Kirche Weitental

†  Gott ist die Liebe - Er liebt dich  †
 Gott ist der beste und liebste Vater, immer bereit zu verzeihen, Er sehnt sich nach dir, wende dich an Ihn
nähere dich deinem Vater, der nichts als Liebe ist. Bei Ihm findest du wahren und echten Frieden, der alles Irdische überstrahlt

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Die 10 Gebote in unserer Zeit

10. Du sollst nicht begehren

deines Nächsten Gut!

(nach Peter Egger)

 

 

Wir leben heute in einer Zeit, in der die Fundamente wanken und die Orientierung fehlt. Wir sind oft unsicher und wissen nicht mehr, wie wir uns verhalten sollen. Die meisten spüren, dass wir uns wieder auf die Grundwerte des Lebens besinnen müssen. Diese Grundwerte des Lebens aber finden sich in den Zehn Geboten...
 

 
INHALT
 

 

Das zehnte Gebot wendet sich gegen die Habsucht und den Neid und fördert damit in entscheidender Weise den sozialen Frieden. Das zehnte Gebot steht in einem direkten Bezug zum siebten Gebot: Es betrifft die inneren Fehlhaltungen gegenüber dem Eigentum und soll dazu führen, dass es nicht zu falschen Handlungen im Sinne des siebten Gebots kommt. Die Beachtung des neunten Gebots gerade in unserer materialistischen Gesellschaft von größter Bedeutung.

1) MATERIELLE BEGIERDEN

Das zehnte Gebot bezieht sich zunächst auf die ungeordneten Begierden gegenüber materiellen Dingen. Diese Begierden können das Essen und Trinken betreffen, sie können sich aber auch auf Geld, Häuser und Besitz beziehen. Wenn diese leiblichen und materiellen Güter unser ganzes Streben erfüllen, dann riskieren wir dabei, dass unser Menschsein nur noch aus Haben besteht. Wir vergessen dann oftmals, dass der Sinn unseres Lebens nicht im Haben, sondern in der Vollendung unseres Seins besteht. Dieser ungezügelte Drang nach dem Haben kann sogar so weit gehen, dass wir dabei unsere Seele und unser ewiges Heil vergessen. Für uns gelten dann die eindringlichen Worte Jesu: "Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?" (Lk 9,25)

2) HABGIERIGE SPEKULATIONEN

Das zehnte Gebot wendet sich vor allem gegen die Habgier auf Kosten der Mitmenschen. Wenn ein Kaufmann danach trachtet, einem Kunden mehr Geld abzuknöpfen, als die Ware tatsächlich wert ist, dann sündigt er durch Habgier. Wenn ein Vermieter sich dazu entschließt, einem Arbeiter aus der Dritten Welt eine hohe Miete abzuverlangen, dann nützt er die Notsituation dieses Menschen aus. Wenn ein Zahnarzt eine Behandlung empfiehlt, die es eigentlich nicht bräuchte, dann handelt er aus Habgier. Wenn ein Handwerker mehr Kosten veranschlagt, als dann nötig sind, will er den Kunden ausnehmen. Es gibt sogar Menschen, die regelrecht mit Notsituationen spekulieren, um mehr Gewinn einzuheimsen: Ein Kaufmann hortet die Ware, um sie in Notzeiten teurer zu verkaufen; ein Automechaniker freut sich über den Neuschnee, weil es dadurch mehr Unfälle gibt; ein Polizist begibt sich an neuralgische Verkehrspunkte, weil er dort mehr Strafzettel verteilen kann; eine Polizeistreife postiert ihr Radar-Gerät an einer pfeilgeraden Strecke, damit mehr Autos in die Radar-Falle gehen; der Rechtsanwalt freut sich über die vielen Scheidungen, weil er dadurch eine Unmenge Geld verdient. Eine solche Einstellung widerspricht aber völlig der Nächstenliebe.

3) MATERIELLE GÜTER

Das zehnte Gebot warnt uns auch vor dem Neid auf die Güter unserer Mitmenschen. Bei diesen Gütern handelt es sich meistens um die materiellen Güter von Leuten aus unserem Bekanntenkreis: Der eine ist neidisch, weil sich der Nachbar schon wieder ein neues Auto leisten kann; der andere ist neidisch auf die Villa seines Kollegen und ärgert sich, dass dieser sich jetzt sogar ein Reitpferd gekauft hat. Eine junge Dame ist richtig giftig, weil ihre Kollegin im Büro schon wieder ein neues Kleid aus der Boutique hat. Der Oberzuber hört mit Neid, wie der Unterzuber von seiner Reise auf die Seychellen berichtet. Die Leute im grünen Wohnblock wurmt es, dass ihre Nachbarn im roten Wohnblock schon wieder neue Möbel gekauft haben.

