der ehelichen Treue. Dieses Gebot hängt engstens mit dem sechsten Gebot zusammen. Im Unterschied zum sechsten Gebot geht es aber beim neunten Gebot nicht um falsche Handlungen, sondern um geistige Fehlhaltungen gegenüber der Liebe und Treue. Gott weiß, dass alle falschen Handlungen mit falschen Gedanken und Begierden beginnen, und deshalb setzt er den Hebel bereits im Herzen des Menschen an.

1) DAS VERSEUCHTE UMFELD

Wir müssen heute nüchtern feststellen, dass das ganze Umfeld der Sexualität weitgehend verseucht ist. Wir erleben auf diesem Gebiet eine solche Flut von Impulsen, dass es oft fast unmöglich ist, dem Sog dieser Wogen zu widerstehen. Film und Fernsehen setzen uns fast unter Dauerbeschuss, die Werbung arbeitet ständig mit Sex-Appeal, Zeitungen und Illustrierte sind voll von eindeutigen Bildern. Die Phantasie wird in perverser Weise angeregt und die Begierden werden bewusst aufgepeitscht. Das Herz des Menschen ist voll sinnlicher Begierden und die Instinkte revoltieren gegen Vernunft und Sitte.

2) UNREINE GEDANKEN

Die ständige Überflutung mit sexuellen Reizen führt dazu, dass das Innere des modernen Menschen häufig von unreinen Gedanken erfüllt wird. Seine Phantasie gaukelt ihm alle möglichen obszönen Bilder vor. Viele schalten bewusst ihr "inneres Kino" ein und geben sich sogar perversen Vorstellungen hin. Manche sind regelrechte Gefangene ihrer unsauberen Phantasien, so dass sie gar nicht merken, wie sie immer mehr in einen inneren Sumpf hineingeraten.
Wenn uns die Liebe und die Ehe etwas bedeuten, dann müssen wir mit aller Kraft versuchen, gegen diese unreinen Gedanken anzukämpfen. Wir müssen dann konsequent dafür sorgen, dass wir gewisse Bilder, Filme und Zeitungen meiden, die unsere perverse Phantasie in Schwung bringen. Wir müssen aber auch gewisse Videos und Romane beiseite lassen. Das ist oft ein Kampf, der viel Wachsamkeit und Ehrlichkeit gegen sich selbst verlangt.
Die unreinen Gedanken lassen sich oft nur schwer aus dem Herzen vertreiben. Sie scheinen sich regelrecht in unserem Innern festgefressen zu haben und sind oft ungeheuer hartnäckig. Wenn wir diese Gedanken vertreiben wollen, müssen wir uns geistig mit etwas anderem beschäftigen: Unsere Gedanken müssen sich guten Dingen zuwenden, unsere Aufmerksamkeit sollte sich auf ein gutes Buch oder einen interessanten Film konzentrieren. Noch besser wäre es, etwas Sinnvolles zu tun oder das Gespräch mit jemandem zu suchen.
Wenn wir aber das Übel an der Wurzel fassen wollen, dann müssen wir aus tiefstem Herzen beten: Durch das Gebet kommt der Geist Gottes in unser Herz und verdrängt die unreinen Gedanken. Oft braucht es ein längeres Gebet, bis der Geist Gottes die falschen Gedanken aus unseren Herzen verdrängt hat. Aber wenn wir ausdauernd beten, dann wird unser Herz von aller Verseuchung befreit. In diesem Kampf um die Reinheit des Herzens sind schließlich auch die geistlichen Waffen von Bedeutung: So etwa der regelmäßige Empfang der Eucharistie und des Bußsakraments, die Betrachtung des Kreuzwegs und besonders auch die Anrufung der Gottesmutter Maria.
Es wird manchmal auch die Frage gestellt, ob es eine Sünde sei, wenn einem unreine Gedanken in den Sinn kommen. Dazu ist zu sagen, dass der Einfall von unreinen Gedanken noch keine Sünde ist. Zur Sünde kommt es erst dann, wenn wir den Gedanken bewusst zustimmen und sie durch unsere Kreativität und Phantasie noch vertiefen. Wir müssen aber auch alles tun, damit wir nicht zu unreinen Gedanken angeregt werden: Wer sich ständig mit obszönen Dingen beschäftigt, darf sich nicht wundern, wenn ihm dann ständig unreine Gedanken kommen.