4) PERSÖNLICHE GÜTER

Der Neid kann sich auch auf die persönlichen Güter unserer Mitmenschen beziehen. Ein junger Mann beneidet seinen Bekannten, der mit seiner großen Intelligenz das Studium spielerisch bewältigt. Ein Handwerker ist neidisch auf die große manuelle Geschicklichkeit eines Konkurrenten, die ihm ein gutes berufliches Fortkommen sichert. Eine junge Dame ist neidisch auf die künstlerischen Fähigkeiten ihrer Kollegin, die dadurch interessante Aufträge erhält. Eine Basketballspielerin ist voll Neid auf die außergewöhnliche sportliche Begabung ihrer Kameradin, die nun eine Berufung in die Nationalmannschaft erhalten hat. Und schließlich ist es für eine junge Dame unerträglich, dass ihre Mitarbeiterin außerordentlich hübsch ist und damit alle Männerblicke auf sich zieht.

5) SOZIALE GÜTER

Der Neid kann sich schließlich auch auf soziale Güter beziehen. Ein "Adabei" beneidet einen Mitmenschen, der in der Gesellschaft hohes Ansehen genießt: Er erlebt, wie der andere im Mittelpunkt des Interesses steht und von allen geehrt wird. Ein kleiner Gemeinderat ist voll Neid gegenüber einem Nationalratsabgeordneten, der eine hohe Machtposition bekleidet: Er beobachtet, wie diese Politiker von allen hofiert wird und wie sich ihm sämtliche Türen öffnen. Ein Wirtschaftsmanager empfindet einen grimmigen Neid gegenüber einem Kollegen, der mehr Erfolg hat als er: Dieser Kollege hat Karriere gemacht und ist zum Spitzenmanager eines großen Konzerns aufgestiegen...
Wir können heute ohne Übertreibung feststellen, dass in allen Bereichen des Lebens und der Gesellschaft ein ungeheurer Neid vorherrscht. Ein kritischer Zeitgenosse hat sehr treffend bemerkt, dass wir heute in einer regelrechten "Neidgesellschaft" leben.

6) DIE FOLGEN DES NEIDS

Wir wollen uns nun fragen, welche Folgen der Neid hat. Der Neid führt zunächst zu einer inneren Unzufriedenheit. Wenn wir anderen Menschen gegenüber ständig Neid empfinden, gewinnen wir immer mehr den Eindruck, dass wir selbst zu kurz gekommen sind. Wir haben dann oft das Gefühl, dass wir nur Menschen zweiter Klasse sind. Wir fühlen uns vom Schicksal benachteiligt, weil wir bei diesem Lebensstil nicht mithalten können. Der Neid bewirkt, dass wir uns trotz des üppigen Wohlstands, in dem wir alle leben, als arme Schlucker fühlen. Manche von uns blendet der Neid so sehr, dass sie die vielen Dinge, die sie besitzen, nicht mehr sehen. Sie werden unfähig, sich an dem, was sie haben, zu freuen. Sie sehen nur, was sie nicht haben. Auf diese Menschen trifft das Wort des Alten Testaments zu: "Neid und Ärger verkürzen das Leben, Kummer macht vorzeitig alt." (Sir 30,24) Der Neid führt aber auch zu einem heimlichen Groll und Hass auf jene Menschen, denen es besser geht als uns. Wir haben oft sogar den Eindruck, dass es ungerecht sei, wenn es anderen Menschen gut geht. Nach unserem Dafürhalten haben es sich manche Leute gar nicht verdient, dass sie so hinaufgehoben werden. Im Grunde genommen hätten wir es viel eher verdient, gewisse Positionen und Auszeichnungen zu erhalten. Durch diesen inneren Groll und Hass kommt es unweigerlich zu gestörten Beziehungen zu unseren Mitmenschen. Der Neid verleitet uns dazu, die anderen unfreundlich und unwirsch zu behandeln. Nicht selten sagen wir ihnen Gemeinheiten ins Gesicht, um unseren Frust loszuwerden. Oft kommt es auch zu einer völligen "Funkstille" gegenüber den engsten Kollegen und Mitarbeitern. Manchmal brechen wir auch den Kontakt zu unseren Nachbarn ab und grüßen sie nicht mehr. Auf diese Weise führt der Neid oft zu großen sozialen Spannungen und Konflikten. Das traurige Ergebnis des Neids ist schließlich der Verlust des sozialen Friedens.