3) DRECKIGE WITZE

In unserer Zeit kann man auch eine Unmenge von dreckigen Witzen hören. Solche Witze sind heute überall zu vernehmen: Sie werden in Gasthäusern und Männerrunden genau so erzählt, wie in Kasernen und Werkstätten; aber auch in Schulen und in Freizeitzentren geht es bei vielen Witzen um das Thema Sexualität. Manche "Experten" können immer neue schweinische Witze erzählen, ja sie scheinen überhaupt nur Witze aus der "untersten Schublade" zu kennen und tun sich schwer, einen "stubenreinen" Witz zu erzählen. Viele Männer erzählen auch in Anwesenheit von Frauen und Mädchen recht anzügliche Witze, und die sind meistens so dumm, dass sie darüber auch noch lachen.
Die dreckigen Witze erniedrigen die Sexualität zu einer perversen Lust und zerstören dadurch den tieferen Sinn der Liebe. Sie geben die Sexualität auch dem Gelächter preis und stellen damit die Ehrfurcht vor den intimen Akten der Liebe in Frage. Die schweinischen Witze sinken in die Tiefe der Seele, steigen aber in einem schwachen Augenblick ins Bewusstsein und entzünden dann so manche Leidenschaften.
Diese gefährlichen und heimtückischen Auswirkungen erfordern, dass wir den dreckigen Witzen entschieden den Kampf ansagen. Es gibt dazu zwei ganz einfache Mittel: Wir dürfen selbst keine dreckigen Witze erzählen und dürfen auch nicht zulassen, dass andere in unserer Gegenwart unanständige Witze erzählen. Dabei wäre es sehr wichtig, dass vor allem Frauen und Mädchen klar zu verstehen geben, dass sie in ihrer Anwesenheit keine dreckigen Witze dulden.

4) DIE PORNOGRAPHIE

Noch verheerender als die dreckigen Witze wirken die pornographischen Medien. Wir werden heute mit Tonnen von pornographischem Material eingedeckt und mit immer härteren pornographischen Filmen und Videos geködert. Das pornographische Schundzeug wird uns an allen Ecken und Enden aufgedrängt: In jeder Trafik, in jedem Kiosk, in jedem Bahnhof, auf den Autobahn-Raststätten, in Videotheken - überall stoßen wir auf Unmengen von Porno. Aber auch über Fernsehen, Satelliten und Internet können wir jede Menge Porno beziehen. Die Pornographie ist heute weltweit ein Milliarden-Geschäft mit den niedrigen Instinkten des Menschen. So machte z. B. vor einigen Jahren die Pornographie in Dänemark 18 Prozent des gesamten Exports aus!
Die Auswirkungen dieser Pornoflut macht sich überall bemerkbar. Bei der Jugend wandern die Pornohefte unter der Hand von einem zum andern, man tauscht pornographische Videos aus oder organisiert gleich pornographische Video-Partys (von denen die Eltern natürlich nichts merken!) Die Buden unserer Jugendlichen sind mit freizügigen Bildern verziert (und kaum ein Vater hat den Mut, die Bilder herunterzureißen!), die Werkstätten der Lehrlinge sind mit nackten Gestalten auf Autos und Motorrädern behangen, in den Spinds der Soldaten hängen die Playgirls des Monats. Aber auch das "Mittelalter" schaut verstohlen seine Pornofilme im Fernsehen an und drückt dann schnell auf den Knopf, wenn jemand ins Zimmer kommt. Und schließlich sind auch unsere Altersheime voll von Pornoheften, die als Anregung zum "Alterssex" dienen sollen.
Das Problematische der Pornographie besteht darin, dass sie bei der Sexualität zu einer Trennung von Person und Körper führt. Wenn aber die Sexualität nicht mehr an eine Person gebunden ist, dann wird der Körper zu einem reinen Lustobjekt oder gar zu einer Konsumware. Durch die Pornographie kommt es also zum Verlust der persönlichen Achtung und Ehrfurcht vor dem anderen Geschlecht und dadurch zu einer Sexualität, die nicht mehr von der Liebe zu einer Person bestimmt ist. Das hat schließlich zur Folge, dass die Sexualität nicht mehr von der Liebe, sondern von den Instinkten bestimmt wird. Auf diese Weise führt also die Pornographie zu einer völlig falschen "Programmierung" des Sexualverhaltens: Bei dieser Sexualität geht es nicht mehr um die intime Begegnung mit dem geliebten Menschen, sondern um die Lustbefriedigung mittels eines sexuellen Objekts.
Die falsche "Programmierung" durch die Pornographie kann sich in mehrfacher Weise bemerkbar machen: Sie kann sich auf die Partnerwahl auswirken, bei der dann nicht mehr die menschlichen, sondern die erotischen Qualitäten maßgeblich sind. Eine solche Partnerschaft ist dann oft ohne höhere geistige Werte, und wenn der erotische Ofen aus ist, bleibt nichts als verglühte Asche. Die Pornographie kann aber auch zu unberechenbaren sexuellen Handlungen führen und wird nicht selten zum Auslöser von Vergewaltigungen. Die Pornographie ist schließlich auch eine der Hauptursachen für die rasche Verbreitung der Pädophilie.
Es muss uns allen klar sein, dass die Pornographie ein unheimliches Gift ist, das unsere Seelen zerfrisst und die Liebe zerstört. Um die Pornographie zu bekämpfen, genügt es nicht, dass der Einzelne sich gegen diese Schlammflut wehrt. Bei der Pornographie müsste der Staat in ganz energischer Weise durchgreifen und im ureigensten Interesse der Gesellschaft diesem schmutzigen und verderblichen Geschäft ein Ende bereiten.

5) AUFREIZENDE KLEIDUNG

Die überspannte Erotik unserer Gesellschaft macht sich auch in der Kleidung bemerkbar. Es werden heute vielfach Kleidungsstücke getragen, die eindeutig gegen das Schamgefühl verstoßen: Gewagte Dekolletés, durchsichtige Blusen, raffiniert geschnittene Röcke, heiße Minis sind unweigerlich ein Blickfang für Männeraugen. Aber auch gewisse Modelle von Badeanzügen verletzten das sittliche Empfindenden. Bei einigen Damen sind so sparsam bemessen, dass sie nicht einmal Feigenblatt-Format erreichen. Bei den Männer hingegen gibt es manche Gigolos und Tarzans, die sich in knappen Leopardenfellen präsentieren. Eine übersteigerte Erotik entdecken wir auch bei gewissen Modeschauen: Da werden oft Modelle gezeigt, die man nur als schamlos bezeichnen kann. Wir sollten uns darüber im klaren sein, dass erotisierende Kleider durchaus ihre Wirkung haben. Provokante Damenbekleidung wird von der Männerwelt manchmal auch als Einladung verstanden, sich an eine Dame heranzumachen. Häufig kommt es aber auch zu Reaktionen, die von den Damen nicht beabsichtigt und gewünscht waren. Am deutlichsten wird das bei manchen Vergewaltigungen, die nachweislich auch durch eine entsprechend provokante Kleidung ausgelöst werden. In Paris haben z. B. die Vergewaltigungen nach der Einführung des Minirocks um 300 Prozent zugenommen! So dürfen wir also bei allem Verständnis für eine schicke Kleidung, die ruhig auch die Ästhetik des Körpers unterstreichen darf, nicht den Anstand und die Sitte verletzen. Es ist durchaus möglich, elegant und hübsch gekleidet zu sein, ohne deswegen aufreizend zu wirken. Es ist auch möglich, flotte und sonnenfreundliche Badeanzüge zu tragen, ohne deswegen seine Reize zur Schau zu stellen. Wenn wir bei der Mode wieder mehr Wert auf die Sittlichkeit legen, können wir viele Verfehlungen und Sünden vermeiden.