7) DIE ÜBERWINDUNG DES NEIDS

Angesichts dieser schwerwiegenden Auswirkungen des Neids sollte uns klar sein, dass wir alles daransetzen müssen, um den Neid zu überwinden. Wir wollen deshalb überlegen, wie wir mit dem Neid fertig werden können.
Ein erster Schritt zur Überwindung des Neids besteht darin, dass wir uns um echte Großmütigkeit gegenüber unseren Menschen bemühen. Wir sollten imstande sein, uns darüber zu freuen, wenn sich der andere ein neues Auto oder eine neue Wohnung leisten kann. Wir sollten es dem anderen von Herzen gönnen, dass er eine hohe Position erreicht hat. Es sollte uns froh und dankbar stimmen, dass es in unserer Gesellschaft Menschen mit außergewöhnlichen Begabungen gibt. Es sollte für uns auch selbstverständlich sein, dass wir einem sportlichen Gegner in fairer Weise zu seinem Sieg gratulieren.
Eine weitere Maßnahme gegen den Neid wäre auch ein bescheidenes Verhalten, wenn wir uns gewisse Güter zulegen oder bestimmte Auszeichnungen erhalten. Wir sollten uns darum bemühen, die neu erworbenen Güter nicht in protziger Weise zur Schau stellen. Ebenso sollten wir auch nicht mit unseren Beförderungen und Auszeichnungen angeben. Wir dürfen auch niemals den anderen spüren lassen, dass wir ihm auf bestimmten Gebieten überlegen sind. Es wäre klug, wenn wir unseren Mitmenschen nach Möglichkeit unsere Güter und Mittel, aber auch unsere Begabungen und Fähigkeiten zur Verfügung stellen würden. Wir sollten es so einrichten, dass sich die anderen an unseren Gütern mitfreuen und aus unseren Gütern Nutzen ziehen können. Auf diese Weise würden wir dem Neid von vornherein keine Chance geben.
Eine heilsame Maßnahme gegen den Neid wäre schließlich die Erkenntnis, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Wir sollten uns vor Augen halten, dass viele dieser Leute, die mit ihren materiellen Gütern angeben, riesige Schulden haben. Viele dieser Großtuer übernehmen sich und sind früher oder später bankrott. Die Klugheit sollte uns erkennen lassen, dass es besser ist, nicht über die eigenen Verhältnisse zu leben, sondern nur das zu kaufen, was wir uns wirklich leisten können. Wir sollten uns weiters vor Augen halten, dass materielle Güter noch lange keine Garantie für das Glück sind. Was nützt die schönste Villa, wenn die Ehe kaputt ist?! Was bedeutet ein florierendes Geschäft, wenn der Sohn in der Drogenszene landet?! Was bringen die schönsten Kleider und der teuerste Schmuck, wenn jemand unheilbar krank ist?! Hinter der glitzernden Fassade des Reichtums verbirgt sich oft manches Elend. Ja, wir können fast behaupten, dass durch den materiellen Reichtum erst manche Probleme geschaffen werden, die es sonst gar nicht gäbe. Wer die Probleme der Reichen näher kennen gelernt hat, weiß, dass der Reichtum oft auch seine Schattenseiten hat. In diesem Sinn ist das zehnte Gebot auch eine Mahnung, die uns hilft, unser irdisches und ewiges Glück leichter zu finden.

ALLGEMEINER ÜBERBLICK:

ZEHNTES GEBOT: DU SOLLST NICHT BEGEHREN DEINES NÄCHSTEN GUT!

1) Materielle Begierden
2) Habgierige Spekulationen
3) Materielle Güter
4) Persönliche Güter
5) Soziale Güter
6) Die Folgen des Neids
7) Die Überwindung des Neids

 

 

Herr, lass uns Deine Gebote beachten und verstehen damit ich am Ende meiner Tage zu Dir gelange.

 Amen.
 

 

 

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