6) EROTISCHE TÄNZE

Eine erotische Überreizung lässt sich heute auch bei gewissen Tänzen feststellen: In verschiedenen Fernsehsendungen treten Tänzer und Tänzerinnen auf, die fast alle Hüllen fallen lassen. In vielen Diskotheken werden Tänze aufgeführt, die die Sinne aufheizen und Jungen und Mädchen in sinnliche Ekstase versetzen. Bei den meisten Rockkonzerten kommt es durch die hämmernden Rhythmen zur einer Enthemmung und Entfesselung der jungen Leute. Bei vielen privaten Partys gibt es provokante Tänze mit erotischen Untergriffen. Alle diese Formen entsprechen nicht mehr dem eigentlichen Wesen des Tanzes. Der Tanz sollte ein körperlicher Ausdruck der Seele sein. Er sollte von Freude und Feinheit, aber auch von Anstand und Anmut geprägt sein. Der Tanz darf auch Ausdruck von Fröhlichkeit und Schabernack sein, aber er darf nie die Würde des Partners und das Schamgefühl verletzen. Der Tänzer darf eine Tänzerin umfangen und an sich ziehen, aber er sollte sie nicht unanständig berühren. Die Tänzerin darf sich an einen Tänzer schmiegen und seine Nähe suchen, aber sie sollte ihn nicht verführen. Der Tanz darf also zur faszinierenden und beglückenden Begegnung unter den Geschlechtern führen, aber er sollte nicht die Grenzen des Schicklichen überschreiten. Gerade in der zarten und hingebungsvollen Begegnung des Tanzes braucht es ein feines Taktgefühl, um den Partner nicht durch erotische Aufdringlichkeit zu verletzen. Besonders Frauen haben ein sehr feines Gespür dafür, ob ein Mann sie beim Tanz als Person achtet, oder ob er sie nur als ein erotisches Objekt betrachtet.
Wir müssen uns darum bemühen, den Tanz wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Der Tanz muss wieder Ausdruck der Seele und der Kultur werden. Es wird sehr schwierig sein, gegen bestimmte Entartungen des Tanzes anzukämpfen. Aber es sollte möglich sein, wenigstens in verschiedenen Vereinen und in privaten Kreisen eine saubere Tanzkultur zu pflegen.

7) FREI-KÖRPER-KULTUR

Eine falsche Vorstellung von Sexualität zeigt sich auch in der so genannten "Frei-Körper-Kultur" (FKK). Mit FKK ist das Nacktbaden gemeint, das heute an vielen Orten gestattet wird. In jedem Campingführer gibt es ausführliche Hinweise, in welchen Gegenden FKK-Strände zu finden sind. Das FKK-Angebot nimmt von Jahr zu Jahr zu.
Was ist nun das Problematische an der FKK? Vielleicht kann folgende Anekdote am besten verständlich machen, welche Gefahr von der FKK ausgeht: Ein Mann wurde von seinem Freund gefragt, was er denn empfinde, wenn er auf dem FKK-Strand nackte Frauen sehe. Darauf antwortete der Mann: "Ich empfinde gar nichts mehr!" Da meinte der Freund: "Du solltest aber etwas empfinden. Wenn du nichts mehr empfindest, dann bist du nicht mehr normal." Diese Worte drücken genau die Problematik der "Frei-Körper-Kultur" aus: Durch die FKK wird nämlich die Nacktheit etwas so Selbstverständliches, dass sie gar nicht mehr attraktiv wirkt. Auf diese Weise führt also die selbstverständliche Nacktheit zum Tod der Erotik und der sexuellen Anziehung! Es muss uns klar sein, dass die Nacktheit nicht etwas Selbstverständliches, sondern etwas Außergewöhnliches ist. Die Nacktheit ist daher nicht etwas "ganz Natürliches", sondern etwas ganz Besonderes! Nur wenn die Nacktheit etwas Außergewöhnliches und Besonderes bleibt, kann sie ihre Anziehungskraft bewahren. Es ist in diesem Zusammenhang auch interessant festzustellen, dass die Natur selbst für den Schutz der Nacktheit sorgt: Sie tut das durch das Schamgefühl, mit dem sie den Menschen davor bewahrt, sich zu entblößen und sich nackt zu zeigen. Der Schutz der Nacktheit hat aber noch eine andere fundamentale Bedeutung: Er ermöglicht die Entstehung von intimen Beziehungen. Solche Beziehungen können nämlich nur dann entstehen, wenn die Nacktheit auf private und persönliche Beziehungen beschränkt ist. Wenn aber die Nacktheit öffentlich wird, dann ist damit auch keine intime und persönliche Beziehung mehr möglich. Auf diese Weise führt also die selbstverständliche und öffentliche Nacktheit zu einer Gefährdung der sexuellen Anziehung und der intimen Beziehungen. Aus diesem Grund ist also die "Frei-Körper-Kultur" ein höchst subtiler Angriff auf die Sexualität!

8) DER BEGINN DES SCHWACHSINNS

Vielleicht hat Sigmund Freud auch an die Torheit der schamlosen Nacktheit gedacht, als er das berühmte Wort prägte: "Der Verlust der Scham ist der Beginn des Schwachsinns." Wenn wir daran denken, zu welchen Folgen die falsch verstandene Nacktheit führt, dann müssen wir sagen, dass der systematische Abbau des Schamgefühls in der heutigen Zeit ein hochgradiger Schwachsinn ist. Wir wollen aber auch daran erinnern, dass es bereits in der Spätantike zu einem regelrechten Kult der Nacktheit kam. Die Folge war schon damals eine schleichende Zerstörung der Sexualität. Langfristig führt der Kult der Erotik und der Sexualität zum Verfall und Untergang eines Volkes: Nach einer anfänglichen Überbetonung der Sexualität folgt oft eine zunehmende Gleichgültigkeit und Impotenz, die auch durch ein Aphrodisiakum und Viagrah nicht mehr aufzuhalten ist. An alle diese Dinge gilt es zu denken, wenn man die heutige Fehlentwicklung im sexuellen Bereich verstehen will.

9) KORREKTES VERHALTEN

Nach dieser kritischen Betrachtung des erotischen Umfelds wollen wir nun auf das eigentliche Anliegen des neunten Gebots zu sprechen kommen. Das neunte Gebot betrifft in erster Linie die geistige Treue gegenüber dem Ehepartner. Bei der kirchlichen Hochzeit versprechen sich die Partner die immerwährende Treue. Viele Männer und Frauen sind ihrem Ehepartner auch wirklich ein Leben lang treu, zumindest nach außen hin. Aber wie schaut es in ihrem Inneren aus? Sind sie ihrem Partner auch geistig treu? Ist es nicht so, dass viele verheiratete Leute bereits nach einigen Jahren lüstern nach anderen Männern und Frauen Ausschau halten?! Wie viel verheiratete Männer und Frauen stellen sich in ihrem Inneren vor, wie es wäre, wenn sie mit einem anderen Partner oder einer anderen Partnerin beisammen wären?! Für den Christen ist auch diese geistige Untreue ein Ehebruch. Christus selbst sagt: "Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen." (Mt 5,28) Dieses Wort Jesu weist uns darauf hin, dass wir auch in unserem Herzen um die Treue bemüht sein müssen. Dieses Bemühen um die geistige Treue ist letztlich auch die beste Voraussetzung dafür, dass wir in der Praxis treu bleiben.
Neben der geistigen Treue verlangt das neunte Gebot auch ein korrektes Verhalten der Verheirateten gegenüber anderen Männern und Frauen. Das Verhalten von Ehemännern und Ehefrauen sollte stets von einer gewissen Zurückhaltung geprägt sein: Sie werden zwar dem anderen Geschlecht freundlich und hilfsbereit begegnen, aber sie werden doch einen gewissen inneren Abstand halten. Sie sollten sich auch darum bemühen, ihre Blicke zu kontrollieren, um keine falschen Erwartungen zu wecken; sie sollten keine zweideutige Sprache verwenden und keine Anspielungen machen. Sie werden auch bei ihren Gesten vorsichtig sein und nicht durch zu intensive Küsse und Körperberührungen falsche Vorstellungen wecken. Sie achten darauf, dass sie bei der Wahl von Geschenken keine zu persönlichen Präsents wie Parfums und Goldketten aussuchen, die den anderen zu persönlich berühren oder gar verpflichten und binden. Sie vermeiden es, am Arbeitsplatz allzu private Gespräche zu führen und unternehmen mit den Kolleginnen und Kollegen des Betriebs auch keine allzu privaten Geschäftsreisen. Sie wissen schließlich auch, dass es im Fasching und im Urlaub keine Aufhebung der Zehn Gebote gibt. Es sollte daher auch keinen "Kurschatten" im Thermalbad und keine Safari-Bekanntschaft in Kenia geben. Auch das "Apres-Ski" und die gemischte Sauna sollen nicht verharmlost werden, und schließlich soll auch keiner glauben, dass es "auf der Alm keine Sünd' gibt". Ein korrektes Verhalten ist auch gegenüber den Ehepartnern unserer besten Freunde angesagt: Der lockere Umgang im engsten Freundeskreis hat schon mehrmals dazu geführt, dass plötzlich der Funke zu den Ehepartnern der Freunde übergesprungen ist und eine leidenschaftliche Beziehung ausgelöst hat. Wenn Eheleute schließlich ganz allgemein ihr Verhalten gegenüber anderen Männern und Frauen überprüfen wollen, dann brauchen sie sich in gewissen Situationen nur die Frage zu stellen: Was würde mein Mann bzw. meine Frau sagen, wenn er bzw. sie mich jetzt sehen würde? Diese ehrliche Gewissensfrage würde viele falschen Verhaltensweisen von vornherein unterbinden.

10) UNVERHEIRATETE

Das neunte Gebot verpflichtet aber auch die Unverheirateten zum korrekten Umgang mit verheirateten Personen. Ein unverheirateter Mann darf nicht eine Frau begehren, wenn er weiß, dass sie verheiratet ist. Auch eine unverheiratete Frau darf nicht nach einem Mann Ausschau halten, wenn dieser bereits gebunden ist. Leider wird dieses Gebot in der Praxis oft nicht eingehalten. Für manche ledige Frauen scheinen verheiratete Männer besonders interessant zu sein, aber auch manche ledige Männer haben es auf verheiratete Frauen abgesehen. Sie signalisieren verheirateten Personen ihre Bereitschaft und beschwören dadurch oft großes Elend herauf. Ledige Personen sollten sich auch dann nicht an verheiratete Personen heranmachen, wenn deren Ehe in Krise ist. Durch ihr Eindringen in eine Ehe werden deren Probleme sicher nicht geringer, sondern nur noch größer. Das neunte Gebot muss also unbedingt auch von den ledigen Männern und Frauen eingehalten werden.
Alle diese Überlegungen sollten uns bewusst gemacht haben, wie wichtig das neunte Gebot ist. Wenn wir heute eine glückliche und stabile Ehe aufbauen wollen, dann ist die Einhaltung dieses Gebots die unbedingte Voraussetzung dazu. Dieses Gebot verpflichtet uns aber auch, für ein gesundes geistiges Umfeld zu sorgen und den erotischen Sumpf trockenzulegen.

ALLGEMEINER ÜBERBLICK:

NEUNTES GEBOT: DU SOLLST NICHT BEGEHREN DEINES NÄCHSTEN FRAU!

1) Das verseuchte Umfeld
2) Unreine Gedanken
3) Dreckige Witze
4) Pornographie
5) Aufreizende Kleidung
6) Erotische Tänze
7) Frei-Körper-Kultur
8) Der Beginn des Schwachsinns
9) Korrektes Verhalten
10) Die Unverheirateten

 

 

Herr, lass uns Deine Gebote beachten und verstehen damit ich am Ende meiner Tage zu Dir gelange.

 Amen.
 

 

 

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